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book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer Archiv

101 Episoden
33 Minuten
Gesundes Älterwerden ist kein Zufall. Was wir heute für unseren Körper tun, entscheidet mit darüber, wie fit und selbstständig wir in zwanzig Jahren sind. Darüber spricht Bärbel Schäfer in dieser Folge von book:deluxe mit Dr. med. Viyan Sido über ihr Buch „Die Longevity-Strategie für Frauen“ (Rowohlt Polaris). Viyan Sido ist Fachärztin für Herzchirurgie und Allgemeinmedizin und führt seit 2025 eine Praxis für Präventionsmedizin in Hamburg. Außerdem leitet sie die Hochschulambulanz für geschlechterspezifische Medizin am Herzzentrum Brandenburg. Sie weiß aus ihrem Alltag, dass Frauen medizinisch noch immer zu oft nicht ernst genommen werden, und erklärt, woher der „Gender Data Gap“ kommt. Lange wurden vor allem Männer in Studien eingeschlossen, die Ergebnisse wurden dann auf Frauen übertragen. Dabei altern Frauen anders. Hormone, Schwangerschaft, Perimenopause und Menopause verändern Risiken und Bedürfnisse. Im Gespräch geht es darum, warum Longevity für sie kein Trend ist und was sie vom Anti-Aging abgrenzt. Es geht um die Rolle von Schlaf, Bewegung und Krafttraining, um Muskelmasse als Altersvorsorge und um die Frage, wie aus kleinen Routinen ein Alltag wird, der zum eigenen Leben passt, ohne zusätzlichen Druck. Sie erzählt, warum sie selbst viele Jahre kaum schlief und heute ihren Schlaf schützt, und warum nicht jede Frau eisbaden muss. Bärbel Schäfer fragt auch nach der politischen Seite: Warum steckt in Deutschland so viel Geld in die Reparaturmedizin und so wenig in die Vorsorge? Wer kann sich Prävention leisten? Und was müsste sich ändern, damit sie nicht zum Privileg wird? Die Folge richtet sich an alle, die ihre Gesundheit in die eigene Hand nehmen wollen, ohne alles perfekt zu machen. „Die Longevity-Strategie für Frauen“ ist am 14. August 2026 bei Rowohlt Polaris erschienen. Alle Links zu Buch, Autorin und Hosts stehen in den Shownotes. Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere book:deluxe und empfiehl den Podcast weiter. Hinweis: Der Podcast gibt allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung.
32 Minuten
Wir empören uns über die Bahn, über Funklöcher, über Spritpreise und über das Kleid einer Schauspielerin, und alles in derselben Lautstärke. Was macht diese Dauerempörung mit unserer Demokratie? Und wie kommen wir wieder zu einer Debattenkultur, in der Lösungen möglich sind? Darüber spricht Bärbel Schäfer in dieser Folge von book:deluxe mit Omid Nouripour, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, über sein neues Buch „Empört euch nicht!“ (Ullstein). Der Buchtitel ist eine bewusste Antwort auf Stéphane Hessels berühmtes Manifest „Empört euch!“ von 2010. Nouripour bezeichnet sich als großen Fan Hessels und stimmt dessen Kernsatz zu, dass Ignoranz die Mutter aller Probleme ist. Heute aber, so seine These, leben wir im Hochwasser der Empörung. Wenn alles gleich empörend ist, wird nichts mehr wichtig, und Wut ersetzt das Nachdenken über Lösungen. Sein Appell: mit heißem Herzen, aber kühlem Kopf an die Probleme gehen. Im Gespräch geht es um die „Empörungsindustrie“ und um die Frage, warum Meinungsfreiheit auch bedeutet, Widerspruch auszuhalten. Nouripour erklärt, warum Reibung zur Zusammenarbeit gehört, aber nicht das gegenseitige Anschreien, und was Europa im Umgang mit Trump, China und Russland vormacht. Er spricht über den Vertrauensverlust in Institutionen, über unerledigte Baustellen in Deutschland und darüber, warum Demokratie und Freiheit jeden Tag gebraucht werden wie der Sauerstoff zum Leben. Als Kind erlebte er Unfreiheit im Iran. Das prägt seinen Blick auf ein Land, in dem Freiheit für viele selbstverständlich geworden ist. Bärbel Schäfer fragt nach dem Preis des Dauerschreiens, nach Verantwortung statt bloßer Empörung und nach dem Mut, im Alltag selbst ins Handeln zu kommen. Zum Schluss erzählt Nouripour, wann er zum Schreiben kommt, und warum er als Politiker unbedingt weiter lesen muss. Wer ein politisches Sachbuch über Demokratie, Streitkultur und Zusammenhalt sucht oder wissen möchte, wie wir wieder miteinander statt übereinander sprechen, findet in dieser Folge viele Denkanstöße. „Empört euch nicht!“ ist am 1. Oktober 2026 bei Ullstein erschienen (160 Seiten, 18 Euro). Die Links zu Buch, Gast und Hosts stehen in den Shownotes. Wenn dir die Folge gefällt, abonniere book:deluxe und empfiehl den Podcast weiter.
