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contalk | Menschen, die Zukunft gestalten Archiv

39 Episoden
36 Minuten
Ist Nachfolge immer eine Krise oder kann sie „smooth“ funktionieren? Prof. Dr. Heiko Kleve, Geschäftsführender und Akademischer Direktor des Wittener Instituts für Familienunternehmen, sagt: Wenn eine zentrale Person geht und eine neue kommt, ist das fast zwangsläufig eine Entwicklungskrise. Nicht, weil es scheitern muss, sondern weil ein Übergang Vergangenheit und Zukunft trennt und damit Veränderung erzeugt. In dieser contalk-Folge geht es darum, wie Nachfolge proaktiv gestaltet werden kann: mit klarer Struktur, sauberer Kommunikation und einem bewussten Blick auf Beziehungen und Loyalität. Besonders spannend ist Kleves Perspektive aus der Arbeit mit Familienunternehmen – und der Vergleich mit Japan: Dort, so berichtet er, gilt eine Überlappungszeit von mindestens sieben Jahren als sinnvoll, damit implizites Wissen, Vertrauen und Verantwortungsübergänge wirklich reifen können. Gleichzeitig bleibt die Frage: Was davon ist auf deutsche Organisationen übertragbar – und welche Etappen müssen dafür klar benannt werden? 

Prof. Dr. Heiko Kleve auf LinkedIn

Mehr über das WIFU 

Dr. Thomas Müller auf LinkedIn 

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34 Minuten
Macht ist in sozialen Organisationen ein sensibles Thema. Sie wird häufig mit Durchsetzung, Hierarchie oder Einsamkeit an der Spitze verbunden. Doch Macht kann auch anders verstanden werden. In dieser contalk-Folge spricht Dr. Thomas Müller mit Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, über unterschiedliche Machtbegriffe – von Macht als Herrschaft bis hin zu Macht als „kommunikative Gestaltungsfähigkeit“. Führung bedeutet für sie nicht, sich durchzusetzen, sondern Verantwortung auf Zeit wahrzunehmen und Entscheidungsräume bewusst zu teilen. Im Gespräch wird deutlich: Macht lässt sich nicht vermeiden, aber sie lässt sich gestalten. Personalentscheidungen bleiben einsame Verantwortung. Viele andere Entscheidungen hingegen können im Konsent getroffen, Verantwortung kann delegiert, Selbstverantwortung gestärkt werden. Eine Folge über Macht als demokratisches Prinzip – und darüber, wie soziale Organisationen durch ihr Führungsverständnis gesellschaftliche Diskurse prägen.

Dr. Ellen Ueberschär auf LinkedIn 

Website der Stephanus-Stiftung 

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33 Minuten
Wie lange sollten CEOs, Vorstände oder Geschäftsführungen im Amt bleiben? Wann entfaltet Führung ihre größte Wirkung, und ab welchem Punkt beginnt sie an Kraft zu verlieren?

In dieser contalk-Folge spricht Dr. Thomas Müller mit Prof. Dr. Fabiola Gerpott, Leadership-Professorin an der WHU, über die Frage nach der Wirksamkeitsdauer von Führung. Ausgangspunkt ist ihre Forschung zur sogenannten U-Kurve der CEO-Amtszeit: Führung braucht Zeit, um Wirkung zu entfalten, erreicht aber – je nach Branche – nach etwa acht bis vierzehn Jahren einen Wendepunkt.

Im Gespräch wird deutlich, warum zu kurze Amtszeiten strategische Entwicklung verhindern, warum sehr lange Amtszeiten Innovationskraft gefährden können und weshalb das Thema Nachfolgeplanung häufig zu spät und zu reaktiv angegangen wird. Diskutiert wird auch die Rolle von Aufsichtsgremien: Wie können sie Führung nicht nur kontrollieren, sondern aktiv begleiten über den gesamten Lebenszyklus einer Amtszeit hinweg?

Prof. Dr. Fabiola Gerpott auf LinkedIn

Zu Frau Gerpotts Buchveröffentlichung Die Arbeit 

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35 Minuten
Wie bleiben Wohlfahrtsverbände zukunftsfähig – in Zeiten von Pandemie, Cyberattacken, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlicher Transformation? Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Vorstand des Diözesan-Caritasverbands München und Freising, beschreibt in dieser Folge sehr offen, wie sein Verband bewusst entschieden hat, auf Krisen nicht mit Rückzug, sondern mit Entwicklung zu reagieren. Sollfrank schildert den strategischen Weg des Verbands: weg von starren Jahresbudgets hin zu rollierender Planung, hin zu mehr Adaptionsfähigkeit, klareren Entscheidungslogiken und einer Struktur, die sich an den Bedürfnissen von Menschen orientiert statt an klassischen Sektorgrenzen. Zentrale Stichworte sind Beyond Budgeting, Subsidiarität, soziokratische Entscheidungsprinzipien und die bewusste Verbindung von Geschäftsfeldern, Regionen und Managementverantwortung. Deutlich wird: Transformation ist kein Projekt, sondern ein fortlaufender Lernprozess. Es geht um Sichtbarkeit im Sozialraum, neue Formen von Kooperation, Netzwerkarbeit – und um Führung, die in komplexen Situationen Entscheidungen ermöglicht, statt sie zu blockieren. 

