Podcaster
Episoden
23.02.2026
54 Minuten
Pyrrhos von Epirus wurde bereits als Kind zum Spielball der
Großen: Im Jahr 307 v. Chr. war es der illyrische König Glaukias,
der den gerade einmal elfjährigen Pyrrhos mit Waffengewalt zurück
auf den Thron der Molosser in Epirus setzte. Während Vormünder in
seinem Namen die Regierungsgeschäfte führten, sog der junge König
die Traditionen des hellenistischen Königtums auf. Doch die
Stabilität war trügerisch. Als Pyrrhos mit siebzehn Jahren nach
Illyrien reiste, um der Hochzeit eines Sohnes seines Gönners
Glaukias beizuwohnen, nutzten seine Gegner in der Heimat die
Gunst der Stunde. Die Molosser erhoben sich, vertrieben seine
Getreuen und setzten seinen Rivalen Neoptolemos erneut auf den
Thron.
Mehr
09.02.2026
46 Minuten
Tarent entwickelte sich rasch zur bedeutendsten griechischen
Stadt Süditaliens und blieb die einzige Apoikie Spartas. Seine
wirtschaftliche Stärke beruhte auf intensiver Landwirtschaft
(insbesondere Oliven- und Weinanbau), Fischerei, Purpurgewinnung
sowie weitreichenden Handelsnetzen im Adriaraum und im östlichen
Mittelmeer. Archäologische Befunde belegen erheblichen Reichtum,
insbesondere im Bereich der Keramik-, Textil- und
Metallproduktion.
Politisch errang Tarent früh die Hegemonie über die benachbarten
italischen Völker der Japyger und Messapier, häufig durch
militärischen Druck, teilweise aber auch durch Bündnisse und
Klientelverhältnisse. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde ein
zweiter Mauerring errichtet, was auf starkes Bevölkerungswachstum
und erhöhte Sicherheitsbedürfnisse hinweist.
Mehr
26.01.2026
1 Stunde 17 Minuten
Die Spannungen zwischen Rom und seinen Nachbarn in Mittelitalien
hatten sich Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. zunehmend
verschärft, wobei die Hauptrolle weiter die Samniten spielten,
aber auch die Etrusker und verschiedene Küstenstämme. Schauen wir
uns die geopolitische Gesamtsituation an, um zu sehen wo Rom
steht im Jahr 300 v Chr und den darauffolgenden Jahren.
Um 300–290 v. Chr. befindet sich die antike Welt
in einer Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Tod Alexanders des
Großen liegt nur wenige Jahrzehnte zurück, doch sein Reich ist
bereits in konkurrierende Monarchien zerfallen. Gleichzeitig
entstehen neue Machtzentren, während ältere politische Strukturen
an Einfluss verlieren. Diese Epoche ist geprägt von
Instabilität, Konkurrenz und Übergang – eine
Welt, in der noch niemand ahnt, welche Macht langfristig
dominieren wird.
Mehr
09.01.2026
1 Stunde 6 Minuten
Ein zentraler Schritt war die Rückeroberung von
Luceria, einer Schlüsselstadt in Apulien. Luceria war
nicht nur militärisch bedeutsam, sondern auch symbolisch: Sie
galt als Stützpunkt samnitischer Macht und als Zeichen römischer
Schwäche nach Caudium.
320 v. Chr. zogen die Konsuln der plebejer
Quintus Publilius Philo und Lucius
Papirius Cursor mit getrennten Heeren nach
Apulien.
Interessant ist das Quintus Publilius einen griechischen
Beinamen führt “Philo”.
Lucius Papirius Cursor galt als der Stargeneral
der Römer, so lässt Livius ausrichten, wenn in dieser Zeit
Alexander der Große der nur einige Jahre zuvor bei 333 v Chr die
Perser schlug, danach sein Heer gegen Rom gewandt hätte, würde er
bei Cursor auf einen unbesiegbaren Gegner stoßen.
Sein Beiname Cursor bedeutet „Der Läufer“ - wie der Cursor beim
Computer -, da er in der Lage war, täglich über 50 römische
Meilen in voller Marschordnung zurückzulegen und dasselbe von
seinen Soldaten verlangte.
Mehr
22.12.2025
46 Minuten
Der unmittelbare Auslöser des Krieges war der Hilferuf der
kampanischen Metropole Capua, die sich 343 v. Chr. an Rom wandte,
nachdem sie sich militärisch nicht länger gegen samnitische
Übergriffe behaupten konnte.
Capua ungefähr 190 km etwa 2 Autostunden in Richtung Süden an der
Küste zum Tyrrhenischen Meer, heute praktisch eine nördliche
Vorstadt von Neapel.
Capua war in der späten Republik eine der reichsten Städte
Italiens und berühmt für ihre
Gladiatorenschulen. Die Stadt beherbergte das
Größte und Härteste dieser Trainingslager: die Ludus
Magnus bzw. Ludus Lentulus Batiatus, wo Hunderte
Gladiatoren – meist Kriegsgefangene oder Sklaven – für den Kampf
ausgebildet wurden.
Mehr
Über diesen Podcast
Ein Versuch, die römische Geschichte in Ihrer Gesamtheit
vorzustellen, sowohl mit eigenen Worten, eigenen Gedanken, auch mal
abschweifend mit gewisser Spontaneität, aber dazu um den ganzen
eine Linie zu bieten werde ich das Originalwerk Leopold von Rankes,
ein zeitloses Meisterwerk, über die römische Geschichte lesen. Dazu
bemühe ich mich, detailliert den Inhalt zu kommentieren bzw.
darüber auch frei und auch unterhaltsam zu sprechen. Neben Ranke
sollen in späterer Folge auch andere originale Quellen gelesen
werden, wie z.B. Caesar oder Suetonius. Auch besondere Zusatzfolgen
soll es geben.
Kommentare (0)