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Episoden

48 Minuten
In dieser Folge geht es um den ausgestorbenen Beruf der Fechtmeister ️

Das klingt nach Rittern, Schwertern und spektakulären Duellen. Doch hinter diesem Beruf steckt weit mehr als bloßes Kämpfen. Fechtmeister waren Lehrer, Kämpfer und Experten einer hochkomplexen Kampfkunst, die heute fast vollständig verschwunden ist.

In dieser Folge reisen wir ins Wien des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und sprechen darüber, wie Fechtmeister ausgebildet wurden, warum man sich manchmal tatsächlich mit dem Schwert vor Gericht gegenüberstand und wie historische Fechtkunst heute wieder zum Leben erweckt wird.

Zu Gast sind Anton Giefing und Jessica Stuhler vom Fechtverein "Die Lange Schneyd", die uns zeigen, was hinter HEMA, Historical European Martial Arts, steckt.

Mehr über "Die Lange Schneyd": https://www.langeschneyd.org/

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak

Schnitt: Oskar Kozeluh
41 Minuten
Der Graben zählt heute zu den elegantesten Straßen Wiens, doch über Jahrhunderte war er einer der bekanntesten Straßenstriche der Stadt. In dieser Folge sprechen wir über die sogenannten Grabennymphen: die Sexarbeiterinnen, die das Wiener Stadtbild prägten, über ihren Alltag, gesellschaftliche Doppelmoral und den Umgang mit Prostitution vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Gemeinsam mit Historikerin Michaela Lindinger vom Wien Museum werfen wir einen Blick auf ein oft verdrängtes Kapitel der Wiener Geschichte. Außerdem erzählen wir die überraschende Geschichte des Kondoms und blättern im satirischen „Taschenbuch für Grabennymphen“ aus dem Jahr 1787.

Aus der Werbung: Kultur so nah beim Kultursommer Wien 2026. Alle Bühnen und Termine findest du hier: https://www.kultursommer.wien/ Vom 2.7. bis 18.2026, gratis Eintritt.

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak 

Schnitt: Oskar Kozeluh

#43 Die Heizer

36 Minuten
In dieser Folge werfen wir Kohle in den hungrigen Schlund der Dampfmaschinen, die die industrielle Revolution erst möglich machten. Die Heizer fütterten diese Maschinen unermüdlich mit Kohle und lieferten so die Energie für Fabriken, Elektrizität und allem voran für die Eisenbahn. Ein knochenbrecherischer Beruf, ohne den die moderne Welt nicht denkbar wäre und der heute so gut wie vergessen ist.

Gemeinsam mit Thomas Winkler vom Technischen Museum Wien entdecken wir:

​Warum ohne die Heizer in der industriellen Revolution nichts gelaufen wäre

​Wie hart der Arbeitsalltag zwischen Hitze, Ruß und tonnenweise Kohle wirklich war

​Warum es ein reiner Männerberuf war

​Welche zentrale Rolle die Heizer auf den Dampflokomotiven der Eisenbahn spielten

​Und wie dieser einst unverzichtbare Beruf schließlich ausstarb

Ein spannender Einblick in einen verschwundenen Beruf, mit beeindruckenden Details, kuriosen Anekdoten und ganz viel Dampf.

Tipp: Die Sonderausstellung „Im Bann der Bahn“ im Technischen Museum Wien, kuratiert von Thomas Winkler, feiert 200 Jahre Eisenbahn. Noch bis 30. August 2026 könnt ihr dort in die faszinierende Welt der Eisenbahn und ihre Entwicklung eintauchen! https://www.technischesmuseum.at/museum/ausstellungen/im_bann_der_bahn

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40 Minuten
Die Schrammeln und die Dudlerinnen

Die Brüder Johann und Josef Schrammel begründeten eine der urwienerischsten Musikformen überhaupt. Typischerweise beim Heurigen zu hören, etablierten sie das klassische Schrammel-Quartett — ein Klang, der bis heute nachhallt. Gemeinsam mit dem wehmütigen Gesang des Wienerlieds formten sie eine Musik des einfachen Volks, die neben den großen klassischen Komponisten die Musikstadt Wien zu dem machte, was sie heute ist.

Wir haben uns mit der Dudlerin Tini Kainrath und dem Musiker Peter Havlicek hinter der Bühne des Stadttheaters getroffen und mit ihnen über diese urwienerische Musik gesprochen. Beide sind Teil des Musikprojekts Remasuri, in dem diese Tradition bis heute weiterlebt.

Gemeinsam sprechen wir über:

die Tradition des Wienerlieds

ob Dudeln gleich Jodeln ist

warum die Kontragitarre zwei Hälse hat

wie man zur Schrammelmusik und zum Wienerlied findet

und was die Zukunft für diese Tradition bereithält

️ Tini Kainrath und Peter Havlicek sind Teil von Remassuri — einem Musikprojekt, das die Schrammelmusik und das Wienerlied in die Gegenwart trägt.

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Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak 

Schnitt: Oskar Kozeluh
34 Minuten
Die Wächter der Wiener Weinberge

Zwischen den Weinreben rund um Wien saßen jahrhundertelang junge Männer mit Signalhorn und manchmal sogar mit Pistolen: die sogenannten Weinhüter/hiata oder Weinwächter. Ihre Aufgabe: die kostbaren Trauben vor Dieben zu schützen.

In dieser Folge tauchen wir ein in eine fast vergessene Welt voller alter Weinbräuche, Hirterhütten, Sperrbäume und nächtlicher Wachen in den Weingärten.

Gemeinsam mit Johann Werfring, Historiker und Experte für Weinkultur, sprechen wir über:

* die Ursprünge der Weinhüter ("Hiata") im Mittelalter

* das Leben der Hiata zwischen Weinreben und Hiatahütten

* Hiatahörner, Hiatasterne und den Hiatabaum

* alte Weinlese-Bräuche rund um Wien

* und weshalb dieses Amt in den 1950er Jahren langsam verschwand.

️ Unser Interviewgast Johann Werfring hat das umfangreiche und reich bebilderte Buch "Weinbräuche in Österreich" verfasst, welches uns die Recherche zu diesem Beruf neben dem Interview sehr vereinfacht hat. Eine Empfehlung! Hier ist es erhältlich.

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Über diesen Podcast

Du wirst nicht glauben, womit man in Wien sein Geld verdienen konnte! Begib dich mit Jascha Novak und Simone Schedl auf eine Entdeckungsreise in längst vergangene Arbeitswelten. Erfahre von kuriosen Berufen, die es so nicht mehr (oft) gibt und lege mit uns ein unbekanntes Stück Wiener Stadtgeschichte frei. Wir sprechen mit langgedienten HüterInnen althergebrachten Handwerks, HistorikerInnen und mit jungen UnternehmerInnen, die fast verlorene Traditionen wiederbeleben.
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„Hidden Vienna Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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