GesundheitskomPOD | Ein Podcast darüber, wie Gesundheit gendergerecht und fair gestaltet werden kann
Podcaster
Episoden
12.12.2024
35 Minuten
Ist es der tief verwurzelte Glaube, dass Frauen ohne Kinder ihr
Frausein verfehlen? Müssen wir uns wirklich für die Ablehnung der
Mutterrolle rechtfertigen oder werden wir von der Gesellschaft in
eine Rolle gedrängt, die nicht mehr zu uns passt?
In dieser Episode spricht Gastgeberin Tania Schmoll mit
Annkathrin Heuschkel, über das Thema gewollte Kinderlosigkeit.
Annkathrin führte in Zusammenarbeit mit Dr. Claudia Rahnfeld eine
Studie an der Dualen Hochschule Gera-Eisenach durch, welche die
gewollte Kinderlosigkeit bei Frauen untersuchte.
Wir brechen mit dem Mythos, dass gewollte kinderlose Frauen
Kinder „hassen“ und decken auf, welche Ängste – sei es die Angst
vor Schwangerschaft, finanziellen Unsicherheiten oder
Veränderungen in der Partnerschaft – tatsächlich hinter dieser
Entscheidung stehen.
Ist Karriere machen der Hauptgrund, warum sich Frauen gegen ein
Kind entscheiden? Und wie beeinflusst Bildung unseren
Kinderwunsch? Wer bestimmt, was es heißt, als Frau zu leben?
Annkatrin erklärt, wie Frauen zunehmend die Verbindung zwischen
Frau sein und Mutterschaft entkoppeln und welche individuellen
und gesellschaftlichen Herausforderungen damit verbunden sind.
Kapitel:
(00:00) Einführung in die gewollte Kinderlosigkeit
(06:04) Motive für gewollte Kinderlosigkeit
(08:58) Angst vor Schwangerschaft und Geburt
(11:55) Berufliche Entwicklung und Karriere
(15:02) Gesellschaftlicher Druck und Erwartungen
(18:14) Entkopplung von Frau sein und Mutterschaft
(19:50) Gesellschaftlicher Druck und individuelle Entscheidungen
(22:52) Akzeptanz der Entscheidung gegen Kinder
(24:41) Partnerschaften und Kinderlosigkeit
(25:43) Selbstverwirklichung und gesellschaftliche Erwartungen
(32:06) Persönliche Entscheidungen und gesellschaftliche
Auswirkungen
Studie: Gewollte Kinderlosigkeit
Publikation: Gewollte Kinderlosigkeit
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05.12.2024
35 Minuten
Ab einem gewissen Alter häufen sich die Fragen aus dem Umfeld:
Frauen wird oft suggeriert, dass sie erst dann glücklich sind,
wenn sie ein Baby haben. Doch auch Frauen, deren Kinderwunsch
sich nicht realisiert, erfahren häufig eine Stigmatisierung. Es
lastet also ein großer Druck – egal welche Entscheidung bezüglich
einer Schwangerschaft getroffen wird.
In dieser Folge sprechen Gastgeberin Tania Schmoll und Verena
Reis, Klinische- und Gesundheitspsychologin in derKontaktstelle
Anonyme Geburt und Babyklappe der Caritas sowie Psychologin in
freier Praxis über die verschiedenen Möglichkeiten und
Herausforderungen im Zusammenhang mit ungewollten
Schwangerschaften und der Entscheidung, ein Kind zu bekommen oder
nicht.
Verena spricht über Alternativen, ungewollte Schwangerschaften
auszutragen – von der anonymen Geburt über Adoption, Babyklappe
oder Mutter-Kind Einrichtungen und betont wie wichtig es ist,
sich professionelle Unterstützung und Begleitung von Anfang an zu
suchen.
Kapitel:
(00:00) Der gesellschaftliche und individuelle Gebärdruck
(03:13) Rechtfertigung bei fehlendem Kinderwunsch
(12:37) Religion, Kultur und Lebensraum als Einflussfaktoren
(14:43) Stigmatisierung bei Entscheidungen zur Schwangerschaft
(23:14) Herausforderungen bei ungewollten Schwangerschaften
(26:36) Möglichkeiten bei ungewollten Schwangerschaften
(29:21) Professionelle Hilfe und Beratung
Allgemeine Schwangerenberatung
Kontaktstelle Anonyme Geburt und Babyklappe der Caritas
Steiermark
Flexible Hilfen der Caritas Steiermark
Projekt Startfee
Verena Reis - Beratung bei Kinderwunsch
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28.11.2024
29 Minuten
In dieser Episode von GesundheitskomPOD beleuchten wir
Schwangerschaftsabbrüche aus medizinischer Sicht: Wie genau läuft
ein Abbruch ab? Welche Methoden gibt es? Welche körperlichen
Symptome oder Beschwerden sind zu erwarten?
Gastgeberin Tania Schmoll spricht gemeinsam mit Nadja, Fachärztin
für Gynäkologie und Geburtshilfe darüber, welche Fristen zu
beachten sind und was aus medizinischer Sicht zu erwarten ist,
wenn man sich für einen Schwangerschafts-abbruch entscheidet.
