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Episoden

27 Minuten
Annika Engels war bis zum Sommer 2023 stellvertretende Botschafterin in Libyen, jedoch mit dem Amtssitz in Tunis, Tunesien. Aufgrund des Bürgerkriegs musste das Botschaftspersonal 2014 Tripolis verlassen und vorübergehend in den Räumlichkeiten der deutschen Botschaft Tunesien arbeiten. Eine Art WG mit Diplomatenpass. Die Botschaft in Tripolis wurde 2021 in neuen Räumen wiedereröffnet, dient jedoch erst seit dem Sommer 2023 als ständiger Sitz des Botschafters. Annika Engels ist also ständig zwischen den beiden Ländern gependelt und berichtet von ihrer Zeit in Libyen, in der sie sich mit zwei selbsternannten Regierungen des Landes auseinandersetzen musste. Sie erzählt auch, wie zwei deutsche Botschaften sich ein Quartier teilen, ohne sich dabei in die Quere zu kommen.
25 Minuten
Die deutsche Botschafterin in Estland arbeitet seit 36 Jahren für das Auswärtige Amt und sie hat einen wahren Erfahrungsschatz an internationalen Erlebnissen und Erkenntnissen zu bieten. Aktuell auf Posten in Tallin erzählt Annette Klein von den engen bilateralen Beziehungen zwischen Estland und Deutschland, dem momentan verständlichen Schwerpunkt auf Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Land und warum sich die deutschen Bundesländer beim jährlichen Event „Deutscher Frühling“ präsentieren.
25 Minuten
Die Schweiz hatte keine Kolonien, war jedoch profitierend am Kolonialismus der Europäer beteiligt. Heutzutage gehört die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit auch in den schweizerischen Botschaften in den mittlerweile unabhängigen Ländern zum Alltag. Ziegen als Geschenk, Abendessen beim Präsidenten und hoch oben über den Hafen von Abidjan auf Schweizer Kränen herumkrabbeln – Anne Lugon-Moulin gibt einen interessanten Einblick in das Leben und ihre Arbeit als Botschafterin in Côte d’Ivoire.
28 Minuten
Margit Hellwig-Bötte ist seit drei Jahren deutsche Botschafterin in Botswana und beschreibt anschaulich die Vielfalt des Landes und seinen „spröden Charme“. Seit der Unabhängigkeit 1966 hat es sich stetig weiterentwickelt und gilt heute als Schwellenland im oberen Bereich. Das soziale Gefälle ist immer noch sehr groß, aber es wird angepackt. Wir haben uns über Diamanten, wirtschaftliche Interessen, Elefantenplage, Jagdquoten und touristische Ziele unterhalten und ich habe ein Urlaubsziel mehr auf meiner Liste!
26 Minuten
Die drei deutschen Säulen der Außenwirtschaftsförderung in Sao Paulo werden von Frauen geführt. Die Außenhandelskammer, die Außenwirtschaftsagentur (GTAI) und das Konsulat liegen in weiblicher Hand – das dürfte einzigartig sein. Zudem sind überall im Land deutsche Spuren zu finden, denn 6 Millionen Brasilianer haben deutsche Wurzeln und in Sao Paulo gibt es sogar die größte deutsche Auslandsschule weltweit. Hier haben auch finanziell schlecht situierte Familien die Möglichkeit, ihre Kinder zur Schule schicken. Die deutsche Generalkonsulin Martina Hackelberg meint „Wenn man Sao Paulo einmal kennengelernt hat, möchte man nirgendwo anders mehr hin.“ Sie berichtet anschaulich von ihrem Posten, vom Besuch der Außenministerin Baerbock und schwärmt dermaßen von der Stadt mit ihrer Fülle an Kultur, Gastronomie und Architektur, dass ich schon mal nach Flügen für den nächsten Urlaub geguckt habe. Und warum die Flip-Flops unbedingt erst vor Ort kaufen? Hört rein!
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Über diesen Podcast

In der Reisebotschaft erzählen mir Diplomatinnen, wie sie ihren Heimatstaat im Ausland vertreten. Sie lösen Unstimmigkeiten und überwinden gedankliche Sperren, ohne die Kultur des Gastlandes und deren Bevölkerung zu übergehen und vertreten unsere Vorstellung vom Leben und seinen diversen Möglichkeiten. Mit jeder Folge besuchen wir eine neue Stadt und eine Entsandtin vor Ort. In diesem Podcast erzählen sie von ihrem Leben mit und neben der Diplomatie. Erfolge, Anekdoten und Insidertipps für die ganze Welt! Alle 14 Tage immer dienstags neu.
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„Reisebotschaft“

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