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Episoden

48 Minuten
Live vom IONOS Summit 2026 - Wie unabhängig sind wir von Big Tech?

HIER https://t.ly/IONOSNextcloud geht es zum Cloud/Office-Angebot meines grossartigen Sponsors IONOS

Spezial Ausgabe von MeTacheles und das direkt vom IONOS Summit 2026 in Berlin. In dieser Ausgabe hole ich mir Verstärkung vom Inside IONOS Podcast und wir unterhalten uns über die aktuellen Entwicklungen bei der digitalen Souveränität und schaue uns an, was wir denn bisher erreicht haben und wo es noch ordentlich Luft nach oben gibt!
19 Minuten
300 Worte gegen die Apokalypse! Trumps KI-Selbstverpflichtung ist absoluter Bullshit

Der Weltuntergang ist abgesagt: Donald Trump hat am 29. September gemeinsam mit Musk, Zuckerberg und Jensen Huang ein Papier unterschrieben, das uns alle rettet. Ihr müsst nur ganz fest dran glauben. Sascha Pallenberg zerlegt eine Show-Veranstaltung aus rund 300 Worten, die Trump allen Ernstes eine Verfassung nennt. Der Inhalt: interne Kontrollen, Teams zur Kontrolle dieser Kontrollen – und die Standards legt man bei regelmässigen Treffen untereinander fest. Auf die Frage nach der Verbindlichkeit kam die Antwort, es sei wohl moralisch bindend. Vielleicht. Dazu die Umfrage, wonach 73 Prozent der US-Wähler ein Moratorium für neue KI-Rechenzentren verlangen – genau diese Stimmung soll vor den Zwischenwahlen abgefangen werden. Plus: der KI-Agent, der eine Maus zum Spottpreis verschleuderte und dem Käufer die Privatadresse mitschickte. Saschas Ansage Richtung Europa: Wir haben mit dem EU AI Act einen verbindlichen Rahmen. Das sind Gesetze. Und die müssen durchgesetzt werden.

In diesem Podcast erfahrt ihr:

Was am 29. September im Weissen Haus wirklich unterschrieben wurde

Warum ein 300-Worte-Papier keine Verfassung ist

Welche Unternehmen die Selbstverpflichtung unterzeichnet haben

Was genau darin an Kontrollmechanismen versprochen wird

Wieso die Antwort auf die Verbindlichkeitsfrage alles sagt

Warum Trump nicht mehr von KI, sondern von Superintelligence spricht

Was die .si-Domain-Registrierungswelle damit zu tun hat

Wieso 73 Prozent der US-Wähler ein Rechenzentren-Moratorium wollen

Warum das Timing vor den Zwischenwahlen kein Zufall ist

Wie sich das zu den dokumentierten Kontrollverlusten der letzten Wochen verhält

Was der KI-Agent eines Tech-YouTubers auf dem Marketplace angerichtet hat

Warum Branchen-Selbstregulierung historisch nie funktioniert hat

Wieso der EU AI Act die entscheidende Gegenposition ist

Woher die meisten Lobby-Millionen in Brüssel kommen

Warum jetzt der Druck auf Big Tech anziehen muss

Mehr Analysen & Klartext metacheles.de

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29 Minuten
Metas Tamagotchi-Falle! Muse Charm, KI-Agenten und warum das Zuckersüsse so widerlich ist

Ab Montag 28.9.26 hier https://t.ly/MetaMuseCharm den begleitenden Artikel lesen!

Mark Zuckerberg hat auf der Entwicklerkonferenz Connect einen kleinen Anhänger für den Schlüsselbund vorgestellt, über den man mit Metas KI-Assistenten Muse spricht. Er sieht aus wie ein Tamagotchi, ist richtig süss, schneidet alles mit, kann filmen und verarbeiten – und niemand um euch herum merkt, dass das kein Spielzeug ist. Sascha Pallenberg hat sich ein paar Tage Zeit genommen, bevor er darüber spricht, und liefert eine Ausgabe, die zwischen echter Technikbegeisterung und blankem Entsetzen pendelt. Denn die vorgestellte Hardware ist sensationell: Die neuen Meta VR Glasses wiegen rund 100 Gramm statt über 600 wie Saschas Apple Vision Pro der ersten Generation, haben 4K-Displays und kosten 1.300 Dollar – nur das Field of View ist deutlich schmaler. Dazu drei neue Brillengenerationen, darunter Audio Glasses ganz ohne Kamera. 

