Jasmin Kosubek Archiv
192 Episoden
1 Stunde 36 Minuten
Leila Bust ist Heilpraktikerin, systemische Paar- und Familientherapeutin, Sexualtherapeutin und Tantra-Lehrerin. Seit 1995, also seit über drei Jahrzehnten, arbeitet sie mit Frauen in Seminaren und Therapieräumen und öffnete damit Räume für weibliche Selbsterfahrung, lange bevor das Thema Weiblichkeit in den Mainstream-Diskurs zurückkehrte. Gemeinsam mit dem Männlichkeits-Experten Björn Leimbach hat sie ein Institut gegründet, das Männer und Frauen getrennt wie auch als Paare in ihrer Polarität ausbildet. Ihre Arbeit verbindet systemische Therapie mit der Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich und Alexander Lowen sowie mit der indisch-asiatischen Energielehre. In ihrem Buch „Weiblichkeit Leben. Die Hinwendung zum Femininen" formuliert sie eine neue Weiblichkeit jenseits von Tradwife-Romantik und feministischer Gleichmacherei. Bust lebt heute überwiegend in einer Dorfgemeinschaft im Nordosten Brasiliens.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Leila Bust, warum sie die Gleichmacherei zwischen Mann und Frau für eine der größten Beziehungslügen der Gegenwart hält und warum Frauen heute schwerer in Beziehungen finden als noch vor dreißig Jahren. Bust spricht über die Folgen fehlender Väter, über kollektive sexuelle Wunden und über eine Dynamik, die sie aus jahrzehntelanger Praxis kennt: Frauen, die ihre Männer aus Kontrollbedürfnis schwach machen und dann den Respekt vor ihnen verlieren. Wir diskutieren Bodycount, Hingabe und Unterordnung, christliche Geschlechterbilder ebenso wie die Welt der Manosphere und den feministischen Ruf nach „Decenter the Man". Bust nimmt dabei eine seltene dritte Position ein, jenseits von Tradwife und Genderdebatte, und benennt klar, was viele Frauen heute spüren, aber kaum aussprechen.
1 Stunde 30 Minuten
Markus Haintz ist Rechtsanwalt und Volljurist, ursprünglich spezialisiert auf Baurecht und Architektenrecht, heute aktiv im Medien- und Äußerungsrecht. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er ab 2020 als juristische Stimme der Querdenken-Bewegung bekannt. Mit seiner Kanzlei führt er nach eigenen Angaben über 1.100 laufende politische Verfahren und vertritt unter anderem Mandanten wie Flavio von Witzleben. Haintz ist dabei nicht nur Anwalt, sondern selbst betroffen: gekündigte Bankkonten, ein nicht verlängerter Lehrauftrag, eine Hausdurchsuchung und nach eigenen Angaben rund 20 bis 30 Strafverfahren gegen ihn in den letzten Jahren.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um die zentrale Frage, wie politische Verfolgung in Deutschland heute tatsächlich aussieht. Haintz beschreibt das Land nicht als totalitären Staat, aber auch nicht mehr als funktionierende Demokratie, sondern als Postdemokratie. Oppositionelle würden weniger durch direkte Repression mundtot gemacht als durch wirtschaftlichen Druck: gekündigte Konten, verlorene Aufträge, Strafanzeigen-Wellen und Hausdurchsuchungen, die selbst zur Strafe werden. Es geht um die Doppelmoral der Justiz bei Volksverhetzung und NS-Symbolik, das Geschäftsmodell hinter den Strack-Zimmermann-Anzeigen, die Verfolgung von Ärzten wegen Maskenattesten und die These, dass im deutschen Strafrecht vor allem der Recht bekommt, der es sich leisten kann. Am Ende steht ein vorsichtig optimistischer Ausblick auf eine kritische Öffentlichkeit, ein lernendes System und die Aufforderung, den Mund weiter aufzumachen.
