Risiko und Nebenwirkung Archiv
34 Episoden
36 Minuten
Kinderwunsch ja, aber noch nicht jetzt? Immer mehr Frauen beschäftigen sich mit der Frage, ob sie ihre Eizellen vorsorglich einfrieren lassen sollen. Doch was genau steckt eigentlich hinter Social Freezing und wie unterscheidet es sich vom sogenannten Medical Freezing? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Risiko und Nebenwirkung“ mit Tanja Sperlbaum, Oberärztin im Kinderwunschzentrum am UKM. Wir klären, warum das Thema in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat, welche Voraussetzungen für Social Freezing erfüllt sein müssen und welche Untersuchungen vorab notwendig sind. Außerdem geht es um die Kosten und die Frage, wer diese übernimmt. Und was passiert eigentlich mit eingefrorenen Eizellen, wenn sie später gar nicht für eine Kinderwunschbehandlung benötigt werden? Auch darüber sprechen wir in der neuen Folge. Noch mehr zum Thema Kinderwunsch: In einer weiteren Folge von „Risiko und Nebenwirkung“ beschäftigen wir uns mit dem unerfüllten Kinderwunsch bei Paaren und den Möglichkeiten der Kinderwunschmedizin.
51 Minuten
Kinderlosigkeit ist ein gesellschaftliches Tabuthema - schließlich kann man von außen niemandem ansehen, ob er oder sie keine Kinder möchte oder ob sich der Nachwuchs einfach nur nicht einstellen will. Besonders bei Frauen tickt die sprichwörtliche Uhr im Hintergrund, denn Fakt ist, dass die Fruchtbarkeit mit dem Alter abnimmt. Die gute Nachricht: Ungewollte Kinderlosigkeit ist behandelbar. Unser Gast Tanja Sperlbaum vom UKM-Kinderwunschzentrum beschreibt in dieser Folge Wege, wie es mit dem Wunschkind nach erfolglosen Versuchen doch noch klappen kann. Wir schauen uns an welche Faktoren dem Kinderwunsch entgegenstehen könnten, klären über Fruchtbarkeitsbehandlungen und ihre Erfolge auf. Und wollen allen Mut machen, für die der Kinderwunsch vielleicht ein Thema ist. Noch mehr zum Thema Kinderwunsch: In einer weiteren Folge von „Risiko und Nebenwirkung“ beschäftigen wir uns mit dem sogenannten "Social Freezing" also dem vorzeitigen Einfrieren von Eizellen. Jetzt reinhören!
52 Minuten
Bewegung tut gut – das wissen wir eigentlich alle. Doch gerade wenn wir krank sind oder im Krankenhaus liegen, verbringen wir häufig besonders viel Zeit im Bett. Dabei kann Bewegung auch während eines Klinikaufenthalts eine wichtige Rolle spielen. In dieser Folge von „Risiko und Nebenwirkung“ ist Lena Frenz, Physiotherapeutin am UKM, zu Gast. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Physiotherapeutinnen eigentlich im Krankenhaus machen, wie sich ihre Arbeit von der Physiotherapie in einer ambulanten Praxis unterscheidet und warum es für Patientinnen wichtig sein kann, möglichst früh wieder in Bewegung zu kommen. Und wie sieht es außerhalb des Krankenhauses aus? Wir klären, wie viel Bewegung wir im Alltag tatsächlich brauchen, ob die oft genannten 10.000 Schritte wirklich das Maß aller Dinge sind und was es mit einer einfachen Faustregel auf sich hat: Wer sich mit moderater Intensität bewegt, sollte sich noch unterhalten können – zum Singen sollte die Luft aber nicht mehr ganz reichen. Außerdem geht es darum, wie sich Bewegung auch ohne großes Sportprogramm in den Alltag integrieren lässt. Denn grundsätzlich gilt: Jede Bewegung zählt – und schon ein bisschen Aktivität ist besser als gar keine.
