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Episoden
08.01.2026
26 Minuten
Manche Tage fühlen sich schwer an, ohne dass man genau sagen kann,
warum. Gedanken stapeln sich, Kleinigkeiten werden groß, und dann
reicht ein Ereignis von außen, um alles in ein anderes Licht zu
rücken. In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um
Stromausfälle, fragile Infrastrukturen und Erinnerungen an Nächte
im Kerzenschein – aber vor allem um Perspektive. Was passiert, wenn
Selbstverständlichkeiten plötzlich wegfallen? Wenn Strom, Internet
und Wärme nicht mehr da sind? Zwischen persönlichen Erinnerungen,
gesellschaftlichen Beobachtungen und leisen Abschweifungen entsteht
ein Nachdenken darüber, wie klein viele eigene Sorgen wirken, wenn
man den Blick weitet. Eine ruhige, nachdenkliche Folge über
Abhängigkeiten, Dankbarkeit, moderne Verwundbarkeit – und darüber,
wie wichtig Menschen sind, auf die man sich verlassen kann.
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11.12.2025
19 Minuten
Warum werden aus 20 Minuten Original-Content plötzlich 1 Stunde 40
Minuten Reaction-Dauerbeschallung? In dieser Folge von Die
Abschweifung geht es um die Eskalation der modernen Reaction-Kultur
auf YouTube: Reactions auf Videos, Reactions auf Reactions – und
irgendwann Reactions auf Reactions auf Reactions. Was als
Einordnung gedacht war, wird zur endlosen Meta-Schleife. Ich
spreche darüber, warum sich Meinungen heute gegenseitig potenzieren
statt ergänzen, weshalb viele Reaction-Formate ihren eigentlichen
Mehrwert verlieren, wie sich Creator zunehmend selbst wichtiger
machen als den Content, auf den sie reagieren, und warum diese
Dauer-Meta-Ebenen für viele nicht nur ermüdend, sondern regelrecht
überfordernd sind. Außerdem geht es um den Unterschied zwischen
aktivem Sehen und passivem Hören, um Audio als Gegenpol zur
visuellen Reizüberflutung – und um die Frage, warum weniger
Reaktion manchmal deutlich mehr Inhalt bedeutet. Eine Folge über
Medienmechaniken, Aufmerksamkeitsökonomie, Ego-Bühnen und die
stille Sehnsucht nach Klarheit im digitalen Lärm.
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03.12.2025
22 Minuten
In dieser Folge der Abschweifung geht es um ein Verhalten, das
inzwischen zum Standardrepertoire im Internet gehört: Ghosting und
Blockieren. „Ich sperre dich, ich lösche dich, ich blockiere dich“
– viele kennen diesen Reflex, online wie offline. Creator schmeißen
dich aus der Community, weil dir ein Kommentar „zu ehrlich“ geraten
ist. Menschen verschwinden aus deinem Leben, ohne ein Wort zu
sagen. Und in Familien wird lieber komplett auf Funkstille
geschaltet, statt einen unbequemen Satz auszusprechen. Ich spreche
darüber, warum Ghosting und Blocklisten sich nach Kontrolle
anfühlen, aber in Wahrheit oft Hilflosigkeit zeigen, wie
parasoziale Beziehungen auf Plattformen wie TikTok eskalieren
können, wenn Menschen Erwartungen an dich haben, die du nie erfüllt
hast, weshalb es einen Unterschied macht, ob ich jemanden
stummschalte oder komplett blockiere, und was passiert, wenn in
einer Familie alle Kommunikationswege zu sind – bis hin zu der
Frage: Wer sagt dir eigentlich, dass dein Vater gestorben ist, wenn
dich alle blockiert haben? Dazu kommen die üblichen Abschweifungen:
Weihnachtszeit und der Druck, „funktionierende“ Familie zu spielen,
das Leben als „schwarzes Schaf“, das sich trotzdem informieren
lassen möchte, und die Frage, wie viel Distanz sinnvoll ist, ohne
sich komplett von der Welt abzuschneiden. Am Ende geht es um einen
einfachen Gedanken: Selbstschutz ja – komplette Funkstille um jeden
Preis nein. Wer alles blockiert, blockiert irgendwann auch die
Möglichkeit, dass sich Dinge klären können. Danke, dass du zuhörst.
Wenn dir die Folge etwas gegeben hat, freue ich mich, wenn du sie
teilst, kommentierst oder weiterempfiehlst – natürlich ganz ohne
Blockliste.
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13.11.2025
36 Minuten
In dieser Folge von „Die Abschweifung“ geht Sascha der Frage nach,
wie sehr sich Selbstbild und Fremdwahrnehmung unterscheiden können.
Ausgehend von einer Serie in der ZDF-Mediathek über das
Erwachsenwerden reflektiert er seine eigene Jugendzeit,
Schulfreundschaften, Mobbingerfahrungen und den Wandel im Laufe der
Jahre. Er erzählt offen von Fehlern, vom eigenen „Arschloch-Ich“
als Jugendlicher, und davon, wie Reue und Erkenntnis Teil des
Erwachsenwerdens sind. Auch das Thema Vergänglichkeit spielt eine
Rolle – was bleibt eigentlich von uns, wenn die Server offline
gehen, die Konten gelöscht werden und die Erinnerungen verblassen?
Ein ruhiger, ehrlicher Monolog über Schuld, Veränderung, Demut und
das Gefühl, am Ende einfach „okay“ zu sein.
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02.11.2025
36 Minuten
In dieser Episode der Abschweifung geht es um das, was die
Netzlandschaft im Kern antreibt: Aufmerksamkeit. Sascha spricht
über Livestreams, Echokammern und das fragile Gleichgewicht
zwischen Meinung, Ego und öffentlicher Wahrnehmung. Was passiert,
wenn Reaktionen zur Routine werden und Diskurs durch Lagerdenken
ersetzt wird? Warum Kritik plötzlich zum Angriff erklärt wird – und
wie Narzissmus und Unsicherheit die Dynamik im Netz prägen. Ein
ehrlicher Blick auf die Verantwortung, die mit Reichweite
einhergeht, und darauf, warum auch Sascha selbst Teil dieses
Systems ist.
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Über diesen Podcast
Willkommen bei "Die Abschweifung", dem Podcast, der das freie Reden
feiert. Hier gibt es keine strikten Themenvorgaben, sondern ein
Fluss von Gedanken und Ideen, die sich um aktuelle Ereignisse und
persönliche Einblicke drehen. 'Homöopathische Weisheiten in kleinen
Dosen' bereichern die Monologe.
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