1 Stunde 20 Minuten
Dieter Stein ist Gründer und Herausgeber der Jungen Freiheit, der ältesten konservativen Wochenzeitung Deutschlands. 1986 gab er die erste Ausgabe als 19-Jähriger aus seinem Kinderzimmer heraus, heute begleitet er den deutschen Konservatismus seit fast 40 Jahren publizistisch. Die Junge Freiheit stand selbst zehn Jahre lang unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, bis das Bundesverfassungsgericht 2005 zugunsten der Zeitung entschied. Stein hat sich publizistisch von Götz Kubitschek und der von ihm geprägten „Neuen Rechten" distanziert und Björn Höcke 2019 in einem viel beachteten Artikel als „ideologisches Irrlicht" bezeichnet. Den Begriff „Neue Rechte" lehnt er ab und hat ein Buch dagegen geschrieben. Sein politisches Selbstverständnis bezeichnet er als liberal-konservativ. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und stammt aus einer politisch heterogenen Familie – seine Schwester Monika Stein trat zuletzt als von Grünen und Linken getragene Oberbürgermeisterkandidatin in Freiburg an.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Dieter Stein offen über die inneren Spannungen des konservativen Lagers, über die Frage, wo die Grenze nach rechts verläuft und warum er Björn Höcke für ein „ideologisches Irrlicht" hält. Es geht um die Bruchlinien innerhalb der AfD, den Umgang mit Russland und der Ukraine, um Nord Stream, deutsche Souveränität und die Frage, was es eigentlich bedeutet, ein normales Land zu sein. Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Thema Wehrhaftigkeit. Stein vertritt eine Position, die mit dem Pazifismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft bricht, und stellt sich der Konsequenz seiner eigenen Argumentation, auch in einem persönlichen Moment, der für viele Zuschauer schwer erträglich sein wird. Ein Gespräch über vier Jahrzehnte rechts der Mitte, über Familie, Identität und die Frage, was Konservative heute eigentlich noch zusammenhält.
1 Stunde 25 Minuten
Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches „Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld. Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber, warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den „Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran, den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert, und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit, sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit. Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.
27 Minuten
Prof. Dr. Max Otte ist Ökonom, Fondsmanager und ein bekannter Wirtschaftspublizist im deutschsprachigen Raum. Mit 14 Büchern, darunter sechs Spiegel-Bestseller, hat er Generationen von Anlegern geprägt – von seiner Frühwarnung vor der Finanzkrise 2006 bis zu seinen aktuellen Analysen zur deutschen Wirtschaftslage. Otte ist außerdem Gründer des Investmentfonds „Privatinvestor Privatfonds". Sein neues Buch „Rettet unser Bargeld" erscheint Ende Mai und verbindet harte ökonomische Analyse mit konkreten Ratschlägen für die Mittelschicht. Nach dem Rauswurf aus seinem langjährigen Verlag veröffentlicht er heute unabhängig – und spricht entsprechend offen über das, was er sieht.Im zweiten Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es ums Eingemachte: Iran, Öl, Energiepreise und die Frage, was das alles für den deutschen Normalverbraucher bedeutet. Otte rechnet schonungslos ab – mit Trump, den er dreimal gewählt hat und der ihn enttäuschte, mit Friedrich Merz, dem er nie getraut hat, und mit einer Wirtschaftspolitik, die er als „ökonomischen Suizid" bezeichnet. Er erklärt, warum die deutsche Mittelschicht ausgeblutet wird, warum er als Millionär die Vermögenssteuer befürwortet und was er einem jungen Menschen mit 10.000 Euro Ersparnissen heute konkret raten würde. Ein Gespräch über Prepping, Souveränität, Cancel Culture und die Frage, was der Einzelne noch tun kann, wenn die alten Systeme nicht mehr tragen.
