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Episoden

18 Minuten
BACKSTAGE mit Regisseur Tomas Schweigen über seine Inszenierung »Open Call: Oklahama«

Nähere Informationen zum Stück: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/spielzeit-26-27/open-call-oklahama

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Open Call: Oklahama

nach dem »Naturteater«-Fragment von Franz Kafka

Ein zweifelhaftes Versprechen mit ungewissem Ausgang

Premiere: Fr 02.10., 19.30 Uhr

️ Weitere Vorstellungen: So 04.10., Do 29.10., Fr 30.10. 

Markgrafentheater Großes Haus

️ Infos und Tickets unter schauspiel-erlangen.de

»Jeder ist willkommen!« Ungläubig und zugleich hoffnungsvoll liest Karl Roßmann den Aufruf, sich zwecks Jobsuche beim »Naturteater von Oklahama« zu melden. Dort werden angeblich alle gebraucht. Was für eine Verheißung am Ende einer Odyssee!

Für Karl spulte sich der amerikanische Traum bislang rückwärts ab: In bester kapitalistischer Manier hat die Arbeitswelt den jungen Einwanderer bereits mehrfach verschluckt und unverdaut wieder ausgespuckt. Etliche Stufen weiter unten natürlich. Der (Anti-)Held versucht, Teil eines Spiels zu werden, dessen Regeln er nicht durchschaut. Hier im Theater scheint das Happy End plötzlich zum Greifen nah. Oder klingt das Versprechen von Zugehörigkeit und Sinn zu schön, um wahr zu sein? Irgendetwas erscheint merkwürdig an dieser Theatertruppe …

Kafkas Fragment Das Naturteater von Oklahama wurde posthum als letztes Kapitel des Romans Amerika einsortiert. Die skurrilen Situationen bergen gleichermaßen haarsträubende Komik wie überraschend aktuelle, politische Gegenwartsbezüge. Wie gemacht für Tomas Schweigens abgründig-humorvolles Spiel mit Bedeutungsebenen, wird Oklahama zum Ausgangspunkt einer wahnwitzigen Reise zu unseren Sehnsüchten und Verheißungen der modernen Welt.

Team

Text nach Franz Kafka und Regie: Tomas Schweigen

Bühne und Kostüme, Video: Stephan Weber

Musik: Martin Gantenbein

Dramaturgie: Linda Best 

Mit: Lena Drieschner, Tobias Graupner, Vera von Gunten, Luca Hass, Ralph Jung, Johannes Rebers
22 Minuten
BACKSTAGE mit Regisseurin Caroline Finn

Nähere Informationen zum Stück findet ihr hier: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/eat-my-fear

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Eat my fear (UA)

Tanztheaterstück von Caroline Finn

Inspiriert von den faszinierenden Bildwelten David Lynchs, ist die Tanztheaterproduktion »Eat My Fear« eine Hommage an alles, was Lynch ausmacht.

Ob als Verrückter oder als Genie betrachtet, David Lynch hat die Geschichte des Filmemachens unbestreitbar geprägt. Seine Filme stellen das Surreale und Unheimliche dem Banalen und Alltäglichen gegenüber, um die absurde Wahrheit unserer gesellschaftlichen Realität aufzudecken. Caroline Finns Tanztheaterstück »Eat My Fear« taucht in Lynchs Universum des Surrealismus ein. Hier verschwimmen Realität und Fiktion. Es treffen rätselhafte Personen und Lebewesen aufeinander, die zwischen Träumen und Albträumen leben. Das Banale kippt ins Groteske – und mittendrin der ständige Versuch, einen Sinn zu erkennen in einer Welt, die längst ins Wanken geraten ist.

Uraufführung: Do 18.06., 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: So 21.06., Do 09.07., Fr 10.07.

