Denkfabrik Medizin

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Krenz und Klinge räumen auf
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Das erwartet euch bei Denkfabrik Medizin
12. April 2024
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12. April 2024

Episoden

Folge 38: Fehler gehen unter die Haut - wir sprechen mit H.U. Schmidt über Scham- und Schuldgefühle i.d. Medizin
14.05.2026
55 Minuten
Scham und Schuld – die heimlichen Begleiter ärztlichen Handelns. Ingo und Andreas widmen sich einem Thema, über das in der Medizin viel zu selten offen gesprochen wird. Zu Gast ist Dr. Hans-Ulrich Schmidt, Facharzt für psychosomatische Medizin und Leiter der ärztlichen Psychotherapie im Ambulanzzentrum des UKE. Gemeinsam gehen die drei der Frage nach, was Scham von Schuld unterscheidet, wo diese Gefühle im ärztlichen Alltag entstehen – und wie wir besser mit ihnen umgehen können. Am Ende steht eine klare Botschaft: Wer offen über Scham und Schuld spricht, entlastet nicht nur sich selbst – sondern tut den Kolleginnen und Kollegen einen Gefallen. Denn vom offenen Umgang profitieren alle Beteiligten, auch die Patientinnen und Patienten. So entsteht echte Lernkultur. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Buchhinweis: Hans Ulrich Schmidt & Ulrich Lamparter (Hrsg.), „Wirklich psychisch bedingt?“ – Somatische Differenzialdiagnosen in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie Schattauer Verlag – ISBN 978-3608401844
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Folge 37: Über die Niere in die große weite Welt
01.05.2026
40 Minuten
Eine Patientin in ihren 70ern wird mit persistierend erhöhten Kaliumwerten bei Ingo vorgestellt. Über Monate hinweg liegen die Werte stabil im pathologischen Bereich – und das bei völligem Wohlbefinden. Eine echte Hyperkaliämie? Oder steckt etwas anderes dahinter? Ingo und Andreas machen sich auf den Weg durch die Differenzialdiagnostik – von der klassischen TANTE-PIAV- Liste bis hin zu „first principles“. Dabei wird schnell klar: Hyperkaliämie ist kein einfaches Muster, sondern fordert strukturiertes Denken. Schließlich nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Ein auffälliges Blutbild führt schließlich zur entscheidenden Spur – und zu einer Diagnose, die weit über die Nephrologie hinausgeht. Am Ende steht nicht nur die Auflösung eines kniffligen Falls, sondern auch eine wichtige Botschaft: Häufiges ist häufig – aber manchmal steckt hinter einem „banalen“ Laborwert eine ganz andere Erkrankung. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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Folge 36: Nobody is perfect
15.04.2026
52 Minuten
Fehler passieren – auch in der Medizin. In dieser persönlichen Folge verlassen Ingo und Andreas bewusst die Rolle der Analytiker und werden selbst zu Fallbeispielen: Sie berichten offen von Fehldiagnosen, organisatorischen Versäumnissen und Denkfehlern – und davon, was diese emotional auslösen. Denn schnell wird klar: Scham, Schuld und Rechtfertigung sind ständige Begleiter, weshalb zu selten darüber gesprochen wird. Anhand konkreter Fälle diskutieren die beiden unter anderem: - eine übersehene Lungenembolie bei einer jungen Patientin - einen überlesenen CT-Nebenbefund mit gravierenden Folgen - eine seltene Erkrankung mit atypischer Präsentation - die Gefahr diagnostischer Sicherheit („thinking stops when the diagnosis is made“) - warum sich Fehler im Team fortpflanzen können - einen klassischen Hierarchiefehler, bei dem Autorität kritisches Denken ersetzt Am Ende steht eine Einladung: Diese Folge soll Mut machen, über Fehler zu sprechen – im Team, unter Kolleginnen und Kollegen und auch mit Patienten. Denn nur so entsteht echte Lernkultur. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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Folge 35: Wie sicher ist sicher?
01.04.2026
35 Minuten
Eine 67-jährige Patientin entwickelt innerhalb weniger Tage eine dramatische Luftnot – so ausgeprägt, dass sie schließlich nicht einmal mehr vom Stuhl zur Toilette gehen kann. Was steckt dahinter? Andreas und Ingo nehmen euch mit in einen diagnostischen Prozess, der exemplarisch zeigt, wie mächtig klinisches Denken sein kann – ganz ohne Technik. Ausgehend von einer strukturierten TANTE PIAV-Liste und ersten Hypothesen arbeiten sich die beiden Schritt für Schritt voran und diskutieren dabei konsequent Prätestwahrscheinlichkeiten. Dabei wird deutlich: Schon wenige gezielte Informationen können die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose massiv verändern. Im Zentrum der Folge steht die Frage: Wann wissen wir genug – und wann brauchen wir noch einen Test? Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Diagnostik zeigt sich ein unerwarteter Zufallsbefund. Plötzlich steht eine ganz neue Frage im Raum: Zufall ohne Bedeutung oder Hinweis auf eine ernsthafte zweite Erkrankung? Die Folge wirft damit auch ein Schlaglicht auf ein häufiges Dilemma im klinischen Alltag: Wie gehen wir mit Incidental Findings um? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis 6. Auflage 2025 – ISBN 978-0443250132 Likelihood Ratios – Die Grafik von McGee und mehr: https://clinicalproblemsolving.com/2020/02/09/clinical-reasoning-corner-likelihood-ratios/
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Folge 34: Prätestwahrscheinlichkeiten – erst denken, dann testen
15.03.2026
49 Minuten
Eine 35-jährige Patientin kommt mit Husten, Fieber und Tachykardie in die Praxis. Hat sie eine Pneumonie? Vielleicht. Aber wie wahrscheinlich ist das eigentlich – bevor wir ein Röntgenbild machen? In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas über ein Konzept, das für die Diagnostik zentral ist – im Medizinstudium aber kaum gelehrt wird: die Prätestwahrscheinlichkeit. Die beiden zeigen, warum kein Test eine Diagnose beweist oder ausschließt, sondern lediglich Wahrscheinlichkeiten verschiebt. Und warum diagnostische Tests ohne vorherige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit oft mehr Schaden als Nutzen bringen. Außerdem stellen Ingo und Andreas eine praktische Merkhilfe vor: den „BETTKASDEN“ – zehn Tests, die man bei niedriger Prätestwahrscheinlichkeit besser gar nicht erst anfasst. Am Ende bleibt eine wichtige Erkenntnis: Gute Diagnostik beginnt nicht mit einem Test – sondern mit einer klugen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis 6. Auflage 2025 – ISBN 978-0443250132 Accuracy of Practitioner Estimates of Probability of Diagnosis Before and After Testing, Daniel J. Morgan et al. JAMA Intern Med. 2021;181(6):747-755. doi:10.1001/jamainternmed.2021.0269 Likelihood Ratios – Die Grafik von McGee und mehr https://clinicalproblemsolving.com/2020/02/09/clinical-reasoning-corner-likelihood-ratios/
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten können. Dazu gehören so spannende Fragen wie: - wie werden Diagnosen gestellt oder gar gemacht? - was sind die Unterschiede zwischen Mustererkennung und analytischem Denken? - welche Tests setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die Ergebnisse? - und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen? Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor. Wir beide, Ingo Krenz und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem Schwerpunkt in der Diabetologie. Der Podcast erscheint alle 4 Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind. Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern, die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen. Unsern Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt abonniert werden.
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