Podcaster
Episoden
08.01.2026
57 Minuten
Die Basler Literaturzeitschrift «Das Narr» hat ihre aktuelle
Ausgabe ganz der Mundart verschrieben. Es gibt viele neue Stimmen
und besondere Dialekte zu entdecken – auch von ausserhalb der
Schweiz. Die Literaturzeitschrift «Das Narr» ist in der Schweiz
bereits eine eine kleine Institution. Seit 2011 hat sie sich der
Publikation literarischer «Stimmen, die anderswo noch nicht gehört
werden» verschrieben, und das rund dreimal jährlich. Die aktuelle
Ausgabe des «Narr» geht ungewohnte Wege: Sie ist voll und ganz der
Mundart verschrieben. Oder genauer gesagt: den Mundarten, denn die
Texte im Heft stammen aus den verschiedensten Dialektregionen der
Schweiz und sogar auch unserer deutschsprachigen Nachbarländer. Ein
Text ist gar in einer neu erfundenen Mundart verfasst. Das Heft mit
seinem kurzen Geschichten, Gedichten und einem Essay ist
gleichermassen ein idealer Startpunkt für Leserinnen und Leser mit
wenig Mundart-Erfahrung, die Lust auf etwas Neues zum «schnöigge»
haben, und für eingefleischte Mundartliteratur-Fans eine
inspirierende Versammlung weniger bekannter Mundartautorinnen und
-Autoren, die es zu entdecken gilt. Anhand dieser Narr-Ausgabe
lassen sich diverse wesentliche Fragen rund ums Mundartschreiben
diskutieren: Wer tut das? Mit welcher Motivation? Wo sind die
grössten Fallen beim Schreiben im Vergleich zum Hochdeutschen als
Standardsprache? Und was ist, wenn die Leserinnen und Leser gar
nicht verstehen, was da geschrieben ist? Diesen Fragen gehen wir in
der Sendung nach mit Stephan Germann, Tanja Arx und Valérie Hug,
die Texte zum Narr beigetragen haben, sowie mit Narr-Redaktor
Benjamin Bieri. Natürlich gibt es auch diverse Textbeispiele zu
hören. In der zweiten Hälfte der Mundartstunde beantworten wir zwei
Fragen aus dem Publikum: Wir erklären den Unterschied zwischen den
Zeitangaben «Foif ab ...» und «Füf über ...» und wir gehen der
Frage nach, warum es auf Schweizerdeutsch so viele Konstruktionen
mit dem Verb «tun» gibt. Erklärt wird ausserdem auch die Herkunft
des Familiennamens Brülisauer.
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01.01.2026
57 Minuten
Während der Festtage wurde in verschiedensten
Familienkonstellationen gefeiert. Passend dazu wiederholen wir den
«Dini Mundart»-Podcast zu den vielen verschiedenen
Verwandtschaftsbezeichnungen, die es gibt. Erstmals in der Sendung:
Erklärungen zu den Familiennamen Inauen, Indermaur und Inderwildi.
Bei Verwandtschaftsbezeichnungen tobt sich die Sprache gerne aus.
Kein Wunder, denn Familienverhältnisse sind bekanntlich nicht nur
sprachlich oft kompliziert. War die «Mueme» dasselbe wie die
«Base»? Wer genau ist «das Elter» und was ist ein «Gegenschwer»?
Verwandtschaftsbegriffe sagen auch viel über die sozialen
Verhältnisse in einer Gesellschaft aus. Faustregel: Je
differenzierter die Bezeichnungen, desto hierarchischer ist eine
Gesellschaft. Was das wohl heisst für das sogenannte «hawaiianische
System»? Dort heissen alle Onkel einfach «Vater» und alle Tanten
sind «Mütter». Warum? Und was gibt es in anderen Kulturen für
Benennungssysteme? Nadia Zollinger und Markus Gasser klären auf. Im
zweiten Teil der Sendung erklärt der ehemalige
Idiotikon-Chefredaktor Hans-Peter Schifferle, wie die Familien
Inauen, Indermaur und Inderwildi zu ihren Namen kamen.
