Peace Sounds · Alternatives from the Global South
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg
Podcaster
Episoden
08.04.2024
47 Minuten
Hudah und Samia betrauern noch den kürzlichen Tod einer Weggefährtin, während wir im Studio sitzen und den Aufnahmeknopf drücken. Die Lebensrealitäten von uns als Produzentinnen und unseren Gesprächspartnerinnen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch verbindet uns eine lange Tradition von Ausbeutungs- und Dominanzverhältnissen, die auch in die aktuellen Konflikte hineinspielt. Doch wie können wir die verschiedenen Machtachsen, die unser Gespräch beeinflussen, von Anfang an mitdenken? Was bedeutet es real in der Umsetzung eines solchen journalistischen Projekts über Friedensarbeit eine dekolonisierende transformative Praxis zu entwickeln? Welche Fallstricke gibt es?
Für diese letzte Episode haben wir unsere Interviewpartner_innen und unsere Beraterinnen vom Arbeitskreis herrschaftskritische Friedensforschung um Rückmeldungen gebeten und natürlich selbst das letzte Jahr Revue passieren lassen. Wir teilen unsere Erfahrungen, unsere Ambitionen und unser Scheitern in dem Versuch, Prozesse machtkritisch zu gestalten und Produkte zu schaffen, die die Komplexität von Frieden und unsere Verantwortung im Globalen Norden sichtbar machen.
Weitere Infos: https://afk-web.de/cms/arbeitskreise-der-afk/arbeitskreis-herrschaftskritische-friedensforschung/
Für diese letzte Episode haben wir unsere Interviewpartner_innen und unsere Beraterinnen vom Arbeitskreis herrschaftskritische Friedensforschung um Rückmeldungen gebeten und natürlich selbst das letzte Jahr Revue passieren lassen. Wir teilen unsere Erfahrungen, unsere Ambitionen und unser Scheitern in dem Versuch, Prozesse machtkritisch zu gestalten und Produkte zu schaffen, die die Komplexität von Frieden und unsere Verantwortung im Globalen Norden sichtbar machen.
Weitere Infos: https://afk-web.de/cms/arbeitskreise-der-afk/arbeitskreis-herrschaftskritische-friedensforschung/
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25.03.2024
50 Minuten
Kaum eine Familie hat keine Tote zu beklagen. Vertreibungen, Verschwinden lassen, Folter, Entführungen, Granat- und Bombenangriffe haben seit Ende der 60er Jahre Generationen von Menschen auf Mindanao geprägt. Kinder wuchsen mit Angst, Misstrauen und Hass auf. Nun gibt es Hoffnung auf einen Neuanfang: nach erfolgreichen Friedensverhandlungen 2014 votierte 2019 eine Mehrheit für die „Autonome Region Bangsamoro in muslimisch Mindanao“. Seitdem sind die Kriegshandlungen weniger geworden, aufgehört haben sie nicht. Denn wie können Menschen ihren Hass überwinden und sich auf einen gemeinsamen Neubeginn einlassen? Derek Sanico hat es selbst geschafft und unterstützt nun Menschen darin, sich für Dialog und Versöhnung zu öffnen.
Weitere Infos über Friedensarbeit auf den Philippinen u.a. über https://www.forumzfd.de/de/philippinen
Illustration: https://www.instagram.com/camarinconvista/
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Illustration: https://www.instagram.com/camarinconvista/
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25.03.2024
51 Minuten
Hardly any family has not mourned a death. Displacements, disappearances, torture, kidnappings, grenade and bomb attacks have left their mark on generations of people in Mindanao since the late 1960s. Children grew up with fear, mistrust and hatred. Now there is hope for a new beginning: after successful peace negotiations in 2014, a majority voted for the "Autonomous Region of Bangsamoro in Muslim Mindanao" in 2019. Since then, the acts of war have decreased, but they have not stopped. After all, how can people overcome their hatred and engage in a new beginning together? Derek Sanico has done it himself and now supports people in opening up to dialog and reconciliation.
