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29 Minuten
Porträtmedaillen waren um 1500 noch ein ganz neues Medium in Deutschland. Klein und tragbar, aber trotzdem individuell genug, um ein Gesicht für die Nachwelt festzuhalten. Auch der Nürnberger Ratsherr und Vorsteher der Dr. Lorenz Tucher'schen Familienstiftung, Martin Tucher, ließ sich 1519 auf diese Weise porträtieren. Der Bildhauer Hans Schwarz schnitt dafür ein Modell aus Buchsbaumholz. Anders als an Güssen lässt sich an ihm unmittelbar die Handschrift des Künstlers erkennen. Heute zählt dieses Modell zu den Schätzen des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin und ist im Bode-Museum ausgestellt. Wie der Auftrag zustande kam, warum genau dieses Bildnis Martin Tuchers noch Jahrhunderte später in Kunstwerken auftaucht und wie das Objekt seinen Weg ins Museum fand, erzählt Dr. Johannes Eberhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Münzkabinett, im Gespräch mit Florian Abe, Geschäftsführer der Tucher Kulturstiftung. Das Modell im Interaktiven Katalog des Münzkabinetts Berlin (IKMK): https://ikmk.smb.museum/object?id=18200342
33 Minuten
»Ich vergleiche das ganz gerne mit einem Schmuckstück«, sagt Dr. Sebastian Dohe. Fehlt einer Krone der Smaragd, bleibt der Blick immer an der leeren Fassung hängen. Genau das trieb die Kunstsammlungen Weimar an, ihr gestohlenes Doppelporträt von Hans und Felicitas Tucher zurückzuverlangen: ein kleinformatiges Diptychon von bestechender Illusionskraft, gemalt 1499 von Albrecht Dürer. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die beiden Tafeln aus einem Auslagerungsdepot, tauchten erst zwanzig Jahre später in New York wieder auf und lösten einen 13 Jahre währenden internationalen Rechtsstreit aus. Wie die Porträts entstanden, welche Rolle sie im Frühwerk Dürers spielen und wie sie schließlich zurück nach Weimar fanden, darüber sprechen Dr. Sebastian Dohe, Kustode für Mittelalter und frühe Neuzeit an der Klassik Stiftung Weimar, und Florian Abe, Geschäftsführer der Tucher Kulturstiftung, in dieser Folge. Die Tucher-Porträts in der Sammlung der Klassik Stiftung Weimar: https://suche.klassik-stiftung.de/#/details?id=/resources/id/object/museen/345954 https://suche.klassik-stiftung.de/#/details?id=/resources/id/object/museen/345958
29 Minuten
»Ein Gemälde im Kleinstformat« nennt Dagmar Korbacher diese außergewöhnliche Zeichnung von Albrecht Dürer. 1511 schuf der Nürnberger Meister den Entwurf für das Gedächtnisbild des Lorenz Tucher – das größte Epitaph in einer Nürnberger Kirche. Heute zählt das Blatt zu den Highlights des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin und leuchtet auch nach über 500 Jahren noch in lebhaften Farben. Was genau der Entwurf zeigt, welche biografischen Bezüge er zum Gründer der bis heute bestehenden Dr. Lorenz Tucher'schen Familienstiftung hat und wie das Blatt schließlich seinen Weg von Nürnberg nach Berlin fand, darüber sprechen Prof. Dr. Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts, und Florian Abe, Geschäftsführer der Tucher Kulturstiftung, in dieser Folge. Die Zeichnung in der Datenbank der Staatlichen Museen Berlin: https://recherche.smb.museum/detail/939825/
21 Minuten
Dr. Lorenz Tucher war nicht nur Namensgeber einer der ältesten aktiven Familienstiftungen Deutschlands. Er war auch Stifter eines außergewöhnlichen Kunstwerks: ein kostbarer Grabteppich, der nach seinem Tod 1503 zu Trauerfeier und jährlichem Totengedenken in der Nürnberger Sebalduskirche ausgebreitet wurde. Er zeigt den Heiligen Laurentius – Lorenz Tuchers Namenspatron – und vereint flämische Webekunst mit einem Entwurf aus dem Umkreis der Nürnberger Wolgemut-Werkstatt. Heute befindet sich der Grabteppich in der Sammlung des Bayerischen Nationalmuseums. Wie er dorthin gelangte und was wir über seine Funktion und seinen Stifter wissen, erzählt Referent Dr. Johannes Pietsch. Der Teppich mit Bild in der Datenbank des BNM: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/sammlung/00153974
24 Minuten
Viele kulturhistorisch bedeutende Werke aus dem Umfeld der Patrizierfamilie Tucher befinden sich heute in Museen auf der ganzen Welt. Ihnen widmen sich die kommenden Folgen. Den Auftakt macht das Baumeisterbuch des Endres Tucher – eine außergewöhnliche Quelle zum Bauwesen und zur städtischen Verwaltung des spätmittelalterlichen Nürnberg. Die rund 550 Jahre alte Handschrift ist als Leihgabe der Paul Wolfgang Merkel'schen Familienstiftung am Germanischen Nationalmuseum zu sehen und steht im Mittelpunkt der Ausstellung »Baustelle Nürnberg«. Wie sie zum Sprechen gebracht werden kann und warum sie bis heute fasziniert, erläutern die Kuratoren Andreas Huth und Florian Abe.
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Über diesen Podcast

Auf Tuchfühlung mit Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Spannende Geschichten rund um die Patrizier im Podcast der Tucher Kulturstiftung.
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