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177 Episoden
1 minute
Unsere Nieren arbeiten im Verborgenen – und das jeden Tag mit Hochleistung. Sie filtern Blut, regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt, steuern den Blutdruck, aktivieren Vitamin D und entsorgen Stoffwechselabfälle. Doch was passiert, wenn diese lebenswichtigen Organe ihre Aufgaben nach und nach nicht mehr erfüllen können? In dieser Episode widmen wir uns dem chronischen Nierenversagen, einer Erkrankung, die Millionen von Menschen betrifft, oft lange unentdeckt bleibt und tiefgreifende Folgen für den gesamten Körper hat.

Wir beginnen mit einem Blick auf die Grundlagen der Nierenfunktion: Welche Aufgaben übernehmen die Nieren im gesunden Zustand und warum sind sie so entscheidend für unser Überleben? Anschließend gehen wir Schritt für Schritt durch, wie sich ein langsamer Funktionsverlust bemerkbar macht – von unscheinbaren Frühsymptomen bis hin zu massiven Einschränkungen, die schließlich eine Dialyse oder sogar eine Transplantation notwendig machen.

Ein zentrales Thema ist die Ursachenvielfalt: Von Bluthochdruck und Diabetes mellitus über wiederholte Nierenentzündungen bis hin zu genetischen Faktoren – wir zeigen auf, welche Krankheitsbilder langfristig die Nieren schädigen können und warum gerade Volkskrankheiten wie Hypertonie und Diabetes als „stille Treiber“ des chronischen Nierenversagens gelten.

Doch wie äußert sich die Erkrankung im Alltag? Wir sprechen über Symptome, die zunächst oft unspezifisch erscheinen: Müdigkeit, Wassereinlagerungen, Konzentrationsprobleme oder ein veränderter Urinbefund. Schrittweise wird deutlich, wie sehr die Niere mit anderen Organsystemen verknüpft ist – vom Herz-Kreislauf-System über die Knochen bis hin zum Nervensystem.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die Diagnostik: Welche Laborwerte geben verlässliche Hinweise? Warum sind Kreatinin, GFR (glomeruläre Filtrationsrate) und Eiweiß im Urin so wichtig? Und welche Rolle spielt die Bildgebung?

Ein besonders wichtiger Abschnitt widmet sich der Therapie und dem Alltag mit chronischem Nierenversagen. Wir erklären, welche konservativen Maßnahmen den Krankheitsverlauf bremsen können – von Blutdruckeinstellung und Blutzuckerkontrolle bis hin zu Ernährungsanpassungen und Medikamenten wie Phosphatbindern. Danach geht es um die Dialyse: Wie funktioniert Hämodialyse im Vergleich zur Peritonealdialyse? Welche Vor- und Nachteile haben beide Verfahren? Und wann wird eine Nierentransplantation notwendig?

Abgerundet wird die Episode durch einen Ausblick auf Prognose, Prävention und Lebensqualität: Welche Chancen haben Patient:innen heute durch moderne Therapien? Wie kann man das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen? Und warum lohnt es sich, schon früh Risikofaktoren ernst zu nehmen?

Hör rein, wenn du wissen willst, wie die Niere funktioniert, warum sie so verletzlich ist – und wie wir sie schützen können.

Informationen zu unserem Werbepartner – Cornelsen:

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Kontaktdaten:

Instagram: @tatortpflege_podcast

E-Mail-Adresse: tatortpflegederpodcast@web.de

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34 Minuten
Pflege ist mehr als ein Beruf – sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. In dieser Folge von Tatort Pflege, einer Podcast-Serie in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR), sprechen wir über die Geschichte der Pflege, ihre enge Verknüpfung mit patriarchalen Strukturen und die Frage, wie wir heute mit diesen historischen Belastungen umgehen.

Gemeinsam mit unserem Gast Anna Bella Mona Rosendahl (@schwester_belladonna) beleuchten wir, wie sich Pflege über die Jahrhunderte entwickelt hat – von familiärer Sorgearbeit in der Antike, über klösterliche Pflege im Mittelalter, bis hin zur Professionalisierung im 19. und 20. Jahrhundert. Mit Florence Nightingale begann ein neues Kapitel: Hygiene, Ausbildung und wissenschaftliche Standards erhoben die Pflege zur Profession. Und doch blieb sie gesellschaftlich oft unterschätzt.

Warum? Weil Pflegearbeit historisch als „natürliche Frauenaufgabe“ verstanden wurde – verbunden mit Fürsorge, Hingabe und Gehorsam. Attribute, die im Patriarchat Frauen zugeschrieben wurden. Diese Zuschreibungen führten dazu, dass Pflegearbeit über Jahrhunderte gering geschätzt und schlecht bezahlt wurde – trotz enormer Verantwortung.

Wir sprechen darüber, wie diese patriarchalen Strukturen bis heute wirken:

Warum übernehmen auch 2025 noch überwiegend Frauen die häusliche Pflege?

Weshalb ist der Beruf trotz hoher Qualifikation gesellschaftlich weiterhin unterbewertet?

Und wie kann es gelingen, Pflege nicht als „Frauenarbeit“, sondern als gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu begreifen?

Ein zentrales Beispiel liefert die Einführung der Pflegeversicherung (SGB XI) im Jahr 1995. Erstmals wurde Pflege als gesellschaftliche Aufgabe anerkannt und finanziell abgesichert. Doch noch heute tragen Frauen die Hauptlast der familiären Pflege. Die Strukturen haben sich gewandelt, die alten Muster jedoch nicht völlig aufgelöst.

Im Gespräch geht es außerdem um konkrete Fragen:

Welche Veränderungen wünschen sich Pflegende heute für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung?

Wie beeinflussen alte Rollenbilder bis in die Gegenwart unser Verständnis von Pflege?

Welche Möglichkeiten haben Pflegekräfte, politisch Einfluss zu nehmen und couragiert ihre Stimme zu erheben?

Wir zeigen: Pflege ist ein moderner, hoch qualifizierter Beruf mit vielfältigen Spezialisierungen.

