Podcaster
Episoden
31.12.2025
1 Stunde 37 Minuten
Sarah Früh wächst in einer Patchwork-Familie auf und erlebt früh,
wie nah Leben, Krankheit und Abschied beieinanderliegen. Mit
zwölf Jahren verliert sie, völlig unerwartet, ihren Vater
innerhalb weniger Wochen an Krebs. Sarah versucht stark zu sein.
Sie möchte keine mitleidigen Blicke und will nicht dass sich ihr
Umfeld Sorgen macht. Sie trauert mit angezogener Handbremse – aus
Rücksicht. Erst Jahre später, an ihrer Hochzeit, in einem ihrer
glücklichsten Momente wird für sie spürbar, wie sehr ihr Vater
fehlt. Die Trauer kommt hoch und Sarah bricht in Tränen aus.
Wie lange lässt sich Trauer zurückhalten? Was passiert, wenn man
früh lernt zu funktionieren? Und wie lässt sich gemeinsam
trauern? In dieser Episode spricht Sarah über ihre frühen
Verlusterfahrungen, über das leise Trauern und über die nahe
Sterbebegleitung ihrer Schwiegermutter sowie später ihrer eigenen
Mutter, die sie bis zum Tod zu Hause pflegt.
Anhand von zwei Tagebucheinträgen, die Sarah in dieser Episode
vorliest, ergänzt sie ihre Erzählungen um persönliche
Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Lebensphasen.
Aus ihren Erfahrungen wächst ihr Wunsch, selbst Trauer- und
Sterbebegleiterin zu werden – als die Person, die sie als Kind
gebraucht hätte: präsent, mitfühlend und offen. Ein Gespräch über
Abschied, Würde und die Vision einer Gesellschaft, in der es
selbstverständlich ist, sich in Trauer und am Lebensende
begleiten zu lassen.
Mehr zu Sarah Früh und ihrer Arbeit:
sarahfrueh.ch
Mehr über das Hospiz in Brugg: hospiz-aargau.ch
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23.10.2025
53 Minuten
Vor zwanzig Jahren stirbt die Schwester von Piet Baumgartner
unerwartet an einem epileptischen Anfall. Der plötzliche Tod
trifft die ganze Familie: Während der Vater versucht, sich auf
den Familienbetrieb zu konzentrieren, verliert die Mutter mehr
und mehr den Boden unter den Füssen. Piet übernimmt
Verantwortung, organisiert die Beerdigung und kümmert sich um
seine Eltern – bis er kaum mehr weiss, wo seine eigene Trauer
Platz hat.
Wie verändert sich eine Familie, wenn plötzlich ein Kind fehlt?
Wie findet man Worte für den Schmerz, wenn man nie gelernt hat,
darüber zu reden? Und wie kann Kunst helfen, wieder Zugang zu
Gefühlen zu finden, über die man jahrelang nicht sprechen konnte?
In dieser Episode erzählt Piet von neuen Dynamiken in der Familie
und davon, wie er den Tod seiner Schwester zwei Jahrzehnte später
in seinem autofiktionalen Film «Bagger-Drama» verarbeitet. Im
Film zeigt Piet mit feinem Humor wie eine Familie ein Jahr nach
dem Verlust der Tochter mit der Trauer umgeht – und wie der Film
seine Familie, aber auch das Dorf im Berner Seeland, ins Gespräch
bringt.
Schau dir den Film an der diesjährigen Palliativ
Woche an:
Filmvorführung «Bagger Drama» mit anschliessendem
Podiumsgespräch mit dem Regisseur Piet
Baumgartner und der
Familientrauerbegleiterin Christine
Kaufmann
Datum: Dienstag, 18. November 2025
Zeit: 18–20 Uhr
Ort: Stadtkino, Klostergasse 5, Basel
Mehr Infos zu unseren Veranstaltungen an der Palliativ Woche
findest du auf unserer Webseite: trauernhilft.ch
Mehr zu Piet Baumgartner und seiner Arbeit:
pietbaumgartner.com
Trailer zum Film «Bagger-Drama»
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28.09.2025
1 Stunde 24 Minuten
In ihrer 37. Schwangerschaftswoche spürt Anja Tamburini, dass die
Bewegungen ihres Babys schwächer werden und plötzlich gar nicht
mehr spürbar sind. Die Untersuchungen bestätigen ihre
Befürchtung: Ihr Sohn hat keinen Herzschlag mehr. Plötzlich steht
die Welt still, und Anja muss sich mit ihrem Mann auf die Geburt
ihres im Bauch verstorbenen Sohnes Flynn vorbereiten, welche
schon am nächsten Tag stattfinden soll.
