Podcaster
Episoden
22.05.2026
40 Minuten
Die Schrammeln und die Dudlerinnen
Die Brüder Johann und Josef Schrammel begründeten eine der urwienerischsten Musikformen überhaupt. Typischerweise beim Heurigen zu hören, etablierten sie das klassische Schrammel-Quartett — ein Klang, der bis heute nachhallt. Gemeinsam mit dem wehmütigen Gesang des Wienerlieds formten sie eine Musik des einfachen Volks, die neben den großen klassischen Komponisten die Musikstadt Wien zu dem machte, was sie heute ist.
Wir haben uns mit der Dudlerin Tini Kainrath und dem Musiker Peter Havlicek hinter der Bühne des Stadttheaters getroffen und mit ihnen über diese urwienerische Musik gesprochen. Beide sind Teil des Musikprojekts Remasuri, in dem diese Tradition bis heute weiterlebt.
Gemeinsam sprechen wir über:
die Tradition des Wienerlieds ob Dudeln gleich Jodeln ist warum die Kontragitarre zwei Hälse hat wie man zur Schrammelmusik und zum Wienerlied findet und was die Zukunft für diese Tradition bereithält
️ Tini Kainrath und Peter Havlicek sind Teil von Remassuri — einem Musikprojekt, das die Schrammelmusik und das Wienerlied in die Gegenwart trägt.
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️ Besonders freuen wir uns, wenn du den Podcast bei Apple Podcasts rezensierst und bewertest. Oder auf Spotify 5 Sterne vergibst. Oder ihn ganz altmodisch deinen Freund:innen und deiner Familie empfiehlst.
Moderation & Recherche: Simone Schedl & Jascha Novak
Schnitt: Oskar Kozeluh
Die Brüder Johann und Josef Schrammel begründeten eine der urwienerischsten Musikformen überhaupt. Typischerweise beim Heurigen zu hören, etablierten sie das klassische Schrammel-Quartett — ein Klang, der bis heute nachhallt. Gemeinsam mit dem wehmütigen Gesang des Wienerlieds formten sie eine Musik des einfachen Volks, die neben den großen klassischen Komponisten die Musikstadt Wien zu dem machte, was sie heute ist.
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die Tradition des Wienerlieds ob Dudeln gleich Jodeln ist warum die Kontragitarre zwei Hälse hat wie man zur Schrammelmusik und zum Wienerlied findet und was die Zukunft für diese Tradition bereithält
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Schnitt: Oskar Kozeluh
Mehr
08.05.2026
34 Minuten
Die Wächter der Wiener Weinberge
Zwischen den Weinreben rund um Wien saßen jahrhundertelang junge Männer mit Signalhorn und manchmal sogar mit Pistolen: die sogenannten Weinhüter/hiata oder Weinwächter. Ihre Aufgabe: die kostbaren Trauben vor Dieben zu schützen.
In dieser Folge tauchen wir ein in eine fast vergessene Welt voller alter Weinbräuche, Hirterhütten, Sperrbäume und nächtlicher Wachen in den Weingärten.
Gemeinsam mit Johann Werfring, Historiker und Experte für Weinkultur, sprechen wir über:
* die Ursprünge der Weinhüter ("Hiata") im Mittelalter
* das Leben der Hiata zwischen Weinreben und Hiatahütten
* Hiatahörner, Hiatasterne und den Hiatabaum
* alte Weinlese-Bräuche rund um Wien
* und weshalb dieses Amt in den 1950er Jahren langsam verschwand.
️ Unser Interviewgast Johann Werfring hat das umfangreiche und reich bebilderte Buch "Weinbräuche in Österreich" verfasst, welches uns die Recherche zu diesem Beruf neben dem Interview sehr vereinfacht hat. Eine Empfehlung! Hier ist es erhältlich.
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Schnitt: Oskar Kozeluh
Zwischen den Weinreben rund um Wien saßen jahrhundertelang junge Männer mit Signalhorn und manchmal sogar mit Pistolen: die sogenannten Weinhüter/hiata oder Weinwächter. Ihre Aufgabe: die kostbaren Trauben vor Dieben zu schützen.
In dieser Folge tauchen wir ein in eine fast vergessene Welt voller alter Weinbräuche, Hirterhütten, Sperrbäume und nächtlicher Wachen in den Weingärten.
Gemeinsam mit Johann Werfring, Historiker und Experte für Weinkultur, sprechen wir über:
* die Ursprünge der Weinhüter ("Hiata") im Mittelalter
* das Leben der Hiata zwischen Weinreben und Hiatahütten
* Hiatahörner, Hiatasterne und den Hiatabaum
* alte Weinlese-Bräuche rund um Wien
* und weshalb dieses Amt in den 1950er Jahren langsam verschwand.
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Schnitt: Oskar Kozeluh
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24.04.2026
41 Minuten
Bevor es in Wien wie heute ein überbordendes Warenangebot an jeder Ecke gab, zogen die Hausierer durch die Stadt. Mit Stoffen, Kuckucksuhren, Drechslerwaren, oft mit Novitäten und natürlich mit Alltagswaren im Gepäck versorgten sie die Stadt direkt an der Haustür.
