Journalistin Denise Peikert ist unterwegs auf einem Oktoberfest in Sachsen. Denn seit dem Auftritt von Melanie Müller hat sich etwas verändert: Hitlergrüße und rassistische Parolen, die kommen immer häufiger vor - auch dort, wo gefeiert wird. Zu “L´amour toujours” von Gigi D`Agostino grölen Feiernde auf Sylt: “Deutschland den Deutschen. Ausländer raus”. Die Empörung ist groß – sie scheint aber auch eine neue Lust an der Grenzüberschreitung zu befeuern. Denise Peikert spricht mit Feiernden, die sagen: Rassistische Parolen auf Partys – das passiert ständig. Der DJ Jack Gelee hat deswegen “L`amour Toujours” aus dem Programm genommen – aber ist das wirklich die Lösung? Denise Peikert spricht mit Expertinnen und Experten für Musik und Rechtsextremismus. Dabei wird klar: Der “Partyspaß” ist mittlerweile ziemlich ernst geworden. Das zeigt auch der Auftritt von Elon Musk, der auf politischer Bühne den Hitlergruß zeigte. Und Melanie Müller? Denise Peikert versucht ein letztes Mal, Kontakt aufzunehmen. Erst meldet sich ein Mann, der für sie sprechen will. Und dann bekommt sie eine Antwort, die sie ratlos macht. Host: Denise Peikert Autorinnen und redaktionelle Betreuung: Denise Peikert und Antonie Rietzschel Sound und Produktion: Fabian Deicke und Nicole Grziwa Formatberatung: Marvin Standke Redaktionelle Koordination: Robert Nößler Marketing: Alexandra Grothe Wir haben in dieser Folge Töne zitiert von der Bild-Zeitung, von Welt.de, von Mia Julia, Stevio und Noisetime, von Channel 5/NBC Chicago und einen Ausschnitt aus der ZDF-Sendung Markus Lanz vom 6. März 2014. Musik in dieser Folge: Adigold - Tanzbarkeit Alive Tunes – Sei Tanz GroovingGecko – Dreamy Ethereal and ambient Guitar SamuelFJohanns – Guitar Ambient SamuelFJohanns – Aeolian Futuristics Future Mystery Background Pattern Brandtz – Nexus Brandtz - Enthüllen Brandtz – Lauschen
Kommentare (1)
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Der genannte Podcast zeigt exemplarisch, wie ein eigentlich marginales Thema unnötig zu einem Mehrteiler aufgebläht wird, ohne dass die inhaltliche Substanz dies rechtfertigt. Es scheint inzwischen gängige Praxis zu sein, auch geringfügige Ereignisse dramaturgisch aufzublasen, sodass sie sich künstlich über mehrere Episoden erstrecken. Themen, die sich problemlos in einer einzelnen Folge darstellen ließen, werden damit unnötig in die Länge gezogen. Inhaltlich wirkt der Podcast über weite Strecken banal. Offensichtlich Gehörtes wird zusätzlich erklärt, als zweifle man an der Vorstellungskraft des Publikums. Auch stilistisch fällt der Podcast negativ auf. Die Sprecherin verwendet eine Erzählweise, die mittlerweile vielfach zu hören ist und offenbar einem standardisierten Sprechtraining entstammt, leider ohne dabei an Authentizität oder Verständlichkeit zu gewinnen. Künstliche Pausen, unnatürliche Betonungen und aufgesetzte Dynamik führen dazu, dass das Zuhören anstrengend wird. Insgesamt steht weniger der Inhalt als vielmehr die Selbstinszenierung der Sprecherin im Vordergrund. Relevanz und Aussagekraft treten hinter einer überproduzierten Darbietung zurück. Wer sachlich fundierte und zugleich fesselnde journalistische Formate schätzt, wird von diesem Podcast enttäuscht sein. Es dominiert die Show, nicht die Information.