Merksätze dieser Folge:

Das Patriarchat prägte Pflege lange als „Frauenarbeit“ – mit geringer Anerkennung, trotz großer Verantwortung.

Höre jetzt rein und entdecke, wie sich die Geschichte des Patriarchats in den Strukturen der Pflege widerspiegelt – und was wir tun können, um sie zu überwinden.

Relevante Links zur Folge

Pflege gegen Rechts: https://www.pflege-gegen-rechts.de

Anna Bella Mona Rosendahl (Instagram): https://www.instagram.com/schwester_belladonna/

Infos zur Pflegeversicherung (SGB XI): https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.html

Geschichte der Pflegeberufe: Geschichte der Pflege – PflegeWiki https://www.pflegewiki.eu
40 Minuten
In dieser Podcastfolge tauchen wir tief in ein Thema ein, das für die Medizin von enormer Bedeutung ist und im klinischen Alltag häufig vorkommt: die akute Niereninsuffizienz. Kaum ein anderes Organ reagiert so sensibel auf Veränderungen im Körper wie die Niere – und gleichzeitig wird ihre Rolle im Zusammenspiel der Organsysteme oft unterschätzt. Doch was passiert, wenn die Niere plötzlich ihre Filterfunktion nicht mehr richtig erfüllen kann? Welche Warnzeichen sollten wir kennen, welche Ursachen sind häufig, und welche Therapiestrategien stehen uns heute zur Verfügung?

Wir beginnen mit einem Überblick: Was genau versteht man unter einer akuten Niereninsuffizienz, wie wird sie von einer chronischen Nierenerkrankung abgegrenzt und warum ist eine frühe Diagnosestellung so entscheidend für den weiteren Verlauf? Dabei geht es nicht nur um Zahlen, Laborwerte und Klassifikationen, sondern auch um das klinische Verständnis: Woran erkenne ich im Alltag, dass die Niere in Gefahr ist?

Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf den häufigsten Ursachen. Von prärenalen Faktoren wie Volumenmangel oder Blutdruckabfall, über intrarenale Ursachen wie Entzündungen oder toxische Schädigungen, bis hin zu postrenalen Abflussstörungen – wir beleuchten die gesamte Bandbreite. Besonders spannend: Oft ist es gar nicht die „klassische“ Nierenerkrankung, die den Auslöser darstellt, sondern ein Zusammenspiel anderer Erkrankungen, Medikamente oder akuter Belastungssituationen. Genau hier zeigt sich, wie wichtig ein ganzheitlicher Blick auf den Patienten ist.

Im nächsten Schritt werfen wir einen Blick auf die Diagnostik: Welche Laborparameter sind wegweisend? Wie interpretiere ich Kreatinin, Harnstoff und Elektrolyte richtig? Und welche Rolle spielen Bildgebung, Urinstatus und klinische Untersuchung?

Natürlich darf die Therapie nicht fehlen: Flüssigkeitssubstitution, das Management von Elektrolytstörungen, die Überwachung von Bilanz und Urinausscheidung – all das sind essenzielle Schritte, um die Nierenfunktion zu stabilisieren. Wir besprechen auch, wann konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichen und eine dialysepflichtige Situation entsteht. Welche Verfahren stehen dann zur Verfügung, was sind ihre Vor- und Nachteile und wie wird entschieden, welches Verfahren im Einzelfall gewählt wird?

Neben den medizinischen Fakten werfen wir einen Blick auf die Prognose: Was bedeutet eine akute Niereninsuffizienz für die weitere Gesundheit? Welche Risiken bestehen für eine Chronifizierung oder für andere Organsysteme? Und wie können wir präventiv eingreifen, um eine Verschlechterung zu verhindern?

Diese Folge ist nicht nur für Pflegefachpersonen spannend, sondern auch für alle, die sich für das faszinierende Zusammenspiel der Organe interessieren und verstehen wollen, wie engmaschig unser Körper reguliert ist. Denn die Niere ist weit mehr als nur ein „Filterorgan“ – sie ist ein zentraler Player im Gleichgewicht des gesamten Organismus.

Hör rein, wenn du wissen willst, wie die Niere funktioniert, warum sie so verletzlich ist – und wie wir sie schützen können.

Wichtige Links:

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45 Minuten
Interprofessionelle Zusammenarbeit ist mehr als nur ein Schlagwort – sie entscheidet darüber, wie gut Gesundheitsversorgung in der Praxis funktioniert. In dieser Folge von Tatort Pflege sprechen wir mit zwei spannenden Gästen: Mario Kremke, Notfallfachpfleger aus Deutschland, und Selina Mooswald, Advanced Practice Nurse (APN) aus der Schweiz. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf Chancen, Unterschiede und Herausforderungen im Zusammenspiel verschiedener Gesundheitsberufe.

Doch was bedeutet eigentlich „interprofessionell“? Im Gespräch klären wir, wie sich die Begriffe interprofessionell, multiprofessionell und interdisziplinär sowie intraprofessionell unterscheiden – und warum echte Zusammenarbeit mehr ist als nur Arbeitsteilung. Anhand konkreter Beispiele aus dem Berufsalltag unserer Gäste wird schnell klar: Interprofessionelles Arbeiten bedeutet Kommunikation auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt und das gemeinsame Tragen von Verantwortung.

Besonders spannend wird es, wenn wir den Ländervergleich Schweiz–Deutschland ziehen. Während in der Schweiz viele Gesundheitsberufe längst akademisiert sind und interprofessionelle Ausbildungsprojekte fest verankert wurden, steckt Deutschland hier noch mitten im Aufbau. Mario berichtet vom deutschem Pflegealltag und welche Schritte nötig sind, um die Rolle der Pflege nachhaltig zu stärken. Selina wiederum zeigt, wie das Schweizer System durch gesetzliche Grundlagen, moderne Teamstrukturen und klare Berufsidentität bereits heute Impulse setzt, von denen Deutschland lernen kann.