34 Minuten
Mona Ameziane über „Wann wusstest du, dass es gut wird?“: ein Gespräch über Freundschaft über 45 Jahre, Achtsamkeit, Glück und die Frage, wie viel man von sich in ein Buch legt. In dieser Folge von book:deluxe spricht Bärbel Schäfer mit der WDR-Moderatorin Mona Ameziane über das Gesprächsbuch „Wann wusstest du, dass es gut wird? Über das Leben und seine Geheimnisse“, das sie gemeinsam mit Christine Westermann geschrieben hat. Das Buch erscheint am 1. Oktober 2026 bei Kiepenheuer & Witsch. Christine Westermann ist in dieser Folge nicht dabei, umso genauer erzählt Mona, was in den zehn langen Gesprächen passiert ist. Zwei Frauen, 45 Jahre Altersunterschied, zehn große Themen: Antrieb, Glück, Achtsamkeit, Glaube, Niederlage, Liebe, Abenteuer, Körper, Ende und Zukunft. In jedem Kapitel interviewt eine die andere, mit festen Rollen und einer klaren Regel: keine Rückfragen. Und jedes Gespräch findet an einem Ort statt, der die Fragen verändert. Mal ist es ein Tretboot, mal ein anatomisches Institut in Köln, mal ein Planetarium unter künstlichem Sternenhimmel. Mona erzählt, warum diese Themen zu groß für ihren Bücherpodcast waren und was sie von Christine über Antrieb, Achtsamkeit und das Älterwerden als Frau gelernt hat. Sie spricht darüber, wie sich ihr Bild von der Rente verschoben hat, warum Christine ihr das Treibenlassen nicht einfach abnimmt und weshalb sie sich das Kapitel über die Liebe getraut hat, obwohl sie ihr Privatleben sonst streng schützt. Bärbel Schäfer fragt nach den Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Intimität und danach, warum sich ein Buch behüteter anfühlt als ein Podcast. Es geht um die kleinen Glücksmomente, um Kindheit und Dankbarkeit und um die Frage, wie man nach Brüchen weitergeht. Am Ende steht eine Einladung: die Fragen aus dem Buch der besten Freundin, der Mutter, der Oma oder dem Partner zu stellen. Weitere Themen dieser Folge: Freundschaft über 45 Jahre Altersunterschied Achtsamkeit: vom Klischee zur Lebenseinstellung Kleinglück: die Amsel auf der Parkbank Wie der Ort eines Gesprächs die Fragen verändert Glaube im Planetarium statt im Kölner Dom Privatleben, Öffentlichkeit und die Grenzen eines Buchs Natur, Marokko und Kraft tanken
35 Minuten
In dieser Folge von book:deluxe spricht Bärbel Schäfer mit der Autorin und Schauspielerin Julia Malik über ihren neuen Roman „Ich will dich lebend“ (Frankfurter Verlagsanstalt) – ein literarisches, aber schonungslos genaues Buch über häusliche Gewalt, Manipulation und die Kraft weiblicher Freundschaft. Im Zentrum stehen drei Figuren: Selma, erfolgreiche Bauingenieurin mit dem Traum vom eigenen Architekturbüro, ihre beste Freundin Jeanne und deren Bruder Mischa, charismatischer Restaurantbesitzer und Frauenheld. Was als große, leidenschaftliche Liebe beginnt, kippt schleichend in ein Muster aus Kontrolle, Isolation und Gewalt – während Jeanne machtlos mit ansehen muss, wie ihre beste Freundin sich verändert, verstummt und ihre Umrisse verliert. Bärbel Schäfer und Julia Malik sprechen offen über die Mechanismen, die Julia Malik für ihren Roman recherchiert hat: die typischen Phasen von Anspannung, Ausbruch und trügerischer Ruhe in gewaltvollen Beziehungen, die Rolle von Gaslighting und Isolation, und warum selbst selbstbewusste, gut ausgebildete Frauen in solchen Strukturen gefangen bleiben. Sie sprechen über die erschütternde Zahlenlage – nur ein Bruchteil der Verfahren führt zu einer Verurteilung –, über die Grauzone zwischen Beweislast und Glaubwürdigkeit vor Gericht, und über die Frage, wie Freundinnen und Angehörige helfen können, ohne die Distanz noch zu vergrößern. Julia Malik erzählt außerdem, wie sie selbst zum Thema recherchiert hat, welche eigenen Erfahrungen und Gespräche in den Roman eingeflossen sind, und warum ihr das Verständnis für alle Figuren – auch für den Täter – beim Schreiben besonders wichtig war. Ein Gespräch, das berührt, aufklärt und Mut macht, über ein gesellschaftlich noch immer tabuisiertes Thema offener zu sprechen. „Ich will dich lebend“ seit 3. September 2026 als gebundenes Buch (320 Seiten) bei der Frankfurter Verlagsanstalt.
