Podcaster
Episoden
02.03.2026
54 Minuten
Cowboys, Gesetzeshüter und Banditen gab es viele im Weilden
Westen - doch kaum solche, die sich selbst als "Revolverhelden"
bezeichneten. Clay Allison jedoch war ein solcher Mann: Jemand
der sich rühmte, als "Shootist" sein Leben zu bestreiten, und der
für viele ein furchtloser Freund, für andere aber eine wandelnde
Bedrohung war...inklusive für sich selbst. Clay Allison mag heute
kein so großer Name wie Billy the Kid oder Jesse James sein. Aber
in seiner Zeit ein war er ein berüchtigter Mann: Ein exzellenter
Reiter trotz Klumpfuß, ein notorischer Trinker, jähzornig bis zur
Selbstzerstörung. Für die einen war er ein furchtloser und
wagemutiger Mann, den man im Ernstfall an seiner Seite haben
wollte. Andere sahen in ihm einen unberechenbaren Psychopathen.
In der heutigen Folge erzählen wir von dem aus Tennessee
stammenden Mann, der auf seinen Beruf angesprochen selbstbewusst
angab: "I'm a shootist". Ein Mann, den seine Vorgesetzten im
Bürgerkrieg fürchteten, über dessen Zeit in Texas sich zahlreiche
Legenden ranken, der sich in New Mexico einen Ruf erarbeitete der
einem Billy the Kid mindestens ebenbürtig war... und der sich mit
einem Todfeind zum Essen traf, weil er "einen Mann nicht mit
leerem Magen zur Hölle schicken" wollte. 00:00 - Intro und
Einleitung 00:48 - Der Begriff "Revolverheld" 02:44 - Clay
Allison: Geburt und Jugendjahre in Tennessee 04:46 -
Konföderierter Soldat im Bürgerkrieg 09:00 - Erste Taten nach dem
Bürgerkrieg 11:20 - 1866: Umzug nach Texas, Messerkampf um einen
Brunnen, und nacktes durch die Straßen reiten 16:15 - Ab 1870:
Eigene Ranch im Cimarron County, New Mexico 17:39 - Clay Allison
und Charles Kennedy, New Mexicos erster Serienmörder 21:14 -
Konflikte mit Soldaten 22:03 - Streitlustiger Trinker 24:40 - Auf
Freiersfüßen 25:32 - 7. Januar 1874: Duell mit Chunk Colbert
29:18 - Colfax County War und Auseinandersetzung mit Francisco
Griego 34:34 - Dubiose Anklage und ein ebenso dubioser Freispruch
38:24 - 21.12.1876: Saloonschießerei in Las Animas, Colorado
41:24 - 1878: Begegnung mit Wyatt Earp? 43:36 - 1887: Die Sache
mit dem Zahnarzt in Cheyenne... 45:20 - 1. Juli 1887: Ein
unrühmlicher Abgang 48:42 - Resümee zu Clay Allison 51:39 -
Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal #wildwest
#wilderwesten #tennessee #texas #newmexico #wyoming #colorado
#clayallison #shootist #revolverheld
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16.02.2026
1 Stunde 30 Minuten
Die Schlacht von Little Big Horn war die verheerendste
Niederlage, die die US-Armee im Kampf gegen Indianer einstecken
mussten. Aber wie kam es zu dieser Schlacht - und warum führte
die US-Armee 1876 gegen die Sioux und Northern Cheyenne erneut
Krieg? 1866, nach dem Ende von Red Cloud's War, hatten die
Vereinigten Staaten den verschiedenen Stämmen der Lakota- und
Dakota Sioux ein umfangreiches Reservat zugesprochen, dem weite
Teile von North und South Dakota, Nebraska, Colorado, Montana und
Wyoming angehörten. Doch als eine von General Custer angeführte
Expedition 1874 Gold in den für die Sioux heiligen Black Hills
entdeckte, stand der Frieden erneut auf der Kippe. Die US-Armee
zeigte sich unfähig - oder gar unwillig - weiße Goldschürfer aus
den heiligen Bergen fernzuhalten. 1876 brach der schwelende
Konflikt in einen erneuten Krieg zwischen der US-Regierung und
einigen Stämmen der Lakota-Sioux und Northern Cheyenne aus. Doch
die Kavallerie zeigte sich für die geplante "Strafexpedition"
erstaunlich schlecht vorbereitet.
