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Tatort Pflege Archiv

177 Episoden
51 Minuten
🩺 Pflege mit Haltung – Demokratie gestalten im Pflegealltag

In Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR) widmet sich diese Podcast-Folge einem Thema, das die Zukunft der Pflege maßgeblich mitgestalten wird: Advanced Practice Nurses (APN) – hoch qualifizierte Pflegefachpersonen mit Masterabschluss, die durch wissenschaftlich fundierte Pflegepraxis, Beratung und interprofessionelle Zusammenarbeit die Versorgung revolutionieren. Als Gäst*in ist dieses Mal Selina Mooswald, die bereits seit mehreren Jahren als APN arbeitet. Sie berichtet aus ihrem Berufsalltag und bespricht das notwendige Fachwissen mit uns.

Was erwartet dich in dieser Folge?

Wir beleuchten die Rolle der APN im Kontext der Pflegekompetenzreform in Deutschland und zeigen, wie diese neue Berufsgruppe nicht nur die Qualität der Versorgung verbessert, sondern auch demokratische Werte wie Teilhabe, Verantwortung und Menschlichkeit im Pflegealltag stärkt.

Theorie trifft Praxis:

Was ist eine APN? Welche Ausbildung und Kompetenzen bringt sie mit?

Wie sieht der Alltag einer APN aus – im Krankenhaus und im ambulanten Bereich?

Welche gesetzlichen, ethischen und kommunikativen Grundlagen prägen ihre Arbeit?

Fallbeispiele aus dem echten Leben:

Frau Müller, 72, mit chronischer Herzinsuffizienz: Wie APN Nina Großkopf durch gezielte Schulung, interprofessionelle Koordination und Entlassungsmanagement Krankenhausaufenthalte vermeidet.

Herr Becker, 58, mit Typ-2-Diabetes: Wie APN Amina Duarte durch Hausbesuche, Schulung und enge Zusammenarbeit mit der Hausärztin die Lebensqualität verbessert und Selbstverantwortung stärkt.

️ Pflegekompetenzreform – es könnte ein Wendepunkt werden: Die Pflegekompetenzreform gibt APNs mehr Entscheidungsspielraum – von der Diagnosestellung bis zur Therapieanpassung. Doch wie weit ist Deutschland im Vergleich zu Ländern wie der Schweiz? Und was braucht es, damit APNs flächendeckend wirken können?

Praxistipps für Pflegeeinrichtungen:

Rollen klar definieren und im Team verankern

Weiterbildung gezielt fördern

APNs dort einsetzen, wo sie den größten Unterschied machen – z. B. im Entlassungsmanagement oder bei chronischen Erkrankungen

Forschung & Ausblick: Wir werfen einen Blick auf aktuelle Studien und zeigen, warum die Rolle der APN nicht nur ein Trend, sondern ein notwendiger Schritt in Richtung zukunftsfähiger Pflege ist. Die Herausforderungen sind groß – fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen, unklare Rollenprofile, mangelnde Finanzierung – doch die Chancen sind größer.

Warum das alles mit Demokratie zu tun hat? Weil Pflege mehr ist als Versorgung. Pflege ist Haltung. Und APNs sind ein Beispiel dafür, wie Fachlichkeit, Verantwortung und Menschlichkeit zusammenwirken, um ein solidarisches Gesundheitssystem zu gestalten.

Weiterführende Links zum Thema APN:

DNAPN – Deutsches Netzwerk für Advanced Practice Nursing

dnapn.de

DBfK-Broschüre: Advanced Practice Nursing (PDF)

Download

Thesenpapier: Warum APNs die Versorgung verbessern

PDF-Link
48 Minuten
In dieser Folge unserer Podcast-Reihe Tatort Pflege, entstanden in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR), widmen wir uns einem Thema, das im Pflegealltag oft präsent, aber selten offen angesprochen wird: Religion. Was bedeutet es, religiöse Vielfalt im Pflegekontext professionell zu begleiten? Wie gelingt es, zwischen Bibel, Buddha und Diwali eine Atmosphäre des Respekts zu schaffen?

Theorie trifft Praxis

Wir starten mit einem fundierten Überblick über die fünf großen Weltreligionen – Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum – und beleuchten ihre zentralen Symbole, Feiertage und spirituellen Praktiken. Dabei wird deutlich: Religion ist weit mehr als Glaube – sie stiftet Sinn, Gemeinschaft, Orientierung und Halt.

Pflegealltag mit Haltung

Im Zentrum der Folge steht ein eindrucksvolles Fallbeispiel: Drei Patienten – ein Christ, ein Hindu und ein Buddhist – teilen sich ein Zimmer. Ihre religiösen Rituale kollidieren, Spannungen entstehen. Doch Pfleger Sami, selbst gläubiger Muslim, begegnet der Situation mit Empathie, Professionalität und interreligiöser Kompetenz. Er vermittelt, organisiert, respektiert und zeigt, wie Pflege mit Haltung gelingt.

Was du aus dieser Folge mitnimmst:

Wie Religion im Pflegealltag wirkt – als Ressource, Herausforderung und Brücke.

Warum Fragen wichtiger sind als Annahmen.

Wie Rituale, Speisevorschriften und Feiertage professionell begleitet werden können.

Welche Rolle Kommunikation, Teamarbeit und rechtliche Rahmenbedingungen spielen.

️ Praxistipps inklusive:

Offen nach religiösen Bedürfnissen fragen.

Kleine Rituale ermöglichen – wenn sicher und erlaubt.

Eigene Haltung reflektieren und professionell bleiben.

Diese Folge ist ein Plädoyer für eine Pflege, die Vielfalt nicht nur duldet, sondern aktiv gestaltet – mit Respekt, Wissen und Herz.

Jetzt hineinhören – und Pflege mit Haltung leben.

