Podcaster
Episoden
01.02.2026
35 Minuten
Ein Blick ins Labor am Morgen – und ein einzelner Wert fällt auf:
Ein Kalzium von 2,7 mmol/l bei einem 81-jährigen Patienten. Nicht
dramatisch. Aber erklärungsbedürftig. Andreas stellt Ingo den
Patienten vor: ein älterer Mann mit Typ-2-Diabetes,
kardiovaskulären Vorerkrankungen und eingeschränkter
Nierenfunktion. Gemeinsam mit Ingo beginnt eine strukturierte
Differenzialdiagnose mit Hilfe von TANTE PIAV. Doch im Verlauf
zeigt sich: Nicht fehlendes Wissen ist das Problem, sondern ein
klassischer Denkfehler. Oder anders gesagt: Manchmal liegt die
Lösung nicht im nächsten Speziallabor – sondern im genauen
Hinschauen. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter
kommentare@denkfabrikmedizin.de Link zum Amboss-Podcast mit Philipp
Winghart: - Folge mit Ingo zu Hyperkalzämie:
https://amboss.podigee.io/154-hyperkalzaemie - Folge mit Andreas zu
oralen Antidiabetika: https://amboss.podigee.io/177-antidiabetika
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15.01.2026
1 Stunde 1 Minute
Eine 33-jährige Frau kommt mit Flankenschmerzen in die Notaufnahme.
Unter dem Verdacht einer Nephro- /Urolithiasis wird ein CT gemacht.
Ein Stein findet sich nicht – aber Zysten in beiden Nieren. Der
Urologe kommentiert: „Ich fürchte, mit 60 sind Sie an der Dialyse.“
Was dieser Satz im Körper und im Leben der Patientin anrichten
kann, ist Thema dieser Folge. Ingo und Andreas sprechen über den
Nocebo-Effekt – die Kehrseite des Placebo-Effektes. Sie zeigen, wie
ärztliche Worte, Blicke und Aufklärungsbögen Symptome, Ängste und
sogar Therapieabbrüche auslösen können. Anhand vieler Beispiele aus
dem Praxisalltag diskutieren die beiden: - wie Nocebo körperliche
und psychische Symptome erzeugt - warum Angst ein schlechter
Motivator ist - wie Framing, Beipackzettel und Aufklärungsbögen
wirken - und warum eine gute Arzt-Patient-Beziehung der beste
Schutz vor Nocebo ist Am Ende geht es um ein großes ethisches
Dilemma: Wie kann man ehrlich aufklären, ohne Schaden anzurichten?
Jetzt reinhören – und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und
Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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01.01.2026
44 Minuten
Ingo muss sich einer Hüft-TEP Op unterziehen. Da er schon eine
Prothese hat, die gewechselt werden muss, werden bereits vor der OP
einige Tests zum Ausschluss/Nachweis einer periprothetischen
Infektion gemacht. Diese sind glücklicherweise zunächst alle
negativ. Doch dann kommt ein positiver Befund zurück. Verändert
dieser positive Befund die gesamte Sichtweise? Muss das gerade
implantierte Material wieder entfernt werden? Andreas und Ingo
zeigen euch, wie man in einer solchen komplexen Situation einen
klaren Kopf behält. Sie stellen euch das Konzept der Likelihood
Ratios vor, die eine (posttest) Berechnung der Wahrscheinlichkeit
einer Infektion erlauben. Und dabei kommt erstaunliches heraus!
Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und
Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Verlinkungen: -
Link zum Rechenbogen: https://tinyurl.com/564yjjpv - Likelihood
Ratio bei DocCheck Flexikon: https://tinyurl.com/3pt4veya -
Fagan-Nomogramm bei Wikimedia-Commons: https://tinyurl.com/5x8p4vwu
McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis 6. Auflage ISBN
978-0443250132
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15.12.2025
54 Minuten
In ihrer diesjährigen Folge zu Weihnachten und Chanukka stellen
Ingo und Andreas wieder ein Buch vor. Dieses Jahr ist es „Die
verlorene Kunst des Heilens“ von Bernard Lown. Auch dies Buch hat
die beiden tief bewegt und ihren Umgang mit Patientinnen und
Patienten nachhaltig verändert. Bernard Lown war ein berühmter
Kardiologe aus Boston. Er hat den Gleichstrom-Defibrillator
entwickelt, den wir noch heute nutzen, der mittlerweile an
zahlreichen Stellen auch im öffentlichen Raum zu finden ist, und
der die modernen, implantierbaren Defis erst möglich gemacht hat.
Neben diesem sehr somatischen Arbeit als Rhythmologe hat sich Lown
aber auch sehr mit dem Verhältnis zwischen Ärztinnen und
Patientinnen beschäftigt. Viele seiner Gedanken haben bei Ingo und
Andreas Eingang in die Art ihrer täglichen Arbeit gefunden. Wenn
ihr Interesse an diesem Buch habt, hört doch einfach mal rein.
Vielleicht lasst ihr auch von dem einen oder anderen Gedanken auch
anstecken. Am 1. Januar 2026 folgt dann die nächste Folge mit einer
diesmal sehr persönlichen Patientengeschichte. Wir freuen uns über
Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
Bernard Lown Die verlorene Kunst des Heilens – Anleitung zum
Umdenken Suhrkamp Verlag ISBN 978-3518455746
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01.12.2025
43 Minuten
Andreas lernt einen Patienten kennen, bei dem plötzlich ein
schmerzloser Ikterus aufgetreten ist. Sowohl Ingo als auch Andreas
können eigentlich nur an ein Malignom als Ursache denken. Aber mit
einer TANTE PIAV-Liste kommen noch weitere Differenzialdiagnosen
zum Vorschein. Die richtige Diagnose war bei Andreas Patienten
rasch gestellt und dann folgten mehrere Operationen. Ingo und
Andreas diskutieren die Frage, ob das denn sinnvoll war, und ob man
in ähnlichen Situationen nicht mit mehr Zeit und Ruhe, zu einer
anderen Entscheidung gekommen wäre. Ein Fall von Action-Bias? Jetzt
reinhören und mitdenken. Und überlegen: wie hättet ihr entschieden?
Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter
kommentare@denkfabrikmedizin.de
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um
Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der
Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten
können. Dazu gehören so spannende Fragen wie: - wie werden
Diagnosen gestellt oder gar gemacht? - was sind die Unterschiede
zwischen Mustererkennung und analytischem Denken? - welche Tests
setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die
Ergebnisse? - und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung
unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen? Mit all diesen Fragen
beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein
Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor. Wir beide, Ingo Krenz
und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere
Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind
wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit
einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem
Schwerpunkt in der Diabetologie. Der Podcast erscheint alle 4
Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken
dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den
Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind.
Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern,
die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen. Unsern
Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es
Podcasts gibt abonniert werden.
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