Nadja erklärt, wie die verschiedenen Methoden durchgeführt
werden, ob man sich nach dem Eingriff erholen muss und was vor
und nach einem Abbruch unbedingt beachtet werden sollte.
Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft: Was ist dran an
dem Mythos, dass eine Abtreibung Auswirkungen auf zukünftige
Schwangerschaften hat? Und wo findet man in Österreich
qualifizierte Einrichtungen, die einen Abbruch durchführen?
Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in einer
respektvollen, wertfreien und aufschlussreichen Diskussion, die
dazu einlädt, sich mit diesem oft tabuisierten, aber wichtigen
Thema auseinanderzusetzen.
Kapitel:
(00:00) Einführung in das Thema Schwangerschaftsabbruch
(03:07) Rechtliche Rahmenbedingungen in Österreich
(06:00) Methoden des Schwangerschaftsabbruchs
(09:07) Vorbereitung und Nachsorge bei einem
Schwangerschaftsabbruch
(12:03) Kosten und Zugänglichkeit von Schwangerschaftsabbrüchen
in Österreich
(14:43) Herausforderungen beim Zugang zu Abbrüchen
(15:57) Vergleich der Abbruchregelungen in Europa
(18:03) Medikamentöse Methoden und Fristen
(20:14) Anlaufstellen für Betroffene
(21:33 Erste Schritte für Betroffene
(23:24) Zukunftsperspektiven und gesellschaftliche Veränderungen
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
Kostenlose Beratung im Frauengesundheitszentrum Graz
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21.11.2024
32 Minuten
Schwangerschaftsabbruch ist eine fundamentale Entscheidung jeder
Frau über ihren eigenen Körper. Dennoch wird es heutzutage oft
noch als gesellschaftliches Tabu gesehen, darüber zu sprechen.
In dieser Episode diskutieren Gastgeberin Tania Schmoll und
Sylvia Groth, Frauengesundheitsaktivistin, Soziologin und
Freiwillige für die Non Profit Organisationen Pro Choice
Austria wie auch für den Arbeitskreis Frauengesundheit,
Berlin, weshalb Abtreibungen im Strafrecht verankert sind, obwohl
sie eigentlich eine Gesundheitsleistung und eines der
Menschenrechte sind und wie der Zugang zur medizinischen
Versorgung und Informationen dazu in Österreich aussieht.
Sylvia erzählt von den persönlichen Gründen, die Frauen zu einer
Abtreibung bewegen und weshalb es die Freiheit eines jeden
einzelnen Menschen ist, über den eigenen Körper zu entscheiden.
Ebenfalls im Fokus: Die paradoxe Situation, weshalb
Gynäkologinnen und Gynäkologen aufgrund von Stigmata und
rechtlichen Unsicherheiten häufig zögern, offen zu kommunizieren,
dass sie Abtreibungen durchführen – und dass es kaum Transparenz
über anfallende Kosten gibt.
Pro Choice Austria
Arbeitskreis Frauengesundheit Berlin
Leitlinie Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimenon (2023)
Kostenlose Beratung im Frauengesundheitszentrum Graz
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07.11.2024
41 Minuten
Von den klassischen Optionen bis hin zu den neuesten Trends im
Bereich der Verhütung – was sind die sichersten Methoden? In
dieser Episode sprechen Gastgeberin Tania Schmoll und Prof Dr.
Johannes Ott, Leiter der Klinischen Abteilung für Gynäkologischen
Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Medizinischen
Universität Wien und Präsident der Österreichischen Gesellschaft
für Familienplanung und Dr. Jojo Steininger, Assistenzärzt*in an
der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Meduni
Wien, über gängige Verhütungsmöglichkeiten.
Wir vergleichen die beliebtesten Verhütungsmethoden für
verschiedene Geschlechter, sprechen über deren Wirkungsweisen,
diskutieren die Sicherheit von Coitus interruptus und die Pille
danach und sprechen über die neuesten Trends wie
Fruchtbarkeitsapps.
Jojo und Johannes sprechen über die Problematik der fehlenden
Kostenübernahme in Österreich und den Herausforderungen, die mit
der Forschung nach neuen Verhütungsmethoden verbunden sind.
Kapitel:
(00:00) Einleitung in das Thema Verhütung
(03:15) Vielfalt der Verhütungsmethoden
(12:41) Sicherheit der Verhütungsmethoden
(16:15) Trends in der Verhütung
(23:07) Coitus Interruptus als Verhütungsmethode
(25:05) Die Pille danach
(28:58) Kosten der Verhütungsmethoden
(37:06) Zukunft der Verhütung
Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
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Über diesen Podcast
„GesundheitskomPOD“ ist ein Podcast der aufzeigt, dass Gesundheit
so facettenreich, vielfältig und divers ist, wie wir Menschen
selbst. Inwiefern spielt es in der Gesundheit und in der Medizin
eine Rolle, ob ich eine Frau oder ein Mann bin, ob ich eine andere
Geschlechtsidentität, eine andere Hautfarbe oder eine andere
soziale Position habe? Wie können die unterschiedlichen Bedürfnisse
aller Menschen integriert und gerechter als bisher adressiert
werden? Diesen Fragen und mehr widmet sich der neue Podcast des
Fachbeirats für gendergerechte Gesundheit des Gesundheitsfonds
Steiermark.
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