Quellen und weiterführende Literatur (APA-Stil):

Bundeszentrale für politische Bildung. (o. J.). Religionen in Deutschland. https://www.bpb.de/themen/religion/

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (2023). Kultursensible Pflege. https://www.infodienst.bzga.de/kultursensible-pflege/

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft. (2020). Pflege und Religion – Empfehlungen für die Praxis. https://www.dg-pflegewissenschaft.de
35 Minuten
Willkommen bei „Tatort Pflege – Pflege mit Haltung“, der Podcastreihe in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR). Hier sprechen wir über Menschlichkeit, Würde und demokratische Werte im Pflegealltag. In dieser Folge widmen wir uns zusammen mit der Gästin Mareen Tuminez vom Pflege Blog-Podcast & auf Instagram@fam.tuminez einem besonders wichtigen Thema: Transkulturelle Pflege und dem Sunrise-Modell nach Madeleine Leininger.

Worum geht es?

Gesundheit ist mehr als nur ein medizinischer Zustand – sie ist auch kulturell geprägt. Die transkulturelle Pflege berücksichtigt genau das. Sie setzt dort an, wo Sprache, Glaube, Tradition und Lebensweise den Genesungsprozess mitbestimmen. In dieser Episode beleuchten wir, wie Pflegekräfte durch kultursensibles Handeln die Qualität ihrer Arbeit verbessern und dabei Menschen in ihrer Vielfalt gerecht werden können.

Wir stellen euch das Sunrise-Modell vor – ein pflegetheoretisches Konzept, das aufzeigt, welche Einflussfaktoren (wie Religion, Bildung, Familie oder Politik) das Gesundheitsverhalten von Patient:innen prägen. Wir zeigen, wie dieses Modell praktisch angewendet werden kann, mit dem Fallbeispiel: Frau Ahmad:

Wir begleiten die 34-jährige Frau Ahmad aus Syrien in die Notaufnahme. Zunächst begegnet ihr dort Unverständnis und sprachliche Hürden – die Folge: Vertrauensverlust und verzögerte Genesung. In der überarbeiteten Version des Falles sehen wir, wie kultursensible Pflege mit Einfühlungsvermögen, Kommunikation und interkultureller Kompetenz funktioniert – mithilfe des Sunrise-Modells.

Pflegewissen kompakt – Das Sunrise-Modell (nach Leininger)

️ Technologische, religiöse, soziale, wirtschaftliche und familiäre Faktoren beeinflussen das Pflegeverhalten.

️ Pflege soll nicht nur für, sondern auch mit Patient:innen gestaltet werden – unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Identität.

️ Drei pflegerische Handlungsstrategien:

Kulturelle Pflegeerhaltung (z. B. Rituale achten)

Kulturelle Pflegeanpassung (z. B. Ernährung berücksichtigen)

Kulturelle Pflegeumstrukturierung (z. B. gesundheitsgefährdende Praktiken begleiten und verändern)

Praxistipps für Pflegekräfte

Kulturelle Anamnese systematisch erheben

Dolmetscher:innen und Übersetzungs-Tools nutzen

Religiöse Bedürfnisse ernst nehmen

An- und Zugehörige mit einbeziehen

Pflegeplanung anhand des Sunrise-Modells gestalten

Warum diese Folge wichtig ist

Diese Episode soll sensibilisieren, aufklären und Mut machen. Transkulturelle Pflege ist kein Add-on – sie ist zentral für ein respektvolles, faires und wirksames Gesundheitswesen.

Hör jetzt rein – und lerne, wie du als Pflegekraft Vielfalt anerkennst, verstehst und in professionelle Pflegehandlungen übersetzt.

Wichtige Links aus der Folge:

Sunrise-Modell erklärt:

https://www.rechtsdepesche.de/5-fakten-zu-madeleine-leininger/

Praxisbuch (Springer):

https://doi.org/10.1007/978-3-642-24925-9_2

Vielfalt Pflegen – kostenfreie E-Learning-Plattform:

https://www.vielfalt-pflegen.info/

Handbuch INGE – Integration im Gesundheitswesen:

https://handbuch-inge.de/phase/ausbildung/
31 Minuten
Professionalisierung: Pflege zwischen Beruf und Berufung

Pflege ist mehr als nur ein Job – sie ist eine gesellschaftliche Schlüsselrolle, die immer mehr in den Fokus rückt. In dieser Episode von Tatort Pflege beleuchten wir ein Thema, das für die Zukunft unseres Gesundheitswesens entscheidend ist: die Professionalisierung der Pflege. Was bedeutet es eigentlich, wenn von „Pflege als Profession“ gesprochen wird? Welche Anforderungen, Herausforderungen und Chancen ergeben sich daraus – für Pflegefachpersonen, Auszubildende und das gesamte System?

Darum geht’s in dieser Folge:

Wir nehmen dich mit auf eine analytische, aber auch praxisnahe Reise durch die Grundlagen, Merkmale und aktuellen Entwicklungen der Professionalisierung in der Pflege. Anhand eines realitätsnahen Fallbeispiels rund um Lara – eine Auszubildende im letzten Lehrjahr – wird deutlich, wie sich Pflege vom traditionellen Beruf zur autonomen Profession entwickelt. Wir zeigen, wie evidenzbasiertes Wissen, ethische Prinzipien, gesetzliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken, um Pflege neu zu denken – und nachhaltig zu stärken.

Was du mitnimmst:

Den Unterschied zwischen „Beruf“ und „Profession“ in der Pflege

Die wichtigsten Merkmale professioneller Pflege: von evidenzbasiertem Arbeiten über ethische Standards bis hin zur Autonomie in der Praxis

Die Rolle von Ausbildung, Studiengängen und Akademisierung

Wie gesetzliche Entwicklungen – wie das Pflegekompetenzgesetz – Pflegefachpersonen stärken

Warum die Einbindung der Pflege in politische Prozesse und Krisenmanagement essenziell ist

Fallbeispiel im Fokus:

Lara, eine angehende Pflegefachkraft, steht sinnbildlich für den Wandel in der Pflege: zwischen Anleitung und eigenverantwortlichem Handeln. Ihr Umgang mit einem Patienten in einer komplexen gesundheitlichen Situation zeigt: Professionelle Pflege bedeutet nicht nur Anwenden, sondern Verstehen, Entscheiden und Verantwortung übernehmen.