40 Minuten
Künstliche Intelligenz macht vielen Menschen Angst – und genau darüber spricht Bärbel Schäfer in dieser Ausgabe von book:deluxe mit Andreas O. Loff, Autor, digitaler Produzent und Podcaster von „Richard, wo erreiche ich Dich?". Sein aktuelles Buch trägt einen Titel, der wie eine Ansage klingt: „Das geht nicht mehr weg. KI in der Welt von morgen." Und genau das ist seine zentrale These – künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben, so wie einst der Strom oder der Tonfilm. Andreas Loff beschäftigt sich nicht erst seit dem Hype um ChatGPT mit künstlicher Intelligenz, sondern schon seit 2004, als er an einem frühen System zur Mustererkennung in Texten mitarbeitete – der Grundlage heutiger Sprachmodelle. Im Gespräch erklärt er, warum die Angst vor KI in Deutschland besonders groß ist, warum gerade kreative Berufe wie Fotografie, Musik und Film sich bedroht fühlen, und warum genau diese Angst den spielerischen Umgang mit der Technologie verhindert. Ein zentrales Thema der Folge: Es gibt „die KI" gar nicht. Andreas Loff plädiert dafür, den Begriff differenzierter zu nutzen, denn hinter Sprachmodellen wie ChatGPT steckt keine denkende Superintelligenz, sondern eine Wahrscheinlichkeitsrechnung – weit entfernt von Terminator-Fantasien. Trotzdem sieht er reale Risiken: sexualisierte Deepfakes, ungeklärte Verantwortlichkeiten, eine Gesellschaft, die gesetzlich hinterherhinkt. Auch seinen eigenen Umgang mit dem Thema Verantwortung reflektiert er offen – etwa im Zusammenhang mit seinem viel diskutierten KI-Kurzfilm „Herr Ohmer", der ihm Hass und sogar Morddrohungen einbrachte. Bärbel Schäfer und Andreas Loff sprechen außerdem darüber, was mit der Kreativbranche passiert, wenn plötzlich jeder mit KI-Tools arbeiten kann, warum Sprachkompetenz zur entscheidenden Zukunftsqualifikation wird, wie Synchronsprecher:innen und Podcaster:innen heute schon mit KI-Stimmen arbeiten – und warum das ständige Googeln und Fragen an die KI uns eine wichtige Lernerfahrung raubt: das eigenständige Suchen nach Antworten. Eine Folge für alle, die sich fragen, wie sie mit der eigenen Unsicherheit gegenüber KI umgehen sollen – ehrlich, unaufgeregt und mit vielen konkreten Beispielen aus dem Alltag.