1 Stunde 15 Minuten
Ole Nymoen ist Podcaster, Buchautor und dezidierter Kriegsdienstverweigerer. Bekannt wurde er im Juni 2024 mit einem Leitartikel unter dem Titel „Für Deutschland kämpfen? Never", der eine breite öffentliche Debatte auslöste. Seitdem zieht er durch die großen deutschen Talkshows – Markus Lanz, Hart aber fair, Sarah Bosetti – und sorgt dort regelmäßig für Entsetzen, wenn er seine Haltung unverändert vertritt: lieber besetzt als tot. Er betreibt einen Podcast, von dessen Erlösen er lebt, und sieht diese finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung dafür, unbequeme Meinungen überhaupt öffentlich vertreten zu können. Bis vor Kurzem war er Mitglied der Linkspartei. Er ist formal nicht ausgetreten, sondern schlicht durch Nichtzahlen der Beiträge. Ihm war die Parteiposition zum Nahostkonflikt zu wenig klar. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Nymoen eine konsequent materialistische Begründung seiner Kriegsdienstverweigerung: Ein Staat, der seine Wirtschaft darauf ausrichtet, Vermögende reicher zu machen, verdient keine Loyalität seiner Bürger. Wir sprechen über die Grünen als Kriegstreiber, über den instrumentalisierten Hitler-Vergleich in deutschen Talkshows und über die Frage, ob Arbeitsstolz eine Form von Autoritätshörigkeit ist. Dazu kommt ein bemerkenswertes Eingeständnis: Nymoen gibt zu, während der Corona-Zeit dem Staat geglaubt zu haben. “Das war falsch”, gibt er zu. Ein Gespräch, das polarisiert, weil es keine einfachen Lager kennt.
1 Stunde 26 Minuten
Fabian Kowallik begann als Ernährungsinfluencer auf Social Media. Sein Credo: Fleisch, Tierprodukte, kurzum Gottesnahrung. Und eine radikale Ablehnung von Protein-Shakes, Samenölen und industrieller Ernährung. Heute beschreibt er sich selbst anders: als Aufklärer. Mit einem abgebrochenen Medizinstudium, einem Bachelor of Science im Hintergrund und der Erfahrung, wie sein Vater durch eine falsche medizinische Behandlung früh starb, entwickelte er eine Weltanschauung, die Intuition über Studien stellt und Institutionen grundsätzlich misstraut. Auf seinen deutschen und englischen Social Media Kanälen erreicht er zusammen über 1,5 Millionen Menschen. Sein Buch „Die Ernährungslüge" wurde ein Bestseller. Sein neues Buch „Die Krankheitslüge" ist gerade erschienen. Er lebt auf Zypern.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Kowallik etwas offen, das die wenigsten Influencer je zugeben: Er erklärt seine eigene Methode. Wer sagt, was viele denken aber keiner sagen darf, bekommt Liebe und Hass und Reichweite. Wir sprechen über Chemtrails und warum er daran glaubt, ohne Evidenz dafür zu haben, über seinen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Ernährungsinfluencer Christian Wolf, über Geschlechterrollen, Erziehung und seine These, dass Männer schuld sind, wenn Beziehungen scheitern.
1 Stunde 16 Minuten
Maximilian Pütz, geboren 1978 in Hamburg, ist Deutschlands bekanntester Verführungscoach und Mitbegründer der deutschen Pick-up-Szene. Nach einer Ausbildung zum Erzieher und einem Schauspielstudium gründete er 2006 sein erstes Coaching-Unternehmen, das heute unter dem Namen Casanova Coaching firmiert. Zusammen mit dem Geschlechterforscher Arne Hoffmann veröffentlichte er drei Bücher im Heyne Verlag, darunter den Bestseller „Der perfekte Eroberer". In über 20 Jahren hat Pütz nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Männer persönlich begleitet. Von schüchternen Anfängern bis zu gestandenen Unternehmern. Er war früher Gast bei Markus Lanz, Hart aber fair und Maybrit Illner, wo er regelmäßig für kontroverse Debatten sorgte. Pütz bezeichnet sich selbst als Verführungscoach, Männerrechtler und Feminismus-Kritiker. Er lebt seit 16 Jahren in einer festen Beziehung.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek zeigt sich ein Mann, der auch differnezieren kann, was sein Online-Image nicht vermuten lässt. Pütz spricht offen über seine vaterlose Jugend, die Ablehnung seiner eigenen Männlichkeit und den therapeutischen Weg zurück zu einem versöhnten Verhältnis mit beiden Elternteilen. Dann wird es konfrontativ: Jasmin legt ihm seine umstrittensten Aussagen vor: „Nein heißt nicht immer Nein" bis „Frauen sind das Chaos". Es entsteht eine intensive Debatte über Consent, Patriarchat und die Frage, ob Frauen historisch wirklich systematisch unterdrückt wurden. Die beiden diskutieren über den modernen Dating-Markt, den Unterschied zwischen Red-Pill-Rhetorik und gelebter Realität, und warum erfolgreiche Frauen oft die größten Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben. Ein Gespräch, das Vorurteile auf beiden Seiten herausfordert.
