Chip Happens– kleine Dinge, die alles verändern

Chip Happens– kleine Dinge, die alles verändern

Episoden

Den Herzinfarkt erkennen bevor er passiert - Moderne Diagnostik dank KI
18.02.2026
21 Minuten
Was wäre, wenn wir schwere Krankheiten erkennen könnten, bevor sie überhaupt Symptome verursachen. In dieser Folge von Chip Happens! Kleine Dinge, die alles verändern geht es um die Zukunft der medizinischen Diagnostik und darum, wie Mikroelektronik und Künstliche Intelligenz dabei helfen können, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen. Sven Oswald spricht mit Dr. Thomas Ramge, KI Experte und Autor, über Künstliche Intelligenz als Prädiktionsmaschine. Er erklärt, warum KI besonders gut dafür geeignet ist, Muster in großen Datenmengen zu erkennen, etwa in bildgebenden Verfahren, Sensordaten oder digitalen Anamnesen. Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, sehr unterschiedliche Datenquellen wie Genetik, Krankheitsverläufe und medizinische Messwerte sinnvoll zusammenzuführen. Wie diese Vorhersagekraft konkret bei Herz Kreislauf Erkrankungen eingesetzt wird, erklärt Basel Adams, Elektrotechniker und Projektleiter am Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM. Gemeinsam mit der Charité arbeitet sein Team an einem winzigen Wearable in Form eines Mini Pflasters oder einer Textilweste. Das System ermöglicht Langzeitmessungen über Wochen oder Monate und erfasst kontinuierlich mehr als 110 kardiologische Biomarker, von EKG und Herzleistung bis hin zur Ödem Messung. So entsteht ein umfassendes Bild der Herzgesundheit, das frühe Warnzeichen sichtbar macht und Diagnostik unabhängig vom Wohnort ermöglicht. Diese Folge zeigt, wie smarte Wearables und KI helfen können, Herzinfarkte früher zu erkennen und medizinische Vorsorge für viele Menschen zugänglicher zu machen.
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Smarte Technik für uns alle
11.02.2026
16 Minuten
Gesundheit beginnt längst nicht mehr nur in der Arztpraxis. Die dritte Staffel von Chip Happens! mit dem Titel »Mikroelektronik 4 Life« widmet sich ab Januar 2026 der Frage, wie Mikroelektronik unseren Alltag in Medizin, Pflege und Vorsorge prägt. Viele der entscheidenden Technologien tragen wir bereits bei uns, oft ganz selbstverständlich. In dieser ersten Folge geht es um smarte Technik für uns alle. Im Mittelpunkt stehen Health Wearables, die viele Menschen täglich nutzen, vom Schrittzähler im Smartphone bis zur Smartwatch. Auch wenn diese Geräte keine medizinischen Diagnosen stellen, können sie helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Zu Gast ist Can Dincer, Professor für Sensors and Wearables for Healthcare am Munich Institute of Biomedical Engineering der Technische Universität München. Er erklärt, warum kontinuierliche Messungen im Alltag so wertvoll sind, selbst wenn sie weniger präzise sind als Spezialgeräte in der Arztpraxis. Es geht darum, wie individuelle Daten Therapien unterstützen, Krankheiten früher erkannt werden können und wie sein Team an der Detektion biochemischer Parameter wie Hormonen oder Medikamenten arbeitet. Außerdem spricht er über nicht invasive Zukunftsideen für das Diabetes Monitoring, von tragbaren Sensoren bis zu neuen Ansätzen der Medikamentenabgabe. Vom Smartphone am Handgelenk bis zur personalisierten Medizin zeigt diese Folge, warum »Mikroelektronik 4 Life« unseren Blick auf Gesundheit verändert und smarte Technik längst Teil unseres Lebens ist.
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Der Durst der Digitalisierung
12.11.2025
22 Minuten
