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Episoden

23 Minuten
Placebo wirkt. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber welche großen Erwartungseffekte im Kontext aktiver Behandlungen tatsächlich erzielt werden können, ist vielleicht noch nicht ganz so bekannt. Wie diese Situation interprofessionell und im Sinne der Patientinnen und Patienten optimiert werden kann und wo diese Effekte an ihre Grenzen stoßen, weiß Prof. Dr. Ulrike Bingel. Sie ist Leiterin des Zentrums für Schmerzmedizin am Universitätsklinikum Essen sowie Sprecherin des Sonderforschungsbereichs Treatment Expectation. In dieser Deep Dive Folge spricht Sie mit Kristina Taube über den aktuellen Stand der Wissenschaft, neurobiologische Mechanismen und warum Awareness so bedeutsam ist.

[01:25] Kurzdefinition Placeboeffekt

[02:11] Ziele und neue Erkenntnisse des Sonderforschungsbereichs Treatment Expectation (Mechanismen verstehen, Effekte verstehen, Mechanismen zu nutzen)

[04:06] Wo eine Wirkung erwartbar ist und wo nicht

[05:22] Definition Open-Label-Placebo-Behandlungen und aktuelle Studien

[08:20] Open-Label-Placebo und Homöopathie

[09:15] Neurobiologische Mechanismen, die Placebo-Effekt zugrunde liegen

[11:57] Schlüssel zu Erfolg? Zeit und Kommunikation

[14:17] Awareness, bildhafte Sprache, Shared-Decision-Making

[15:48] Nocebo: Der negative Zwilling

[19:00] Gegenspieler durch individuellen Nutzen ausschalten

[20:34] Zusammenfassung und Schluss

Aktuelle Studien aus dem Sonderforschungsbereich finden Sie auf der Website Treatment Expectation: www.treatment-expectation.de

Zur Migräne Studie: Add-on-Behandlung mit Placebos verbessert die Lebensqualität bei Migräne

Zum Nocebo-Effekt: Nocebo-Effekte sind bei Bauchschmerzen besonders ausgeprägt

Zum Buch: Der Placebo-Effekt. Wissenswertes für Gesundheitsberufe

Kontakt: Bei Fragen und Anregungen zum Podcast schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: redaktion@dgn.org.

Disclaimer In Einklang mit der Bundesärztekammer bitten wir zu beachten, dass dieser Podcast keine ärztliche Beratung ersetzt. Wir können gemäß des Fernbehandlungsverbotes keine individuelle Beratung durchführen oder Empfehlungen aussprechen, von entsprechenden Anfragen bitten wir daher abzusehen. Patientinnen und Patienten werden gebeten, inhaltliche Fragen mit ihrer Neurologin/ihrem Neurologen zu klären. Wir übernehmen keine Verantwortung für eine eventuelle Selbstoffenbarung sensibler Daten im Internet und bitten daher, keine persönlichen Daten oder Inhalte Ihrer Erkrankungen im Internet zu veröffentlichen.
1 minute
Belastende Ereignisse begleiten den Arbeitsalltag vieler Medizinerinnen und Mediziner. Das Gute: Es gibt Optionen, diese zu minimieren. Welche ersten Ansätze erprobt wurden und welche in Zukunft ausgebaut werden sollen, erfahren Sie in diesem DGN-Talk, Version Deep-Dive.

Der Impuls für dieses Gespräch war eine Umfrage zu belastenden Ereignissen in der Neurologie, die Dr. Johannes Piel (Kiel), Sprecher der Jungen Neurologie, im Jahr 2024 durchgeführt hatte und im Herbst dieses Jahres in der NRP veröffentlichte. Die Umfrage zeigte auf, dass neben direkten Ereignissen (hohes Patientenaufkommen, Patientenschicksale) vor allem die Aufarbeitung im Nachgang als schwierig empfunden wird. Debriefings fehlen, das Second-Victim-Phänomen ist ausgeprägt, Verarbeitung belastender Ereignisse erfolgt kaum in einem beruflich-professionellen Rahmen.

Johannes Piel stellt wesentliche Erkenntnisse aus seiner Umfrage vor. Er diskutiert mit Prof. Dr. Friederike Schmidt-Graf, Sprecherin der DGN-Kommission Lehre, und Prof. Dr. Patrick Schramm, Oberarzt am Universitätsklinikum Dresden, über Lösungsansätze und Projekte, die real in der Planung. Ebenso wird thematisiert, wie die DGN diese Prozesse unterstützend begleiten kann. 

