Von Pfeifen und Pfaffen

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500 Jahre Evangelisches Gesangbuch
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Episoden

"Gib dich zufrieden und sei stille" (EG 371) - der Underdog
20.07.2026
1 Stunde 5 Minuten
„Gib dich zufrieden und sei stille“ ist die Nummer 371 aus dem Evangelischen Gesangbuch. Was klingt wie die genervte Ansage eines Erziehungsberechtigten, ist die zentrale Zeile eines Liedes von Paul Gerhardt. Die Melodie stammt von Jacob Hintze (1622-1702).


1666 wurde es erstmals veröffentlicht – in einer Zeit, die für Paul Gerhardt richtig schwer war. Der Dreißigjährige Krieg wütete und persönliche Schicksalsschläge prägten das Leben des Lieddichters. Das Thema des Liedes ist sind Leid und Elend und die damit verbundenen Gefühle. Es erzählt von Gottes Beistand in schweren Zeiten und will Seelsorge sein.


Wie gehen wir heute mit Ohnmacht und Leid um? Passt die zentrale Liedzeile überhaupt noch und was ist wirklich damit gemeint?


Was ist „Alte Musik“? Was war ein Stadtpfeifer? Wie würde ChatGPT das Lied texten? Und was ist eigentlich die Ewigkeit? In dieser Folge geht es mit Tom und Jaan rein wieder in viele religiösem, historische und musikalische Themen.


Viel Spaß beim Hören!


Weiterführende Links:


Vertonung aus dem „Vierstimmig Choralbuch, worinnen alle Melodien des Schleswig-holsteinischen Gesangsbuchs enthalten sind“ – um 1755:


https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10525191?page=64,65


Handschriftliches Notenblatt aus dem 18. Jahrhundert:


https://sachsen.digital/werkansicht/6558/153?tx_dlf_tableofcontents%5Baction%5D=main&tx_dlf_tableofcontents%5Bcontroller%5D=TableOfContents&cHash=145bb0d0ea4a15a87a59a89b7eaeffa4


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Dieser Podcast wird produziert vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Redaktion und Schnitt: Tim Karweick und Annkathrin Bornholdt


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"So nimm denn meine Hände" (EG 376) - der Beerdigungs-Dauerbrenner
24.06.2026
1 Stunde 2 Minuten
Endlich ist sie da – unsere dritte Staffel! Mit einem "Dauerbrenner auf Beerdigungen" eröffnen Kirchenmusiker Tom Buchholz (er hatte mittlerweile sein Coming-out als Transperson) und Pastor Jaan Thiesen die neue Staffel "Von Pfeifen und Pfaffen".


"Das ist doch so ziemlich das einzige Lied im Gesangbuch, das von einer Frau komponiert wurde", meint Tom. "Nicht ganz, da waren schon noch so zwei bis drei mehr", kontert Jaan. Wie man es auch sieht: im Gesangbuch sind Frauen krass unterrepräsentiert.


Daher widmen sich die Hosts in der Auftaktfolge von Staffel drei intensiv der Dichterin Julie Hausmann und ihrem von Friedrich Silcher vertonten Lied „So nimm denn meine Hände“. Der Text wurde 1862 das erste Mal gedruckt. Hausmann lebte in einer von Männern dominierten Gesellschaft, war sehr kränklich, litt unter Migräne und lebte eine tiefe Jesus-Frömmigkeit.


Trotzdem wurde ihr Lied auch durch die Melodie von Silcher zu einer Art Gassenhauer im 19. Jahrhundert. Wie es dazu kam und welche – teils absurden – Interpretationen und Deutungen das Lied im Laufe der Jahrzehnte erfahren hat, hört ihr in dieser Folge.


Viel Spaß damit und, wenn ihr diesen Podcast noch nicht kennt, dann hört doch gern mal in die ersten beiden Staffeln rein.


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"Weißt du, wieviel Sternlein stehen" (EG 511) - das Schlaflied
01.08.2025
1 Stunde 2 Minuten
Ist es nun ein Schlaflied, oder nicht? Darüber lässt sich streiten. In der 10. Folge von "Von Pfeifen und Pfaffen" geht es um das bekannte Lied "Weißt du, wieviel Sternlein stehen", dessen Text der Pfarrer und Dichter Wilhelm Hey Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben hat. Aus seiner Feder stammt übrigens auch "Alle Jahre wieder" sowie zahlreiche Fabeln und Tier-Gedichte für Kinder.


In dieser Folge geht es um Kinderglauben, biblische Bezüge und Anspielungen, um die Geschichte und Umbrüche des 18. und 19. Jahrhunderts und es gibt einen kleinen Exkurs zum Thema „Gottesdienst-Formate“ für Groß und Klein.


