Sechsmal Tschechien

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Episoden

Atomenergie
02.07.2026
39 Minuten
Die Atomenergie ist in Tschechien Staatsräson. Die Regierungen kommen und gehen, aber an der Kernkraft halten alle fest. Auch in der Gesellschaft hat sie eine große Unterstützung. In Třebíč etwa gibt es ein Hotel namens „Atom“ und eine Baseballmannschaft, die unter dem Namen „Třebíč Nuclears“ Turniere bestreitet. Wenige Kilometer weiter ist im Kraftwerk Dukovany der Bau weiterer Reaktorblöcke in Planung, und auch an der Grenze zu Sachsen könnte einmal ein AKW stehen. Aber worin liegt die große Unterstützung für die Atomkraft begründet? Wie weit sind die Pläne für all die Bauvorhaben? Und geht diese Haltung zu Lasten des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Tschechien?


Das sind die Fragen für die sechste und abschließende Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – dem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International. Diese Folge wurde von Ferdinand Hauser und Ivo Vacík vorbereitet.
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Parteiensystem der Tschechischen Republik
18.06.2026
33 Minuten
Nach der politischen Wende von 1989 etablierte sich rechtschnell ein demokratisches Parteiensystem in Tschechien. Doch dieses hat sich in den folgenden mehr als dreieinhalb Jahrzehnten stark verändert. Während esab Mitte der 1990er Jahre zwei starke Blöcke gab, setzte ab 2010 einem Atomisierung der Parteienlandschaft ein. Es entstanden viele nicht-klassische politische Gruppierungen. Mittlerweile wird das Parteiensystem dominiert von der Partei Ano des Oligarchen und heutigen Premiers Andrej Babíš.


 


Warum kam es zum Zerfall des Zwei-Blöcke-Systems? Wohin sind die klassischen Linksparteien verschwunden? Was sind die Folgen der Flut neuer Parteien in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten? Und wie hat sich die Arbeit im Parlament angesichts von populistischen Strömungen inklusive der Partei Ano verändert? Dies sind einige der Fragen für die fünfte Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“, vorbereitet von Till Janzer und Ivo Vacík.
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Gesundheitsversorgung
04.06.2026
33 Minuten
Das tschechische Gesundheitssystem genießt in der Bevölkerung grundsätzlich ein hohes Vertrauen. Medizinische Leistungen sind breit zugänglich, die Versorgung gilt als leistungsfähig und im internationalen Vergleich als kosteneffizient. Gleichzeitig wächst der Reformdruck, nichtzuletzt durch den demografischen Wandel, aber auch durch Personalmangel und steigende Kosten.


Warum gilt das tschechische Gesundheitssystem trotzvergleichsweise geringer Ausgaben als so erfolgreich? Weshalb finden viele Menschen dennoch nur schwer einen Zahnarzt oder Facharzt? Welche Folgen hat der Ärztemangel insbesondere außerhalb der großen Städte? Und wie gut ist das System auf eine alternde Gesellschaft vorbereitet?


Diesen und weiteren Fragen gehen wir in der vierten Folgeder dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ nach. Wir sprechen mit Ärztinnen und Experten über Stärken und Schwächen des Systems, über Reformbedarf, regionale Unterschiede und den Vergleich mit Deutschland. Die Folge wurde von Markéta Kachlíková und Ivo Vacík vorbereitet.


 
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Die Rolle Tschechiens in der Visegrád-Gruppe
21.05.2026
29 Minuten
Vor 35 Jahren wurde in einem beschaulichen Städtchen in Ungarn die Visegrád-Gruppe gegründet. Einst war das Bündnis ein Symbol für die „Rückkehr nach Europa“ nach dem Umbruch von 1989. Heute ist die lose Gruppe, die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei besteht, oftmals eher Sinnbild europäischer Spaltung. Denn die Sichtweise auf zentrale Fragen weicht mitunter ab. Und auch aufgrund von Mängeln in Sachen Rechtsstaatlichkeit wird die Visegrád-Gruppe innerhalb der Europäischen Union oftmals als Problemkind gesehen.


Aber wie genau funktioniert die Initiative heute genau? Was wird sich mit der Abwahl von Viktor Orbán als ungarischemMinisterpräsidenten verändern? Und: Brauchen die vier mitteleuropäischen Länder heute überhaupt noch eine Visegrád-Gruppe?





Das sind die Fragen für die dritteFolge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – einem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International.


Diese Folge wurde von Ferdinand Hauser und Ivo Vacík vorbereitet.
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Rechtsextremismus
07.05.2026
36 Minuten
Auch in Tschechien gab es so etwas wie die Baseballschlägerjahre. In ganz ähnlicher Weise wie in Ostdeutschland war Rechtsextremismus nach der Wende von 1989 hierzulande ein starkes Phänomen, das mit tödlichen Gewalttaten einherging. Und obwohl im Extremismusbericht des Innenministeriums heute die Rede davon ist, dass die rechtsextremistische Szene atomisiert sei und keine Gefahr darstelle, sind minderheiten- und fremdenfeindliche Äußerungen nicht aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Im Gegenteil, sie haben sich auf andere Ebenen verlagert. Welche Einflüsse aus dem Ausland spielten bei der Entstehung rechtsextremistischer Strukturen in Tschechien in den 1990er Jahren eine Rolle? Was hatte der rassistische Brandanschlag von Vítkov 2009 für politische Folgen? Und ist die heutige Regierungspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) rechtsextrem? Dies sind Fragen für die zweite Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“, vorbereitet von Daniela Honigmann und Ivo Vacík.


Mehr Hintergrundinformationen zu den Gästen und dem Projekt unter: Podcast: Sechsmal Tschechien


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Über diesen Podcast

Sechsmal Tschechien – ein Podcast, sechs Folgen, sechs Themen: Klima und Umwelt, Tschechiens Beziehung zu Russland, die Rechte der LGBTQIA+ und die Lage/Situation der Minderheiten. Wie steht die Gesellschaft zur EU - zu Flucht und Migration? Wir bieten einen Einblick in aktuelle politische Debatten. Wir ordnen ein: Mehr als 30 Jahre liegt die Samtene Revolution nun zurück: Wo steht unser Nachbarland jetzt – welche Weichen stellt es für die Zukunft? Sechsmal Tschechien - ein Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prague International.
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