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Episoden
20.02.2026
20 Minuten
Die Ukraine verzichtete 1994 im Budapester Memorandum auf
Atomwaffen und erhielt Sicherheitszusagen, die weder 2014 noch
2022 einen Angriff verhinderten. Ob nukleare Abschreckung ihn
verhindert hätte, bleibt unbeweisbar, aber die Frage prägt heute
zwingend die europäische Debatte über die nukleare Dimension der
Abschreckung. Dass in Deutschland wieder offen über die
nukleare Dimension europäischer Abschreckung gesprochen wird, ist
deshalb kein Tabubruch, sondern Ausdruck veränderter Realitäten.
Es geht um die nüchterne Bewertung, welche Mittel erforderlich
sind, um glaubwürdig abzuschrecken und strategische
Abhängigkeiten zu reduzieren.
Der Ukrainekrieg wird nicht dadurch enden, dass man Gandhi
zitiert oder gewaltlosen Widerstand beschwört. Gewalt
verschwindet nicht, weil man sie moralisch verurteilt. Kriege
enden nicht durch Gesinnung, sondern durch Kräfteverhältnisse.
Auffällig ist, dass der Protest gegen Waffenlieferungen schneller
mobilisiert als Proteste gegen die systematische Bombardierung
ukrainischer Städte und der Zivilbevölkerung.
Sollten Sie Fragen zum konkreten Podcast oder ganz allgemein zum
Militär oder zu sicherheitspolitischen Themen haben, schreiben
Sie mir bitte ein E-Mail an stetsbereit@missing-link.media.
Gerne komme ich bei der Themenfindung auf ihre Fragen zurück.
Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und Militärexperte
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Monitor Luftkrieg Ukraine Vol 13
Zehn Ukrainer besiegen zwei Nato-Bataillone: „Wir sind am Arsch“
WSJ: Ukrainian military “defeated” NATO troops with drones during
exercises with allies
Musk's SpaceX and Ukraine to block Russia's use of Starlink
Kremlin says main Ukraine issues will be discussed in Geneva
talks, including territory
Zelenskiy warns of new Russian strikes ahead of Geneva peace
talks
Ukraine war briefing: Drone attack on Russian port sparks fires
ahead of fresh peace talks
Institute for the Study of War
Münchner Sicherheitskonferenz
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06.02.2026
20 Minuten
Anhand von fünf Themen wird erläutert, worauf es dem Verfasser
ankommt. Ausgangspunkt ist stets der Versuch,
sicherheitspolitische Fragen nicht über Zuspitzung oder Moral,
sondern über Struktur und Einordnung verständlich zu machen. So
wird etwa die nukleare Bedrohung nicht als permanentes
Angstszenario betrachtet, sondern als ein System von
Abschreckung, Doktrin und Kommunikation, das gerade darauf
ausgelegt ist, einen Einsatz zu verhindern.
Ähnlich wird der Krieg in der Ukraine nicht als abstraktes
Symbol, sondern als Frage dauerhafter Verteidigungsfähigkeit
analysiert. Entscheidend sind Organisation, Ausbildung,
industrielle Leistungsfähigkeit und politische Steuerung, also
jene Faktoren, die darüber bestimmen, ob gesellschaftlicher
Widerstand tragfähig bleibt. Der Blick auf die Arktis
verdeutlicht, dass Sicherheitspolitik zunehmend in Räumen
stattfindet, die lange unterschätzt wurden. Handlungsfähigkeit
entsteht dort nicht durch Erklärungen, sondern durch
Infrastruktur, Reichweite und Präsenz, und vor allem durch den
Faktor Zeit.
Mit der kritischen Infrastruktur rückt schließlich ein Feld in
den Fokus, in dem Sicherheit ohne offene Gewalt untergraben
werden kann. Vernetzte Systeme vom Meeresboden bis in den
Weltraum machen moderne Gesellschaften leistungsfähig, zugleich
aber verwundbar.
Geopolitische Einordnungen verbinden diese Themen, indem sie
zeigen, wie Macht, Raum und Abhängigkeiten zusammenwirken.
Konflikte ergeben sich aus der Überlagerung von Einflusszonen,
Ressourcen und Versorgungswegen, unabhängig davon, ob man diese
Logik politisch wünscht oder moralisch ablehnt. Ein Verstehen
dieser Zusammenhänge ist die Voraussetzung, um Sicherheitspolitik
nüchtern und verantwortungsvoll zu beurteilen.
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https://missing-link.media/podcast/stets-bereit-der-podcast-ueber-militaer-und-sicherheitspolitik/
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23.01.2026
23 Minuten
Wer Völkerrecht, Moral, Anstand und ein stark normatives
Pazifismusverständnis zum Maßstab macht, verzweifelt an Trumps
Politik. Wer seine Schritte hingegen nüchtern und machtpolitisch
analysiert, erkennt eine innere Logik: Nicht ob Staaten
interessengeleitet handeln, ist entscheidend, sondern welche
Interessen dominieren. Die USA, China, Russland aber auch Indien
denken in strategischen Räumen, maritimen Linien, der wachsenden
Bedeutung des Weltraums und langfristiger Positionierung, während
die EU eher darauf ausgelegt ist, über Regulierung, Abgaben und
Marktmechanismen Erträge zu generieren und zu verteilen, als
strategisch in sicherheitsrelevante Vorsorge zu investieren. In
diesem Umfeld sind Trumps Maßnahmen konsistent, auf die
strategischen Interessen der USA ausgerichtet und erfüllen genau
das, was er mit MAGA angekündigt hatte. Egal, ob man das gutheißt
oder nicht, würden die USA diese Linie nicht verfolgen, stünde
„der Westen“ angesichts eigener Verzettelung, fehlender
Perspektiven und fragmentierten Denkens strategisch deutlich
schwächer da. Die politischen Eliten in den Vereinigten Staaten,
China und Russland bedienen ihre Gefolgschaften, um Macht zu
bündeln und Strategien durchzusetzen; die Europäische Union
hingegen bedient ihre Gefolgschaften uneinheitlich,
angstgetrieben, entscheidungsschwach und verliert dabei ihre
Strategien für die Weltbühne.