Mit der letzten Folge der zweiten Staffel verabschieden sich unsere Hosts in eine längere Pause. Wann und wie es weitergeht, erfahrt ihr auf unseren Kanälen! Danke fürs treue Dabeisein, Zuhören und Unterstützen! Wir freuen uns, wenn ihr dem Podcast Likes und positive Kommentare hinterlasst und ihn weiter empfehlt!


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Link zu dieser Folge:


Liederprojekt des Carus-Verlags:


https://liederprojekt.org/


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Komponistin und Organistin Helene Streck zu Gast
19.06.2025
1 Stunde 11 Minuten
Hoher Besuch bei Almut und Jaan! In Folge 9 haben sich die beiden die Komponistin und Musikerin Helene Streck in ihre "Kürbishütte" eingeladen. Helene ist 24 Jahre alt, lebt in Heidelberg und ist vielseitig musikalisch aktiv. Unter anderem hat sie bereits mehr als 200 neue Kirchenlieder geschrieben!


Wie entsteht so ein Lied? Welche Themen sind Helene wichtig, woraus schöpft sie Inspiration und warum ist es so schwer, berühmt zu werden?


Drei Lieder von Helene könnt Ihr dieser Folge hören. Es geht – wie immer – natürlich nicht nur um die Musik, sondern auch um den Glauben, um biblische Geschichten, um Empowerment, queere Perspektiven und die Kraft der Liebe. Viel Spaß mit dieser Folge!


Links zu dieser Folge:


Mehr über Helene Streck und freie Downloads der Noten: https://helenestreck.de


Helenes YouTube Kanal:


https://www.youtube.com/channel/UCyddJkolskvij6SLgxwrVFQ


Helene auf Instagram:


https://www.instagram.com/helenestreck_music/


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Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (EG 112) - das Osterlied
15.05.2025
1 Stunde 9 Minuten
Die österliche Zeit ist noch nicht vorbei! Und darum geht es in dieser Folge um ein Lied, das auch gern noch in den Wochen nach Ostern gesungen wird. Dennoch gehört es zu den eher unbekannten Stücken im Evangelischen Gesangbuch: "Auf, auf, mein Herz, mit Freunden" stammt von Paul Gerhardt (Text) und Johann Crüger (Musik) - dem "Dreamtteam" des "EG".


Sprachlich baut der Titel einige Hürden auf, finden Jaan und Almut (Stichwort: "die Höll und ihre Rotten"). Es geht um martialische Sprache, um gewagte Interpretationen und die Gottesdienst-Tauglichkeit des Titels.


Das Lied erzählt von der Überwindung von Leid und Tod. Was hat es den Menschen in einer Zeit voller Elend und Krieg gegeben und warum tun wir uns heute so schwer damit, uns auf den "Himmel" vertrösten zu lassen?


Am Ende steigen Jaan und Almut in einen kleinen Exkurs zum Thema Gottesdienst-Liturgie ein.


Link zu dieser Folge:


Bearbeitung für Bläser von Christian Sprenger:


https://www.youtube.com/watch?v=46wOVeeEh-U


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Über diesen Podcast

"Von Pfeifen und Pfaffen" - das Evangelische Gesangbuch auf dem Prüfstand! Von "Macht hoch die Tür" bis "Danke für diesen guten Morgen" – das Evangelische Gesangbuch (EG) gehört zum evangelischen Gottesdienst wie das Vaterunser. Im Jahr 2024 hat das EG seinen 500. Geburtstag gefeiert. Anlass für Pastor Jaan Thiesen und Kirchenmusiker Tom Buchholz, einzelne Titel des Liederbuchs genauer unter die Lupe nehmen. Was singen wir da überhaupt? Woher kommt die Musik und woher der Text? Wie berührend oder vielleicht sogar nervig sind manche Stücke aus dem Gesangbuch? Welche haben die Chance, in die neue Ausgabe des EG (in Arbeit!) aufgenommen zu werden und auf welche können wir getrost verzichten? Wie cringe (peinlich/ zum Fremdschämen) sind die Lieder heutzutage? Die Hosts diskutieren lebhaft, kontrovers und manchmal auch nachdenklich und tiefgründig über Themen wie Glaube und Religion, Tradition und Moderne. Die Stücke aus dem Gesangbuch bilden dabei die Projektionsfläche. Hier erfahrt ihr garantiert etwas, das ihr noch nicht über die Titel wusstet – unnützes Partywissen inklusive! Dieser Podcast wird produziert vom Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Jaan Thiesen ist Pastor in der Kirchengemeinde Berkenthin. Tomke David Buchholz ist Kirchenmusiker in der Kirchengemeinde St. Petri in Ratzeburg. Redaktion und Schnitt: Tim Karweick und Annkathrin Bornholdt // Medienabteilung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg
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Auf, auf, mein Herz, mit Freuden (EG 112) - das Osterlied
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