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25.12.2025
43 Minuten
Passend zu Weihnachten wiederholen wir den «Dini Mundart»-Podcast
über Bräuche und Personal rund um die Weihnachtsfeiertage. Erstmals
in der Sendung: Die Erklärung zum Familiennamen Schaltegger. Rund
um Weihnachten gibt es viel heiliges Personal. Im Zentrum steht
zweifellos das Christkind. Doch wer ist das? Jesus, der Engel
Gabriel oder gar ein Geist? Und wie unterscheidet sich das
«Wienechts-Chindli» vom «Chrischtchindli»? Dann gibt es auch viele,
die mit Weihnachtsromantik wenig anfangen können. Deshalb
diskutieren Nadia Zollinger und Markus Gasser auch über
ungewöhnliche Bräuche und Weihnachtsfiguren. Zum Beispiel über den
katalanischen «Caganer», eine Krippenfigur, die etwas abseits des
Geschehens ihr Geschäft verrichtet. Oder über den Lärmbrauch der
«Nüünichlingler» im Oberbaselbiet. Was hat es mit all dem auf sich?
Falls Sie noch Gesprächsstoff der etwas anderen Art nach dem
Weihnachtessen brauchen – hier werden Sie fündig. Im zweiten Teil
der Sendung erklärt der ehemalige Idiotikon-Redaktor Hans Bickel
ausserdem, wie der Familienname Schaltegger entstanden ist.
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18.12.2025
57 Minuten
Zum Abschluss des «Dini Mundart»-Podcasts picken Nadia Zollinger,
Markus Gasser und André Höhepunkte, Lieblingsgäste und Anekdoten
heraus. Insgesamt, stellen sie fest, haben sie das Schweizerdeutsch
ziemlich gründlich, aber noch nicht abschliessend analysiert und
gefeiert. Rücklick auf 95 Folgen Mundart-Podcast: Was ist von der
«Coronasprache», die im Herbst 2020 im Podcast besprochen wurde,
übriggeblieben? Wie haben sich die Germanismen seit Folge 3
entwickelt? Spoiler: Gemäss Nadia zum Schlechten! Am Ende bleibt
den dreien der Kontakt zu den Hörerinnen und Hörern als stärkste
Erinnerung. All die Anregungen, Ideen und dankbaren Rückmeldungen
hinterlassen das gute Gefühl, bei sich selbst und bei den
Zuhörenden das Bewusstsein für die Sprache gestärkt zu haben. Was
für ein Fazit! P.S. Mit dem Satz im Titel oben schliesst Nadia
Zollinger nicht nur den Podcast ab, sondern auch ihre Aufgabe im
SRF-Mundartteam. Familienname Altermatt Zum Schluss der Sendung
gibt es noch alles Wissenswerte zu einem Familiennamen - dieses
Mal: Altermatt. Ein Solothurner Name mit Wurzeln in Norditalien.
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11.12.2025
55 Minuten
Hörerinnen und Hörer stellen der Mundartredaktion Dialektfragen
wie: Was ist ein Läuggel, was zeichnet einen Muggi aus? Was steckt
hinter Tschilugger und wie abschätzig ist Schamauch? Kosenamen,
Übernamen und Schimpfwörter sind sehr produktiv und zeigen
lustvolle Sprachbildungen. Sprechen wir über andere Leute, benennen
wir sie selten mit dem richtigen Namen. Seit 50 Jahren gibt es die
Buchpublikation «Lappi, Lööli, blöde Siech». Und Hörerinnen und
Hörer stellen der SRF-Mundartredaktion Dialektfragen wie: Was ist
ein «Läuggel», was zeichnet einen «Muggi» aus? Was ist ein
«Tschilugger» und was steckt hinter dem «Schamauch»? Um
überraschende und lustvoll geschaffene Bezeichnungen für Menschen
geht es im Dini-Mundart-Magazin. Mundartredaktor Christian Schmutz
ist bei Christian Zeugin im Studio und beantwortet eine Reihe von
Fragen aus der Hörerschaft zu derartigen Übernamen. Im zweiten Teil
des Magazins bringt Musikredaktor Claudio Landolt einen noch
unveröffentlichten Song von «Heidi Happy». Im Duett mit Chrigu Blum
geht es um Umsetzung und Schwierigkeit des Multidialektalen – hier
zwischen Luzern- und Berndeutsch. Und Sandro Bachmann vom Idiotikon
seziert den Familiennamen Zwyssig.
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Über diesen Podcast
«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart
lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum
Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von
MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von
Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den
Walsern.
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