️ Für wen ist diese Folge besonders spannend?

Pflegeauszubildende, die ihre Rolle im System besser verstehen möchten

Berufserfahrene Pflegende, die den Weg zur Profession aktiv mitgestalten

Lehrende und Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen

Alle, die sich für die Zukunft der Pflege interessieren

Zitat zum Mitnehmen:

„Pflege ist mehr als Beruf – sie strebt zur Profession: mit Wissen, Autonomie und gesellschaftlicher Mission.“

Hintergrund & Quellen:

Diese Folge basiert auf aktuellen Informationen zur Pflegekompetenzreform, dem Pflegeberufegesetz sowie auf den Standards des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) und internationalen Richtlinien (ICN). Ergänzt wird sie durch aktuelle Entwicklungen zur Akademisierung, Modellprojekte zur erweiterten Kompetenzübernahme und die Diskussion rund um die Rolle von Pflegefachpersonen in Notfallsituationen.

️ Tatort Pflege – der Podcast für alle, die die Pflege von morgen aktiv mitgestalten wollen. Klar, kritisch, kompetent.
16 Minuten
Nachdem ihr in den ersten beiden Folgen Tatort Dünndarm bereits die Symptome und Diagnostik der Zöliakie und damit auch verbunden den Klinikalltag kennengelernt habt, möchten wir euch in der letzten und damit abschließenden Folge hilfreiche und wichtige Tipps vorstellen, mit denen auch Julian einen entspannten Alltag ohne Lebensqualitätseinbußen führen kann. Dabei möchten wir vor allem auf die Situation Zuhause eingehen, denn da müssen nun einige Dinge beachtet werden. Aber auch der Lebensmitteleinkauf und Restaurantbesuche müssen etwas anders geplant werden, als es vielleicht vorher der Fall war.

Was passiert, wenn man glutenfrei kocht, aber den Toaster vergisst?

Wieso glutenfrei nicht automatisch gesund heißt?

Und warum sind wir mehr als Rezeptgeber:innen?

Freut euch auf eine spannende Folge, bei dem Julian jetzt seinen neuen Alltag und seine neuen Routinen finden kann, um wieder entspannt und symptomfrei leben zu können und wie ihn seine Eltern dabei unterstützen können.

Viel Spaß beim Hineinhören!

Sprechende: Nicole Molitor, Elisabeth Kallmeyer

Quellen:

https://www.dzg-online.de/ (letzter Zugriff: 01.07.2025)

Zimmermann, S. (2024, 6. August) Glutenfrei ohne Zöliakie: Was der Trend taugt. Zdf heute. https://www.zdfheute.de/ratgeber/glutenfreie-ernaehrung-abnehmen gesuender-diaet-100.html (letzter Zugriff: 01.07.2025)

Hauner, H. (2019) Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP). https://www.dge.de/fileadmin/dok/gesunde-ernaehrung/diaetetik/Hauner-H 2019-Leitfaden-Ernaehrungstherapie-in-Klinik-und-Praxis-LEKuP_02.pdf

Begleitend zu den Folgen gibt jede Menge kompakte, praxisnahe Materialien, z. B. auf Instagram unter @tatortpflege_podcast. Alle eignen sich ideal für die pädagogische Arbeit, Schulprojekte oder die eigene Weiterbildung. Es fasst die wichtigsten Punkte zum Thema Zöliakie rund um Hygiene, Einkauf, Ernährung und Therapie zusammen und bietet konkrete Tipps für den Alltag.

️ Ob du selbst betroffen bist, in der Bildungsarbeit tätig bist oder einfach mehr über Zöliakie erfahren möchtest – alle 3 Folgen liefert dir fundiertes Wissen, praktische Tipps und neue Perspektiven.
8 Minuten
In der ersten Folge habt ihr Julian kennengelernt. Der 10 Jahre alte Junge hat immer wieder Bauchschmerzen nach dem Essen. Außerdem ist sein Wachstum verzögert und es wird ein Nährstoffmangel bei ihm festgestellt. Die Eltern machen sich große Sorgen um ihren Sohn und bitten die Ärzte sich auf die Suche nach der Ursache für Julians Beschwerden zu machen.

In dieser neuen Folge von #TatortPflege nehmen Stella Koldewey und Holger Vogt euch mit hinter die Kulissen der Zöliakie Diagnostik – von den Ursachen bis hin zum praktischen Alltag im Krankenhaus. All das erfahrt ihr hier.

Viel Spaß beim Zuhören wünschen euch, die Auszubildenden der Diätassistenz der Charité Berlin und Vivantes.

Quellen: 

https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/GEDA/Geda2009/chronisches_kranksein.pdf?__blob=publicationFile&v=1 

https://www.dzg-online.de/was-ist-zoeliakie 

https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-021l_S2k_Zoeliakie_2022-05.pdf (S. 790 ff.) 

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8986520/ Quelle Genetik/Zöliakie 
10 Minuten
Unklare Bauchschmerzen, ständige Müdigkeit und keine Diagnose in Sicht – was steckt dahinter? In unserem Podcast „Tatort Dünndarm“ gehen wir diesen Fragen auf den Grund. Wir, angehende Diätassistent*innen der Charité und Vivantes, nehmen euch in drei spannenden Folgen mit auf eine Reise durch den menschlichen Dünndarm und erklären euch alles rund um die Krankheit Zöliakie.