1 Stunde 30 Minuten
Oliver Heuler ist Golflehrer, Autodidakt, Philosoph und Buchautor. Seit 38 Jahren unterrichtet er Golf. Eine Sportart, die er mit 16 Jahren für sich entdeckte und die ihn bis heute nicht losgelassen hat. Nebenbei hat er rund 30 weitere Sportarten erlernt, darunter olympisches Gewichtheben, das er mit 45 Jahren begann, und Backgammon, in dem er den Titel des internationalen Meisters trägt. Aus seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Psychologie, östlicher Philosophie und dem Werk von Ken Wilber und Marshall Rosenberg entwickelte er seinen eigenen Ansatz: den Empathiekompass. Ein Navigationssystem jenseits moralischer Normen, das er in seinen Büchern „Vom Sollen zum Sein" und dem Roman „Jenseits der Moral" beschreibt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Heuler offen, warum er Moral nicht für ein Fundament des Zusammenlebens hält, sondern für eine der gefährlichsten Erfindungen der Menschheit — weil sie Menschen von echter Empathie entbindet und Gewalt moralisch rechtfertigt. Wir sprechen darüber, warum er seinen Sohn nie erzogen hat, wie er vom überzeugten Ökosozialist zum Libertären wurde, was der Sozialstaat mit Waffengewalt zu tun hat und warum er den freien Willen für eine Illusion hält und das Leben seitdem deutlich angenehmer findet.
1 Stunde 5 Minuten
Amir Reichart hat viele Jahre als Regisseur und Cutter gearbeitet, und ist heute Coach für leistungsorientierte Männer. Er kommt aus dem Medienbereich und arbeitete über zwölf Jahre an einem eigenen Science-Fiction-Film. Ein Projekt, das ihn tief in die Frage führte, was Erfolg wirklich bedeutet und was er kostet. Heute begleitet er Männer dabei, die emotionalen Muster hinter ihrer Leistungsorientierung zu verstehen. Sein erstes Buch „Der Hollywood Mönch" erscheint Mitte des Jahres.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um eine Frage, die viele Männer kennen, aber selten so benennen: Warum reicht es nie – egal was man tut? Amir Reichart erklärt, warum erfolgreiche Männer in Beziehungen oft genau deshalb scheitern, weil sie das, was sie beruflich stark macht, auch dort anwenden. Wir sprechen über die versteckte Bedürftigkeit hinter der Leistung, über Verletzlichkeit und die Angst, dafür bestraft zu werden, über den Unterschied zwischen Effizienz und Präsenz – und darüber, was es wirklich braucht, damit ein Mann nicht nur funktioniert, sondern wirklich da ist.