Besonders herausfordernd für Anja und ihren Partner ist die
Frage, wie sie ihren beiden Kindern – damals sechs und drei Jahre
alt – vom Tod ihres Bruders erzählen. Im Gespräch berichtet Anja,
wie ihre Tochter der Familie zunächst untersagt, traurig zu sein,
und wie ein Erinnerungsalbum von Flynn schliesslich eine
entscheidende Wende im Trauerprozess der Tochter bringt.
Wie spricht man über ein Kind, das nie richtig im Leben ankommen
durfte? Welche Parallelen gibt es zwischen der Trauer über die
Behinderung des einen Sohnes und dem Tod des anderen? Was braucht
eine trauernde Familie? Anja teilt in dieser Episode ihre
Erfahrungen mit Schuldgefühlen, den unterschiedlichen Trauerwegen
innerhalb der Familie und davon, wie schwer es für sie war, als
Hebamme wieder mit Neugeborenen zu arbeiten.
Mehr zu Anja Tamburini und ihrer Arbeit:
anjatamburini.ch
Mehr über die Organisation Herzensbilder:
herzensbilder.ch
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13.07.2025
1 Stunde 3 Minuten
Nach Jahren in der Notfall- und Allgemeinmedizin stösst Sophia
Bartenstein eher zufällig zur Palliativmedizin – und bleibt. In
diesem Bereich kann die Wahl-Bernerin sich Zeit nehmen für ihre
Patient:innen, deren Familien und Kinder. Denn die Begleitung und
Behandlung von Menschen mit unheilbaren Krankheiten erfordert
viel Kommunikation und ein interdisziplinäres Team, das eng
zusammenarbeitet. Gemeinsam versuchen sie, bei Leiden zu
helfen, die nicht nur körperlich, sondern auch seelisch oder
spirituell sein können.
Wie werden Kinder in die Palliative Care einbezogen? Wie
kann eine einfühlsame Begleitung aussehen, wenn Eltern nicht
möchten, dass ihre Kinder den Abschied miterleben? In dieser
Episode erzählt Sophia Bartenstein, wie ihre Arbeit ihren Blick
auf das Leben und die Medizin grundlegend verändert hat – und
warum es so zentral ist, auch die An- und Zugehörigen mit
einzubeziehen. Denn: Sie sind es, die weiterleben.
Buch: «Das Wimmelbuch vom Abschiednehmen» von Sophia Bartenstein
und Andrea Peter, herausgegeben im Verlag
vatter&vatter
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12.06.2025
2 Minuten
Wie geht man mit Trauer um?
Christine Kaufmann, Initiatorin
des Vereins «trauern hilft», spricht
(auf Schweizerdeutsch) mit Betroffenen und Expert:innen, die
beruflich mit Trauer von An- und Zugehörigen zu tun haben. Offen,
ehrlich und mit viel Einfühlungsvermögen teilen sie in
berührenden und stärkenden Gesprächen ihre eigenen Erfahrungen
und persönlichen Einblicke.
Dieser Podcast ist für alle, die Halt suchen oder einfach nur
mehr zum Thema Trauer wissen möchten. Trauer darf Platz haben –
und gemeinsam ist sie leichter zu tragen.
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Über diesen Podcast
Wie geht man mit Trauer um? Christine Kaufmann, Initiatorin des
Vereins trauernhilft.ch, spricht (auf Schweizerdeutsch) mit
Betroffenen und Expert:innen, die beruflich mit Trauer von An- und
Zugehörigen zu tun haben. Offen, ehrlich und mit viel
Einfühlungsvermögen teilen sie in berührenden und stärkenden
Gesprächen ihre eigenen Erfahrungen und persönlichen Einblicke.
Dieser Podcast ist für alle, die Halt suchen oder einfach nur mehr
zum Thema Trauer wissen möchten. Trauer darf Platz haben – und
gemeinsam ist sie leichter zu tragen.
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