Prof. Dr. Hermann Sollfrank auf LinkedIn

Website der Caritas München Freising

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43 Minuten
„Es muss sich was verändern von der Spitze an.“ Dr. Christian Geyer beschreibt in dieser Folge, wie der Bathildisheim e. V. seit 2017 an agiler Führung arbeitet – ausgelöst durch Mitarbeiterbefragungen, in denen Führung „nicht besonders gut weggekommen“ ist. Statt eine „hippe Begeisterungsveranstaltung“ zu inszenieren, hat der oberste Führungskreis (Vorstand und Geschäftsbereichsleitungen) zunächst zwei Jahre an sich selbst gearbeitet: Was heißt es, Macht zu teilen? Wie fühlt sich das an? Und welche Instrumente fehlen dafür?

Website vom Bathildisheim e. V. 

Dr. Christian Geyer auf LinkedIn

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38 Minuten
Was macht eine Arbeitgebermarke glaubwürdig – gerade in Zeiten von komplexen Krisen, Transformation und wachsendem Veränderungsdruck? In dieser contalk-Folge spricht Dr. Thomas Müller gemeinsam mit Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte, und Katharina Meußen, Personal- und Managementberaterin bei contec, über einen mehrjährigen Kultur- und Markenprozess aus der Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Arbeitgebermarke von innen heraus entsteht: über Haltung, Führung und echte Beteiligung. Marc Schaaf beschreibt offen, warum Vertrauen, Konsequenz und langer Atem entscheidend waren, um Hierarchien zu verändern, Leitbilder wirksam zu verankern und mit der AWO-Kampagne „heart drauf“ eine klare, mutige Übersetzung nach außen zu finden. Katharina Meußen ordnet ein, welche Rolle Partizipation, Change Management und Übersetzung in den Alltag für die nachhaltige Wirkung spielen.

Marc Schaaf auf LinkedIn

Katharina Meußen auf LinkedIn

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Über den Kulturentwicklungsprozess der AWO Ruhr-Mitte 

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41 Minuten
Dr. Thomas Müller erstmals mit zwei Gästen: Unternehmer Svetoslav Markov, der mit Humanica neue Wohn- und Versorgungskonzepte entwickelt, und Dr. Jan Schröder, contec-Experte für Versorgungsstrukturen, KI und Technologie. Beide eint der Blick nach vorne: Wie muss Versorgung gedacht werden, wenn die Bevölkerung älter wird, Fachkräfte fehlen und Technologie neue Handlungsspielräume eröffnet? Markov berichtet von mutigen Experimenten, digital unterstützten Angeboten und der Idee, Stress in der Pflege durch intelligente Prozesse und Assistenzsysteme zu reduzieren. Schröder zeigt, warum Longevity, Datenkompetenz und sozialräumliche Netzwerke zu zentralen Führungsaufgaben werden.

Svetoslav Markov auf LinkedIn

Interview mit Markov bei Euro Leaders

Dr. Jan Schröder auf LinkedIn

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34 Minuten
Was heißt es, in Zeiten von Polarisierung, Fachkräftemangel, Kulturkämpfen und KI an der Spitze eines großen Wohlfahrtsverbandes zu führen? In dieser Folge von contalk spricht Dr. Thomas Müller mit Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Rock blickt auf seinen Weg vom gehobenen Dienst über Politikwissenschaft und Sozialpolitik bis an die Spitze eines Verbands mit über 10.000 Mitgliedsorganisationen und beschreibt, welches Rüstzeug es dafür braucht. Im Gespräch geht es um die Rolle der freien Wohlfahrtspflege als Seismograf gesellschaftlicher Entwicklungen und als tragende Säule lokaler Demokratie. Rock schildert, wie Verbände Führungskräfte und Mitarbeitende stärken können, die vor Ort zunehmend Anfeindungen erleben, und warum klare Werte, Transparenz und Dialog dafür unverzichtbar sind. Zugleich richtet er den Blick nach vorne: auf die Chancen von KI, auf soziale Arbeit als echten Zukunftsbereich – und auf seine Überzeugung, dass wir uns einen starken Sozialstaat leisten können und leisten müssen, wenn wir Gleichwürdigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ernst nehmen.

Dr. Joachim Rock auf LinkedIn 

Website des Paritätischen Gesamtverbands

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38 Minuten
Christliche Werte, moderne Führung und ökonomische Verantwortung – passt das zusammen? Dr. Thomas Müller spricht mit Dr. Stefan Ziegler darüber, wie Leadership in der Diakonie heute aussieht. Dr. Ziegler, ehemaliger Offizier und heute Vorstand im Juvandia Diakonieverbund, sagt: Es gibt keine „christliche Führung“, aber es gibt eine Haltung, die spürbar ist; durch Klarheit, Verlässlichkeit und echten Respekt.  Er beschreibt, warum Führung im Sozialen Ergebnisorientierung genauso braucht wie Menschlichkeit und weshalb professionelle Strukturen für glaubwürdige Wertearbeit unverzichtbar sind.