Die Diskussion verdeutlicht: Akademisierung, bessere Arbeitsbedingungen und rechtliche Rahmenbedingungen sind keine bloße Theorie, sondern haben ganz konkrete Auswirkungen auf den Berufsalltag. Ob Gehaltsunterschiede, Personalschlüssel oder Karrierewege – die Unterschiede zwischen beiden Ländern sind groß. Dennoch: Beide Seiten können voneinander profitieren.

Ein Highlight der Folge ist das Fallbeispiel einer interprofessionellen Summer School an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Hier arbeiten Pflegefachpersonen, Physio- und Ergotherapeut:innen gemeinsam an einem komplexen geriatrischen Fall, reflektieren Rollenbilder und üben Kommunikation auf Augenhöhe. Die Botschaft: Solche praktischen Lernerfahrungen schaffen nicht nur Fachkompetenz, sondern stärken auch das Selbstverständnis im eigenen Beruf.

Natürlich bleibt auch Raum für den Blick nach vorne: Wo liegen die größten Chancen für die Pflege im interprofessionellen Team? Welche Zusatzqualifikationen machen den Unterschied? Und wie können Berufserfahrung, Weiterbildungen und internationale Mobilität die eigene Karriere beflügeln? Unsere Gäste geben persönliche Einblicke, erzählen von ihrem Werdegang und diskutieren, wie Pflegekräfte ihre Berufsidentität stärken können.

Ein Podcast für alle, die über den Tellerrand hinausschauen, die eigene Rolle im Team reflektieren und Inspiration für die tägliche Arbeit im Gesundheitswesen suchen.

Weiterführende Links:

Pflege gegen Rechts: https://pflege-gegen-rechts.de

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): https://www.zhaw.ch

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft: https://dg-pflegewissenschaft.de
4 Minuten
24.10.2025-, Sonderausstrahlung: „Tatort Pflege“ – Tag der pflegenden Eltern

In dieser besonderen Episode des Pflegelernpodcasts „Tatort Pflege“ richten wir den Blick auf eine ganz besondere Gruppe: die pflegenden Eltern. Der Arbeitskreis pflegende Eltern von wir pflegen e. V. ruft erstmals den Tag der pflegenden Eltern ins Leben – am 24. Oktober 2025.

Ein Tag, der Sichtbarkeit, Solidarität und Anerkennung für all jene bietet, die gleichzeitig Eltern und pflegende Angehörige sind. Wir sprechen über ihre Herausforderungen, ihren Alltag und warum es so wichtig ist, ihnen Gehör zu verschaffen.

Bleib informiert und werde Teil dieser Bewegung! Trag dich in die Kontaktliste zum Tag der pflegenden Eltern ein und erhalte regelmäßig Informationen, Materialien, Aktionen und Mitmachmöglichkeiten: https://www.wir-pflegen.net/pflegende-angehoerige/pflegende-eltern

Mehr Informationen unter: Pflegende Eltern - https://www.wir-pflegen.net
50 Minuten
Dialyse im Alltag – Kevins Geschichte und die Rolle der Pflege

In dieser Folge von Tatort Pflege blicken wir tief in die Realität der Dialyse – nicht durch Zahlen und Technik, sondern durch ein persönliches Fallbeispiel. Wir begleiten Kevin, 37 Jahre alt, Grafikdesigner aus Hamburg, dessen Leben sich durch eine chronische Niereninsuffizienz grundlegend verändert hat. Eine lange unbemerkte Hypertonie führte zu irreversiblen Nierenschäden. Heute bestimmen die regelmäßigen Dialysetermine seinen Wochenrhythmus – drei Sitzungen, jeweils mehrere Stunden.

Doch hinter der Maschine steht ein Mensch mit Träumen, Ängsten und Hoffnungen. Kevin spricht offen darüber, wie er seinen Alltag strukturiert, welche Belastungen ihn begleiten und woher er seine Kraft schöpft. Sein Leitsatz „Ich bin nicht krank, ich bin einfach Kevin“ macht deutlich, wie wichtig Autonomie und Identität trotz chronischer Krankheit sind.

Anhand von Kevins Situation beleuchten wir die pflegerische Perspektive und analysieren den Fall entlang der fünf Kompetenzbereiche der professionellen Pflege:

🩺 Pflegeprozess – Wie Pflegekräfte Kevins Erschöpfung, Hautprobleme und Kreislaufinstabilität erkennen, individuelle Pflegeziele planen und die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen laufend evaluieren.

Kommunikation – Welche Rolle empathische Gespräche spielen, um Sorgen aufzufangen, Kevins Bedürfnisse einzubeziehen und seine Lebensqualität zu stärken.

Zusammenarbeit – Warum enge Abstimmungen im Team, die Rücksprache mit Ärzt*innen und die Einbindung psychosozialer Dienste entscheidend für eine ganzheitliche Betreuung sind.

Recht & Qualität – Welche Bedeutung Hygienestandards, Dokumentation, Schweigepflicht und Expertenstandards im Umgang mit chronisch nierenkranken Menschen haben.

Wissenschaft & Ethik – Wie evidenzbasierte Pflegeinterventionen, ethische Grundsätze und die Achtung von Kevins Würde das Handeln leiten.

Deutlich wird: Dialysepflege ist weit mehr als ein technisches Verfahren – sie ist eine Schnittstelle aus Präzision, Fürsorge und ethischer Verantwortung.

Zum Abschluss geben wir praxisnahe Tipps, die im Alltag mit Dialysepatient*innen unverzichtbar sind: den Schutz und die Pflege des Shunts, eine konsequente Hygiene, die Überwachung der Flüssigkeitsaufnahme, die Anpassung der Ernährung sowie das rechtzeitige Erkennen möglicher Komplikationen. Ebenso wichtig: psychosoziale Unterstützung, Förderung von Bewegung und der achtsame Umgang mit Medikamenten wie Erythropoetin oder Kaliumsenkern.

Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie Pflege nicht nur medizinische Funktionen übernimmt, sondern auch Begleitung, Stabilität und Lebensqualität schenkt. Wer verstehen möchte, was es bedeutet, mit Dialyse zu leben – und welche zentrale Rolle die Pflege dabei spielt –, sollte hier unbedingt hineinhören.

