„Time is Brain“ – Zeit ist Gehirn. Kaum ein Satz bringt so deutlich auf den Punkt, worauf es bei einem Schlaganfall ankommt. Wenn plötzlich ein Arm oder Bein gelähmt ist, der Mundwinkel hängt, Sprache nicht mehr funktioniert oder unerwartet massive Koordinationsstörungen auftreten, zählt jede Minute. Doch die moderne Schlaganfallmedizin kann heute sehr viel mehr als noch vor wenigen Jahrzehnten. Spezialisierte Stroke Units, neue Therapieverfahren und vor allem die Thrombektomie haben die Behandlung revolutioniert. Selbst nach schweren Schlaganfällen können Patientinnen und Patienten heute mitunter schon am nächsten Tag nahezu symptomfrei sein. Aber was passiert danach? Wie geht es weiter, wenn der Krankenhausaufenthalt vorbei ist? Wie können Angehörige helfen, ohne den Betroffenen zu viel abzunehmen? Und vor allem: Was können wir selbst tun, damit es möglichst gar nicht erst zu einem Schlaganfall kommt? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Johannes Heinemann, Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Freiburg mit Schwerpunkt Notfall- und Intensivneurologie. Er engagiert sich außerdem bei Schlaganfallbegleitung.de, einer Initiative, die Betroffene und Angehörige unterstützt und sich intensiv mit Prävention beschäftigt. Eine Folge über einen medizinischen Notfall, bei dem Minuten über die Zukunft eines Menschen entscheiden können – aber auch über enorme Fortschritte in der Medizin und darüber, warum Blutdruck, Bewegung und ein rauchfreies Leben zu den wirkungsvollsten Formen der Vorsorge gehören.
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