Kontakt: Bei Fragen und Anregungen zum Podcast schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: redaktion@dgn.org.

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16 Minuten
Wie lässt sich eine MS-Diagnose verständlich und empathisch vermitteln ohne zu überfordern? Die aktuelle Folge „Deep Dive“ beleuchtet die wesentlichen Empfehlungen der aktualisierten Living -Guideline MS zur patientenzentrierten Kommunikation. Dr. Klaus Gehring, einer der beiden Leitlinienkoordinatoren und Leiter des Neurozentrums Itzehoe, fasst die wesentlichen Inhalte zusammen und gibt Tipps aus seinem eigenen Praxisalltag, wie er diese herausfordernde Kommunikation gestaltet. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Deep Dive liegt dabei auf der idealen Gesprächssituation, Risikokommunikation und partizipativen Entscheidungsfindung.

[01:38] Warum patientenzentrierte Kommunikation bei MS besonders wichtig ist

[03:39] SPIKES-Modell: Wofür das Akronym steht und wie es sich auf MS-Aufklärung nutzen lässt 08:25 Einbindung Betroffener, partizipative Entscheidungsfindung

[09:23] Terminplanung, Dauer für Erstgespräch und Folgegespräche

[10:27] Einbindung von medizinischem Hilfpersonal (bspw. MS-Nurses)

[11:29] Zeit zwischen beiden Aufklärungs-/Beratungsgesprächen

[12:00] Informationsmaterial für Betroffene

[13:31] Lebensstil-Management

[14:59] Die drei wichtigsten Punkte zur Kommunikation auf Augenhöhe

Kontakt: Bei Fragen und Anregungen zum Podcast schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: redaktion@dgn.org.

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21 Minuten
Mit der Empfehlung des CHMP-Komitees den Antikörper Lecanemab zuzulassen, steht die neurologische Versorgung von Alzheimer-Patienten vor einem Durchbruch. Wird die Antikörpertherapie offiziell zugelassen, beginnt für Betroffene eine neue Ära der Therapie, auch wenn zunächst nur ein kleiner Teil aller Erkrankten behandelt werden kann.

Welche Chancen bieten sich durch Lecanemab?

Welche Herausforderungen sind in der neurologischen Versorgungsstruktur zu erwarten?

Werden zukünftig wirklich alle Neurologinnen und Neurologen die Behandlung mit der Antikörpertherapie durchführen?

In der aktuellen Folge unseres Deep-Dive-Podcasts geht Prof. Dr. Jörg B. Schulz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Aachen und Vorsitzender des Netzwerks Gedächtnisambulanzen, auf diese aktuellen Fragen ein.

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17 Minuten
Seit März 2024 hat das Parkinson-Syndrom unter bestimmten Voraussetzungen den Status als Berufskrankheit. Nun geht es um den Nachweis. Bei komplexen Zusammenhängen sei das immer recht schwierig, betont Prof. Dr. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie am Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Was diese Entscheidung für Neurologinnen und Neurologen in der Praxis bedeutet, welche Auswirkungen sie auf die Versorgung der Patienten, den Arbeitsschutz und die Zulassung von Pestiziden hat, damit befasst sich diese Deep-Dive Ausgabe.

(01:06) Positionierung der DGN und der Parkinson-Gesellschaft als Berufskrankheit

(01:55) Aktuelle wissenschaftliche Lage: Ist ein Zusammenhang zwischen Pestizid Exposition und Erkrankungsrisiko klar nachweisbar?

(03:35) Wie ein Nachweis erbracht werden kann, der die Krankheit in kausalen Zusammenhang mit dem Risikofaktor bringt

(07:25) Zusammenhang klinisch belegen / formale Kriterien

(09:09) Wohin sich Betroffene wenden sollten und wie Neurologinnen und Neurologen den Prozess begleiten können

(12:25) Präventionsmaßnahmen

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Über diesen Podcast

Darf’s ein bisschen mehr sein? In diesem Podcast der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) tauchen wir tiefer in die Neurologie und betrachten jeweils ein Thema genauer. Ob neue Therapien, aktuelle Forschungsergebnisse, Entwicklungen in der Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen oder das Erkennen neuer Syndrome – hier teilen Expertinnen und Experten ihr Fachwissen. Der Podcast richtet sich vor allem an Medizinerinnen und Mediziner und alle, die die Neurologie mindestens so spannend finden wie wir.
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„DGN - Deep Dive“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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