53 Minuten
Klein, schmetterlingsförmig und trotzdem unverzichtbar: Die Schilddrüse beeinflusst fast alle Prozesse in unserem Körper. Sie steuert unseren Stoffwechsel, unseren Energiehaushalt und vieles mehr – und macht sich oft erst bemerkbar, wenn sie aus dem Gleichgewicht gerät. In dieser Folge von Risiko und Nebenwirkung ist Dr. Elena Vorona, Oberärztin und Bereichsleiterin Endokrinologie/Diabetologie am UKM, zu Gast. Gemeinsam sprechen wir über die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse und klären, woran man eine Über- oder Unterfunktion erkennt, welche Ursachen dahinterstecken und warum Hashimoto zwar die häufigste, aber längst nicht die einzige Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist. Außerdem geht es um Schilddrüsenknoten – warum sie so häufig vorkommen, weshalb sie zum Glück meistens harmlos sind und wann sie genauer untersucht werden sollten. Dr. Vorona erklärt außerdem, welche Rolle Jod für die Schilddrüse spielt, welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen und warum Menschen auch ohne Schilddrüse ein ganz normales Leben führen können. Eine spannende Folge über ein kleines Organ mit großer Wirkung – und darüber, warum es sich lohnt, die Schilddrüse nicht zu unterschätzen.
44 Minuten
ADHS ist aktuell überall präsent – in den sozialen Medien, in Gesprächen mit Freunden und zunehmend auch im öffentlichen Diskurs. Doch was steckt eigentlich hinter der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung? In dieser Folge von Risiko und Nebenwirkung spricht unser Gast Benedikt Bradtke, Leiter der Psychotherapie am UKM, über typische Symptome von ADHS und erklärt, warum sich die Erkrankung bei Kindern und Erwachsenen sowie bei Frauen und Männern oft unterschiedlich zeigt. Außerdem geht es um die Frage, wie ADHS überhaupt diagnostiziert wird – und warum eine fundierte Diagnostik deutlich aufwendiger ist, als viele denken. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf verbreitete Vorurteile, sprechen über den aktuellen ADHS-Boom in den sozialen Medien und diskutieren, welche Chancen, aber auch Herausforderungen die gestiegene Aufmerksamkeit mit sich bringt.
46 Minuten
Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen – die Wechseljahre können sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Doch was genau passiert eigentlich im Körper? Wo fangen die Wechseljahre an – oder ist das schon die Menopause? Fragen, die in dieser Folge Moderatorin Anja Wengenroth mit Seniorprofessor Ludwig Kiesel bespricht. Ein Gespräch über körperliche Symptome, gesellschaftliche Wahrnehmung und aktuelle Entwicklungen rund um Frauen im mittleren Alter. Außerdem geht es um die Frage, welche Rolle Hormontherapien heute spielen, welche anderen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie sich der Blick auf die Wechseljahre in Forschung und Medizin verändert hat.
58 Minuten
In dieser Folge widmen wir uns einem Thema, das viele Menschen betrifft und dennoch oft lange unerkannt bleibt: Endometriose. Zu Gast sind PD Dr. Benedikt Schäfgen, Oberarzt in der Klinik für Frauenheilkunde am UKM und im UKM-Endometriosezentrum, sowie Anja, die selbst mit der Erkrankung lebt und sehr persönliche Einblicke in ihren Weg gibt. Hinweis: In dieser Folge ist Anja Wengenroth, die sonst gemeinsam mit Felia Holtermann durch den Podcast führt, ausnahmsweise nicht dabei. Wenn von Anja die Rede ist, geht es also um unsere Gesprächspartnerin und Endometriose-Betroffene. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Endometriose eigentlich ist und warum die Diagnose häufig so lange dauert. Dr. Schäfgen erklärt, wie Endometriose heute festgestellt wird und welche Neuerungen es in den aktuellen Leitlinien gibt – darunter auch die wichtige Veränderung, dass eine Bauchspiegelung nicht mehr der einzige Weg zur Diagnose ist. Gleichzeitig berichtet Anja offen von ihren eigenen Erfahrungen, den Herausforderungen im Alltag und den Strategien, die ihr geholfen haben, besser mit der Erkrankung zu leben. Außerdem geht es um Behandlungsmöglichkeiten, den Umgang mit chronischen Schmerzen und die Frage, ob Endometriose auch nach den Wechseljahren noch bestehen bleibt. Am Ende der Folge greifen wir wieder spannende Fragen aus der Community auf. Es lohnt sich also, bis zum Schluss dranzubleiben. Und noch ein aktueller Hinweis: Dr. Sebastian Schäfgen und Prof. Lars Hanker, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde, sind am Mittwoch, 6. Mai, bei der Veranstaltung "Endometriose und Schmerz" des Endometriose-Netzwerks Münsterland anwesend.