33 Minuten
Alles zu viel? Push-Nachrichten, E-Mails, Krisen, To-dos, die nie enden – das Gefühl der permanenten Überforderung kennt inzwischen fast jede und jeder. In dieser Folge von book:deluxe spricht Bärbel Schäfer mit Psychologieprofessorin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Prof. Dr. Eva Asselmann über ihr neues Buch „Too Much. Warum wir Kontrolle suchen – und Kraft im Loslassen finden" (erschienen bei dtv). Eva Asselmann, Professorin für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der HMU Health and Medical University in Potsdam, erklärt im Gespräch, warum unser Stressempfinden seit Jahren messbar steigt – und warum das kein individuelles Versagen, sondern das Ergebnis eines ganzen Bündels an Faktoren ist: Beschleunigung durch Technik und KI, permanente Erreichbarkeit, eine fragmentierte Gesellschaft und eine Flut an Negativschlagzeilen, die unser Gehirn ständig in Alarmbereitschaft hält. Im Zentrum des Gesprächs steht ein scheinbares Paradox: Je mehr wir versuchen, unser Leben zu kontrollieren, desto mehr scheint uns die Kontrolle zu entgleiten. Eva Asselmann erklärt, warum Kontrolle ein zutiefst menschliches, evolutionär verankertes Grundbedürfnis ist – und wie sich dieses Bedürfnis heute in Ersatzstrategien wie exzessivem Self-Tracking, Kalorienzählen oder ständigem Schlaf-Monitoring äußert, die uns am Ende oft mehr schaden als nützen. Weitere Themen der Folge: warum Zugehörigkeit trotz digitaler Vernetzung schwindet, wie Kontrollverlust den Nährboden für Verschwörungsmythen und populistische Narrative bildet, warum wir uns in den kuratierten Scheinwelten von Social Media ständig vergleichen und dabei vergessen, dass wir nur die Highlights der anderen sehen – und warum ausgerechnet Deutschland historisch bedingt ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis hat. Ganz praktisch wird es, wenn Eva Asselmann erklärt, wie wir aus der Opferrolle in die Selbstwirksamkeit zurückfinden, warum Pausen keine Schwäche, sondern eine Voraussetzung für langfristige Leistungsfähigkeit sind, und wie wir – Stichwort Sunk-Cost-Effekt – lernen können, Projekte und Belastungen bewusst loszulassen, statt uns mit letzter Kraft daran festzuklammern. Ein Gespräch voller Aha-Momente für alle, die sich gerade selbst ein bisschen „too much" fühlen – und die wieder mehr Klarheit, Gestaltungskraft und Selbstwirksamkeit in ihren Alltag holen wollen.
34 Minuten
Wir alle schleppen sie mit uns herum: die unsichtbare Liste an Erwartungen, die uns sagt, wie wir auszusehen, zu lieben, zu arbeiten und zu altern haben. Ruth Moschner macht damit Schluss – mit ihrer Fuck-it-List, der selbstbewussten großen Schwester der Bucketlist. Bei book:deluxe spricht die Moderatorin und Bestsellerautorin mit Bärbel Schäfer über ihr neues Buch "Die Fuck-it-List-Challenge" (Knaur HC) und stellt die Frage, die alles ins Rollen bringt: Wenn du noch 100 Tage zu leben hättest – was würdest du nicht mehr machen? Und warum lässt du es dann nicht gleich? Im Gespräch geht es um den Körperkapitalismus, der besonders Frauen ab 40 ins Visier nimmt – von Wechseljahres-Marketing bis zum Longevity-Hype, den Ruth liebevoll-bissig "Longschwitt" tauft. Sie erzählt, warum Stress der größte Alterungsfaktor ist, warum wir das Thema Tod gesellschaftlich verdrängen, und wie ihre eigene Geschichte mit Slut-Shaming in den Medien sie geprägt hat. Ruth nimmt kein Blatt vor den Mund: Sie spricht über sexualisierte Gewalt, Übergriffe in der eigenen Branche, das Schweigen danach – und darüber, warum die wichtigste Reaktion oft ganz einfach ist: "Ich glaube dir." Ein Gespräch über Selbstermächtigung, gesellschaftliche Zwänge, weibliche Vorbilder in der Musikgeschichte (von Claire Waldoff bis Megan Thee Stallion) und die Frage, die am Ende übrig bleibt: Bin ich noch im Wie – oder schon im Warum?
