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Episoden

1 Stunde 18 Minuten
Gregor Hübner ist Komponist, Violinist, Pianist und Professor. Er lebt unter anderem in München und New York, ist in mehreren Städten und Kontinenten beheimatet, genauso wie seine Arbeit, die verschiedene Genres und deren Verbindung umfasst. Hübner stammt aus einer Musikerfamilie und hat mit 15 Jahren entschieden, dass auch er diesem Lebensweg nachgehen möchte. Er spielt in diversen, sehr unterschiedlichen musikalischen Formationen und Ensembles, u.a. das Sirius Quartet und das Munich Composer Collective, auf kleinen und großen Bühnen.

Eine unserer ersten Zusammenarbeiten war im Rahmen meines Non-Openings der Flüsterkneipe, wo wir das Ensemble des Munich Composer Collectives als Ensemble in Residence etablierten. Mit diesem wurde er Teil des Festival Out Of The Box und komponierte für The Resonance Of Time. An einem Abend in meinem Wohnzimmer sprechen wir bei einem Glas Wein über Kategorisierung und Genres in der Klassik und dem Jazz, das Zusammenbringen verschiedener Genres und creative diversity. Gregor Hübner erzählt von seinem Sabbatical, dass er in Dakar und Venedig verbracht hat, seinen Kompositionen und Projekten, an denen er dort gearbeitet hat und wie politisches Geschehen und Spannungen in seine Kompositionen einfließen.  
1 Stunde 21 Minuten
Ralf Schmid ist Pianist, Komponist und Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg. Nach einer erfolgreichen Karriere als Dirigent und Arrangeur für große deutsche Rundfunk-Big-Bands widmet er sich heute der Verschmelzung von analogem Klavierspiel und digitaler Elektronik. In seinem zukunftsweisenden Projekt „PYANOOK“ verbindet er zwei Flügel mit sensorgesteuerten High-Tech-Handschuhen.

An einem Abend auf de Balkon reden wir über unsere langjährige künstlerische Partnerschaft beim Festival Out of the Box. Ralf Schmid erzählt von seinen Anfängen als Arrangeur für große Rundfunk-Klangkörper, von magischen Momenten in New York und davon, warum er den klassischen Klavierstuhl verlassen musste, um die Elektronik performativ und nahbar zu machen. Ein Gespräch über das Glück, in der heutigen Zeit Musiker zu sein und was passiert, wenn man die akustische Perfektion eines Flügels mit der grenzenlosen Freiheit digitaler Elektronik kreuzt.
1 Stunde 7 Minuten
Tommy Schmidt ist Konzept-, Performance-, Aktions- und Medienkünstler und hat zwei Romane veröffentlicht. Er wählt jeweils das Ausdrucksmittel, mit dem er das Thema, das ihn gerade beschäftigt, künstlerisch am wirksamsten erlebbar machen kann. Es sind gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen, die ihn veranlassen, künstlerisch Position zu beziehen. Dabei verfolgt er ausschließlich künstlerische Ziele. Seine vorübergehenden Karrieren als Geschäftsführer in der IT-Branche sowie als Werbetexter hat er weit hinter sich gelassen. 

In diesem Wohnzimmergespräch mit Tommy tauchen wir ein seinen ungewöhnlichen Werdegang vom erfolglosen Popstar über fiktive Wissenschaftsvorträge in der Berliner Volksbühne bis hin zum Konzeptkünstler. Wir sprechen über die Frage, wann man eigentlich Künstler ist, warum Kunst und Brotjob kein Widerspruch sein müssen und was passiert, wenn man nicht die Themen sucht, sondern sich von ihnen finden lässt.
60 Minuten
Der Architekt und Regisseur Axel Tangerding ist ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen. Als Gründer des Meta Theaters sucht er seit Jahrzehnten nach einer universellen Kunstform, in der sich Bewegung, Musik und fernöstliche Traditionen zu einer spirituellen Einheit verbinden.

In diesem Gespräch tauchen wir ein in Axels außergewöhnlichen Werdegang und sprechen darüber, wie Intuition und der Mut zur Suche seinen Weg vom Reißbrett auf die internationalen Bühnen ebneten. Wir reflektieren über die Kraft prägender Begegnungen, blicken auf unsere gemeinsame Zusammenarbeit zurück und erkunden, wie Projekte entstehen, wenn man dem Geist der Sache mehr vertraut als dem sicheren Plan.
1 Stunde 7 Minuten
Nadine Fecht  ist zeitgenössische Künstlerin, die vorwiegend im Medium der Zeichnung arbeitet.  Ihre Konzeptkunst geht über großformatige Zeichnungen hinaus und arbeitet auch mit Installationen, Video und Sound. Ihre Werke sind Teil öffentlicher Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Neben verschiedenen renomierten Stipendien wurde ihre Arbeit 2014 mit dem Will-Grohmann-Preis verliehen. Ihr eigenen Erkundungen im Grenzgang mit Papier und Zeichnung gibt sie in Lehrtätigkeiten weiter und ist seit 2025 Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Während der d’mage Paper Residency in München unterhalte ich mich mit Nadine über ihr Verhältnis zu Papier, über die Prozesse, die sie innerhalb dieses Mediums auf ihre eigene poetische Art erkundet und über den Begriff der „Zeichnung“ als künstlerisches Verfahren. Mit faszinierender Eindrücklichkeit gibt Nadine Fecht Einblicke in die Philosophien hinter ihre Kunst und offenbart, wie sie dabei sowohl die materiellen als auch ihre eigenen körperlichen Grenzen immer wieder neu auslotet.

https://www.nadinefecht.com/
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Über diesen Podcast

Der Begriff „blended art“ beschreibt ein Kunstverständnis, das sich jeglichen Genre- und Sparten-Zuschreibungen entzieht. Im „Blended Art Space“ präsentiert die Kuratorin und Konzeptentwicklerin Martina Taubenberger Künstler:innen und Projekte, die diesen Kunstbegriff repräsentieren und reflektiert aus dem Blickwinkel der „blended art“ in unterschiedlichen Formaten über Begrifflichkeiten aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Im "Blended Art Space" werden Gespräche aufgezeichnet, die Taubenberger am Rande von Produktionen und Projekten mit den Künstler:innen führt – meist bei sich zu Hause oder im Hotelzimmer bei einer Flasche Wein. Gespräche, die die künstlerische Arbeit charakterisieren und die Keimzelle für künftige Projekte sind. So ist eine Folge im „Blended Art Space“ immer wie ein Ausschnitt aus einem länger andauernden Austausch oder ein Blitzlicht auf eine Begegnung oder eine besondere Beziehung zu einem/einer Künstler:in. Die Gespräche werden nicht geschnitten und sind nicht vorher gescriptet. Die Zuhörenden werden Zeugen eines Gesprächs, das möglicherweise genauso auch ohne das Aufnahmegerät stattgefunden hätte.
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„Blended Art Space“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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