49 Minuten
Löst ihr auch gerne Sudoku oder spielt Scrabble, um euren Kopf fit zu halten? Und wer erinnert sich noch an Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging? Klar ist: Brain Games gibt es viele – und sie können durchaus helfen, das Gehirn zu trainieren. Aber sie allein schützen nicht vor der natürlichen Hirnalterung oder gar Demenz. Warum das so ist und was wirklich einen Unterschied macht, erklärt in dieser Folge PD Dr. Matthias Pawlowski, Oberarzt und Leiter der Gedächtnisambulanz am UKM. Er spricht über die 14 wissenschaftlich anerkannten Risikofaktoren für Demenz – insbesondere für Alzheimer – und zeigt, wie wir unseren Alltag so gestalten können, dass wir möglichst lange geistig fit bleiben. Dabei geht es nicht nur um Prävention, sondern auch um einen realistischen Blick: Was können wir selbst beeinflussen – und wo sind die Grenzen?
52 Minuten
Allergien sind mehr als Heuschnupfen im Frühling: Sie können plötzlich auftreten, den Alltag massiv beeinflussen – und in manchen Fällen sogar lebensbedrohlich werden. Gemeinsam klären wir, was genau im Körper passiert, wenn das Immunsystem überreagiert, ob man auch im Erwachsenenalter noch neue Allergien entwickeln kann und welche Rolle die Vererbung spielt. Dr. Mathias Sulk, Leiter des Allergiezentrums NordWest am UKM, erklärt uns außerdem, wann man Allergie-Symptome abklären lassen muss, welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es gibt und wie Betroffene ihren Alltag ohne Beschwerden gestalten können. Wir stellen uns die Frage, warum schon Kinder Allergien entwickeln können und ob man das überhaupt verhindern kann. Ist Stillen immer noch die beste Prävention? Und warum könnte es für unser Immunsystem gesund sein, wenn wir auf dem Bauernhof aufwachsen? Fragen, die wir mit Dr. Mathias Sulk klären. Eine Folge über Risiken, Auslöser, Prävention und moderne Therapien von Allergien.
58 Minuten
Wie wollen wir leben? Auf dem Dorf, in Ruhe und Idylle, aber eben auch weit weg von allem? Oder in der Stadt, wo das Leben pulsiert, wo wir jedoch Lärm, Enge und wachsende Anonymität ausgesetzt sind Fest steht: Weltweit werden in Zukunft immer mehr Menschen in Städten leben – mit den entsprechenden Folgen. Denn das Leben in der (Groß-)Stadt bedeutet messbaren Stress, der sich nicht nur körperlich, sondern vor allem auch psychisch bemerkbar macht, sagt Prof. Bernhard Baune, Direktor der Klinik für Psychische Gesundheit am UKM. Er ist in dieser Folge unser Gast. Im Rahmen des EU-Projekts environMENTAL erforscht er zusammen mit anderen die psychischen Auswirkungen des Lebens in der Stadt. Ziel ist es, Lösungen zu erarbeiten, an denen sich die Politik orientieren kann, um das Zusammenleben in Städten zu verbessern.
41 Minuten
In dieser Folge von „Risiko und Nebenwirkung“ dreht sich alles um den Dry January – und darum, was Alkohol eigentlich mit unserem Körper macht. Viele starten mit einem alkoholfreien Monat ins neue Jahr. Doch wie sinnvoll ist dieser kurze Verzicht wirklich? Und welche Auswirkungen hat Alkohol auf unsere Gesundheit, insbesondere auf unsere Leber? Darüber sprechen wir mit Dr. Kai-Henrik Peiffer, Leitender Oberarzt in der Medizinischen Klinik B am UKM und Leberexperte. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die häufigsten alkoholbedingten Lebererkrankungen, klären den Unterschied zwischen einer alkoholbedingten Hepatitis und einer Leberzirrhose und ordnen ein, ab wann Alkoholkonsum wirklich gefährlich werden kann. Fest steht: laut WHO kann schon der kleinste Tropfen Alkohol gesundheitliche Folgen haben. Für viele gehört ein gelegentliches Glas Wein oder Bier aber dazu. Dr. Peiffer erklärt jedoch, warum selbst ein kurzer Zeitraum des Verzichts helfen kann, die Effekte von Alkohol auf den eigenen Körper wahrzunehmen – und weshalb genau diese Erfahrung für viele ein wichtiger Motivator sein kann, den eigenen Konsum langfristig bewusster zu gestalten.
