Podcaster
Episoden
29.04.2026
37 Minuten
Während der Klimadiskurs die öffentliche Debatte dominiert, droht ein paralleles Krisenszenario im blinden Fleck zu verschwinden: der dramatische Verlust der biologischen Artenvielfalt. In dieser Folge nähern sich Thomas und Daniel dem Thema mit juristischem Blick – und mit einem überraschenden Vorbild: Ecuador, das seit 2008 die Rechte der Natur verfassungsrechtlich verankert hat.
Was bedeutet es, der Natur subjektive Rechte zuzusprechen? Brauchen wir eine Ökologiepflichtigkeit des Eigentums? Und weshalb denken wir Wohlstand so grundlegend falsch? Die Folge bewegt sich zwischen Verfassungsrecht, politischer Ökonomie und der unbequemen Frage, was das alles mit dem eigenen Einkaufskorb zu tun hat.
Recht ordentlich ist ein Podcast für alle, die politische und rechtliche Fragen nicht an der Oberfläche belassen wollen – gesellschaftlich relevant, analytisch scharf, ohne erhobenen Zeigefinger.
Infos zur Folge:
Jens Kersten: Das ökologische Grundgesetz, 2022
Buchkritik im DLF.
Text von Steffen Knauß über die Verfassung und Ökologie in Ecuador.
Was bedeutet es, der Natur subjektive Rechte zuzusprechen? Brauchen wir eine Ökologiepflichtigkeit des Eigentums? Und weshalb denken wir Wohlstand so grundlegend falsch? Die Folge bewegt sich zwischen Verfassungsrecht, politischer Ökonomie und der unbequemen Frage, was das alles mit dem eigenen Einkaufskorb zu tun hat.
Recht ordentlich ist ein Podcast für alle, die politische und rechtliche Fragen nicht an der Oberfläche belassen wollen – gesellschaftlich relevant, analytisch scharf, ohne erhobenen Zeigefinger.
Infos zur Folge:
Jens Kersten: Das ökologische Grundgesetz, 2022
Buchkritik im DLF.
Text von Steffen Knauß über die Verfassung und Ökologie in Ecuador.
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15.04.2026
35 Minuten
Gibt es institutionellen Rassismus in deutschen Verwaltungen – und wie entsteht er? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Folge des Podcasts Recht Ordentlich, in der Thomas und Daniel eine aktuelle Studie des Politikwissenschaftlers Gert Pickel diskutieren: „Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland".
Der Podcast beschäftigt sich mit rechtlichen und gesellschaftspolitischen Fragen an der Schnittstelle von Verwaltung, Hochschule und Öffentlichkeit. In dieser Folge kommen zwei Perspektiven zusammen: die des Rechtswissenschaftlers und die des Sozialwissenschaftlers.
Im Gespräch gehen die beiden weit über eine bloße Wiedergabe von Studienergebnissen hinaus. Sie arbeiten heraus, dass rassistisches Handeln in Verwaltungen selten auf expliziter Feindseligkeit beruht, sondern häufig aus verfestigten Stereotypen erwächst, die im Rahmen behördlicher Ermessensspielräume wirksam werden – oft ohne dass die Handelnden dies als Rassismus benennen würden.
Besonders aufschlussreich ist die Diskussion über institutionelle Verantwortung: Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei, rassistische Routinen zu normieren oder zu unterbinden? Reichen bestehende Rechtsnormen – darunter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und Artikel 1 des Grundgesetzes – aus? Und welche Konsequenzen hat es, wenn aus der Politik selbst Deutungsmuster kommen, die Stereotype bestärken?
Die Folge berührt auch hochschulpolitische Dimensionen: Wie kann Sensibilisierung für Diskriminierung curricular verankert werden, und wie lässt sich die fehlende Diversität in Verwaltungsstudiengängen strukturell adressieren?
Recht Ordentlich, Staffel 5, Folge 3 – ein Gespräch über Vorurteile, die wir alle kennen, über Gesetze, die allein nicht genügen, und über die Frage, was es bedeutet, wenn über jedem Büroeingang tatsächlich stünde: Die Würde des Menschen ist unantastbar..
