Abends im Bett laufen die Mails von heute und das Gespräch von morgen noch einmal durch. Unter Dauerbelastung übernimmt die Amygdala, der denkende Teil bekommt weniger Strom, und der Körper hält den Alarm aufrecht. Es geht um die vier Erholungserfahrungen aus der Forschung, das Recovery Paradox und drei Schritte für heute Abend.
Elvira geht zuerst durch die Mechanik: die vier Erholungserfahrungen aus der Forschung von Sabine Sonnentag (Abschalten, Entspannung, Mastery, Kontrolle), das Recovery Paradox, und was im Gehirn passiert, wenn die Amygdala das Kommando übernimmt. Dazu der Unterschied zwischen Grübeln und konstruktivem Nachdenken, denn nicht jeder Gedanke an die Arbeit ist ein Problem.
Danach wird es praktisch: drei Schritte, die du heute Abend anwenden kannst.
Die drei Schritte
Hör auf, dich rauszudenken. Erkennen und annehmen, dass du im Gedankenkreisen bist, und aufhören, dagegen zu kämpfen.Geh über den Körper. Ein bis zwei Minuten reichen: Ausatmung verlängern (vier ein, sechs bis acht aus) oder bewegen, aufstehen, ausschütteln, eine Runde um den Block.Dann denk gezielt. Entweder bewusst abschalten oder eine einzige Frage stellen: Was wäre der nächste kleine Schritt? Damit schliesst du den offenen Loop, ohne das Problem am Abend lösen zu wollen.
Kapitel:
00:00 Der Moment, in dem der Kopf nicht aufhört
01:04 Kognitives Performance Management
01:26 Persönlich: zurück aus der Sommerpause, das Tempo zieht an
04:41 Wenn wir Erholung nicht einfordern, tut es niemand für uns
05:45 Zwei Menschen auf dem Sofa: Erholung entscheidet sich innerlich
07:33 Die vier Erholungserfahrungen nach Sabine Sonnentag
10:59 Das Recovery Paradox
14:07 Was im Gehirn passiert: Amygdala und präfrontaler Kortex
16:06 Der rosa Elefant
16:51 Grübeln oder konstruktives Nachdenken?
19:23 Schritt 1: Hör auf, dich rauszudenken
20:21 Schritt 2: Über den Körper runterkommen
21:23 Schritt 3: Gezielt denken, den Loop schliessen
23:35 Der Satz zum Mitnehmen
Erwähnt in der Folge:
Sabine Sonnentag, Universität Mannheim, Forschung zu Erholungserfahrungen (Recovery Experiences). Die Originalarbeit zum Recovery Experience Questionnaire: Sonnentag, S., & Fritz, C. (2007). The Recovery Experience Questionnaire: Development and validation of a measure assessing recuperation and unwinding at work. Journal of Occupational Health Psychology, 12, 204-221.
Und wer bin ich? Ich bin dein Host, Elvira Häusler.
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Stop the glorification of busy,
Elvira
Copyrights sound: Alex MakeMusic
Hinweis: Das u:lab arbeitet präventiv, also an Leistungsfähigkeit, Erholung und Selbstführung. Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Behandlung, Psychotherapie oder psychologische Beratung.
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