Doch dann kommt der Moment, den Sascha extrem gruselig findet. Muse soll euer Leben regeln: Aufgaben erledigen, im Netz surfen, Käufe tätigen, Ziele verfolgen, Dinge überwachen – und das alles im Hintergrund, in eurem Namen. Die Testimonials auf Metas Website sind Massen-Cringe mit Hochglanz-Karrieremenschen. Und Sascha treibt die Sache in einer herrlichen Satire auf die Spitze: sein persönlicher Agent "Toni Maroni", ein Hybrid aus Pinguin und Schnabeltier, der ihm morgens Liegestütze verordnet, überteuerten Quark mit 20 Prozent Meta-Provision bestellt und irgendwann zum Freund wird, dem man nachts von Kindheitstraumata erzählt. Die Pointe: Meta verspricht, dass all das sicher im Tresor bleibt – genau wie damals beim WhatsApp-Kauf versprochen wurde, dass keine Daten zwischen den Plattformen fliessen. Wie gut das gehalten hat, weiss jeder, der mal Rückenschmerzen erwähnt hat.

In diesem Podcast erfahrt ihr:

Was Meta auf der Connect-Konferenz alles vorgestellt hat

Warum die Meta VR Glasses technisch beeindrucken – und wo ihr grosser Nachteil liegt

Wie sich 100 Gramm gegen über 600 Gramm bei der Apple Vision Pro anfühlen

Was der Muse Charm ist und warum das Tamagotchi-Design kein Zufall ist

Welche Aufgaben Metas agentische KI in eurem Namen übernehmen soll

Warum die Testimonials auf Metas Website blanker Cringe sind

Was Meta zur Sicherheit verspricht – und welches Versprechen es davor schon gab

Wieso das Gedächtnis hinter dem Assistenten das eigentliche Problem ist

Was eine Redakteurin einem niedlichen Avatar über ihre Gesundheit verriet

Warum ausgerechnet Meta hier besonders genau hinschauen lassen müsste

Wieso Fielmann und Apollo Optik einen Big Brother Award bekommen haben

Was Saschas Google-Glass-Jahr von vor 13 Jahren bis heute erklärt

Warum die Umstehenden bei Smart Glasses immer den Preis zahlen

Was Ring-Türklingeln und Behördenzugriffe mit dieser Brille zu tun haben

Warum Sascha technologische Leistung und Konzernstrategie strikt trennt

Begleitender Artikel mit Videos & allen Quellen ab Montag metacheles.de

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28 Minuten
Prediction Markets: Kalshi, Polymarket & die Wahrheitsmaschine

Hier https://t.ly/KalshiPolymarket findet ihr meinen ausfuehrlichen Artikel!

Es gibt inzwischen Märkte, auf denen man Geld darauf setzen kann, ob ein Waldbrand grösser wird, ob eine Rakete einschlägt oder welcher Song nächsten Monat auf Platz 1 steht. Sascha Pallenberg startet eine mehrteilige Serie über Kalshi und Polymarket – die beiden Marktbestimmer einer Branche, die wächst, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Auftakt erklärt in einfacher Sprache, wie diese Prognosemärkte funktionieren: Ihr kauft Ja- oder Nein-Anteile zwischen 0 und 1 Dollar, ein Anteil für 37 Cent bedeutet, der Markt hält die Sache für etwa 37 Prozent wahrscheinlich – und gewettet wird nicht gegen das Haus, sondern gegeneinander. Die Idee dahinter ist sogar ziemlich genial und reicht zurück bis zu Francis Galton, der 1906 auf einem Bauernmarkt in Plymouth entdeckte, dass der Durchschnitt von 800 Schätzungen das Gewicht eines Ochsen bis auf ein Pfund genau traf – besser als der Gewinner und besser als vier Experten. Wisdom of the Crowd. Sascha hat genau dieses Prinzip schon 2013 in seinem ersten TEDx-Talk in Münster behandelt. Aber: Der Preis sagt, was der Markt glaubt – nicht, was stimmt. 

Gehandelt wird nicht die Wahrheit, sondern die Aussicht auf eine Auszahlung nach den Vertragsregeln. Und genau da wird es spannend: Wer entscheidet eigentlich, ob ein Ereignis eingetreten ist? Am Beispiel der Zelensky-Anzug-Frage zeigt Sascha, wie eine Handvoll Leute über die "Wahrheit" bestimmt – und warum eine Kalshi-Regel vorsieht, dass der Markt sich im Zweifel selbst die Antwort gibt. Plus: warum 85 bis 90 Prozent des Volumens bei Kalshi auf Sportkontrakte entfallen und weshalb die Plattformen trotzdem darauf bestehen, keine Wettanbieter zu sein.