Link zur angesprochenen Studie:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2026/inra-studie.pdf?__blob=publicationFile&v=3
Der Podcast beschäftigt sich mit rechtlichen und gesellschaftspolitischen Fragen an der Schnittstelle von Verwaltung, Hochschule und Öffentlichkeit. In dieser Folge kommen zwei Perspektiven zusammen: die des Rechtswissenschaftlers und die des Sozialwissenschaftlers.
Im Gespräch gehen die beiden weit über eine bloße Wiedergabe von Studienergebnissen hinaus. Sie arbeiten heraus, dass rassistisches Handeln in Verwaltungen selten auf expliziter Feindseligkeit beruht, sondern häufig aus verfestigten Stereotypen erwächst, die im Rahmen behördlicher Ermessensspielräume wirksam werden – oft ohne dass die Handelnden dies als Rassismus benennen würden.
Besonders aufschlussreich ist die Diskussion über institutionelle Verantwortung: Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei, rassistische Routinen zu normieren oder zu unterbinden? Reichen bestehende Rechtsnormen – darunter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und Artikel 1 des Grundgesetzes – aus? Und welche Konsequenzen hat es, wenn aus der Politik selbst Deutungsmuster kommen, die Stereotype bestärken?
Die Folge berührt auch hochschulpolitische Dimensionen: Wie kann Sensibilisierung für Diskriminierung curricular verankert werden, und wie lässt sich die fehlende Diversität in Verwaltungsstudiengängen strukturell adressieren?
Recht Ordentlich, Staffel 5, Folge 3 – ein Gespräch über Vorurteile, die wir alle kennen, über Gesetze, die allein nicht genügen, und über die Frage, was es bedeutet, wenn über jedem Büroeingang tatsächlich stünde: Die Würde des Menschen ist unantastbar..
Link zur angesprochenen Studie:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2026/inra-studie.pdf?__blob=publicationFile&v=3
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31.03.2026
37 Minuten
Sind demokratische Systeme aus sich heraus reformierbar? Oder bedürfen tiefgreifende gesellschaftliche Transformationen eines radikalen Bruchs, um überhaupt möglich zu werden?
In dieser Episode analysieren Daniel und Thomas die strukturellen Defizite gegenwärtiger politischer Systeme und diskutieren, ob tiefgreifende Reformen ausschließlich durch kriseninduzierte Umbrüche – historisch häufig in Form von Kriegen – realisierbar sind.
Sie sprechen dabei u.a. über
- Die Systemische Stagnation und überlegen, welche warum etablierte Institutionen Reformen nur unzureichend implementieren können.
- Die Theorie des Schock‑Effekts und die These, dass ein gewaltsamer Systembruch als notwendiger Katalysator für grundlegende Neuordnungen fungieren muss.
- Eine mögliche „Dritten Republik“ die mit grundlegenden Veränderungen des politischen und administrativen Systems den Anforderungen von Digitalisierung, Globalisierung und demografischem Wandel gerecht wird.
- Und historische Vergleichspunkte, z. B. von der deutschen Wiedervereinigung über die Nachkriegsordnung bis zu aktuellen Konflikten (Ukraine, Nahost) – die möglicherweise die Thesen des Schock-Effekts bestätigen.
Eine spannende Diskussion über die Reformierbarkeit unseres Systems.
Der von Daniel erwähnte Artikel ist zu finden unter: https://dash.harvard.edu/server/api/core/bitstreams/7312037d-dde2-6bd4-e053-0100007fdf3b/content
In dieser Episode analysieren Daniel und Thomas die strukturellen Defizite gegenwärtiger politischer Systeme und diskutieren, ob tiefgreifende Reformen ausschließlich durch kriseninduzierte Umbrüche – historisch häufig in Form von Kriegen – realisierbar sind.