34 Minuten
Wann hast du das letzte Mal etwas eingefordert, das dir zustand – ohne dich dafür zu entschuldigen? Scheidungsanwältin Saskia Schlemmer (@diescheidungsanwaeltin) erlebt es täglich in ihrer Kanzlei: Frauen, die jahrelang zurückgesteckt haben, plötzlich mit leeren Händen dastehen – rechtlich, finanziell, emotional. Ihr Buch "Nimm dir endlich, was dir zusteht – und hör auf, dich dafür zu entschuldigen" ist eine glasklare Ansage, kein Ratgeber zum Wohlfühlen. In dieser Folge sprechen Bärbel Schäfer und Saskia Schlemmer über die Frage, warum selbst erfolgreiche Frauen sich verbiegen, wenn Liebe, Ehe und Kinder ins Spiel kommen. Warum Vereinbarkeit eine Gesellschaftslüge ist. Warum kein Richter und kein Anwalt dich retten können, wenn du vorher nicht selbst hingeschaut hast. Und was Frauen konkret tun können – vom ersten Date bis zur Altersvorsorge. Klar, direkt und ohne Schönfärberei. So wie Saskia Schlemmer immer ist.
32 Minuten
Kennst du das? Du willst dein Leben verändern – mehr Sport, eine neue Sprache, mehr Ruhe, weniger Stress – und startest mit einem riesigen Plan, der nach drei Wochen schon wieder im Müll landet. Genau dafür gibt es Baby Steps. In dieser Folge ist Carina Hellmich zu Gast: Leadership-Expertin, Speakerin und eine der präsentesten Stimmen für Self-Leadership im deutschsprachigen Raum (über 120.000 Follower auf LinkedIn). Gemeinsam mit Fotograf und Co-Autor Marc Rasmus hat sie das Buch Baby Steps – Mit kleinen Schritten dein Leben revolutionieren geschrieben – ein Werk, das bewusst kein Coachingbuch sein will. Kein Arbeitsblatt, kein Schuldgefühl, kein Überwältigtsein. Stattdessen: snackable Impulse, kraftvolle Tierfotografien aus Afrika und eine Einladung, innezuhalten. Bärbel Schäfer und Carina sprechen darüber, warum unser Gehirn große Veränderungen wie eine Bedrohung behandelt – und wie winzige, fast unsichtbare Schritte genau diese Schranke umgehen. Drei Wörter Spanisch am Tag statt dreißig. Zwei Minuten Stille statt einer Stunde Meditation. Der erste, machbare Schritt, der keine Energie kostet – aber Dopamin freisetzt und eine neue Gewohnheit in Gang bringt. Das Gespräch geht tief: Warum ist Geduld heute ein Luxusgut? Warum können wir kaum noch Stille aushalten? Warum überfordern wir uns immer wieder selbst – und was sagt das über eine Gesellschaft, in der Googeln schneller ist als Nachdenken? Und: Was haben Elefanten, Kühe auf der Weide und Wut in sozialen Medien mit Baby Steps zu tun? Ein Gespräch für alle, die sich mehr wünschen – und endlich verstehen wollen, warum der kleinste Schritt manchmal der mutigste ist.
36 Minuten
Christian Behr ist vielen Menschen bekannt als einer der beiden Väter hinter dem erfolgreichen Instagram-Kanal Papa und Papi – einem Account, der Familienalltag, Humor und Herzlichkeit zeigt. Was hinter diesem Content jahrelang verborgen blieb: ein Mann, der 41 Jahre lang gegen seine eigenen Werte, gegen seine eigene Persönlichkeit und gegen sein eigenes Herz gelebt hat. Bis sein Körper am 29. Juni 2024 an Bord eines Langstreckenfluges die Reißleine zog. Christian Behr war nicht nur Influencer. Er war gleichzeitig Langstrecken-Purser bei einer deutschen Großfluggesellschaft, Teamleiter mit Verantwortung für bis zu 240 Mitarbeitende am Boden, Vollzeit-Ehemann und Vollzeit-Vater. Ein Leben im Dauerspurt, getragen von einem tiefen Glaubenssatz, den er seit der Kindheit mit sich trägt: Zeig keine Schwäche. Mach weiter. Funktioniere. Doch Körper lügen nicht. Jahrelang meldete sich Christians System mit Zahnschmerzen, Schlafstörungen, Herzrasen und Unwohlsein. Er ignorierte es. Bis zu jenem Morgen, an dem er in Uniform vor dem Check-in-Display stand und plötzlich nicht mehr wusste, wie man das Licht einschaltet. Was folgte, war eine schwere Panikattacke