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25 Minuten
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland und Europa. Trotzdem geht laut RKI nur rund die Hälfte der Berechtigten zum Gesundheits-Check-up. Der EU-Safe-Hearts-Plan – der erste umfassende Strategieansatz der EU gegen kardiovaskuläre Erkrankungen – soll das ändern: mit 10 Leitinitiativen von der Primärprävention bis zur Forschungsförderung. Kann der Plan die Trendwende einleiten? Darüber spricht EinBlick-Redakteur Christoph Nitz mit Dr. Janka Schulte-Michels. Die promovierte Apothekerin verantwortet beim vfa, dem Verband der forschenden Pharma-Unternehmen, die Versorgungspolitik – und kennt die Arzneimittelversorgung aus Apotheke, Behörde und Industrie. Die Themen der Folge: – Check-up-Lücke: In Deutschland zahlt die GKV die Untersuchung einmalig zwischen 18 und 35 Jahren, danach alle drei Jahre. Die EU empfiehlt: jährlich ab 26 – mit Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker. – LDL-Cholesterin: Warum der Wert früher und systematischer erfasst werden sollte – bis hin zur U-Untersuchung im Kindesalter. – Prävention rechnet sich: Grippeimpfungen für Ältere erzielen in Japan einen Return on Investment von 1:23; frühe Screenings könnten in UK knapp 70 Milliarden Pfund über 25 Jahre einsparen. – Vom Befund zur Behandlung: Nur ca. 20 % der Hochrisiko-Patient:innen erreichen ihre Blutfett-Zielwerte – Prävention darf nicht mit der Diagnose enden. – Adipositas: beschlossenes DMP ohne Umsetzung, Lifestyle-Paragraf § 34 SGB V und fehlende Erstattung. – DiGA: vom Pionierprojekt zum Praxisproblem – und was sich ändern müsste. – Digitalisierung: Wie ePA, digitaler Impfpass und strukturierte Gesundheitsdaten Prävention wirksamer machen. Zitat aus dem Gespräch: „Was nicht gemessen werden kann, das kann auch nicht geändert werden." Das fordert der vfa: Check-ups an die EU-Empfehlungen anpassen, das noch in diesem Jahr erwartete EU-Protokoll nutzen und die niedrigen Impfquoten steigern – ein bislang unterschätzter Faktor für die Herzgesundheit. Fragen und Anregungen: gesundheitsmanagement@berlin-chemie.de Alle Folgen: gesundheitsmanagement.berlin-chemie.de/einblick
37 Minuten
EinBlick – nachgefragt Podcast mit Interviews und Diskussionsrunden mit Expert:innen des Gesundheitswesens Verstehen, nicht verurteilen – wie der Bundestag die Corona-Pandemie aufarbeitet Fachjournalist und EinBlick-Redakteur Christoph Nitz im Gespräch mit Franziska Hoppermann MdB, der Vorsitzenden der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie, über Lehren aus der Pandemie, fehlende Krisenübungen, die ›Generation Corona‹ und die Resilienz unserer Gesellschaft. Die Enquete-Kommission ›Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse‹ hat sich im September 2025 konstituiert. 14 Abgeordnete und 14 externe Sachverständige untersuchen, wie die Entscheidungen der Pandemiejahre zustande kamen, was sich bewährt hat und wo Deutschland für künftige Gesundheitskrisen besser aufgestellt sein muss. Der Abschlussbericht soll bis zum 30. Juni 2027 vorliegen. Franziska Hoppermann ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Hamburger Wahlkreis Wandsbek. Die Diplom-Kauffrau ist Obfrau der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung sowie Bundesschatzmeisterin der CDU. Im September 2025 wählte die Enquete-Kommission sie einstimmig zu ihrer Vorsitzenden. Im Interview spricht Hoppermann über ihre wichtigste Lehre – dass Deutschland den Ernstfall einer Pandemie nie geübt hat –, über den Unterschied zwischen Enquete-Kommission und Untersuchungsausschuss, über Föderalismus und die Rolle der Ministerpräsidentenkonferenz, über den Digitalisierungsschub von Telemedizin bis elektronischer Patientenakte, über das Beteiligungsformat der ›Generation Corona‹ und über Long Covid. Als Erfolg der Kommission wertet Hoppermann einen möglichst geeinten Abschlussbericht: einen, der die Pandemiejahre angemessen beurteilt und konkrete, rechtlich umsetzbare Empfehlungen für künftige Krisen vorlegt – nicht bloß das Versprechen, beim nächsten Mal werde alles besser.