Quellenangaben:

Nowack, R. (2009). Dialyse und Nephrologie für Fachpersonal (3., vollständig überarbeitete Aufl.). Springer.

Breuch, G., Servos, W., Gerpheide, K., & Kauer, R. (2021). Dialyse für Einsteiger (5. Aufl.). Urban & Fischer/Elsevier.

Breuch, G., & Müller, E. (Hrsg.). (2025). Fachpflege -Nephrologie und Dialyse (7. Aufl.). Urban & Fischer/Elsevier.
53 Minuten
In dieser Episode unserer Reihe Tatort Pflege – Demokratie und Haltung im Gesundheitswesen gehen wir einem hochaktuellen Thema auf den Grund: Medienkompetenz und der Umgang mit Fake News, Verschwörungserzählungen und Künstlicher Intelligenz im Pflegealltag.

Gerade Pflegekräfte stehen unter enormem Zeitdruck, arbeiten oft am Limit und tragen eine große Verantwortung für Patient:innen. Stress, Müdigkeit und emotionale Belastungen können jedoch dazu führen, dass Falschinformationen schneller geglaubt und weitergegeben werden. Doch welche Risiken entstehen dadurch – nicht nur für die Pflegenden selbst, sondern auch für die Sicherheit und Gesundheit von Patient:innen?

Wir klären die zentralen Fragen:

Was bedeutet eigentlich „Medienkompetenz“ – und warum ist sie in einer VUKA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) wichtiger denn je?

Wie lassen sich Fake News erkennen? Welche typischen Merkmale wie reißerische Sprache, fehlende Quellen oder Widersprüche geben uns Hinweise?

Welche Rolle spielt KI als Hilfsmittel – und welche Gefahren lauern, wenn man ihr blind vertraut?

Im Gespräch beleuchten wir außerdem praxisnahe Beispiele. Wir begleiten die Pflegeschülerin Lena, die auf eine scheinbar seriöse Meldung hereinfällt und diese unkritisch an ihr Team weitergibt. Aus dieser Situation ergeben sich wertvolle Lernmomente: Wie wichtig es ist, Informationen gemeinsam zu prüfen, faktenbasiert zu kommunizieren und sowohl ethische als auch rechtliche Dimensionen im Blick zu behalten.

Unsere Schwerpunkte in dieser Folge:

Definitionen & Klarheit schaffen: Was sind Fake News, was sind Verschwörungserzählungen – und warum unterscheiden sie sich?

Analyse & Fallbeispiele: Wie entstehen Fehlentscheidungen in der Pflege durch falsche Informationen?

Beratung & Kommunikation: Wie können Teams einander unterstützen, um evidenzbasierte Informationen sicher weiterzugeben?

Ethik, Recht & Pflegewissenschaft: Welche Verantwortung tragen Pflegekräfte bei der Weitergabe von Wissen?

Praxistipps für den Alltag: Quellen prüfen, Teamabsprachen treffen, Kommunikationskompetenz stärken, Stressfaktoren reflektieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Sie kann helfen, Studien und Daten zu durchsuchen oder Faktenchecks zu unterstützen – doch sie ist kein Allheilmittel. Nur in Verbindung mit kritischem Denken, interprofessioneller Zusammenarbeit und fortlaufender Weiterbildung entfaltet KI ihr Potenzial.

Quellen:

Bundeszentrale für politische Bildung – Fake News erkennen: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/medienkompetenz-355/539986/fake-news-misinformation-desinformation/

Stiftung Gesundheitswissen – Faktenchecks für den Alltag: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundheitsinformationen-verstehen/fake-news-erkennen

KI-Campus – Digitale Lernplattform zu KI im Gesundheitswesen: https://ki-campus.org/lernangebote/kurse/kuenstliche-intelligenz-der-gesundheitsversorgung?locale=de
43 Minuten
Dein Podcast rund um Dialyse, Leben & Alltag. Unsere Gäste dieser 5-teiligen Serie rund um das Thema sind: Timo Meusel und Christoph Hame.

Worüber reden wir:

Was ist eine Dialyse? Welche Herausforderungen bringt die Therapie mit sich – und welche Chancen eröffnen sich gleichzeitig? In diesem Podcast sprechen wir offen, verständlich und ehrlich über ein Thema, das Millionen Menschen weltweit betrifft, aber noch viel zu selten im Alltag besprochen wird.

Hier bekommst du persönliche Einblicke, medizinisches Hintergrundwissen und ganz praktische Tipps für Patient:innen, Angehörige und alle, die beruflich oder privat mit Nierenerkrankungen zu tun haben.

Was dich erwartet:

Geschichten aus dem echten Leben: authentische Erfahrungen von Dialysepflegefachkräften (unseren Gästen), die Mut machen und Orientierung geben

Medizinisches Know-how: verständlich erklärt von Experten – Basiswissen für die Grundlagen und Mehr

Alltagshacks für den Umgang mit chronischer Erkrankung und Perspektiven für Menschen mit Niereninsuffizienz.

Wir nehmen dich mit in unser Gespräch, das berühren, aufklären und inspirieren kann. Ob du selbst Dialysepatient:in bist, ein Familienmitglied begleitest oder einfach mehr über dieses wichtige Thema für deine Pflegeausbildung erfahren möchtest – hier findest du wertvolle Antworten und neue Impulse.

Unser Ziel: Dialyse aus der Tabuzone holen und Basiswissen verteilen. Denn Wissen bedeutet nicht nur bessere Versorgung – sondern auch mehr Lebensqualität, Hoffnung und Selbstbestimmung.

Wichtige Links:

Instagram: @tatortpflege_podcast

Kontakt: E-Mail-Adresse tatortpflegederpodcast@web.de

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Wichtige Ressourcen - als Patient:innen-Information & Selbsthilfe in Deutschland

Bundesverband Niere e. V. – Informationen, Broschüren & Beratung Informationen - Bundesverband Niere

Junge Nierenkranke Deutschland e. V. – für junge Menschen mit Nierenerkrankung https://www.phv-dialyse.de/patientenservice/links-und-adressen
35 Minuten
In dieser Folge der Podcast-Reihe Tatort Pflege, in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR), tauchen wir tief in ein Thema ein, das viele Pflegekräfte betrifft: Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz. Wir sprechen über Demokratie, Haltung und die Verantwortung von Teams und Arbeitgeber*innen, um eine wertschätzende und sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

Was bedeutet Diskriminierung?