Sie sprechen dabei u.a. über
- Die Systemische Stagnation und überlegen, welche warum etablierte Institutionen Reformen nur unzureichend implementieren können.
- Die Theorie des Schock‑Effekts und die These, dass ein gewaltsamer Systembruch als notwendiger Katalysator für grundlegende Neuordnungen fungieren muss.
- Eine mögliche „Dritten Republik“ die mit grundlegenden Veränderungen des politischen und administrativen Systems den Anforderungen von Digitalisierung, Globalisierung und demografischem Wandel gerecht wird.
- Und historische Vergleichspunkte, z. B. von der deutschen Wiedervereinigung über die Nachkriegsordnung bis zu aktuellen Konflikten (Ukraine, Nahost) – die möglicherweise die Thesen des Schock-Effekts bestätigen.
Eine spannende Diskussion über die Reformierbarkeit unseres Systems.
Der von Daniel erwähnte Artikel ist zu finden unter: https://dash.harvard.edu/server/api/core/bitstreams/7312037d-dde2-6bd4-e053-0100007fdf3b/content
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17.03.2026
39 Minuten
In der ersten Podcastfolge der fünften Staffel von „Recht Ordentlich“ begeben sich Daniel und Thomas auf eine gedankliche Reise von der antiken athenischen Demokratie bis in unsere politische Gegenwart. Sie sprechen über Herrschaft und den ursprünglichen Traum einer Gesellschaft ohne Unterdrückung. Warum wollten die Griechen keine Herrscher? Weshalb galt Machtkonzentration als Gefahr – und was sagt uns das heute?
Zwischen Losverfahren, Scherbengericht und moderner Parteienlogik stellen Daniel und Thomas unbequeme Fragen: Warum sehnen sich immer mehr Menschen nach dem „starken Mann“? Was passiert mit dem Gemeinwohl, wenn nur noch Partikularinteressen zählen? Und ist direkte Demokratie ein Ausweg – oder eine Illusion?
Eine nachdenkliche Folge über Gleichheit, Freiheit, Verantwortung und die Frage, ob unsere Demokratie gerade an einem Wendepunkt steht.
Schreibt uns, was für Euch eine echte Demokratie ausmacht und wie Euch unser neues Konzept gefällt. Übrigens: Wir freuen uns über Themenvorschläge entweder an Daniel (daniel@rechtordentlich.eu) oder Thomas (thomas@rechtordentlich.eu).
Hier geht es zum erwähnten Sachsen-Anhalt Monitor 2025.
Das Titelbild wurde mittels eines Fotos von einer Scherbe von einem Athener Scherbengericht KI-generiert.
Zwischen Losverfahren, Scherbengericht und moderner Parteienlogik stellen Daniel und Thomas unbequeme Fragen: Warum sehnen sich immer mehr Menschen nach dem „starken Mann“? Was passiert mit dem Gemeinwohl, wenn nur noch Partikularinteressen zählen? Und ist direkte Demokratie ein Ausweg – oder eine Illusion?
Eine nachdenkliche Folge über Gleichheit, Freiheit, Verantwortung und die Frage, ob unsere Demokratie gerade an einem Wendepunkt steht.
Schreibt uns, was für Euch eine echte Demokratie ausmacht und wie Euch unser neues Konzept gefällt. Übrigens: Wir freuen uns über Themenvorschläge entweder an Daniel (daniel@rechtordentlich.eu) oder Thomas (thomas@rechtordentlich.eu).
Hier geht es zum erwähnten Sachsen-Anhalt Monitor 2025.
Das Titelbild wurde mittels eines Fotos von einer Scherbe von einem Athener Scherbengericht KI-generiert.
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20.01.2026
39 Minuten
Warum sind die Deutschen so unglücklich?
Während Finnland im Glücksranking auf Platz 1 steht, dümpelt Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 20. Daniel und Thomas gehen in dieser Folge der Frage nach: Was läuft schief in unserem System?
