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  3. Lebensretter - Ein Podcast der Björn Steiger Stiftung Podcast

Episoden

39 Minuten
Deutschland hat eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – und trotzdem warten Patientinnen und Patienten auf Facharzttermine, Praxen arbeiten am Limit und die Unzufriedenheit wächst. Liegt das an zu wenig Ärzten, an falscher Finanzierung – oder vor allem an fehlender Steuerung? Dr. Andreas Gassen kennt das System aus zwei Perspektiven: als niedergelassener Orthopäde und als Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Und er sagt: Mit immer neuen Vorgaben und planwirtschaftlichen Instrumenten lassen sich die Probleme nicht lösen. Béla Anda spricht mit ihm über Budgetierung und Ärztemangel, über lange Wartezeiten und die Frage, ob medizinische Dringlichkeit künftig stärker darüber entscheiden muss, wer wann einen Termin bekommt. Und natürlich geht es um die Notfallreform: Wie können 112, 116117, Arztpraxen und Notaufnahmen so zusammenspielen, dass Patienten dort ankommen, wo ihnen am besten geholfen werden kann?
1 Stunde 6 Minuten
Millionen Besucher, volle Festzelte, Gedränge – und natürlich jede Menge Bier. Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Für die einen sind es zwei Wochen Party, für andere zwei Wochen medizinischer Großeinsatz. Denn während auf der Wiesn gefeiert wird, arbeitet im Hintergrund eine komplette medizinische Infrastruktur. Hunderte Einsatzkräfte der Aicher Ambulanz sind während des Oktoberfestes im Dienst. Sie versorgen Schnittverletzungen und Wespenstiche, stark alkoholisierte Patienten – aber auch Herzinfarkte und lebensbedrohliche Notfälle. Wie schnell das passieren kann, hat sich gleich in den ersten Tagen dieser Wiesn gezeigt: bei einem schweren Unfall an einem Fahrgeschäft wurde ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt und starb später im Krankenhaus. Was passiert in einem solchen Moment hinter den Kulissen? Wie funktioniert Notfallmedizin mitten in einem Volksfest mit Millionen Besuchern? Und was muss passieren, damit die Retter auch im größten Gedränge innerhalb kürzester Zeit beim Patienten sind? Darüber spricht Ina Tenz heute mit einem Mann, der auf der Wiesn eine enorme Verantwortung trägt: Dr. Philip Kampmann, Chefarzt der Aicher Ambulanz auf dem Oktoberfest.
36 Minuten
Ein Mensch bricht plötzlich zusammen, reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Was jetzt zählt, sind keine komplizierten medizinischen Kenntnisse – sondern schnelles Handeln: Prüfen, Rufen, Drücken. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können schon wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Doch noch immer beginnen in Deutschland längst nicht alle Menschen im Ernstfall mit einer Wiederbelebung. Wie können wir die Angst davor nehmen, etwas falsch zu machen? Warum sollte Wiederbelebung schon in der Schule selbstverständlich werden? Welche Rolle spielen Defibrillatoren, Ersthelfer-Apps und die Leitstellen? Und was muss sich verändern, damit Deutschland „herzsicherer“ wird? Darüber spricht Béla Anda in dieser Folge mit Dr. Sinann Al-Najem von der Deutschen Herzstiftung. Er verantwortet dort unter anderem die Bereiche Prävention und Wiederbelebung und beschäftigt sich mit der entscheidenden Frage: Wie wird aus medizinischem Wissen konkretes Handeln? Eine Folge über lebensrettende Minuten, die Verantwortung von uns allen – und eine Botschaft, die im Ernstfall jeder im Kopf haben sollte: Nicht nichts tun!
39 Minuten
Bevor Florian Künstler mit seinen Songs auf den großen Bühnen stand, war er dort unterwegs, wo es manchmal tatsächlich um Leben und Tod geht: im Rettungsdienst. Eine Erfahrung, die ihn bis heute prägt. Er hat Menschen in ihren verletzlichsten Momenten erlebt, Angst, Hilflosigkeit und Tod gesehen – aber auch erfahren, wie viel es bewirken kann, einfach da zu sein, Ruhe zu vermitteln und einem Menschen das Gefühl zu geben: Du bist jetzt nicht allein. Heute erreicht Florian Künstler die Menschen mit seiner Musik. In seinen Songs geht es um Nähe und Verlust, um Ängste, Hoffnung und darum, das Leben intensiv zu spüren. Und in dieser Folge spricht er ungewöhnlich offen darüber, dass er selbst irgendwann Hilfe brauchte: über Panikattacken, schwere Gedanken und einen einzigen Satz seines Arztes, der für ihn zu einem Rettungsanker wurde: „Das ist temporär.“ Was hat der Rettungsdienst mit dem Musiker Florian Künstler gemacht? Welche Einsätze wird er nie vergessen? Warum ist für ihn der größte Fehler bei einem Notfall, nichts zu tun? Und kann man vielleicht auch mit einem Song zum Lebensretter werden? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Lebensretter“.
41 Minuten
Mehr als eine Million Menschen engagieren sich in Deutschland in der Freiwilligen Feuerwehr. Einer von ihnen ist Marius Zimmer. Er ist Notfallsanitäter, Feuerwehrmann, Katastrophenschützer und Mitbegründer des Blaulichtkanals. Und er weiß, was dieses Ehrenamt bedeutet: Kameradschaft und Gemeinschaft, aber auch permanente Einsatzbereitschaft, große Verantwortung und manchmal Erlebnisse, die einen nicht mehr loslassen. In dieser Folge spricht Marius Zimmer mit Béla Anda ungewöhnlich offen über einen Einsatz, nach dem er selbst professionelle Hilfe gebraucht hat. Wir sprechen darüber, warum es keine Schwäche ist, nach belastenden Erlebnissen Hilfe anzunehmen, wie der Alltag einer Freiwilligen Feuerwehr tatsächlich funktioniert und warum Deutschlands Gefahrenabwehr ohne Ehrenamtliche kaum denkbar wäre. Aber wir schauen auch auf eine entscheidende Frage für die Zukunft: Wie gewinnt man neue Mitglieder – und vielleicht noch wichtiger: Wie schafft man es, die Menschen zu halten, die bereits bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für andere zu opfern?
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast geht es um die Arbeit der Björn Steiger Stiftung und die Bedeutung einer funktionierenden Notfallhilfe. Wir sprechen mit Experten, Betroffenen und den Machern hinter den Kulissen. Zur Geschichte der Stiftung: Mai 1969. Auf dem Rückweg vom Schwimmbad wird der 8-jährige Björn Steiger von einem Auto erfasst und dabei schwer verletzt. Es dauert fast eine Stunde, bis endlich ein Rettungswagen eintrifft. Björn Steiger stirbt – nicht an seinen Verletzungen, sondern an den Folgen eines Schocks. Die Eltern Ute und Siegfried Steiger gründen erst einen gemeinnützigen Verein, später entsteht daraus die Björn Steiger Stiftung. Durch ihr unerlässliches Engagement wurden bis heute Millionen Menschenleben gerettet und vergleichbare Schicksalsschläge vermieden.
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„Lebensretter - Ein Podcast der Björn Steiger Stiftung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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