Diskriminierung ist eine ungerechtfertigte Benachteiligung aufgrund persönlicher Merkmale wie Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder Behinderung. Sie kann direkt, indirekt oder in Form von Belästigung auftreten. Auch die Aufforderung, andere zu diskriminieren, zählt dazu.

Im Arbeitsrecht schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor Diskriminierung. Ziel: Benachteiligungen verhindern und Chancengleichheit sicherstellen (§ 1 AGG).

Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing ist systematisches, wiederholtes Schikanieren, Ausgrenzen oder Abwerten über Wochen oder Monate hinweg. Es kann von Kolleg*innen, Vorgesetzten („Bossing“) oder Mitarbeitenden in untergeordneten Positionen („Staffing“) ausgehen. Typische Folgen: psychische Belastung, Schlafstörungen, Motivationsverlust.

Arbeitsrechtlicher Rahmen

Diskriminierung: AGG §§ 1–18, Beschwerderecht (§ 13 AGG), Entschädigung (§ 15 AGG)

Mobbing: Kein eigenes Gesetz, aber Schutz durch Fürsorgepflicht (§§ 241, 618 BGB), Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Grundrechte (Art. 2 GG)

Maßnahmen: Interne Beschwerdestellen, Mediation, Versetzung, Abmahnung oder Kündigung

Fallbeispiel aus der Praxis:

Frau A., 62 Jahre, Pflegefachkraft mit 30 Jahren Berufserfahrung. Nach Übernahme ihrer Abteilung durch einen jüngeren Vorgesetzten:

Ignoriert in Meetings

Entzug anspruchsvoller Aufgaben

Zuweisung monotoner Tätigkeiten

Aufforderung an Kolleg*innen, sie zu meiden

Bloßstellung per E-Mail

Kommentar: „Wir brauchen frischen Wind“

Frau A. leidet unter Schlafstörungen, psychischer Belastung und denkt an Kündigung.

Analyse

Mobbing: Systematische Abwertung, Ausschluss, psychische Belastung

Diskriminierung: Altersbezogene Benachteiligung („alte Zöpfe“) – laut AGG unzulässig

Lösungswege & Praxistipps

Erste Schritte: Vertrauensgespräch mit Betriebsrat, Vertrauensperson oder externer Beratungsstelle

Dokumentation: Alle Vorfälle mit Datum, Uhrzeit, Beteiligten und Inhalt festhalten

Rechtliche Schritte: Beschwerde nach § 13 AGG; innerbetriebliche Maßnahmen; ggf. Anwalt für Arbeitsrecht einschalten

Prävention & Ethik: Anti-Mobbing-Schulungen, Verhaltenskodex, klare Ansprechpartner*innen, Förderung wertschätzender Unternehmenskultur

Merksatz:

„Diskriminierung benachteiligt, Mobbing zermürbt – das Arbeitsrecht schützt und verpflichtet zur Fürsorge.“

Weiterführende Links & Anlaufstellen:

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG): https://www.gesetze-im-internet.de/agg/

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: https://www.antidiskriminierungsstelle.de
37 Minuten
Pflege ist mehr als ein Beruf – sie ist Berufung. Doch die Realität zeigt: Pflegefachkräfte, Leitungspersonen und Träger stehen täglich vor enormen Herausforderungen. Personalmangel, Schichtdienste, Vereinbarkeitsprobleme zwischen Beruf und Familie – all das belastet und führt dazu, dass viele den Beruf erschöpft oder frustriert verlassen. Genau hier setzt unser heutiges Thema an: das Projekt GAP – Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege.

In dieser Podcastfolge sprechen wir mit zwei besonderen Gästen:

Michael Groß, erfolgreicher Coach und Führungsexperte,

Dörte Magens, erfahrene Pflegefachkraft, Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie, Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin sowie Projektmanagerin.

Gemeinsam mit ihnen gehen wir der Frage nach, wie die Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen nachhaltig verbessert werden können – und was es braucht, damit Pflegekräfte nicht nur bleiben, sondern ihren Beruf wieder mit Stolz und Freude ausüben.

Was steckt hinter GAP?

Das Projekt GAP wurde von der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung ins Leben gerufen, um die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf zu verbessern. Es richtet sich an stationäre wie ambulante Einrichtungen und bietet ein praxisnahes, coachingbasiertes Modell:

Pflegeerfahrene Coaches analysieren gemeinsam mit den Teams, wo der Schuh drückt.

Es werden passgenaue Maßnahmen entwickelt, z. B. familienfreundliche Dienstpläne, bessere Kommunikation oder klare Notfallpläne.

Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die langfristig Entlastung bringen – ohne zusätzlichen Druck.

Warum lohnt sich die Teilnahme am GAP-Projekt?

Michael Groß berichtet aus seiner Erfahrung als Coach, wie wichtig es ist, in Teams Lösungsfähigkeiten zu entwickeln, statt nur Probleme zu benennen. Dörte Magens ergänzt aus Sicht der Praxis, wie positiv sich schon kleine Schritte – etwa ein transparenterer Dienstplan – auf Motivation und Teamgeist auswirken können.

Einrichtungen profitieren von klarer Sicht auf ihre Herausforderungen, einer echten Verbesserung der Arbeitsbedingungen und gesteigerter Attraktivität als Arbeitgeber.

Fallbeispiel aus der Praxis:

Wir sprechen über die Einrichtung Haus am Waldrand, die das neue Personalbemessungsinstrument (PeBeM) nur schwer in ihren Alltag integrieren konnte. Durch GAP entstand ein Maßnahmenplan, der nicht nur Strukturen klärte, sondern auch für mehr Klarheit und Entlastung im Team sorgte.

Für wen ist GAP geeignet?