Von leeren Schwimmbädern über Tech-Milliardäre bis zur Krise der Demokratie – die beiden nehmen kein Blatt vor den Mund. Kann ein kapitalistisches System überhaupt glückliche Menschen hervorbringen? Brauchen wir einen radikalen Systemwechsel? Und was haben Trumps Grönland-Drohungen mit dem Ende des Völkerrechts zu tun?
Eine provokante Diskussion über Gemeinwohl versus Egoismus, die Macht der Tech-Konzerne und die Frage, ob Europa einen eigenen Weg gehen kann. Von der finnischen Sauna bis zur globalen Dystopie – diese Folge hat es in sich!
Perfekt für alle, die mehr wollen als oberflächliche Tagespolitik.
Jetzt reinhören – und danach: nachdenken!
Die vierte Staffel endet mit einem Paukenschlag. Die fünfte kommt bestimmt!
Wir bitten, die Tonqualität zu entschuldigen. Eines der Mikrophone gab während der Aufzeichnung den Geist auf.
Bei dem in dieser folge erwähnten Roman handelt es sich um "Mona und Salinger" von Frederic Beigbeder (https://www.perlentaucher.de/buch/frederic-beigbeder/oona-und-salinger.html).
Das Titelbild dieser Folge zeigt eine Wandmalerei im Tiroler Umhausen (Österreich). Das Bild von Christian Diaz Orejarena und Kornelia Kugler ist eine Stilmischung von Lüftlmalerein, einer traditionellen Bauernmalerei in den Alpen, und lateinamerikanischen Muralismo, einer gesellschaftskritischen Kunstform. Es thematisiert Landschaftszerstörung durch Klimawandel, moderne Lebensweise und Tourismus im Ötztal. Die Motive der Wandmalerei wurden in partizipativen Veranstaltungen mit Schüler*innen und Bürger*innen entwickelt.
Während Finnland im Glücksranking auf Platz 1 steht, dümpelt Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 20. Daniel und Thomas gehen in dieser Folge der Frage nach: Was läuft schief in unserem System?
Von leeren Schwimmbädern über Tech-Milliardäre bis zur Krise der Demokratie – die beiden nehmen kein Blatt vor den Mund. Kann ein kapitalistisches System überhaupt glückliche Menschen hervorbringen? Brauchen wir einen radikalen Systemwechsel? Und was haben Trumps Grönland-Drohungen mit dem Ende des Völkerrechts zu tun?
Eine provokante Diskussion über Gemeinwohl versus Egoismus, die Macht der Tech-Konzerne und die Frage, ob Europa einen eigenen Weg gehen kann. Von der finnischen Sauna bis zur globalen Dystopie – diese Folge hat es in sich!
Perfekt für alle, die mehr wollen als oberflächliche Tagespolitik.
Jetzt reinhören – und danach: nachdenken!
Die vierte Staffel endet mit einem Paukenschlag. Die fünfte kommt bestimmt!
Wir bitten, die Tonqualität zu entschuldigen. Eines der Mikrophone gab während der Aufzeichnung den Geist auf.
Bei dem in dieser folge erwähnten Roman handelt es sich um "Mona und Salinger" von Frederic Beigbeder (https://www.perlentaucher.de/buch/frederic-beigbeder/oona-und-salinger.html).
Das Titelbild dieser Folge zeigt eine Wandmalerei im Tiroler Umhausen (Österreich). Das Bild von Christian Diaz Orejarena und Kornelia Kugler ist eine Stilmischung von Lüftlmalerein, einer traditionellen Bauernmalerei in den Alpen, und lateinamerikanischen Muralismo, einer gesellschaftskritischen Kunstform. Es thematisiert Landschaftszerstörung durch Klimawandel, moderne Lebensweise und Tourismus im Ötztal. Die Motive der Wandmalerei wurden in partizipativen Veranstaltungen mit Schüler*innen und Bürger*innen entwickelt.
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Über diesen Podcast
Ein Jurist und ein Politikwissenschaftler unterhalten sich über
politische, juristische und gesellschaftspolitische Fragen aller
Art.
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