Markgrafentheater Großes Haus

Team

Choreografie, Regie und Kostüme: Caroline Finn

Choreografische Mitarbeit und Dramaturgie: Romain Guion

Bühne: Till Kuhnert

Komposition und Sound Design: Albrecht Ziepert

Video: Romane Ruggiero

Chorleitung: Philipp Barth

Chor: acquire – Mädchenchor des Christian-Ernst-Gymnasiums Erlangen

Regieassistenz und Abendspielleitung: Robert Sörgel

Mit: Juliane Böttger, Birgit Bücker, Kai Götting, Tobias Graupner, Hermann Große-Berg
23 Minuten
BACKSTAGE mit Regisseurin Nina Mattenklotz

Nähere Informationen zum Stück finde ihr hier: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/endsieg

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Endsieg

von Elfriede Jelinek

Die Pforten des Trauerlands sind entriegelt, der Endsieg naht! Was unser lieber Adolf nicht geschafft hat, schaffen jetzt andere, die uns lieb sind. Wir nennen keine Namen, wir kennen sie alle, wir haben sie gewählt, oder auch nicht, das ist ab jetzt egal, wer siegt, hat recht. Demokratie, Leute! Wir sind das Volk, wir bestimmen, wer uns führt, leitet, lenkt! Und darüber hat die nicht ganz so liebe Elfi aus Österreich ein dramatisches Gedicht geschrieben.

Als Donald Trump 2017 erstmals Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde, reagierte die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit einer tiefschwarzen Humoreske auf den durchgeknallten Polit-Clown (Am Königsweg). 2024, kurz nach dem erneuten Wahlsieg Trumps, verfasste sie Endsieg. Tiefschwarz auch dieser Text, und der Humor hängt endgültig am Galgen. Donald Trump wird mit keinem Wort erwähnt, die Rede ist von einem König, einem Auserkorenen, einem Gott in Menschengestalt. Als solcher bringt er das Heil nicht nur über sein Land, sondern über den gesamten Globus. Auch in Deutschland kommt die messianische Botschaft des gottgleichen Führers mit dem gelbblonden Haar gut an. 2016 haben noch alle über seine Frisur gelacht, jetzt ist sie eine Krone. »Die Blonden gewinnen«, schreibt Jelinek, »sie müssen gewinnen. Vorteil für Blond. Die Meister nicht nur in Deutschland, die Meister jetzt überall.«

Premiere: Sa 18.04., 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 20.04., 09.05., 10.05., 20.05., 26.06.

Markgrafentheater Großes Haus

Team

Regie: Nina Mattenklotz

Bühne und Kostüme: Johanna Pfau

Musik: Romy Camerun

Dramaturgie: Anita Augustin

Regieassistenz und Abendspielleitung: Robert Sörgel @robertosocke

Kostümhospitanz: Sabrina Wegscheider

Besetzung

Mit: Juliane Böttger, Romy Camerun, Tobias Graupner, Hermann Große-Berg , Luca Hass, Rumo Wehrli

Live-Kamera: Sina Wider

Infos uns Tickets unter schauspiel-erlangen.de
25 Minuten
BACKSTAGE mit Dramaturgin Natalie Baudy und Regisseur Matthias Köhler.

Nähere Informationen zum Stück: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/brauner-schnee-uber-franken

Zusatzmaterial zu den Hintergründen des Falls: https://schauspiel-erlangen.de/material-brauner-schnee

Brauner Schnee über Franken (UA)

Erlangen 1980: Der doppelte Mord und das rechte Netzwerk

von Natalie Baudy und Matthias Köhler

Uraufführung: Sa 28.02., 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 02.03., 21.03., 22.03., 30.04., 04.05., 14.05., 15.05.

Markgrafentheater Großes Haus

Zwei Menschen erschossen. Ein Täter ohne Urteil. Ein Netzwerk im Schatten. Und alle schauen weg. Am 19. Dezember 1980 wurden der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Partnerin Frida Poeschke in ihrem Haus in Erlangen kaltblütig ermordet. Die Spuren führten zur rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann – doch eine Verurteilung blieb aus.

