Denkfabrik Medizin
Krenz und Klinge räumen auf
Das erwartet euch bei Denkfabrik Medizin
12. April 2024
Podcaster
Episoden
01.07.2026
44 Minuten
Ein Ende 40-jähriger Mann stellt sich mit Leistungsknick, Nachtschweiß und leichter Gewichtsabnahme vor. Die Beschwerden bestehen seit zwei Monaten und begannen nach einem vermeintlich harmlosen Infekt. Was zunächst unspezifisch klingt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem diagnostischen Klassiker. Andreas und Ingo arbeiten sich systematisch mit einer TANTE-PIAV-Liste durch die Differenzialdiagnosen. Von Autoimmunerkrankungen über Malignome und psychosomatische Ursachen bis hin zu Tuberkulose und Endokarditis wird diskutiert, wie sich Wahrscheinlichkeiten mit jeder neuen Information verändern. Anhand neuer Befunde zeigen die beiden, wie Prätestwahrscheinlichkeiten angepasst werden müssen – und warum manche Diagnosen plötzlich immer wahrscheinlicher werden, während andere nahezu vom Tisch sind. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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15.06.2026
33 Minuten
Hier kommt eine weitere Folge aus unserer lockeren Reihe über wichtige Studienergebnisse. Heute geht es erneut um eine Studie aus dem New England Journal, in der zwei verschiedene LDL-Zielwerte verglichen wurden. Es waren alles Patienten mit einer manifesten kardiovaskulären Vorerkrankung, ausschließlich aus Südkorea. Die eine Gruppe sollte ein LDL von < 55 mg/dl erreichen, die andere eines von < 70 mg/dl. Ingo und Andreas stellen die Studie vor und besprechen gemeinsam, welche Erkenntnisse man aus dieser Arbeit ziehen kann, und welche auch nicht. Müssen wir unser therapeutisches Verhalten ändern? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Intensive LDL Cholesterol Targeting in Atherosclerotic Cardiovascular Disease N Engl J Med 2026;394:1365-75, DOI: 10.1056/NEJMoa2600283
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01.06.2026
34 Minuten
Ein 52-jähriger Patient wird mit akuten retrosternalen Schmerzen und auffälligem EKG per Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Im Raum stehen zunächst die großen und gefährlichen Diagnosen: akutes Koronarsyndrom, Lungenembolie oder Aortendissektion. Doch Troponin, CT und weitere Untersuchungen passen nicht so recht ins Bild. Dann zeigt sich: Der Patient hat einen Perikarderguss, Pleuraergüsse und seit Monaten zunehmende Gelenkbeschwerden. Unter Immunsuppression mit Infliximab entsteht eine neue differenzialdiagnostische Spur. Andreas und Ingo nutzen den Fall, um über zwei völlig unterschiedliche Arten medizinischen Denkens zu sprechen: schnelles, heuristisches Denken in der Akutsituation – und langsames, analytisches Denken mithilfe einer TANTE-PIAV-Liste. Am Ende findet sich eine Diagnose, die mit den Beschwerden die den Patienten ins Krankenhaus gebracht haben, gar nicht mehr viel zu tun hat. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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14.05.2026
55 Minuten
Scham und Schuld – die heimlichen Begleiter ärztlichen Handelns. Ingo und Andreas widmen sich einem Thema, über das in der Medizin viel zu selten offen gesprochen wird. Zu Gast ist Dr. Hans-Ulrich Schmidt, Facharzt für psychosomatische Medizin und Leiter der ärztlichen Psychotherapie im Ambulanzzentrum des UKE. Gemeinsam gehen die drei der Frage nach, was Scham von Schuld unterscheidet, wo diese Gefühle im ärztlichen Alltag entstehen – und wie wir besser mit ihnen umgehen können. Am Ende steht eine klare Botschaft: Wer offen über Scham und Schuld spricht, entlastet nicht nur sich selbst – sondern tut den Kolleginnen und Kollegen einen Gefallen. Denn vom offenen Umgang profitieren alle Beteiligten, auch die Patientinnen und Patienten. So entsteht echte Lernkultur. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Buchhinweis: Hans Ulrich Schmidt & Ulrich Lamparter (Hrsg.), „Wirklich psychisch bedingt?“ – Somatische Differenzialdiagnosen in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie Schattauer Verlag – ISBN 978-3608401844
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01.05.2026
40 Minuten
Eine Patientin in ihren 70ern wird mit persistierend erhöhten Kaliumwerten bei Ingo vorgestellt. Über Monate hinweg liegen die Werte stabil im pathologischen Bereich – und das bei völligem Wohlbefinden. Eine echte Hyperkaliämie? Oder steckt etwas anderes dahinter? Ingo und Andreas machen sich auf den Weg durch die Differenzialdiagnostik – von der klassischen TANTE-PIAV- Liste bis hin zu „first principles“. Dabei wird schnell klar: Hyperkaliämie ist kein einfaches Muster, sondern fordert strukturiertes Denken. Schließlich nimmt der Fall eine unerwartete Wendung: Ein auffälliges Blutbild führt schließlich zur entscheidenden Spur – und zu einer Diagnose, die weit über die Nephrologie hinausgeht. Am Ende steht nicht nur die Auflösung eines kniffligen Falls, sondern auch eine wichtige Botschaft: Häufiges ist häufig – aber manchmal steckt hinter einem „banalen“ Laborwert eine ganz andere Erkrankung. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um
Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der
Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten
können. Dazu gehören so spannende Fragen wie: - wie werden
Diagnosen gestellt oder gar gemacht? - was sind die Unterschiede
zwischen Mustererkennung und analytischem Denken? - welche Tests
setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die
Ergebnisse? - und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung
unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen? Mit all diesen Fragen
beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein
Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor. Wir beide, Ingo Krenz
und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere
Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind
wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit
einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem
Schwerpunkt in der Diabetologie. Der Podcast erscheint alle 4
Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken
dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den
Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind.
Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern,
die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen. Unsern
Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es
Podcasts gibt abonniert werden.
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