In diesem Podcast erfahrt ihr:

Wie Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket grundsätzlich funktionieren

Warum ein Anteil für 37 Cent nicht bedeutet, dass etwas zu 37 Prozent stimmt

Wieso man nicht gegen das Haus wettet – und wo die Plattformen ihr Geld verdienen

Was das Iowa-Experiment von 1988 über Märkte und Umfragen zeigte

Wie Francis Galton 1906 die Wisdom of the Crowd entdeckte

Was ein Ochse auf einem Bauernmarkt mit Wikipedia und Open Source zu tun hat

Warum Forscher bei billigen Kontrakten systematische Verzerrungen finden

Wieso 85 bis 90 Prozent des Kalshi-Volumens aus Sportkontrakten besteht

Warum die Plattformen sich Informationsmärkte statt Wettanbieter nennen

Was der Streit um Zelenskys Anzug über das Regelwerk verrät

Wer bei Polymarket und Kalshi am Ende über die "Wahrheit" entscheidet

Was die Kalshi-Regel 6.3 im Zweifelsfall vorsieht

Warum die Versicherungs-Analogie alles erklärt

Wieso Sascha diese Märkte nutzt – und trotzdem sehr genau hinschaut

Begleitender Artikel mit allen Quellen & dem TEDx-Video von 2013 metacheles.de

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29 Minuten
EU Kids Act: Jugendschutz oder das Ende des anonymen Internets?

Die State-of-the-Union-Rede von Ursula von der Leyen war visionär und in weiten Teilen richtig gut – aber bei zwei Themen muss Sascha Pallenberg genauer hinschauen. Der Digital Fairness Act, der noch in diesem Herbst kommen soll, adressiert Dark Patterns und Addictive Design wie Autoplay und Endlos-Scrolling, und zwar nicht nur bei Minderjährigen. Findet Sascha gut. Beim EU Kids Act jedoch muss er seine eigene Position revidieren, die er wochenlang vertreten hat: kein Social Media unter 13, keine persönlichen Accounts unter 15, dazwischen elterlich verwaltete Mini-Accounts mit maximal einer Stunde täglich und Vorab-Bestätigung jedes neuen Kontakts. Die Beweislastumkehr für Plattformen findet er richtig. Der Rest wirft rote Flaggen auf. Denn der Entwurf verlangt Alterskontrollen, die gleichzeitig hochgenau, minimal eingreifend und datenschutzfreundlich sein sollen – ein Überraschungsei aus Schokolade und Weingummi. 

Und er nimmt ausgerechnet der Altersgruppe zwischen 13 und 15 die digitalen Rückzugsräume weg, ohne irgendeine Alternative anzubieten. Was ist mit den Kids, die keine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Eltern haben? Sascha spinnt den Gedanken weiter bis zur EU-Alterskontroll-App auf Ausweisbasis – und damit zum Ende des anonymen Internetzugangs. Dazu die belegte Lobby-Spur: Vier dokumentierte Treffen eines Plattformbetreibers mit EU-Verantwortlichen, ans Licht gebracht durch Informationsfreiheitsanfragen. Klare Ansage trotzdem: Kids müssen im Netz geschützt werden, süchtig machende Designs gehören aus der EU gepustet, und Strafen müssen endlich schneller kommen – ohne Angst vor der Schnappatmung im Oval Office.

In diesem Podcast erfahrt ihr:

Was der Digital Fairness Act gegen Dark Patterns und Addictive Design vorhat

Welche Altersgrenzen der EU Kids Act konkret vorsieht

Warum Sascha seine eigene Position nach Wochen revidiert hat

Wieso die Beweislastumkehr für Plattformen der richtige Ansatz ist

Warum sich die technischen Anforderungen gegenseitig widersprechen

Was elterlich verwaltete Mini-Accounts in der Pubertät anrichten können

Wieso gerade Kids ohne vertrauensvolles Elternhaus die Verlierer wären

Welche Alternativangebote die EU bietet – Spoiler: keine

Warum die Spur zum Ende des anonymen Internetzugangs führt

Was mit Menschen passiert, die sich digital nicht identifizieren können

Welche Lobby-Treffen durch Informationsfreiheitsanfragen belegt sind

Wieso verifizierte Ausweise für Werbetreibende Gold wert sind

Warum die EU einen gewaltigen monetären Hebel hat – und ihn nutzen sollte

Was Sascha an von der Leyens Rede zur Tech-Souveränität gefallen hat

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Über diesen Podcast

Die Tonspur zum Newsletter rund um Tech, AI, Netzkultur, Mobilitaet und Nachhaltigkeit. Zusammen mit dem Newsletter (den ihr unter www.metacheles.de findet) erscheint MeTacheles als begleitender Podcast mit vielen zusaetzlichen Informationen und Anmerkungen. www.metacheles.de
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