Anhand des Fallbeispiels des 10-jährigen Julian zeigen wir, wie schwierig die Diagnose oft ist, warum die Symptome so unterschiedlich sein können und wie Zöliakie Betroffene im Alltag begleitet. Dabei bringen wir medizinisches Wissen verständlich und lebendig näher – von den ersten Anzeichen über die Diagnostik bis hin zur ernährungstherapeutischen Behandlung.

Freut euch auf spannende Einblicke in die Welt der Autoimmunerkrankungen, hilfreiche Tipps aus der Ernährungstherapie und praktische Beispiele aus dem Alltag. Gemeinsam lüften wir das Geheimnis hinter dem „Chamäleon der Gastroenterologie“ – verständlich, fundiert und authentisch.

Musik: Luis Hanke, Anne Jäcker

Sprechende: Hannah Friedrich, Patrick Voll

Quellen: 

https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/GEDA/Geda2009/chronisches_kranksein.pdf?__blob=publicationFile&v=1 

https://www.dzg-online.de/was-ist-zoeliakie 

https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-021l_S2k_Zoeliakie_2022-05.pdf (S. 790 ff.) 

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8986520/ Quelle Genetik/Zöliakie 
35 Minuten
Rechtsruck in der Pflege – Wenn Demokratie auf Station ins Wanken gerät

In dieser aufrüttelnden Episode unserer Podcast-Reihe, produziert in Kooperation mit Pflege gegen Rechts, werfen wir wieder einen kritischen Blick auf ein drängendes gesellschaftliches Thema: Den Rechtsruck – und seine erschreckend realen Auswirkungen im Gesundheitswesen. Gibt es tatsächlich rechtsextreme Tendenzen in der Pflege? Was passiert, wenn demokratische Grundwerte im Arbeitsalltag auf der Strecke bleiben?

Wir sprechen mit dem renommierten Kommunikationsexperten Marc Raschke, der nicht nur Journalist, sondern auch preisgekrönter PR- und HR-Berater sowie Gesundheits- und Politik-Influencer ist. Gemeinsam hinterfragen wir, warum sich rechte Denkweisen zunehmend in pflegerischen sowie in den Gesundheits-Berufsfeldern wiederfinden und was das für Kolleg:innen, Patient:innen und unsere demokratische Kultur bedeutet.

Themen dieser Folge u. a.:

Was bedeutet „Rechtsruck“ überhaupt und warum ist er gefährlich?

Wie soziale Herkunft, Arbeitsdruck und politische Unsicherheit rechte Tendenzen begünstigen

Fallbeispiel Ayşe - Wenn Ausgrenzung plötzlich Alltag wird

Warum Pflegende gezielt zur Zielscheibe populistischer Narrative werden

Welche Verantwortung Einrichtungen und jede:r Einzelne trägt

Bewegende Einblicke liefert die Geschichte von Ayşe: eine fiktive, aber realitätsnah dargestellte Pflegefachperson, die mit wachsendem Rassismus in ihrer Einrichtung konfrontiert wird. Ihre Geschichte zeigt nicht nur die Herausforderungen, sondern auch Mut, Widerstand und die Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements im Arbeitsalltag.

Begleitend analysieren wir eine aktuelle Studie der Stiftung EVZ und der Universität Bielefeld, die aufzeigt, wie rechtspopulistische und geschichtsrevisionistische Tendenzen in der gesellschaftlichen Mitte angekommen sind.

Was können wir tun?

Diese Folge gibt nicht nur Denkanstöße, sondern liefert auch ganz konkrete Praxistipps:

Wie lassen sich rechte Aussagen im Kolleg:innenkreis erkennen?

Wie reagieren, wenn diskriminierende Parolen geäußert werden?

Welche Formate fördern einen offenen, wertschätzenden Umgang im Team?

Diese Folge zeigt eindrucksvoll:

Der Kampf um Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie beginnt nicht in Talkshows oder auf Wahlplakaten – sondern mitten im Alltag, in Kantinen, auf Stationen und in Teambesprechungen. Pflege ist politisch. Und wer wegsieht, macht sich mitschuldig.

Jetzt hineinhören – auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es gute Inhalte gibt.

Weitere Informationen unter: https://pflege-gegen-rechts.de

Links zum Gast:

Raschke Public - https://www.marcraschke.de/

https://www.agentur-blaulicht.de/

Zündholz - Podcast

Marc Raschke - YouTube

Instagram – @marc_raschke
38 Minuten
Plus Überraschungsverlosung in der Folge

Tatort Pflege – Folge: „Delir – Der stille Notfall“

Ein akuter Zustand, der oft übersehen wird – und doch kann er alles verändern. In dieser Folge von „Tatort Pflege“ richten wir das Scheinwerferlicht auf ein Thema, das Pflegekräfte, Angehörige und medizinisches Fachpersonal gleichermaßen fordert: das Delir.

Was ist eigentlich ein Delir?

Ein Delir ist weit mehr als nur „Verwirrtheit“ – es ist ein akut auftretender Zustand von Bewusstseins- und Aufmerksamkeitsstörungen, begleitet von kognitiven Einbußen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Schlafstörungen. Besonders ältere Menschen, Menschen nach Operationen oder mit Infektionen sind gefährdet. Die gute Nachricht: Ein Delir ist in vielen Fällen reversibel – vorausgesetzt, es wird rechtzeitig erkannt und behandelt.

Symptome erkennen – handeln, bevor es zu spät ist.

Mit typischen Anzeichen wie plötzlicher Desorientierung, Angstzuständen, Gedächtnisstörungen und Schlaflosigkeit bleibt das Delir oft unerkannt oder wird mit Demenz verwechselt. Doch der Verlauf kann dramatisch sein – wie das Fallbeispiel von Herrn Schuster, einem 78-jährigen Patienten nach einer Routineuntersuchung, zeigt: Innerhalb weniger Stunden nach dem Eingriff entwickelte er ein voll ausgeprägtes Delir – mit massiven Auswirkungen auf Kommunikation, Mobilität und Pflegebedarf.