Besonders kleine und mittelgroße Pflegeeinrichtungen profitieren von der Förderung (bis zu 70 % Zuschuss). Die Teilnahme ist freiwillig, die Anmeldung unkompliziert – und der Effekt kann enorm sein.

Unser Appell an euch:

Pflege braucht gute Bedingungen – und das ist keine Floskel, sondern eine dringende Notwendigkeit. Wenn ihr in einer Pflegeeinrichtung arbeitet oder eine leitet: informiert euch, gebt diese Informationen weiter und werdet Teil der Veränderung. Denn Pflege kann besser werden – wenn wir es gemeinsam anpacken.

Shownotes & Links:

Projektseite: https://www.gap-pflege.de

Anmeldung: https://www.gap-pflege.de/informationen-fuer-pflegeeinrichtungen/anmeldung

Kontakt: info@gap-pflege.de

+49 40 2540 7877

Instagram: @gap_guteArbeitPflege
43 Minuten
In dieser Episode unserer Lernreihe Tatort Pflege, in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR), tauchen wir in ein Thema ein, das aktueller und wichtiger denn je ist: Diversität in der Praxisanleitung.

Pflege lebt von Vielfalt. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Sprachen, Religionen, Geschlechteridentitäten oder Lebenswelten bringen Chancen, aber auch Herausforderungen, in den Pflegealltag. Genau hier setzt die Praxisanleitung an: Sie hat die Aufgabe, Auszubildende individuell zu begleiten, Lernprozesse inklusiv zu gestalten und für ein diskriminierungsfreies Miteinander zu sorgen.

In dieser Folge sprechen wir mit Heike über ihre Erfahrungen und Strategien im Umgang mit Vielfalt in der Praxisanleitung:

Wie können Praxisanleiter*innen kulturelle Unterschiede wertschätzen und nutzen?

Welche Rolle spielt Diversität für die Lernatmosphäre im Team?

Wie kann man Auszubildende stärken, wenn sie Ausgrenzung oder Vorurteile erleben?

Welche Kompetenzen brauchen Praxisanleiter*innen, um ein inklusives Lernumfeld zu schaffen?

Wir beleuchten praxisnah, wie Haltung, Kommunikation und Reflexion entscheidend dazu beitragen, dass Vielfalt nicht als Hindernis, sondern als Ressource verstanden wird. Dabei gehen wir sowohl auf theoretische Grundlagen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Pflegeberufegesetz (PflBG) ein, als auch auf praxisnahe Tipps für den Alltag in der Pflegeausbildung.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem Fallbeispiel: Fatima, eine junge Auszubildende mit Migrationshintergrund, erlebt Ablehnung im Team aufgrund ihres Kopftuchs. Was kann eine diversitätssensible Praxisanleitung tun, um sie zu stärken und das Team zu sensibilisieren? Wir zeigen, wie durch gezielte Unterstützung und Kommunikation Diskriminierung abgebaut und ein respektvolles Miteinander gefördert werden kann.

Unsere wichtigsten Praxistipps für diversitätssensible Praxisanleitung:

Zuhören & Unsicherheiten wahrnehmen

Offene Kommunikation fördern

Kulturelle und religiöse Hintergründe respektieren

Individuelle Lernwege ermöglichen

Reflexion im Alltag anregen

Vorbild sein und aktiv gegen diskriminierende Aussagen reagieren

Sprachliche Hürden gemeinsam überwinden

Am Ende der Folge geben wir eine Checkliste für Praxisanleiter*innen, die dabei hilft, regelmäßig die eigene Haltung, das Kommunikationsverhalten und die Lernmethoden zu reflektieren.

Diese Episode bietet nicht nur Fachwissen, sondern auch konkrete Handlungsideen für alle, die in der Praxisanleitung Verantwortung tragen – und für alle, die Pflege als einen Ort von Respekt, Vielfalt und Menschlichkeit gestalten wollen.

Mehr Informationen & Zusatzwissen:

Pflege gegen Rechts – Offizielle Website: https://pflege-gegen-rechts.de/

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG): https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueber-uns/agg/agg-node.html

Pflegeberufegesetz (PflBG): https://www.gesetze-im-internet.de/pflbg/

UN-Behindertenrechtskonvention
46 Minuten
In dieser Episode tauchen wir tief ein in ein Thema, das nicht nur die Gesundheitsbranche betrifft, sondern unsere gesamte Gesellschaft: die Pflege. Gemeinsam mit Mark Jonas Fedl sprechen wir über Wandel, Klarheit und den Mut zur eigenen Stimme – und beleuchten dabei die spannenden Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich im Bereich der Krankenpflege.

Mark ist Speaker, Berater und Wegbegleiter für Persönlichkeitsentwicklung, Selbstführung und moderne Kommunikation – und gleichzeitig angehender diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger in Österreich. Er verbindet seine persönliche Geschichte mit fachlichem Wissen und zeigt, warum Pflege nicht nur ein Beruf, sondern eine Haltung ist. Seine Mission: Menschen zu innerer Klarheit, authentischem Ausdruck und mehr Lebensfreude zu begleiten.

Das erwartet dich in dieser Folge:

Marks persönlicher Wendepunkt und warum er entscheidend für seinen heutigen Weg ist

Ein klarer Blick auf die Pflegeausbildung in Österreich und Deutschland – Gemeinsamkeiten, Unterschiede und was das für Pflegende bedeutet

Fachliches Hintergrundwissen:

• In Österreich ist die Krankenpflege durch das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) geregelt. Dieses definiert Ausbildung, Tätigkeitsfelder und Berufspflichten klar. Neben den diplomierten Pflegekräften gibt es eigenständige Berufsgruppen wie die Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz. Ein Schwerpunkt liegt hier auf Selbstständigkeit, individueller Pflegeplanung und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

• In Deutschland bildet seit 2020 das Pflegeberufegesetz die Grundlage. Es vereint zuvor getrennte Ausbildungen (Altenpflege, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege) in einer generalistischen Ausbildung. Damit werden Pflegefachkräfte breiter aufgestellt, allerdings sind Spezialisierungen weniger stark im Grundausbildungssystem verankert.

