Satire: In der neuesten Ausgabe des Heimat-Podcasts „Bitte Klatsch’n“ widmet sich Moderator Volker Schwenke einem Phänomen, das die Gemüter in Gröbzig derzeit mehr bewegt als die ewige Ruhe selbst. Was als zufälliges Mithören eines Gesprächs vor einem Supermarkt begann, entpuppt sich als handfeste „Klatschgeschichte“ über die Flora und Fauna des örtlichen Friedhofs.
Der Zaun als unverbindliche Empfehlung!
Während die Friedhofssatzung den Bürgern streng untersagt, ihre Hunde frei herumlaufen zu lassen, scheinen für die lokale Reh-Population Sonderregeln zu gelten. Durch defekte oder gänzlich fehlende Umzäunungen spazieren in der Dämmerung teils über ein Dutzend Tiere – vom kapitalen Bock bis zum jungen Rehkitz – völlig ungehindert auf das Gelände, um sich am dortigen Bewuchs gütlich zu tun. Die Stadtverwaltung „Südliches Anhalt“ reagiert auf die Beschwerden der Hinterbliebenen mit einer bemerkenswerten Form der Öffentlichkeitsarbeit: Einem Aushang, der den Friedhof kurzerhand zur „Naturoase“ deklariert, in der die Tiere sicher und ungestört speisen dürfen.
Botanische Tipps gegen den Hunger der Gäste!
Anstatt jedoch in Zäune mit einer wirksamen Höhe von mindestens zwei Metern zu investieren, liefert die Stadtverwaltung lieber kulinarische Hinweise zur Grabbepflanzung. Da Rehe Rosenblätter, Blüten und Tannenzweige bevorzugen, wird den Trauernden nahegelegt, auf weniger schmackhafte Alternativen auszuweichen. Schwenke zitiert hierbei aus den behördlichen Empfehlungen, die unter anderem dazu raten, Gräber mit:
* Hortensien und Lavendel,
* Fingerhut und Rittersporn,
* oder gar **Knoblauch** zu bepflanzen.
Letzteres, so merkt Schwenke mit einem Augenzwinkern an, dürfte auf dem Friedhof zumindest auch zuverlässig gegen Vampire helfen.
Fazit: Wer falsch pflanzt, verliert!
Die Botschaft der Verantwortlichen scheint klar: Nicht die fehlende Sicherung des Geländes ist das Problem, sondern die „falsche“ Wahl der Blumen durch die Bürger. Wer also künftig sicherstellen möchte, dass der Blumengruß für die Verwandten nicht als Vorspeise für das Wildtier-Buffet endet, sollte sich wohl besser als Hobby-Gemüsebauer versuchen. Volker Schwenke lädt ein, trotz der tierischen Mitbewohner weiterhin die Angehörigen zu besuchen – und dabei vielleicht einfach ein bisschen mehr Knoblauch im Gepäck zu haben.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.