Dr. Stefan Ziegler auf LinkedIn 

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40 Minuten
Was macht Führung aus, wenn plötzlich alle mitreden und jede Entscheidung ein Echo erzeugt? Doreen Denstädt hat sich nie vor Verantwortung gedrückt: nicht als Polizistin, nicht als erste dunkelhäutige Ministerin in Ostdeutschland, nicht als Mensch mit Haltung. In dieser Podcastfolge erzählt sie, wie man im öffentlichen Rampenlicht klar bleibt, Widersprüche aushält und worauf es im Führungshandeln wirklich ankommt. Und sie berichtet, wie ihre belgischen Schäferhunde für sie zu einem echten Ausgleich wurden, als alles um sie herum unter Hochspannung stand.

Doreen Denstädt auf LinkedIn

Doreen Denstädt auf Instagram

Portrait über Doreen Denstädt im MDR

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42 Minuten
Was hat Eisschwimmen mit guter Führung zu tun? Deniz Kayadelen zeigt, wie mentale Stärke, Selbstregulation und Mut jenseits der Komfortzone zur Schlüsselkompetenz im Leadership werden, gerade in Zeiten von Unsicherheit und Veränderung. Im Gespräch mit Dr. Thomas Müller verbindet sie Business, Psychologie und Spitzensport zu einem klaren Impuls: Wer als Führungskraft andere leiten will, muss bei sich selbst anfangen – mit Fokus, innerer Klarheit und der Bereitschaft, ins kalte Wasser zu springen.

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Website "Out of our Comfort Zone"

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44 Minuten
Über der Digitalisierung steht Kommunikation“ – mit diesem Satz bringt Prof. Dr. Jochen A. Werner auf den Punkt, was erfolgreiche Transformation im Gesundheitswesen heute braucht. Im Gespräch mit Host Dr. Thomas Müller spricht der ehemalige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Essen über seine Erfahrungen mit dem Konzept Smart Hospital, über Führungsaufgaben in digitalen Umbrüchen und über das, was Technik allein nicht leisten kann: Vertrauen, Haltung und Menschlichkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie Kommunikation zum entscheidenden Hebel für Veränderung wird. Dr. Jochen A. Werner spricht über gelebte Patient*innenzentrierung, über die Rolle von Governance in komplexen Organisationen, über Chancen und Grenzen von KI und Robotik sowie darüber, wie Longevity-Ansätze helfen können, gesunde Führung und gesunde Organisationen zu fördern.

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50 Minuten
Führungspersönlichkeiten scheitern selten an ihrer Fachlichkeit – aber oft an sich selbst. Warum ist das so? In dieser Folge spricht Prof. Dr. Rüdiger Hossiep von der Ruhr-Universität Bochum mit Dr. Thomas Müller über die Relevanz von Persönlichkeit, Eignungsdiagnostik und psychologischer Passung bei der Besetzung von Führungsrollen. Er erklärt, warum viele Führungskräfte bis heute auf wissenschaftlich fundierte Verfahren verzichten, was sich dadurch im Auswahlprozess verschiebt und wieso „gute Führung“ ohne Menschenbild, Haltung und kritische Reflexion nicht funktioniert.

Prof. Dr. Rüdiger Hossiep auf LinkedIn

Das Projektteam Testentwicklung der Ruhr-Universität auf Youtube

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44 Minuten
In dieser Folge spricht Thomas Belker darüber, warum der Umgang mit KI zur Führungsfrage geworden ist und weshalb Technologie immer auch eine ethische Entscheidung verlangt. Es geht um Haltung statt Hype, um Wirksamkeit statt Wirkung und um die Verantwortung, neue Technologien so einzusetzen, dass sie den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

Thomas Belker auf LinkedIn

Der Ethik-Beirat HR-Tech

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37 Minuten
In dieser Folge spricht Dr. Thomas Müller mit Paula Brandt, Autorin, Speakerin und Unternehmensberaterin mit ungewöhnlicher Geschichte. Nach Jahren in der Konzernwelt, in Top-Management-Beratung und mit eigener Tech-Firma zog sie 2017 einen klaren Schnitt: raus aus dem System, rein in eine neue Form von Wirtschaft. Eine, in der Verantwortung zählt und Werte nicht an der Bürotür enden. Paula berichtet, was sie zum Umdenken gebracht hat, warum sie sich ein neues berufliches Ich unter dem Namen ihrer Großmutter aufbaute und was sie heute im Mittelstand erlebt: Führung, die Sinn stiftet, Unternehmen, die Haltung zeigen, und Systeme, in denen Fehler als Chance gelten. Ein Gespräch über Sinn, Systemmut, echte Führung und darüber, warum die Zukunft besser sein kann als gedacht, wenn wir sie bewusst gestalten. 

Website von Paula Brandt

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im Leadership von Gesundheitsthemen und Sozialem | Der Podcast mit Dr. Thomas Müller