• Ein weiterer Unterschied: In Österreich ist die Akademisierung bereits weit fortgeschritten – mit zahlreichen Bachelor-Studiengängen für Pflege. In Deutschland hingegen steckt dieser Prozess vielerorts noch in den Anfängen.

Welche Rolle Verletzlichkeit, Präsenz und Dialog im beruflichen Alltag spielen

Konkrete Impulse für Pflegende, die sich „zwischen zwei Welten“ fühlen – sei es geografisch, beruflich oder persönlich

Dieses Gespräch verbindet Fachwissen mit Lebensweisheit. Es macht deutlich, dass Pflege weit mehr ist als eine Tätigkeit: Sie ist Beziehung, Haltung und ein Spiegel unserer Gesellschaft. Während in Deutschland die Ausbildung generalistischer wird, zeigt Österreich mit seinen klaren Differenzierungen und gesetzlichen Strukturen eine andere Richtung – beide Systeme haben Chancen, Herausforderungen und Potenziale.

Warum du hineinhören solltest:

Wenn du gerade selbst im Pflegebereich tätig bist oder darüber nachdenkst, diesen Weg einzuschlagen, bekommst du hier wertvolle Einblicke.

Mehr über Mark Jonas Fedl:

LinkedIn: https://at.linkedin.com/in/mark-jonas-fedl/en

Website: https://markfedl.com/

Facebook: https://www.facebook.com/markfedl/

Wenn dir die Folge gefällt, teile sie gerne mit Menschen, die gerade vor Entscheidungen stehen oder mehr über den pflegerischen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich erfahren möchten.

Danke fürs Zuhören – und viel Freude mit dieser inspirierenden Episode!
34 Minuten
In dieser Folge unserer Lernpodcast-Reihe Tatort Pflege in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR) tauchen wir in ein Thema ein, das alle Menschen betrifft: den Umgang mit Tod und Sterben. Dabei geht es nicht nur um medizinisches Wissen, sondern vor allem um Haltung, Empathie und den Respekt vor der Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Kulturen.

Unsere Gästin Müzeyyen Tröster spricht offen über ihre persönlichen Erfahrungen im Pflegealltag mit sterbenden Menschen:

Wie kann man schwerkranke Menschen bis zuletzt in Würde begleiten?

Welche Rolle spielen Angehörige im Sterbeprozess?

Wie geht man selbst mit der emotionalen Belastung um, die das Begleiten Sterbender mit sich bringt?

Und was tun, wenn man in ethische Konflikte gerät?

Neben den persönlichen Einblicken gibt es in dieser Episode fundiertes Hintergrundwissen: Wir beleuchten, was medizinisch unter klinischem Tod, Hirntod und biologischem Tod verstanden wird, und wie der Prozess des Sterbens mit seinen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimensionen zu betrachten ist.

Besonders im Fokus steht das Thema kultursensible Pflege am Lebensende. Am Fallbeispiel von Herrn Rahmani, einem unheilbar erkrankten Patienten mit afghanischen Wurzeln, zeigt sich, wie wichtig es ist, individuelle Wünsche zu respektieren: sei es die Ausrichtung nach Mekka, das gemeinsame Gebet mit Angehörigen oder die Anwesenheit vertrauter Personen.

Wir stellen uns zentrale Fragen:

Wie können Pflegende auf einen geäußerten Sterbewunsch reagieren?

Welche kulturellen und religiösen Rituale müssen berücksichtigt werden?

Wo liegen die rechtlichen Grenzen zwischen palliativer Begleitung und verbotener aktiver Sterbehilfe?

Welche ethischen Prinzipien – wie Autonomie, Fürsorge, Nicht-Schaden und Gerechtigkeit – leiten uns in dieser Phase?

Merksätze für die Praxis:

„Zuhören, ernst nehmen, nicht bewerten – sondern Halt geben und Unterstützung anbieten.“

„Sterben ist individuell – kultursensible Pflege bedeutet, Raum zu schaffen für das, was Menschen im Leben und im Abschied Halt gibt.“

Darüber hinaus geben wir konkrete Praxistipps:

Umgang mit Sterberitualen in verschiedenen Religionen

Kommunikation in existenziellen Situationen

Zusammenarbeit mit multiprofessionellen Teams (z. B. Seelsorge, Palliativdienst)

Strategien zur Selbstfürsorge für Pflegekräfte

Diese Folge ist eine Einladung zur Reflexion über den eigenen Umgang mit Tod und Sterben. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Sterbewünsche nicht nur zu hören, sondern ihnen mit Respekt, Empathie und kultursensibler Offenheit zu begegnen.

Denn: Pflege ist mehr als eine Aufgabe – sie ist eine Haltung.

Mehr Infos & Zusatzwissen:

Pflege gegen Rechts (PGR): https://pflege-gegen-rechts.de/

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: https://www.dgpalliativmedizin.de/

Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit: https://www.bioeg.de/

Hospiz- und PalliativVerband Deutschland: https://www.dhpv.de/start.html
29 Minuten
Das Fallbeispiel der distale Radiusfraktur.

Willkommen zu einer neuen Episode von Tatort Pflege – Der Pflegelernpodcast! Heute dreht sich alles um Gips- und Casttechniken in der Notaufnahme. Unser Gast, Patrick Fragner von dergipser.net, teilt sein Fachwissen zur richtigen Anwendung, typischen Fehlern und praktischen Tipps für Pflegekräfte.

Gips- und Castverbände: Grundlagen und Unterschiede

Gips- und Castverbände stabilisieren Frakturen und unterstützen den Heilungsprozess.

Gipsverband: Wasseraktivierter Gips, stabil, aber schwer.

Castverband: Kunststoffharz, leichter, belastbarer, schneller einsatzbereit.

Einsatzgebiete: Gips für die Erstversorgung, Cast für die Langzeitstabilisierung.

Häufige Fehler und ihre Vermeidung

Fehlende Polsterung, zu enge Wickelung oder falsche Lagerung können zu Drucknekrosen oder Durchblutungsstörungen führen. Worauf sollte geachtet werden? Wie lassen sich diese Risiken minimieren?