Pflege zwischen Stabilisierung und Krisenintervention.

In dieser Folge erfahrt ihr, wie wichtig es ist, durch gezielte Pflegemaßnahmen wie Reorientierung, Umgebungsanpassung, Schlafhygiene und Flüssigkeitsmanagement präventiv und therapeutisch zu handeln. Ihr bekommt praxisnahe Einblicke, wie Pflegekräfte trotz Zeitdruck empathisch, geduldig und professionell agieren können – etwa durch ruhige Kommunikation, Beobachtung des Zustands und interprofessionelle Zusammenarbeit.

Wissen kompakt: Diagnostik, Therapie und rechtlicher Rahmen.

Wir besprechen wichtige Diagnoseinstrumente wie den CAM-Screening-Test oder die Glasgow-Koma-Skala und werfen einen Blick in die aktuellen S3-Leitlinien zum Delirmanagement. Auch der rechtliche Rahmen kommt nicht zu kurz: Was bedeutet das Delir für die Aufklärungspflicht, den Behandlungsvertrag oder das Entlassungsmanagement? Welche Rolle spielt die Pflegeversicherung in der Nachsorge? Antworten darauf gibt’s in dieser Folge!

Tatort Pflege – authentisch, ehrlich, relevant.

Diese Episode ist ein Muss für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind oder sich für gute Pflege interessieren. Mit Fachwissen, echter Fallnähe und tiefem Respekt vor den Herausforderungen des Pflegealltags machen wir sichtbar, was sonst oft im Schatten bleibt.

Jetzt hineinhören & Delir nie wieder übersehen.

Wichtige Links:

uksh.de/uksh_media/Dateien_Pflege/Pflegeforschung/Delir/Sammlung+mit+62+One+Minute+Wonder+zum+Delir.pdf

TRADE – TRAnsport und DElir bei älteren Menschen - Stiftung ZQP - https://www.zqp.de/projekt/delir-praevention-studie/

One-Minute-Wonder – Delir-Prävention in der Pflege - Stiftung ZQP

https://evkb.de/fileadmin/evkb-content/one-minute-wonder/dokumente/2024-08-omw-delir.pdf
36 Minuten
Ethik-Codex als wichtiges Instrument

In dieser besonderen Episode unserer Podcast-Reihe Tatort Pflege beleuchten wir ein Thema, das aktueller und dringlicher kaum sein könnte: Wie begegnet professionelle Pflege einem gesellschaftlichen Rechtsruck – und welche Rolle spielt dabei der ICN-Ethik-Codex?

In Kooperation mit der Initiative Pflege gegen Rechts sprechen wir über die ethischen Grundwerte der professionellen Pflege und darüber, warum diese in Zeiten zunehmender politischer Polarisierung mehr denn je gebraucht werden.

Was ist der ICN-Ethik-Codex?

Der ICN-Ethik-Codex ist ein international anerkannter ethischer Leitfaden, der Pflegefachpersonen Orientierung für ihr berufliches Handeln bietet. Verabschiedet vom International Council of Nurses (ICN), betont er zentrale Werte wie Menschenwürde, Respekt, soziale Gerechtigkeit und interprofessionelle Zusammenarbeit – unabhängig von Herkunft, Religion oder Status der Patient:innen.

Er besteht aus vier Hauptelementen:

Pflegefachpersonen und Patient:innen

Pflegefachpersonen und Praxis

Pflegefachpersonen und ihre Profession

Pflegefachpersonen und globale Gesundheit

Diese Grundsätze sind mehr als Theorie – sie sind ein praktischer Kompass im Pflegealltag.

Pflege im Spannungsfeld gesellschaftlicher Entwicklungen.

In einer Zeit, in der rechtspopulistische Rhetorik, Ausgrenzung und Diskriminierung zunehmen, ist es entscheidend, wie Pflegefachpersonen Haltung zeigen. Der Begriff Rechtsruck beschreibt genau diese bedrohliche Entwicklung: eine politische Verschiebung hin zu nationalistischen, migrationsfeindlichen und autoritären Einstellungen, die demokratische und menschenrechtliche Prinzipien gefährden.

Fallbeispiele & ethische Reaktionen:

Anhand konkreter Szenarien zeigen wir, wie Pflegekräfte im Sinne des ICN-Ethik-Codex reagieren können:

Eine Pflegeperson widerspricht rassistischen Kommentaren im Teamgespräch.

Kolleg:innen organisieren interne Fortbildungen zu interkultureller Kompetenz.

Einzelne sprechen sich öffentlich gegen die Ausgrenzung geflüchteter Menschen aus dem Gesundheitssystem aus.

In Teams wird aktiv gegen Diskriminierung Stellung bezogen – mit Rückhalt durch den Ethik-Codex.

Diese Beispiele machen deutlich: Pflege ist nicht neutral – sie ist parteiisch für die Menschlichkeit.

Margaretes Fall – Eine Fallanalyse.

Im Zentrum steht Margarete, eine Pflegefachperson, die erkennt: Der politische Rechtsruck beeinflusst nicht nur die Gesellschaft, sondern auch Pflegepraxis und Patient:innenversorgung. Entlang der fünf pflegerischen Kompetenzbereiche zeigt die Folge, wie Margarete Verantwortung übernimmt – durch Reflexion, Kommunikation, Teamarbeit, rechtliches Engagement und ethische Positionierung.

Pflege als ethische Praxis.

Wir wollen dazu ermutigen, ethisches Handeln nicht als Zusatz, sondern als Kern der Pflege zu verstehen. Der ICN-Ethik-Codex bietet dafür eine starke Basis!

Lerntipp:

Erstelle dir Karteikarten oder Mindmaps zu den vier Hauptelementen des Kodex, mit Beispielen aus deiner Praxis. So wird Ethik lebendig und anwendbar.