Warum konnte der Konflikt erneut eskalieren? Welche Ereignisse
führten zur "Schlacht am Little Big Horn"? Was genau geschah
während "Custer's letztem Gefecht" gegen die Krieger von Sitting
Bull und Crazy Horse? Und was waren die Folgen im weiteren
Verlauf des "Großen Sioux-Kriegs" von 1876? 0:00:00 - Intro
und Einleitung 0:03:40 - Fallende Silberpreise und Platzen der
Eisenbahn-Blase: Die Wirtschaftskrise von 1973 0:10:45 - Gold in
den Black Hills: Die Custer-Expedition vom Juli 1874 0:17:30 -
Mai 1875: Eine Sioux-Delegation in Washington, und Scheitern der
Friedensbemühungen 0:22:49 - Herbst 1875: Ein Ultimatum und eine
Strafaktion 0:27:45 - 17. März 1876: Beginn der Kampfhandlungen:
die Schlacht von Powder River 0:34:49 - Das Problem der
Kavallerie-Bewaffnung 0:36:22 - Mai/Juni 1876:
Kavallerie-Vormarsch aus drei Richtungen 0:37:27 - 17. Juni 1876:
Die Schlacht von Rosebud Creek 0:42:32 - 25./26. Juni 1876: Die
Schlacht von Little Big Horn 0:45:43 - Major Reno's Vorstoß, und
eine grobe Fehleinschätzung der Lage 0:50:43 - Der Zustand der
Kavallerie: Mythos vs. Realität 0:54:00 - Custer's letztes
Gefecht 0:59:53 - Nach der Schlacht: Mythen- und Legendenbildung
1:05:01 - Verheerende Niederlage zur Hundertjahrfeier: Eskalation
des Kriegs 1:07:32 - Sell or Starve: Horsemeat March, Flucht nach
Kanada, und sitting Bull's Rückkehr aus dem Exil (1881) 1:14:32 -
Buffalo Bill Cody, die Verklärung von Custer's letztem Gefecht,
und das "legendäre" Kavallerie-Bild 1:20:00 - "Little Big Horn"
und der Western-Film: von Verklärung zur Kritik 1:26:13 -
Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal #western
#westernfilm #sioux #lakota #cheyenne #dakota #blackhills
#deadwood #goldrausch #custer #sittingbull #crazyhorse
#littlebighorn #indianerkriege #goldrausch #indianer #natives
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02.02.2026
1 Minute
Er galt als Held von Gettysburg und als Indianerkämpfer, der nach
seinem "letzten Gefecht" am Little Bighorn River zur großen
Legende verklärt wurde. Doch was ist dran an der Geschichte von
George Armstrong Custer, dem "Boy General" und furchtlosen
Kavallerie-Kommandanten? Die Karriere von "General" Custer kann
mit Fug und Recht als wechselhaft beschrieben werden. Bisweilen
feierte man ihn als Held - doch seine eigenen Männer schätzten
ihn oft wenig. Unter Militärs hatte er wichtige Gönner -
Präsident Grant schätzte ihn dagegen gering. Und doch sollten
seine Taten mehr als einmal die militärischen Geschicke der
Vereinigten Staaten prägen und lenken. In der heutigen Folge
widmen sich Jörg und Sibi eine der verklärtesten und wohl auch
streitbarsten Persönlichkeit, die das US Militär im 19.
Jahrhundert vorzuweisen hatte - und die dennoch das Bild der
Kavallerie, wie wir es heute kennen, prägen sollte. 00:00 - Intro
und Einleitung 01:51 - George Armstrong Custer: Herkunft und
Jugendjahre 05:22 - Vom Lehrerseminar an die West Point Military
Academy 07:51 - 1861-1865: Kavallerie-Offizier im Dienste der
Nordstaaten 13:27 - 1863: Brigadier General der Freiwilligenarmee
14:11 - Stärken und Schwächen von George Armstrong Custer 17:24 -
Juli 1863: Gefecht von Abbotstown, und Schlacht von Gettysburgh
21:44 - Die restlichen Bürgerkriegsjahre 22:48 - Welchen Rang
hatte "General" Custer wirklich? 27:42 - Nach dem Bürgerkrieg:
Nach Texas beordert 32:25 - Politische Ambitionen 34:12 - ab
1866: "Indian Warrior" und Strafexpedition gegen die Northern
Cheyenne 38:36 - In den Dakotas: Die "Custer-Expedition" (1874)
41:58 - 25. Juni 1876: Ritt ins Schicksal... 42:54 - Die Pflege
des "Custer-Mythos" 49:21 - Was hat die Geschichte inspiriert?
Custer's Darstellung im Wandel der Zeit 55:02 - Verabschiedung
und Ausblick aufs nächste Mal #general #custer
#georgearmstroncuster #civilwar #gettyburgh #texas #dakota
#lakota #sioux # cheyenne
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19.01.2026
1 Stunde 11 Minuten
Als sich die Vereinigten Staaten weiter über den Mittelwesten und
die Great Plains ausbreiten, geraten Siedler immer häufiger in
Konflikt mit den dort lebenden indigenen Nationen. Speziell ab
1851 sollte dies in mehrere Gefechte mit Lakota-Stämmen führen,
die gemeinhin als die "Sioux-Kriege" bezeichnet werden...
Nur wenige Jahre vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg eskalierte im
Herzen der Great Plains ein Konflikt, der exemplarisch für die
sogenannten Indianerkriege stehen sollte. Zwischen 1854 und 1856
mündeten Vertragsbrüche, kulturelle Missverständnisse und
militärische Überreaktionen im Ersten Sioux-Krieg – ausgelöst
durch eine entlaufene Kuh, aber genährt von schlecht umgesetzten
Verträgen und der Missachtung von Vereinbarungen, die mehr auf
Machtdemonstrationen als die einhaltung von Recht hinausliefen –
und den Konflikt weiter eskalieren ließ.