More information on peace work in the Philippines among others: https://www.forumzfd.de/de/philippinen
Illustration: https://www.instagram.com/camarinconvista/
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11.03.2024
55 Minuten
¡No más represión al pueblo! - Schluss mit der Unterdrückung des Volkes! forderten die Demonstrant_innen bei den jüngsten Protestwellen 2023 in Peru, getragen v.a. von indigenen Communities der Quechua und Aymara aus dem Andenhochland. Für sie und viele andere von Armut und Ausgrenzung betroffene Menschen bleibt Frieden ohne Gerechtigkeit nur eine leere Hülse. Hinzu kommt die nicht aufgearbeitete Gewalt der Terrororganisation Leuchtender Pfad, der insgesamt über 70.000 Menschen zum Opfer fielen.
Radio Stereovilla, ein kleines Stadtteilradio aus Lima fragt: Wie können neoliberale Ausbeutung und rassistische Strukturen überwunden werden für einen Frieden, von dem wirklich alle profitieren?
Illustration camarinconvista.com
Radio Stereovilla, ein kleines Stadtteilradio aus Lima fragt: Wie können neoliberale Ausbeutung und rassistische Strukturen überwunden werden für einen Frieden, von dem wirklich alle profitieren?
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11.03.2024
57 Minuten
¡No más represión al pueblo! exigían manifestantes en las últimas oleadas de protestas en Perú en 2023, apoyadas principalmente por comunidades indígenas quechuas y aymaras de la sierra andina. Para ellos y muchas otras personas afectadas por la pobreza y la marginación, la paz sin justicia no es más que un cascarón vacío. A ello se suma la violencia no resuelta de la organización terrorista Sendero Luminoso, y las más de 70.000 víctimas ocasionadas por la misma. Radio Stereovilla, una pequeña emisora de barrio de Lima, se pregunta: ¿Cómo superar la explotación neoliberal y las estructuras racistas para conseguir una paz que realmente beneficie a todos?
ilustración: camarinconvista.com
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Über diesen Podcast
Bilder und Geschichten von Gewalt, humanitärem Leid und Flucht
strömen täglich durch die Medien. Willst du auch noch wissen, was
derzeit im Sudan, in Sri Lanka oder Kolumbien passiert? Oder lieber
nicht? In der Podcast-Reihe »Peace sounds« wollen wir nicht die
Augen verschließen. Aber wir suchen nach Vorbildern, die Mut machen
und Wege für Veränderungen aufzeigen. Dafür sprechen wir mit
Menschen, die sich in wenig beachteten Konfliktregionen für eine
gerechtere und friedlichere Welt engagieren. Sie bieten autoritären
Regimen, Diskriminierung und Militarisierung die Stirn, wehren sich
gegen Landraub, Extraktivismus und Umweltzerstörung, sie trotzen
Gewalt, Traumata und Hass. Mit Humor, gegenseitiger Fürsorge und
Kreativität halten sie ihre eigene Hoffnung aufrecht, entwickeln
gemeinsam politische Forderungen und mischen sich ein. In den
Gesprächen zeigen sie uns auf, was wir in Europa damit zu tun haben
und was wir tun können, um gesellschaftliche Transformation in
(Post)konfliktregionen zu unterstützen. Frieden ist mehr als die
Abwesenheit von Krieg. Peace sounds – wenn ihr wissen wollt, wie –
schaltet ein! »Peace sounds« ist ein Kooperationsprojekt zwischen
»Freies Radio Wüste Welle«, das »Entwicklungspädagogische
Informationszentrum Reutlingen« und »FAIRstrickt - Netzwerk für
Faire Textilien, Menschenrechte und Klimagerechtigkeit«. Es wird
gefördert von der Stiftung »Entwicklungs-Zusammenarbeit
Baden-Württemberg«.
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