Weiterführende Links:

Vollständige deutsche Fassung des Kodex:

https://www.dbfk.de/media/docs/newsroom/publikationen/ICN_Code-of-Ethics_DE_WEB.pdf

Überblicksseite des DBfK:

https://www.dbfk.de/de/dbfk/Ethikkodex.php
48 Minuten
Das Fallbeispiel Appendizitis bzw. die Appendektomie – Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Willkommen zu einer neuen Episode von Tatort Pflege! Heute begleiten wir eine Patient*in auf ihrem Weg durch den OP – von der Notaufnahme bis zur postoperativen Pflege. Unsere Gäste Caterina und Maik geben spannende Einblicke in die interdisziplinäre Zusammenarbeit im OP-Bereich und sprechen über Herausforderungen sowie bewährte Sicherheitsmaßnahmen.

Ein akuter Notfall: Appendektomie als Fallbeispiel

Eine akute Appendizitis kann plötzlich auftreten und muss oft rasch operiert werden. Unser Fallbeispiel dreht sich um Kim Schmidt, eine Patient*in, die mit starken Bauchschmerzen in die Notaufnahme kommt. Neben den medizinischen Herausforderungen werfen wir einen besonderen Blick auf den sensiblen Umgang mit geschlechtlicher Identität im OP-Setting.

Interview mit einem OTA: Die Rolle der OP-Assistenz

Unser Experte Maik erklärt, was eine operationstechnische Assistenz (OTA) genau macht und wo die Schnittstellen zur Pflege liegen. Caterina gibt wertvolle Tipps für angehende OP-Fachkräfte, um sich optimal auf die Arbeit im OP vorzubereiten.

Der Weg durch den OP – Einblicke in den Ablauf

Von der Aufnahme in der Notaufnahme über die Diagnostik und Vorbereitung bis hin zur OP-Einleitung – wir gehen Schritt für Schritt den gesamten Prozess durch:

Notaufnahme & Diagnostik: Anamnese, Untersuchung und Entscheidung zur Operation

Vorbereitung: Stationäre Aufnahme, Prämedikation und Sicherheitschecks

Einschleusung in den OP-Bereich: Identitätskontrolle und Einleitung der Narkose

Operation: Laparoskopische Appendektomie mit detailliertem Ablauf

Postoperative Überwachung: Schmerzmanagement, Mobilisation und Entlassung

Herausforderungen im OP-Alltag

Wie können Fehler vermieden werden? Welche Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend? Wir sprechen über die WHO-OP-Checkliste und berichten von typischen Herausforderungen im OP-Alltag:

Verwechslungen

Zeitdruck

Kommunikation im interdisziplinären Team

Interdisziplinäre Zusammenarbeit – Erfolgsfaktor Patientensicherheit

Der OP ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen. Wir beleuchten, wie Pflege, Anästhesie und OP-Team effektiv zusammenarbeiten, um Patient*innen optimal zu versorgen. Denn eine gute Teamarbeit und klare Kommunikation sind entscheidend für die Patientensicherheit!

Freut euch auf eine spannende Folge voller Fachwissen, Erfahrungsberichte und praxisnaher Tipps! Hört rein und lernt dazu!

Links:

Auf Instagram gerne folgen: ota_schule_am_bbg bzw. https://www.instagram.com/otaschuleambbg

Wichtige Quellen:

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) 2006: Laparoskopische vs. offene Appendektomie, systematische Übersicht zur medizinischen Wirksamkeit und gesundheitsökonomische Analyse. (HTA) in der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 49 ISSN: 1864-9645 1. Auflage 2006

OTA-Lehrbuch: Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz. (2018). Deutschland: Springer Berlin Heidelberg.

Globaler Aktionsplan für Patient:innensicherheit der WHO (World Health Organisation) - https://www.who.int/home
34 Minuten
Wie können Pflegende ihre Arbeitswelt selbst gestalten?

In dieser spannenden Episode werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der berufspolitischen Organisationen im Pflegebereich. Gemeinsam mit unserem Gast Alexander Bluhm beleuchten wir das Zusammenspiel von Berufsverbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern – und warum ihr Engagement essenziell für die Zukunft der Pflege ist.

Das Fallbeispiel: Pflegefachkraft Isabell steht exemplarisch für viele Kolleg:innen im System:

Zehn Jahre im Beruf, täglich mit steigender Belastung konfrontiert, aber ohne Verbindung zu einer der drei berufspolitischen Säulen. In ihrer Geschichte spiegeln sich die Fragen vieler Pflegender:

Welche Organisation bringt mir wirklich etwas?

Wie kann ich mich sinnvoll engagieren?

Und was bewirkt das Ganze überhaupt?

Dreiklang verstehen, Pflege mitgestalten

Alexander Bluhm bringt Klarheit in die oft verwirrenden Strukturen:

Was genau unterscheidet die Kammer von der Gewerkschaft?

Welche Rolle spielen Berufsverbände in der fachlichen Weiterentwicklung?

Und warum braucht es alle drei – im Verbund, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten?

Im Gespräch zeigen wir konkrete Schnittstellen und Synergien auf – und benennen auch die Missverständnisse, die in der Pflegebasis oft zu Zurückhaltung oder Ablehnung führen.

Wissen trifft Praxis: Berufspolitik im Pflegealltag

Wir ordnen ein, wie sich politische Entscheidungen direkt auf Pflegeprozesse, Arbeitsbedingungen und ethisches Handeln auswirken – und wie wichtig es ist, diese Prozesse nicht nur passiv zu ertragen, sondern aktiv mitzugestalten.

Denn:

Personalschlüssel, Fortbildungspflichten oder Dokumentationslast – all das ist nicht gottgegeben, sondern Ergebnis berufspolitischer Aushandlung.