52 Minuten
EinBlick – nachgefragt Podcast mit Interviews und Diskussionsrunden mit Expert:innen des Gesundheitswesens ProReVers – wie gelingt Versorgungsplanung auf dem Land? Fachjournalist und EinBlick-Redakteur Christoph Nitz im Gespräch mit Steffen Bohm und Prof. Mathias Stöwhas über sektorenübergreifende Versorgungsplanung im ländlichen Brandenburg, regionale Planungskonferenzen und die Lücke zwischen Theorie und Praxis. Das Innovationsfondsprojekt ProReVers – kurz für »Prospektive regionale sektorenübergreifende Versorgungsplanung« – ist im Oktober 2023 gestartet und wird vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. Untersucht wurde am Beispiel der Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin im Nordosten Brandenburgs, wie ambulante und stationäre Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg gemeinsam und bedarfsgerecht geplant werden können. Konsortialführer ist die AGENON; Konsortialpartner sind die AOK Nordost, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, die KMG Kliniken und die Medizinische Hochschule Brandenburg. Steffen Bohm ist Geschäftsführer der AGENON Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen in Berlin und Projektleiter von ProReVers. Er ist seit rund dreißig Jahren in der Versorgungsforschung und Beratung im Gesundheitswesen tätig. Professor Mathias Stöwhas ist Mediziner und Leiter Medizincontrolling bei den KMG Kliniken; zugleich lehrt er als Professor für Medizincontrolling an der Medical School Berlin. Die KMG Kliniken sind als Konsortialpartner an ProReVers beteiligt. Im Interview sprechen beide über die demografische Entwicklung in der Region, über Ambulantisierungspotenziale und ihre Grenzen in der Praxis, über die regionale Planungskonferenz als neues Instrument und über Hybrid-DRG. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Bohm fordert vom Bund ein in sich geschlossenes, praxistaugliches Konzept für die sektorenübergreifende Planung statt eines weiteren »Reformchens« – und Stöwhas plädiert dafür, Reformpläne von denen auf Umsetzbarkeit prüfen zu lassen, die sie täglich umsetzen müssen: den Praktikern in der Versorgung.
17 Minuten
EinBlick – nachgefragt Podcast mit Interviews und Diskussionsrunden mit Expert:innen des Gesundheitswesens Eigene Praxis oder Anstellung? Wie sich die ambulante Versorgung in Berlin verändert Fachjournalist und Einblick-Redakteur Christoph Nitz im Gespräch mit einem Vertreter des Heilberufe-Centers der Berliner Sparkasse über Herausforderungen im Berliner Praxismarkt. Die Hürden bei der Praxisnachfolge und neue Modelle zwischen Niederlassung und Anstellung. Das Heilberufe-Center begleitet Ärztinnen und Ärzte in allen Phasen ihrer beruflichen Entwicklung. Von der ersten Orientierung über Praxisübernahmen bis hin zu neuen Versorgungs- und Niederlassungsmodellen. Durch die enge Einbindung in die Netzwerke der ambulanten Versorgung entsteht dort ein umfassender Blick auf Versorgungsstrukturen, Nachfolgeprozesse und die Erwartungen einer neuen Generation der Ärzteschaft. Unser Gesprächspartner heute ist Steffen Lehmann. Er ist von Beginn an im Heilberufe-Center dabei und berät seit mehr als 10 Jahren niedergelassene Heilberufler:innen in Berlin.
22 Minuten
EinBlick – nachgefragt Podcast mit Interviews und Diskussionsrunden mit Expert:innen des Gesundheitswesens E-Rezept, Wettbewerb, Apothekenreform – wohin steuert der Arzneimittelversand? Fachjournalist und EinBlick-Redakteur Christoph Nitz im Gespräch mit Heinrich Meyer über die Apothekenreform, Wettbewerbsungleichgewichte im Versandhandel und den Stand der Digitalisierung in der pharmazeutischen Versorgung. Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken – kurz BVDVA – vertritt die Interessen der zugelassenen deutschen Versandapotheken gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Der Verband wurde 2004 gegründet, als der Arzneimittelversandhandel in Deutschland zugelassen wurde. Am 11. und 12. Juni 2026 richtet der BVDVA seinen 19. Jahreskongress im Steigenberger Hotel am Kanzleramt in Berlin aus. Heinrich Meyer ist Apotheker, Inhaber der Versandapotheke Sanicare in Bad Laer und seit zweitausenddreiundzwanzig Vorsitzender des BVDVA. Er hat Sanicare seit zweitausenddrei mit aufgebaut und den Versandhandel von Beginn an mitgeprägt. Im Interview spricht er über das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz, über faire Wettbewerbsbedingungen zwischen deutschen und europäischen Versandapotheken und über den Stand bei eRezept, elektronischer Patientenakte und Telematikinfrastruktur. Außerdem gibt er einen Ausblick und auf das Jubiläum 2027: den 20. BVDVA-Kongress.
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Über diesen Podcast

›Einblick-nachgefragt‹ der Podcast mit Interviews und Gesprächen zum Gesundheitswesen vom Gesundheitsmanagement der Berlin-Chemie. Mit dem Podcast ›EinBlick – nachgefragt‹ stehen Ihnen jederzeit Interviews und Diskussionsrunden mit Expert:innen des Gesundheitswesens zur Verfügung. Sie sind damit direkt bei aktuell diskutierten Themen sowie den Trends rund um die Digitalisierung und Versorgung dabei.
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