In der letzten Folge dieser Staffel geht es um den Wasserverbrauch unserer digitalen Welt. Sven Oswald spricht mit Expert:innen darüber, wie Rechenzentren, Energiegewinnung und Hardwareproduktion enorme Wassermengen beanspruchen – und welche Technologien helfen, diesen Verbrauch zu senken. Lena Hoffmann, Senior Referentin Politik & Wissenschaft bei der Gesellschaft für Informatik, erklärt die drei Hauptbereiche des Wasserverbrauchs: direkte Kühlung in Rechenzentren, indirekte Energiegewinnung und Hardwareproduktion. Sie betont, wie wichtig es ist, Energie- und Wasserverbrauch gemeinsam zu betrachten. Rolf Eggers zeigt mit dem Qub3, wie sich Rechenzentren komplett ohne Wasser kühlen lassen. Christian Mayr von der TU Dresden und der Ausgründung Spincloud stellt mit dem Spinnaker 2 neue Wege vor, KI-Rechenzentren effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Einen kurzen analytischen Beitrag zu dieser und allen weiteren Folgen der Staffel findet ihr im ⁠Newsroom der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD)⁠. Vom Serverraum bis zur Cloud – diese Folge zeigt, warum Digitalisierung auch Wasser kostet und welche Ideen helfen, den Durst der Technologie zu stillen.
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Mit Wasser Energie erzeugen und speichern!
05.11.2025
23 Minuten
Wasser als Energiequelle der Zukunft: In dieser Folge führt Sven Oswald durch spannende Gespräche mit Expert:innen über die Nutzung von Wasser zur Energieerzeugung und Energiespeicherung. Im Mittelpunkt steht, wie Mikroelektronik und Ingenieurskunst nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung ermöglichen: Richard Roth, Wirtschaftswissenschaftler und Experte für Wellenkraftwerke, erklärt, wie die Bewegung der Meereswellen in elektrischen Strom umgewandelt wird und welche Ansätze – etwa die oszillierende Wassersäule oder die sogenannte Seeschlange – derzeit erforscht werden. Dr. Bernhard Ernst vom Fraunhofer IEE stellt innovative Wasserspeichertechnologien vor. Dabei wird Energie in Betonkugeln am Meeresboden gespeichert. Diese Unterwasser-Pumpspeicher helfen, Stromnetze zu stabilisieren und Energie verfügbar zu halten, selbst in Zeiten ohne Sonne oder Wind. Erfahre, wie Wasser zur Energiequelle und zum Speicher zugleich wird. Entdecke, wie Mikroelektronik eine stabile und nachhaltige Zukunft möglich macht.
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Mit Robotern und KI: Lebensrettung für Ertrinkende
29.10.2025
22 Minuten
In der 8. Folge der zweiten Staffel von Chip Happens! nimmt dir Sven Oswald mit auf eine akustische Reise zum Thema Mikroelektronik und Lebensrettung. Die Episode widmet sich der ernsten Problematik des Ertrinkens und zeigt, wie Roboter und Künstliche Intelligenz (KI) helfen können, Menschen vor dem oft stillen Tod zu bewahren. Dr. Magnus Heier, Arzt, Medizinjournalist und Neurologe, erklärt, was beim Ertrinken im Körper geschieht und warum dieser Prozess oft unbemerkt bleibt. Oliver Wiesner, Rettungssanitäter und Miterfinder des Überwasser-Rettungsroboters »Dolphin 3«, stellt das System vor, das Ertrinkende schneller erreicht und den Eigenschutz der Retter verbessert. Helge Renkewitz, Projektleiter am Fraunhofer IOSB, präsentiert einen autonomen Unterwasser-Rettungsroboter, der mithilfe von Sonar-Technologie selbst bei schlechter Sicht Personen orten und an die Oberfläche bringen kann. Die Folge beleuchtet zudem den Einsatz von KI in Schwimmbädern, wo Kameras drohendes Ertrinken erkennen und frühzeitig Alarm auslösen – ein Ansatz, der jedoch Fragen zu Datenschutz und Sicherheit aufwirft. Ein Pilotprojekt in Selm zeigt das Potenzial solcher Systeme. Erlebe, wie Hightech, KI und Robotik im Ernstfall Leben retten – und warum menschliche Aufmerksamkeit am Wasser trotz aller Technologie unverzichtbar bleibt!
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Über diesen Podcast

Wie können winzige Chips die Welt smarter, schneller und nachhaltiger machen? Willkommen bei »Chip Happens«, dem Podcast von Chipdesign Germany. Hier geht’s um die Tech, die die Welt verändert – vom Smartphone in deiner Tasche bis zur smarten Mobilität von morgen. Moderator Sven Oswald nimmt dich mit auf eine akustische Reise in die Welt der Mikroelektronik – direkt, authentisch und voller Insights von den kreativen Köpfen, die die Zukunft gestalten. Hör rein, abonnier jetzt und entdecke, wie kleine Dinge Großes bewegen können.

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