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Agreement Relating to the Defense of Greenland (U.S.–Denmark), 9
April 1941 (55 Stat. 1245, PDF)
Defense of Greenland: Agreement Between the United States and the
Kingdom of Denmark, 27 April 1951
Agreement Amending and Supplementing the 1951 Agreement
(Igaliku), 6 Aug 2004
Pituffik Space Base: Renaming announcement (U.S. Space Force)
Operation Blue Jay / Thule construction
Camp Century
Project Iceworm
Study on Camp Century waste risk (Brown University News, 2016)
Bluie East Two / Ikateq
China’s Arctic Policy (State Council Information Office, full
text)
Russian Northern Fleet Bastion Revisited
The Russian Northern Fleet and the (Re)militarisation of the
Arctic (Arctic Review on Law and Politics, 2022)
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08.01.2026
17 Minuten
Wenn eine Großmacht militärisch in einen souveränen Staat
eingreift, um dessen Präsidenten festzusetzen, dann entsteht
daraus kein neues Recht, aber ein neuer Maßstab. Was einmal getan
wurde, kann künftig gedacht werden. Und was gedacht werden kann,
senkt die Hemmschwelle für Nachahmung. Das entscheidende
Schutzinstrument von Staaten ist längst nicht mehr das
Völkerrecht, sondern die Abschreckung. Nicht Moral, nicht Normen,
sondern die Fähigkeit, dem Gegner Kosten zu erzeugen. Der
Unterschied zwischen Staaten, denen so etwas widerfährt, und
jenen, bei denen es undenkbar bleibt, verläuft entlang einer
klaren Linie: der Fähigkeit zur strategischen – nicht zuletzt
nuklearen - Gegenwirkung. Das ist eine unbequeme, aber
realistische Erkenntnis.
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Reuters – Maduro appears in U.S. court, Trump warns of further
strikes
CIA source: Mock house, special forces and planning behind Maduro
operation
U.S. Military Strikes Venezuela
Explosions ring out across Caracas as U.S. special ops
helicopters fly over city
U.S. airpower paved the way for Delta Force to capture Maduro
Six Minutes in Caracas: How U.S. Special Forces grabbed Nicolás
Maduro
Visual reconstruction of the Maduro capture operation
Live updates: U.S. military strikes in Venezuela and Maduro
capture
Explosions heard across Caracas during U.S. operation
USS Iwo Jima: The assault ship that transferred Maduro to New
York
Medwedews Entführungsfantasien: Friedrich Merz im Visier
Grönland: So könnte sich Europa gegen Trumps Machtfantasien
wehren
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19.12.2025
21 Minuten
Moderne strategische Machtverhältnisse und das daraus
resultierende Gewicht auf der Weltbühne werden nicht nur an
Frontlinien entschieden, sondern in Fabriken, Kraftwerken und
Lieferketten. Wer industrielle Kapazität, Energieversorgung und
Rohstoffzugang kontrolliert, verfügt über strategische Tiefe. Wer
das nicht tut, verliert Handlungsspielraum, noch bevor
militärische Optionen real werden.
Die Ablehnung von Krieg wird mit der Annahme verwechselt, sie sei
auch durchsetzbar. Der Wunsch nach Frieden wird zur Strategie
erklärt. Doch Frieden entsteht nicht durch Absicht, sondern durch
Kalkül. Wer glaubt, dass die eigene Friedfertigkeit den Gegner
bindet, projiziert die eigenen Maßstäbe auf Akteure, die nach
anderen Regeln handeln.
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Putin nennt europäische Staats- und Regierungschefs „Schweine“
(BILD, Dezember 2025)
Durchführungsverordnung (EU) 2025/1560 – Gesundheitsbezogene
Angabe zu grünen Kiwis
White House – Briefing Room (Strategiedokumente, Reden, Releases)
U.S. Department of War – News
Rat der Europäischen Union – Sicherheit und Verteidigung
Strategischer Kompass der EU für Sicherheit und Verteidigung
Europäische Verteidigungsagentur – Capability Development Plan
IISS – The Military Balance
Europäische Kommission – Pressecorner
NATO – Nuclear Deterrence
NATO – Deterrence and Defence
Europäischer Auswärtiger Dienst – Gemeinsame Sicherheits- und
Verteidigungspolitik (GSVP/CSDP)
RAND Corporation – European Defense Analysis
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Über diesen Podcast
„Stets bereit“ ist ein militär- und sicherheitspolitischer Podcast
von und mit Generalmajor i. R. Herbert Bauer. Ziel des Podcasts ist
es, wehr- und sicherheitspolitische Themen allgemein verständlich
zu erläutern und einer interessierten Zuhörerschaft wehrpolitisches
Hintergrund- und Basiswissen bereitzustellen.
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