Zehn Jahre später wiederholte sich das Muster – diesmal in
größerem Maßstab. Der Bau des Bozeman Trails durch vertraglich
zugesichertes Native-Gebiet und neue Militärforts im
Powder-River-Country führten zum offenen Krieg unter Führung des
Oglala-Lakota-Häuptlings Red Cloud. In Red Cloud’s War
(1866–1868) setzten Lakota, Northern Cheyenne und Arapaho auf
Guerillataktiken – mit verheerenden Folgen für die US-Armee wie
dem Fetterman-Gefecht.
0:00:00 - Intro und Einleitung 0:03:30 - Wer sind "die Sioux"?
0:10:20 - Das Verhältnis der Lakota und Dakota mit den
Vereinigten Staaten bis circa 1850 0:12:57 - Der Vertrag von Fort
Laramie (1851) 0:17:50 - 18.8.1854: Eine entlaufene Kuh auf dem
Oregon-Trail 0:23:20 - 19.8.1854: Der "Grattan-Vorfall" 0:30:11 -
Einberufung von Colonel Harney, und der erste Sioux-Krieg
(1854-56) 0:36:03 - 1856-1865: Wackeliger Frieden und neue
Konfliktherde (Goldrausch von Montana (1861), Bozeman-Trail
(1862)) 0:39:36 - Die Powder-River-Expedition (1865) 0:43:10 -
Neue Verhandlungen scheitern 0:46:21 - Red Cloud's War (1866-68)
0:50:20 - Einschub: Das oft falsche Verständnis vom "indianischen
Krieger" 0:51:08 - Zermürbende Attacken und erodierende Moral bei
den Soldaten 0:52:38 - 21.12.1866: Der "Fetterman-Fight" 0:59:14
- Der weitere Kriegsverlauf: Die US-Armee im Hintertreffen
1:02:03 - Der zweite Vertrag von Fort Laramie (1868) und die
Bildung des großen Sioux-Reservats 1:05:17 - Ausblick aufs
nächste Mal 1:07:41 - Einschub zu den Crow Nations und
Verabschiedung #western #wilderwesten #kavallerie #indianer
#natives #sioux #lakota #Wyoming #Montana #dakota #redcloud
#fettermanfight
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05.01.2026
41 Minuten
Nur zwei Jahre vor Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs
standen die USA und das Vereinigte Königreich erneut kurz vor
einem Krieg; dem dritten in weniger als 100 Jahren.
Ursachen waren ungeklärte Fragen über Oregon, ein Goldrausch in
Kanada, und ein englisches Schwein, dass einen amerikanischen
Kartoffelacker verwüstete.
Ein Grenzvertrag mit schwammigem Wortlaut, eine umstrittene
Inselgruppe zwischen Vancouver Island und dem Washington
Territory – und dann wühlt ein Berkshire-Schwein in einem
Kartoffelbeet. Was nach Slapstick klingt, brachte 1859
tatsächlich Kanonen in Stellung und ließ zwei Imperien gefährlich
nah aneinander geraten. In dieser Folge erzählen wir, wie aus
einem Grenzstreit im Oregon Territory der legendäre
„Schweinekrieg“ wurde – und die Rollen, die die Hudson’s Bay
Company, Squatter’s Rights, ein eskalationsfreudige General
Harney und ein gewisser Captain Pickett, der später noch sehr
berühmt (und berüchtigt) werden sollte, in diesem Konflikt
spielen sollten. 00:00 - Intro und Einleitung 01:49 - Der Streit
ums Oregon Territory (1812-1848) 08:29 - Die britische Besiedlung
von San Juan Island 10:13 - 1854: Ein erster "Grenzkonflikt"
13:56 - Der Frasier Canyon Gold Rush, und eine neue "Welle"
US-amerikanischer Siedler 16:28 - 15.6.1859: Der Konflikt
zwischen Lyman Cutler und Jim Griffin 19:54 - General William S.
Harney und Captain George Pickett schalten sich ein 25:35 - Royal
Navy gegen US-Militär: Gouverneur James Douglas eskaliert die
Lage 27:04 - Captain Hornby und Counter-Admiral Baines (RN)
vermittelm 31:06 - September 1859: Der Krieg verpufft... 32:28 -
1871: Endgültige Schlichtung unter deutscher Vermittlung 35:35 -
Was wurde aus den beteiligten Offizieren? 38:07 - Verabschiedung
und Ausblick aufs nächste Mal #western #wildwest #1859 #UK
#Kanada #Oregon #civilwar
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Über diesen Podcast
Gesetzeshüter und Banditen, grenzenlose Freiheit, tödliche Wildnis:
Alle zwei Wochen begeben sich die Western-Fans Sebastian Gerstl und
Jörg Brühmann zurück in den Wilden Westen und erzählen Geschichten,
Legenden und Mythen über mehr oder weniger berühmte Cowboys,
berüchtigte Gestalten, unglaubliche Schießereien und das
außergewöhnliche Leben am Rande der Zivilisation, die diese kurze
und doch überaus ereignisreiche Ära geprägt haben.
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