Von der Bühne ins Behandlungszimmer - Opernsänger und Arzt Dr. Philipp Mathmann über Stimmgesundheit
52 Minuten
2025 war das „Jahr der Stimme“: Da ist der Dezember der spätestmögliche aber auch beste Anlass, uns in unserer „Jahresendfolge“ mit einem absoluten Fachmann zum Thema zu unterhalten. Dr. Philipp Mathmann kennt das Thema „Stimme“ aus zweierlei Perspektiven: Er ist Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie (wir erklären, was das ist) und therapiert kranke Stimmen – und als Opernsänger ist er privat auf den Bühnen der Welt zuhause. Eine stimmliche Anomalität, so erzählt er, macht ihn zu einem der wenigen Countertenöre (auch dazu erfahrt ihr mehr). Philipp Mathmann erklärt uns, warum es keine „guten“ oder „schlechten“ Stimmen gibt, warum die Wirkung von Halspastillen überschätzt wird und was wir generell tun können, damit wir gut bei Stimme bleiben. Denn unsere Stimme ist eine wesentliche Säule unserer eigenen Identität.
59 Minuten
Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir über Themen rund um den Tod und die Arbeit in der Rechtsmedizin. Menschen, die nur schwer mit diesen Themen umgehen können, möchten wir vorwarnen. Wie sieht eigentlich der Alltag eines Rechtsmediziners aus – jenseits der TV-Bilder aus „Tatort“ oder True-Crime-Formaten? In dieser Folge von „Risiko und Nebenwirkungen“ gibt Dr. Maximilian Hagen, Rechtsmediziner am Institut für Rechtsmedizin des UKM, spannende Einblicke in seine tägliche Arbeit. Er erzählt, warum ihn überraschenderweise gerade das Gutachtenschreiben so begeistert, wie viel Detektivarbeit tatsächlich in der Rechtsmedizin steckt – und wie er damit umgeht, wenn Fälle emotional besonders nahegehen. Außerdem spricht er darüber, wie man in einem Beruf, der sich mit dem Tod beschäftigt, trotzdem eine gesunde Distanz und Lebensfreude bewahrt. Und natürlich darf auch sein zweites „Einsatzgebiet“ nicht fehlen: Als Faktenchecker für den Münster-Tatort verrät Maxi Hagen, wie realistisch die TV-Darstellung der Rechtsmedizin wirklich ist – und wie viel True Crime tatsächlich in solchen Formaten steckt. Ein ehrlicher, nachdenklicher und zugleich überraschend Blick hinter die Kulissen eines Berufs, über den viele reden – aber den nur wenige wirklich kennen.
1 Stunde
Beim Wort „Rheuma“ denken viele zuallererst an ältere Menschen, die über Gelenkschmerzen klagen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn Rheuma hat viele Gesichter: Bei seiner Entstehung immer eine Fehlregulation des eigenen Immunsystems im Spiel – und die kann zu jedem Zeitpunkt und ohne Vorankündigung jeden treffen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Noch dazu gibt es über 200 bekannte Erkrankungsbilder, die dem rheumatischen Spektrum zugeordnet werden. Anlässlich des Weltrheumatags am 12. Oktober wollen wir deswegen genauer hinschauen: Was steckt wirklich hinter dem Begriff? Wer ist betroffen? Und was bedeutet das für deren Alltag? Um über all das aufzuklären, sprechen wir heute mit Privatdozentin Dr. Rebecca Hasseli-Fräbel, Oberärztin der Rheumatologie und klinischen Immunologie am UKM.
1 Stunde 2 Minuten
In dieser Folge von Risiko und Nebenwirkung werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der UKM-Apotheke. Unser Gast, Dr. Christoph Klaas, Leiter der Apotheke am Universitätsklinikum Münster, erklärt, wie sich eine Krankenhausapotheke von einer öffentlichen Apotheke unterscheidet und welche Herausforderungen sein Team täglich meistert. Wir sprechen darüber, welche Medikamente in keinem Haushalt fehlen sollten, wie man Arzneimittel richtig lagert und warum eine Bruchrille nicht dasselbe ist wie eine Schmuckrille. Außerdem geht es um aktuelle Lieferengpässe, die Ursachen für den Medikamentenmangel und mögliche Wege, diesem Problem in Zukunft zu begegnen. Besonders spannend: Am Ende verrät uns der Apotheker außerdem, welches Medikament er selbst immer griffbereit hat – sein ganz persönlicher „Alleshelfer“. Natürlich räumen wir auch diesmal wieder mit typischen Mythen und Fakten rund um das Thema Medikamente auf.