1 Stunde 16 Minuten
Caro, bekannt auf Social Media als Carofragt, ist Sozialarbeiterin und Influencerin, die seit letztem Jahr für die Junge Freiheit als Kommentatorin auf Social Media arbeitet. Die 27-jährige Deutsch-Brasilianerin hat selbst drei Jahre in Kinder- und Jugendheimen verbracht – als Elfjährige, infolge eines erbitterten Rosenkriegs ihrer Eltern. Aus dieser Erfahrung heraus studierte sie Soziale Arbeit und spezialisierte sich auf das sogenannte Hochrisikoklientel: Kinder und Jugendliche, die aus jeder Einrichtung herausfallen und von System zu System weitergereicht werden. Mehrere Träger, mehrere Kündigungen, eine Haltung: Sie spricht aus, was Kollegen nur im Flüsterton sagen. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Caro erstmals ausführlich von ihrer eigenen Heimzeit. Sie berichtet außerdem von ihrer Erfahrung als Sozialarbeiterin. Der erste Fall: ein 9-jähriger Junge, der acht Einrichtungen gesehen hat und monatelang nicht zur Schule ging, während der Träger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat abrechnete. Der zweite Fall: ein 12-jähriger albanischer Junge, dessen Betreuung am Ende 100.000 Euro monatlich kostete und mit einem Messerangriff endete, weil niemand auf Caros Warnungen hörte. Ihr Vorwurf ist präzise: Das Jugendhilfesystem setzt strukturelle Anreize, Kinder im System zu halten statt sie herauszulösen; die wichtigste Ebene und zwar die der Beziehung wird dabei nicht berücksichtigt.
1 Stunde 29 Minuten
Matthias A. Narr, besser bekannt als „Biased Skeptic", betreibt seit 2021 einen YouTube-Kanäle an der Schnittstelle von Philosophie und Gesellschaftskritik. Der studierte Sprach- und Literaturwissenschaftler, Marketingexperte und Gründer der Kommunikationsagentur we communicaid GmbH hat sich mit seinem Kanal inzwischen über 40.000 Abonnenten einen Namen gemacht, indem er politische und gesellschaftliche Debatten auf logische Fehler, rhetorische Strategien und kognitive Verzerrungen untersucht. Aktuell macht er den Master in Philosophie im europäischen Kontext an der Fernuniversität Hagen. Sein 2024 erschienenes Buch „Dialog statt Dogma – Wie wir gesellschaftliche Konflikte lösen, ohne zu spalten" fasst seinen Ansatz zusammen. Narr ist Mitglied der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), bezeichnet sich selbst als agnostischen Atheisten mit naturalistischem Weltbild – und setzt sich trotzdem bewusst an Tische, an denen ganz anders gedacht wird.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek nimmt Narr die häufigsten Denkfehler auseinander, die unsere Diskussionen vergiften: vom Bestätigungsfehler über den Strohmann bis zur Nazikeule. Dabei bleibt er nicht in der Theorie, sondern wendet die Werkzeuge live an – auf Migrationsdebatte, Kriminalstatistiken und die Frage, warum Linke und Rechte bei Zahlen mit zweierlei Maß messen. In der zweiten Hälfte wird es persönlich: Anhand von Aristoteles' drei Phasen – Emotion, Anwalt, Richter – zeigen beide, wie produktive Gespräche gelingen können, und stellen sich der Frage, die seit Corona in vielen Familien unbeantwortet geblieben ist: Warum war ich mir so sicher – und du nicht? Ein Gespräch über die Kunst des Zuhörens, die Grenzen der Logik und die Hoffnung, dass Dialog noch möglich ist.
1 Stunde 16 Minuten
Mischa Janiec, geboren 1991 in der Schweiz, wurde als einer der bekanntesten Fitness-Influencer im deutschsprachigen Raum bekannt. Als Natural Bodybuilder gewann er 2016 den Gesamtsieg bei der WNBF, war Teil der Netflix-Dokumentation „The Game Changers" von James Cameron und baute mit „ChainlessLIFE" eine internationale Community rund um Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung auf. Seit seinem Rückzug aus dem Wettkampfsport lebt Janiec als digitaler Nomade zwischen Berlin, Thailand und Südafrika. In seinem neuen Buch „Chainless Love – Die Befreiung der Liebe" wendet er seinen radikalen Ehrlichkeitsanspruch auf Beziehungen und Sexualität an – und legt dabei seine eigene Geschichte schonungslos offen.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Mischa Janiec über die Kluft zwischen dem, was Männer öffentlich über Liebe sagen und dem, was sie privat wirklich denken. Er erzählt, warum er es nicht geschafft hat, treu zu sein, wie Scham Beziehungen zerstört und warum die Idee von Besitz in der Liebe zwangsläufig zu Leid führt. Jasmin konfrontiert ihn mit der Selbstbezogenheit seines Ansatzes, hinterfragt die bequeme Konstruktion seiner offenen Beziehung und stellt die Frage, ob es nicht Dinge gibt, die größer sind als das eigene Wollen.