an Bord – ein Moment, der sein Leben in ein Davor und ein Danach teilt. In dieser bewegenden Folge von book:deluxe nimmt sich Bärbel Schäfer viel Zeit für Christian Behr und sein erstes Buch: „Hör auf dein Herz, dein Kopf ist ein Arschloch", erschienen im Now Verlag. Ein Titel, der Programm ist. Denn Christians Geschichte ist keine Geschichte über Schwäche – sie ist eine Geschichte über den Mut, endlich ehrlich zu sein. Mit der Welt. Und vor allem mit sich selbst. Gemeinsam sprechen Bärbel und Christian über acht Jahre Mobbing in der Schule, über körperliche Gewalt auf dem Schulhof, über den Moment, in dem seine Zahnprothese beim Volleyball fiel und 35 Mitschüler – inklusive des Lehrers – lachten. Über das Schweigen nach einem sexuellen Übergriff. Über das Zwangs-Outing durch seinen damals besten Freund. Über den Abbruch des Kontakts zur eigenen Familie. Über die Familienaufstellung, die Therapie, die Klinik – und den langen, schmerzhaften Weg zurück zu sich selbst. Christian Behr zeigt in diesem Gespräch, dass Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern die mutigste Form von Stärke. Dass Glaubenssätze aus der Kindheit uns als Erwachsene krank machen können. Und dass es nie zu spät ist, aufzuhören, jemand anderen zu spielen. Ein Gespräch, das unter die Haut geht. Für alle, die sich fragen, warum der Körper streikt. Für alle, die eine Maske tragen, ohne es zu merken. Und für alle, die wissen möchten, ob es wirklich möglich ist, sich selbst noch einmal neu kennenzulernen.
41 Minuten
Camping, Freiheit und das Glück der ersten Reihe – mit NDR-Moderatorin Bettina Tietjen Bettina Tietjen ist eine der bekanntesten Moderatorinnen Deutschlands – und eine leidenschaftliche Camperin. In dieser Folge von book:deluxe begrüßt Bärbel Schäfer die Bestseller-Autorin und Gastgeberin der NDR Talkshow zu einem herzlichen Gespräch über Freiheit auf Rädern, Sonnenuntergänge als Pflichtprogramm und Promis, die zum ersten Mal auf dem Campingplatz schlafen. Bettina erzählt, warum ein alter Fiat Ducato mit ihrem Ingenieur Udo am Steuer mehr Glück bedeutet als jedes Luxushotel, wie sie einen versemmelten Australien-Flug spontan in einen Hamburger Städtetrip verwandelt hat – und welchen cleveren Trick sie nutzt, um die besten Campingplätze zu finden (Spoiler: schlechte Sanitär-Bewertungen sind Gold wert). Außerdem spricht sie über ihr neues Buch „Tietjen sucht das Weite: Im Camper unterwegs", über berühmte Gäste wie Jürgen von der Lippe und Isabel Varell, die sich dem Camping-Experiment gestellt haben – und darüber, was 35 Jahre Ehe auf engstem Raum wirklich bedeuten. Eine Folge voller Humor, Herzlichkeit und echter Lust am Leben.
32 Minuten
Sarah Kuttner spricht mit Bärbel Schäfer über ihr Buch „Mama und Sam“: Ein True-Crime-Roman über Love Scams, Einsamkeit und die komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung. Basierend auf der realen Geschichte ihrer Mutter, die Opfer eines digitalen Heiratsschwindlers wurde, zeigt Sarah, wie Liebe wie eine Sucht wirkt – biochemisch und emotional. Es geht um rote Flaggen, Scham, Hilflosigkeit der Angehörigen und warum jeder Opfer werden kann. Ein Buch über Verlust, Neugier und die fragilen Bande der Familie. Zentrale Themen der Folge Love Scams als moderner Heiratsschwindel: Biochemie der Liebe Einsamkeit als Türöffner für digitale Betrüger Komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung und Augenhöhe Rote Flaggen ignorieren: Warum Opfer bleiben Scham und Hilflosigkeit der Angehörigen True-Crime-Elemente: Entdeckung von Chats und Geldflüssen Liebe als Alltag: Rituale, Sex und Zuckerbrot-Peitsche Schreiben als Verarbeitung von Trauer und Verlust
33 Minuten