Organisationsquote: Warum es auf jede Stimme ankommt

Ein zentrales Thema der Folge ist die Organisationsquote – also der Anteil der Pflegenden, die Mitglied in einer Kammer, einem Verband oder einer Gewerkschaft sind. Während Ärzt:innen zu über 90 % organisiert sind, liegt die Quote in der Pflege oft unter 15 %. Das hat Folgen:

Weniger Mitbestimmung, geringerer politischer Einfluss, schwache Verhandlungsposition.

Deshalb unser Appell:

️ Pflege braucht Stimme – und die klingt am stärksten im Dreiklang!

Praxisnah & motivierend: Dein Einstieg in die Berufspolitik

Du möchtest dich engagieren, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? In unserem Praxistipp geben wir dir einfache, konkrete Anregungen:

Pflegepolitischer Kompass: Veranstaltungen besuchen, Mitgliedschaften prüfen

Vernetzung: Podcasts, Social Media, Austausch im Team

Aktiv werden: Leserbrief, Insta-Post, Diskussion im Stationszimmer

Wahlrecht nutzen: Stimme erheben bei Kammer- und Verbandswahlen.

Vertiefung & Empfehlungen

Zum Abschluss gibt’s noch unsere Top-Tipps für vertiefende Informationen:

Websites wie dbfk.de, pflegekammer-nrw.de oder bochumerbund.de

Lesestoff wie „Berufsstolz in der Pflege“ oder „Der Pflege eine Stimme geben.“

️ Podcast-Empfehlungen wie „Übergabe“ oder „Pflege faktisch“

🟦 Fazit der Folge:

Wer Pflege verändern will, muss sich organisieren – in Kammer, Verband oder Gewerkschaft. Nur gemeinsam lässt sich die berufliche Realität mitgestalten.

Denn Pflege ist politisch – und Berufspolitik beginnt bei dir!

️ Jetzt hineinhören – und mitdenken, mitreden, mitwirken!
36 Minuten
Wunschfolge: Du bist mitten in der Pflegeausbildung oder bereitest Dich gerade auf das schriftliche Examen vor? Du fragst Dich immer wieder: „Was genau soll ich bei dieser Klausurfrage eigentlich machen?“ Dann ist diese Folge genau für Dich gemacht!

In dieser Episode geht es um das zentrale Werkzeug Deines Prüfungserfolgs: OPERATOREN und ANFORDERUNGSBEREICHE.

Verwirrend? Nicht mehr lange! Wir erklären Dir einfach und verständlich, was hinter Begriffen wie „nennen“, „analysieren“ oder „beurteilen“ steckt – und wie Du sie meisterst. Denn wer die Sprache der Prüfungen spricht, punktet gezielt und sicher!

Warum ist dieses Thema so entscheidend für Dein Examen?

Klausurfragen sind nicht zufällig formuliert. Sie folgen einem System – und das heißt: Operatoren + Anforderungsbereiche (AFB). Diese geben ganz genau vor, was Du tun sollst, wie tief Du denken musst und wie viel Du schreiben solltest. Je besser Du sie verstehst, desto gezielter kannst Du antworten – und unnötige Punktverluste vermeiden.

Was Du in dieser Folge lernst:

Was sind Operatoren?

Verben wie nennen, beschreiben, analysieren, diskutieren geben klare Anweisungen. Wir zeigen Dir, was genau hinter jedem steckt.

Die drei Anforderungsbereiche (AFB):

AFB I: Grundlagenwissen wiedergeben

AFB II: Wissen anwenden und übertragen

AFB III: Selbstständig bewerten und reflektieren

Wie viel Zeit brauchst Du pro Aufgabenbereich?

Wir geben Dir Tipps zur Zeiteinteilung – damit Du in der Prüfung nicht untergehst, sondern aufblühst.

Stichpunkte oder ganze Sätze?

Wir sagen Dir, wann welche Form sinnvoll ist – und wie Du mit einer Mischung aus Struktur und Fachsprache überzeugst.

Warum Operatoren für Fairness sorgen:

Einheitliche Bewertung, klare Anforderungen, gerechte Punktvergabe – du lernst, wie Du mit System durchs Examen gehst.

Dein Vorteil mit diesem Wissen:

️ Mehr Klarheit in jeder Prüfungsfrage

️ Gezielte Vorbereitung statt Rätselraten

️ Selbstsicherheit beim Bearbeiten schwieriger Aufgaben

️ Verständnis für Bewertung und Korrektur

️ Weniger Prüfungsangst – mehr Erfolg!

️ Für wen ist diese Folge besonders wertvoll?

Auszubildende in der Pflege

Prüflinge kurz vor dem schriftlichen Examen

Lehrer:innen und Dozent:innen, die Prüfungsstrategien vermitteln

Alle, die wissen wollen: Wie kann ich mich fair, effizient und strukturiert auf Prüfungen vorbereiten?

TIPP:

Mach mit! Nimm Dir während der Folge ein Blatt Papier und versuch selbst, ein paar typische Prüfungsfragen nach Anforderungsbereichen zuzuordnen. Du wirst sehen – mit etwas Übung erkennst Du das System sofort!

Links:

Operatoren-Plakat-A4_22-03-08_DRUCK_ohne-Anschnitt.4262336.pdf

Kompetenzorientierte schriftliche Prüfungen gestalten

Klausurfragen verstehen heißt: Deine Prüfung verstehen.

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39 Minuten
Pflege mit Haltung. Willkommen zu einer neuen Folge von Tatort Pflege, dem Podcast in Kooperation mit Pflege gegen Rechts (PGR). In unserer Serie „Pflege mit Haltung“ geht es um mehr als nur den Alltag im Gesundheitswesen – wir beleuchten, wie Pflegekräfte aktiv zur Stärkung von Demokratie, Zusammenhalt und Menschenwürde beitragen können.

In dieser Folge tauchen wir ein in eine zentrale, aber oft unterschätzte Säule der professionellen Pflege: die Berufsverbände. Warum sind sie so wichtig? Welche Rolle spielen sie in der berufspolitischen Gestaltung? Und: Warum lohnt sich gerade für Azubis ein Engagement in diesen Organisationen?