1 Stunde 24 Minuten
Maike Gosch ist Kommunikationsstrategin, Autorin und ehemalige Rechtsanwältin für Medienrecht. Nach ihrem Jurastudium in Hamburg und einem Referendariat mit Stationen in Brüssel und der Deutschen Botschaft in der Slowakei arbeitete sie zunächst als Anwältin, dann als Drehbuchautorin und Dramaturgin – unter anderem für Stoffentwicklungen bei Studio Hamburg und Colonia Media. 2012 gründete sie die Kommunikationsberatung story4good und wurde zu einer gefragten Storytelling-Expertin für NGOs, Stiftungen und Parteien. Zu ihren Kunden zählten unter anderem Brot für die Welt, die Grünen auf Landes- und Bundesebene, die Friedrich-Ebert-Stiftung, WWF Deutschland und Reporter ohne Grenzen. Heute schreibt sie als Journalistin für die NachDenkSeiten.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Maike Gosch, wie sie als überzeugte „Storytellerin für das Gute" NGOs beibrachte, mit Emotionen, Empathie und dramaturgischen Techniken Menschen zu überzeugen – und wann sie begann, an diesem System zu zweifeln. Sie beschreibt, wie sich seit 2016 eine Verschmelzung von Staat und Zivilgesellschaft vollzog, wie amerikanische Gelder nach Berlin flossen, und warum sie die Arroganz der Anti-Desinformations-Szene heute mehr beunruhigt als die Narrative, die sie einst selbst mitgebaut hat. Gosch spricht über die Transformation der Grünen von der Friedens- zur Kriegspartei, über Corona als Spaltungsmoment und über ihre Trauer darüber, wie politische Kultur in Deutschland zerfällt – erzählt von einer Frau, die das Innenleben dieses Systems aus erster Hand kennt.
1 Stunde 36 Minuten
B-Lash, bürgerlich Yousefali Bidarian Nejad, wurde 1982 im iranischen Qazvin geboren und wuchs in Berlin-Kreuzberg auf. Als Sohn eines iranischen Musikers begann er um das Jahr 2000 als DJ und Produzent in der Berliner Hip-Hop-Szene, arbeitete mit Rappern aus dem Bassboxxx-Umfeld zusammen und veröffentlichte insgesamt 16 Alben – nach eigener Aussage ohne je Geld damit verdient zu haben. Gemeinsam mit MC Bogy betreibt er seit 2019 den Podcast „100% Realtalk", in dem Hip-Hop-Kultur auf gesellschaftspolitische Themen trifft. Während der Corona-Zeit geriet B-Lash durch Gäste wie Ken Jebsen und Attila Hildmann ins Fadenkreuz von Medien und Szene: Er wurde als Verschwörungstheoretiker, Corona-Leugner und Antisemit bezeichnet – letzteres wehrte er per Gerichtsbeschluss ab. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Machtstrukturen, Geheimdienstoperationen und dem, was er selbst „historische Verschwörungsanalyse" nennt.Im Gespräch entfaltet B-Lash seine Sicht auf die Epstein-Akten, die aktuelle Rehabilitation von Xavier Naidoo und die Frage, ob die sogenannten Verschwörungstheoretiker am Ende Recht behalten haben. Er zieht Parallelen zwischen dem Epstein-Netzwerk und dem Franklin-Skandal der 80er Jahre, spricht über Erpressungsstrukturen in Politik und Geheimdiensten und vertritt die These, dass die Veröffentlichung der Epstein-Files Teil eines geplanten Systemwechsels sein könnte. Dabei geht es auch um Pizzagate, Hollywood, rituellen Missbrauch und die Rolle von Figuren wie Jean-Luc Brunel und Virginia Giuffre. Jasmin hakt nach, wo die Grenze zwischen fundierter Analyse und Confirmation Bias verläuft.
Jasmin Kosubek
Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche u...