Laura Fröhlich spricht mit Bärbel Schäfer über Mental Load, Emotional Load und die Frage, warum Frauen noch immer so viel Care-Arbeit, Gefühlsarbeit und Organisation tragen. Mit ihrem markanten Stinkefinger-Cover sagt sie klar: Es reicht – und Wut ist kein Makel, sondern ein notwendiger Motor für Veränderung. Sie erklärt, wie Frauen im Alltag in die Feel-Good-, Schönmacher- und Gesprächsmoderatorinnen-Rollen rutschen und warum das so erschöpfend ist. Eine Folge für alle, die endlich verstehen wollen, wie viel unsichtbare Arbeit Frauen leisten – und warum Loslassen, Grenzen setzen und Wut wichtige Schritte sind. Warum Frauen mehr Wut brauchen, um etwas zu verändern Mental Load und Emotional Load: Organisation, Gefühlsarbeit und Verantwortung Die Rollen der Feel-Good-Managerin, Schönmacherin und Gesprächsmoderatorin People Pleasing, Nettsein und die Angst, als „hysterisch“ zu gelten Warum Frauen sich oft schämen, wenn sie Grenzen setzen Gefühle sind Arbeit: Was emotionale Zuständigkeit im Alltag kostet Wie Social Media und soziale Erwartungen Frauen zusätzlich belasten Loslassen lernen: Blumen, Geschenke, Familien- und Zeitmanagement
34 Minuten
Judith Hoersch spricht mit Bärbel Schäfer über ihr Debütroman „Niemands Töchter": Vier Frauen, vier Generationen, ein generationsübergreifendes Familiengeheimnis – und die Frage, wie wir unsere Wurzeln nie wirklich abschütteln können. Von der pragmatischen Bäckergroßmutter Hedwig über die zweifelnde Isabelle bis zur karrieregetriebenen Alma: Judith Hoersch zeigt, wie Mutter-Tochter-Bindungen Wunden heilen oder weitertragen. Eine bewegende Erzählung über Heimat, Zugehörigkeit, Mental Load – und die Freiheit, die nächste Generation anders zu machen. Generationsübergreifendes Familiengeheimnis und unsichtbarer „Gepäck“ aus der Vergangenheit Mutter-Tochter-Bindungen: Wiederholung von Mustern, Ansprüche und Verträge Vier Frauenfiguren: Hedwig (pragmatische Oma), Gabriele, Marie, Isabelle & Alma Einsamkeit trotz Erfolg: Alma funktioniert, aber fühlt nichts Mental Load, Alleinerziehend-Sein und das „Rocken“ als Mutter Schreiben als Freiheit: von Schauspielerin zur Drehbuchautorin Lebenslügen und Retuschieren: Wie wir unsere Geschichten erfinden Freiheit für die nächste Generation: „Wir sind unsere Mütter, aber wir können es anders machen"
35 Minuten
Balian Buschbaum spricht mit Bärbel Schäfer über sein neues Buch „Die Zukunft der Kommunikation ist weiblich“ – und darüber, wie wir in Unternehmen, Beziehungen und Politik endlich anders miteinander reden können. Es geht um Hierarchien, die Menschen krank machen, Meetings, in denen Frauen überhört werden, und eine Kommunikationskultur, die Nähe und Verletzlichkeit noch immer bestraft. Balian zeigt, warum „weibliche“ Qualitäten wie Empathie, Intuition und Resonanz keine Soft-Skills, sondern harte Wirtschaftsfaktoren sind. Eine Folge für alle, die keine Lust mehr auf laut, hierarchisch und kalt haben – und stattdessen Verbindung, Wertschätzung und echte Gespräche wollen. Zentrale Themen der Folge Warum die Zukunft der Kommunikation „weiblich“ ist – und trotzdem nicht an ein Geschlecht gebunden Hierarchische, kalte Kommunikation in Unternehmen und ihre Folgen (Kündigungen, Burn-out, Lustlosigkeit) Resonante Kommunikation: echte Verbindung, Zuhören, Wertschätzung, Augenhöhe Körpersprache, Selbstwert und alte Muster: Warum viele Frauen in Meetings nicht durchdringen Intuition als unterschätzte Entscheidungsressource – beruflich wie privat Wie Social Media & „Swipe-Kultur“ unsere Gesprächsfähigkeit untergraben Trigger, Emotionen und Konflikte im Alltag: konstruktiv ansprechen statt explodieren Jede und jeder als „Domino-Stein“ der Veränderung: Ich bin die Zukunft der Kommunikation
book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

book:deluxe - Der Büchertalk mit Bärbel Schäfer

Spannende Bücher, spannende Gespräche