Wann ist ein Gipswechsel notwendig?

Verband locker oder gebrochen

Druckstellen, Schmerzen oder Taubheitsgefühl

Feuchtigkeit oder Hautreizungen

Belastung eines Gipsverbands – Was ist erlaubt?

Trocknungszeit: Weißgips 24–48 h, Kunststoffgips 30–60 min

Frakturabhängig: Armgips früher beweglich, Beintgips oft mit Krücken

Richtlinien beachten: Belastung nur nach ärztlicher Freigabe

Fallbeispiel:

Eine 60-jährige Patientin erhält zunächst einen Gipsverband, der später durch einen Castverband ersetzt wird. Wichtige Kontrollen: Druckstellen, Durchblutung, Beweglichkeit.

Tipps für Pflegekräfte

Castverband korrekt anlegen: Polsterung, Passform und Druck beachten.

Patient:innen aufklären: Bei Schmerzen oder Taubheitsgefühl sofort reagieren.

Pflegehinweise: Feuchtigkeit vermeiden, regelmäßig kontrollieren.

Haben Sie Fragen oder eigene Erfahrungen? Schreiben Sie uns! Bleiben Sie dran für weitere spannende Themen in Tatort Pflege – Der Pflegelernpodcast!

Online-Workshop mit Patrick Fragner

Erfahren Sie mehr über seinen Online-Kurs: Inhalte, Zielgruppen und praktische Vorteile für den Pflegealltag. Online-Workshop: Werde Expert:in für Gips- und Castverbände! Exklusive Schulung auf www.dergipser.net.

Inhalte:

Theorie & Praxis: Anlagetechniken, Materialkunde, Fehlervermeidung

Interaktive Demonstrationen & ÜbungenZertifikat nach Abschluss – ideal für Pflegekräfte, MFA & Therapeut:innen

Warum lohnt sich die Teilnahme? Mehr Sicherheit & bessere Patient:innenversorgung – Jetzt anmelden zum Online-Workshop auf www.dergipser.net!

Quellen:

Hebbauer, C. (n.d.). Gips- und Castverbände: Material, Technik, korrektes Anlegen und Fehlervermeidung. Deutschland: Springer Berlin Heidelberg.

Schleikis, A. (2013). Gips und synthetischer Stützverband: Herkömmliche Fixation und funktionelle Stabilisation. Deutschland: Steinkopff.
34 Minuten
Was passiert, wenn Pflege den Kittel sprengt und direkt in der Nachbarschaft wirkt? In dieser Folge der Podcast-Reihe „Pflege mit Haltung“ – einer Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR) – sprechen wir mit Elena Zarges, Community Health Nurse (CHN), über ein innovatives und zukunftsweisendes Pflegekonzept, das Gesundheit dorthin bringt, wo Menschen leben: in die Community.

🩺 Community Health Nursing – was ist das eigentlich?

CHN ist eine spezialisierte Form professioneller Pflege, die Gesundheitsförderung, Prävention und soziale Unterstützung direkt in den Alltag der Menschen integriert. Ob präventive Hausbesuche, Gesundheitsberatung in benachteiligten Vierteln oder Unterstützung junger Familien – CHN setzt dort an, wo Versorgung gebraucht wird, aber oft fehlt. Ziel ist es, nicht nur Krankheiten zu behandeln, sondern Gesundheit zu ermöglichen.

Gästin Elena Zarges bringt ihre Expertise aus der ambulanten und gemeindenahen Pflege mit. Sie erklärt, wie CHN konkret funktioniert, welche Qualifikationen nötig sind (Spoiler: Ein Masterstudium ist oft Voraussetzung) und wie sie persönlich den Weg in dieses spannende Feld gefunden hat. Ihr Einblick zeigt: CHN ist kein Modewort, sondern gelebte demokratische Pflegepraxis.

Highlights dieser Folge:

Warum Community Health Nursing die Antwort auf viele Herausforderungen im Gesundheitswesen ist

Wie CHN vulnerable Gruppen stärkt – etwa ältere Menschen, chronisch Kranke oder Geflüchtete

Was es mit dem Fallbeispiel „Frau Meier und CHN“ auf sich hat

Welche rechtlichen, ethischen und interprofessionellen Aspekte dabei eine Rolle spielen

Warum CHN auch eine politische Haltung ist – gegen Ausgrenzung und für Teilhabe

Zitat aus der Folge:

„Community Health Nursing ist nicht nur Pflege – es ist gelebte Fürsorge im Quartier. Es geht darum, Gesundheit gerecht zu gestalten.“ – Elena Zarges

Warum das Thema politisch ist:

Gesundheitsversorgung darf kein Privileg sein. CHN setzt sich dafür ein, dass alle Menschen – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Alter – Zugang zu Wissen, Pflege und Unterstützung erhalten. Das ist ein aktiver Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und Demokratie.

Praxistipps aus der Folge:

Regelmäßige Besuche schaffen Vertrauen – Kommunikation ist der Schlüssel.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit erhöht die Versorgungssicherheit.

Aufklärung über Rechte stärkt die Selbstbestimmung von Patient:innen.

Für wen ist die Folge spannend?

Pflegefachpersonen, die neue Wege gehen wollen

Studierende und Berufseinsteiger:innen in Pflege und Public Health

Menschen, die an demokratischer Gesundheitsversorgung interessiert sind

Alle, die sehen wollen, wie Pflege auch politisch wirken kann

Quellen und Links:

Robert Bosch Stiftung (2021): Community Health Nursing – Wegweiser für die Etablierung in Deutschland: www.bosch-stiftung.de

DBfK – Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe: Community Health Nursing – https://www.dbfk.de/de/berufspolitik/community-health-nursing/

Pflege gegen Rechts (PGR): www.pflege-gegen-rechts.de

Jetzt hineinhören und entdecken, wie Pflege durch Haltung die Welt verändert – ganz praktisch, ganz nah, ganz demokratisch.
Tatort Pflege

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