Zu Gast ist Johannes Wünscher vom DBfK, der aus seiner Erfahrung berichtet und spannende Einblicke gibt, warum Pflege mehr als ein Beruf ist – nämlich eine gesellschaftlich relevante Kraft. Johannes findet ihr übrigens auch auf Instagram unter @nichtarzt, wo er sich mit Herz und Haltung für die Profession stark macht.

Was dich erwartet:

Wir starten mit einem grundlegenden Theorieteil: Was genau sind Berufsverbände eigentlich? Welche Aufgaben erfüllen sie? Von berufspolitischer Interessensvertretung über rechtliche Unterstützung bis hin zu Weiterbildungen – der Beitrag dieser Institutionen ist vielseitig und oft entscheidend für die Entwicklung des Pflegeberufs.

Anhand von zwei prominenten Beispielen – dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und dem Deutschen Pflegerat (DPR) – zeigen wir, wie diese Organisationen konkret arbeiten, welche Angebote sie bereitstellen und welchen Mehrwert sie für Pflegende bieten. Egal, ob du Pflegeazubi bist oder bereits im Beruf stehst: Die Infos aus dieser Folge zeigen, wie du von diesen Strukturen profitieren kannst.

Fachwissen & Fallbeispiel:

Wir bringen dir nicht nur Fakten, sondern auch persönliche Einblicke. Du lernst Marieluo kennen – eine motivierte Pflegefachschülerin, die durch die Junge Pflege AG im DBfK ihren eigenen Zugang zur berufspolitischen Mitgestaltung entdeckt. Ihr Weg vom ersten Kontakt bis zur aktiven Beteiligung inspiriert und motiviert dazu, selbst Teil eines Netzwerks zu werden, das Pflege voranbringt.

Analyse & Kompetenzen:

Was können wir aus Marieluos Geschichte lernen? Wir analysieren ihren Weg anhand relevanter pflegerischer Kompetenzbereiche – von Kommunikation über rechtliche Grundlagen bis hin zur ethischen Verantwortung. So wird klar: Engagement in Berufsverbänden fördert nicht nur das eigene berufliche Wachstum, sondern auch die gesamte Profession.

Praxistipps für Azubis & junge Pflegekräfte:

Zum Abschluss geben wir praktische Tipps für den Einstieg in die Welt der Berufsverbände:

Nutze Netzwerke wie die Junge Pflege-AG

Besuche Fortbildungen & Kongresse

Informiere dich über Rechte & Pflichten

Engagiere dich berufspolitisch

Fazit:

Diese Folge ist ein Weckruf: Pflege ist politisch – und Berufsverbände sind dein Werkzeug, um mitzugestalten. Sie bieten dir als Azubi nicht nur Schutz, Wissen und Gemeinschaft, sondern auch eine Stimme. Eine Stimme, die gehört wird.

Werde aktiv. Nutze deine Möglichkeiten. Denn Pflege mit Haltung beginnt bei dir.

Links:

Kongress: https://www.deutscher-pflegetag.de/tickets/anmeldung.html

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK): www.dbfk.de

Junge Pflege im DBfK: www.dbfk.de/junge-pflege
32 Minuten
In dieser Episode des Podcasts "Tatort Pflege" widmen wir uns der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Die JAV ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Auszubildenden und jungen Beschäftigten unter 25 Jahren, die sich in ihrem Betrieb Gehör verschaffen wollen. Sie setzt sich für bessere Ausbildungsbedingungen ein, vertritt die Interessen der Azubis und sorgt dafür, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.

Unsere drei Gäst*innen:

Felix George, Vorsitzender der JAV von Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH in Berlin

Tina Dähn, Vorsitzende der JAV der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Paul Winter, 3. Stellv. Vorsitzender der JAV der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Sie berichten aus erster Hand, was die JAV bedeutet, wie sie funktioniert und welche Rechte und Pflichten sie hat. Sie erzählen von ihrem eigenen Engagement, geben praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit und erklären, wie man selbst aktiv werden kann. Dabei gehen sie auch auf wichtige Fragen ein:

Welche Aufgaben hat die JAV genau?

Welche Gesetze sind für die JAV relevant?

Wie läuft eine JAV-Wahl ab?

Wie arbeitet die JAV mit dem Personalrat/Betriebsrat zusammen?

Welche typischen Herausforderungen gibt es in der JAV-Arbeit, und wie können sie gelöst werden?

Wie kann man eine JAV in der eigenen Einrichtung gründen?

Darüber hinaus analysieren unsere Gäst*innen ein konkretes Fallbeispiel: Eine junge Auszubildende kämpft mit unzulässigen Überstunden – wie geht die JAV damit um, welche Schritte werden eingeleitet, und wie kann das Problem gelöst werden?

Diese Episode richtet sich an alle, die sich für ihre Rechte als Auszubildende interessieren, sich in der JAV engagieren möchten oder bereits aktiv sind und nach Tipps für ihre Arbeit suchen.

Taucht ein in die Welt der JAV und erfahrt, wie ihr eure Ausbildung aktiv mitgestalten könnt!

Show-Notes: Kontakte der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV)

JAV Vivantes:

Instagram: @javvivantes

E-Mail: jav@vivantes.de

Telefon: 030 130 291 42200

Büro: Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Rudower Str. 48, 12351 Berlin

JAV Charité:

Instagram: @charite_klinik.jav

Website: www.klinik-jav.charite.de

E-Mail: klinik-jav@charite.de

Telefon: 030 450 577 399

Büro: Gelände des EGZB (Das Evangelische Geriatriezentrum Berlin = EGZB) – Haus 10, Seestraße 73, 13347 Berlin

Tatort Pflege – Podcast:

Instagram: @tatortpflege_podcast – Fotos und Skripte zur Folge

E-Mail: tatortpflegederpodcast@web.de
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