Natalie Baudy und Matthias Köhler rollen den Mord neu auf und entwickeln ein dokumentarisches Theaterstück zwischen True Crime und politischer Recherche. Sie verfolgen die Spuren dieses Verbrechens von Erlangen bis in den Libanon und machen Verbindungen zwischen damaligen und heutigen rechten Strukturen sichtbar. Es geht um rechte Gewalt, Verdrängung und Kontinuitäten. Was wurde verschwiegen? Wer trägt Verantwortung? Und warum ist das hier nicht nur Geschichte, sondern auch unsere Gegenwart?

Team

Regie: Matthias Köhler

Bühne und Kostüme: Lara Roßwag

Musik: Eva Jantschitsch

Dramaturgie: Natalie Baudy

Regieassistenz: Julia Stockhausen

Dramaturgische Mitarbeit: Brigitte Alexandra Goebel

Regie-und Ausstattungshospitanz: Merle Rangwich

Besetzung

Mit: Kai Götting, Hermann Große-Berg, Ralph Jung, Clara Liepsch, Hannah Weiss
1 minute
BACKSTAGE mit Regisseur (und Intendant des schauspiel erlangen) Jonas Knecht.

Europa flieht nach Europa

Ein dramatisches Gedicht in mehreren Tableaus

von Kiki Miru Miroslava Svolikova

Öffentliche Probe: Mi 14.01., 19.00 Uhr, Eintritt frei!

Premiere: Sa 24.01., 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: Mo 26.01., Sa 07.02., So 08.02., Fr 06.03., So 08.03., Do 26.03., Fr 27.03.,

Markgrafentheater Großes Haus

Mit großen Zielen landet die vom Stier entführte Europa auf einem unbekannten Erdteil: »dieser kontinent wird nicht in blut getränkt! dieser ort wird nicht aufbauen auf blut! nicht aller anfang ist blut und gewalt! nein!« Allerdings hat sie zu diesem Zeitpunkt den Stier längst getötet, und sein Blut tränkt bereits den Boden. Kann hier dennoch etwas Neues beginnen – ein Kapitel der Hoffnung?

Wer ist Europa, worauf basiert ihre Identität? Auf Demokratie, Kultur und gemeinsamen Werten? Oder auf Kolonialisierung, Klassenkampf und Krieg? Und was haben beispielsweise ein Regenbogen, einige kleine Könige oder eine Putzkolonne dazu zu sagen? Das »dramatische gedicht in mehreren tableaus« erzählt mit verspielten, plastischen Metaphern aus ungewohntem Blickwinkel die Geschichte Europas. Trotz aller Widersprüche und Brutalitäten bleibt diese nicht bei zerbrochenen Idealen stehen, sondern eröffnet eine immer wieder neu zu entwerfende Zukunft. Das Schauspielensemble, ein Live-Musiker und Svolikovas klang- und bildreiche Sprache lassen die Idee von Europa als szenisches Konzert auf der großen Bühne entstehen.

Team

Regie: Jonas Knecht

Kostüme: Sabine Blickenstorfer

Bühne: Sandra Dehler, Jonas Knecht

Sounddesign: Hans-Christian Fuss

Live-Musik: Chris Norz

Dramaturgie: Linda Best

Regieassistenz: Niklas Handrich

Besetzung

Birgit Bücker, Juliane Böttger, Maximilian Gehrlinger, Tobias Graupner , Johannes Rebers

Infos und Tickets unter https://www.schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/europa-flieht-nach-europa
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Über diesen Podcast

Ein Podcast des schauspiel erlangen! Hier erfahrt ihr alles zu unseren Stücken und Veranstaltungen und erhaltet exklusive Einblicke hinter die Kulissen! Unser aktuelles Programm findet ihr unter www.schauspiel-erlangen.de
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