In dieser Folge erzählen wir von einem Leben zwischen harter Arbeit und unsicherem Einkommen, von strengen Vorschriften und großem Misstrauen durch die Behörden und auch durch die Bevölkerung. In Wien sieht man in Hauseingängen manchmal noch Tafeln mit der Aufschrift „Betteln und Hausieren verboten“. Denn obwohl Hausierer für viele Menschen unverzichtbar waren, galten sie oft als Störenfriede.
Eine Folge über ein Gewerbe zwischen Notwendigkeit und Misstrauen und zwischen cleverem Geschäftssinn und sozialem Überlebenskampf.
️ Unsere Interviewgäste:
Dr. Sigrid Wadauer, Sozial und Wirtschaftshistorikerin an der Universität Wien. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit allen möglichen Formen der Mobilität und der Arbeit und in diesem Zusammenhang auch mit dem Hausierwesen. Ihre Publikationen finden sich hier.
Dr. Stefan Benedik leitet am Haus der Geschichte Österreich die Abteilung Public History (Kuratieren und Sammeln).
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Eine Folge über ein Gewerbe zwischen Notwendigkeit und Misstrauen und zwischen cleverem Geschäftssinn und sozialem Überlebenskampf.
️ Unsere Interviewgäste:
Dr. Sigrid Wadauer, Sozial und Wirtschaftshistorikerin an der Universität Wien. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit allen möglichen Formen der Mobilität und der Arbeit und in diesem Zusammenhang auch mit dem Hausierwesen. Ihre Publikationen finden sich hier.
Dr. Stefan Benedik leitet am Haus der Geschichte Österreich die Abteilung Public History (Kuratieren und Sammeln).
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Schnitt: Oskar Kozeluh
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17.04.2026
32 Minuten
In dieser Folge tauchen wir ein in einen Beruf, der essenziell war und gleichzeitig recht weit unten in der gesellschaftlichen Hierarchie stand: der Mistbauer.
Was heute die hochorganisierte MA48, die Wiener Müllabfuhr ist, war früher ein chaotisches, stinkendes und oft improvisiertes System.
Im Mittelalter warf man den Müll gerne über die Stadtmauern. Ab dem 19. Jahrhundert fuhren dann die Mistbauern durch Wien und holten das ab, was wirklich keiner mehr brauchte. Mit Pferdewagen und Glockengeläut zogen sie durch die Stadt und sammelten den Müll ein.
Die Episode zeichnet die Entwicklung der Abfallwirtschaft in der Stadt nach, von improvisierten Anfängen bis hin zur heutigen, hochmodernen und vorbildlichen Magistratsabteilung 48.
️ Unser Interview Gast ist Josef Thon, Chef der MA 48. Mit ihm sprechen wir über Wien als Vorreiter beim Recycling, die größten Herausforderungen und die Motivation der Wiener:innen zur Mülltrennung.
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Schnitt: Oskar Kozeluh
Was heute die hochorganisierte MA48, die Wiener Müllabfuhr ist, war früher ein chaotisches, stinkendes und oft improvisiertes System.
Im Mittelalter warf man den Müll gerne über die Stadtmauern. Ab dem 19. Jahrhundert fuhren dann die Mistbauern durch Wien und holten das ab, was wirklich keiner mehr brauchte. Mit Pferdewagen und Glockengeläut zogen sie durch die Stadt und sammelten den Müll ein.
Die Episode zeichnet die Entwicklung der Abfallwirtschaft in der Stadt nach, von improvisierten Anfängen bis hin zur heutigen, hochmodernen und vorbildlichen Magistratsabteilung 48.
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10.04.2026
29 Minuten
Es dampft, es zischt, es riecht intensiv nach Wurst und Fleisch und mitten drin steht sie: die Bratelbraterin.
In dieser Folge tauchen wir ein in die Welt des Wiener Streetfoods des 19. Jahrhunderts. Eine Welt zwischen Armut, Industrialisierung und erstaunlicher kulinarischer Vielfalt. Was heute Würstelstand, Kebab oder Foodtruck ist, war damals eine überlebenswichtige Infrastruktur für viele Menschen.
Unsere Interview-Gäste:
️ Tobias Müller (Journalist & Autor) über die Parallelen zwischen Wien damals und heutigen Streetfood-Metropolen
️ Sebastian Neuschler (Alles Wurscht) über die moderne Interpretation des Würstelstands – von der Haubenküche zur „fancy Wurst“
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Schnitt: Oskar Kozeluh
Musik: ANBR
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️ Tobias Müller (Journalist & Autor) über die Parallelen zwischen Wien damals und heutigen Streetfood-Metropolen
️ Sebastian Neuschler (Alles Wurscht) über die moderne Interpretation des Würstelstands – von der Haubenküche zur „fancy Wurst“
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Schnitt: Oskar Kozeluh
Musik: ANBR
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Über diesen Podcast
Du wirst nicht glauben, womit man in Wien sein Geld verdienen
konnte! Begib dich mit Jascha Novak und Simone Schedl auf eine
Entdeckungsreise in längst vergangene Arbeitswelten. Erfahre von
kuriosen Berufen, die es so nicht mehr (oft) gibt und lege mit uns
ein unbekanntes Stück Wiener Stadtgeschichte frei. Wir sprechen mit
langgedienten HüterInnen althergebrachten Handwerks,
HistorikerInnen und mit jungen UnternehmerInnen, die fast verlorene
Traditionen wiederbeleben.
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