Podcaster
Episoden
08.01.2026
17 Minuten
Wenn eine Großmacht militärisch in einen souveränen Staat
eingreift, um dessen Präsidenten festzusetzen, dann entsteht
daraus kein neues Recht, aber ein neuer Maßstab. Was einmal getan
wurde, kann künftig gedacht werden. Und was gedacht werden kann,
senkt die Hemmschwelle für Nachahmung. Das entscheidende
Schutzinstrument von Staaten ist längst nicht mehr das
Völkerrecht, sondern die Abschreckung. Nicht Moral, nicht Normen,
sondern die Fähigkeit, dem Gegner Kosten zu erzeugen. Der
Unterschied zwischen Staaten, denen so etwas widerfährt, und
jenen, bei denen es undenkbar bleibt, verläuft entlang einer
klaren Linie: der Fähigkeit zur strategischen – nicht zuletzt
nuklearen - Gegenwirkung. Das ist eine unbequeme, aber
realistische Erkenntnis.
Sollten Sie Fragen zum konkreten Podcast oder ganz allgemein zum
Militär oder zu sicherheitspolitischen Themen haben, schreiben
Sie mir bitte ein E-Mail an stetsbereit@missing-link.media.
Gerne komme ich bei der Themenfindung auf ihre Fragen zurück.
Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und Militärexperte
WEITERFÜHRENDE LINKS
Reuters – Maduro appears in U.S. court, Trump warns of further
strikes
CIA source: Mock house, special forces and planning behind Maduro
operation
U.S. Military Strikes Venezuela
Explosions ring out across Caracas as U.S. special ops
helicopters fly over city
U.S. airpower paved the way for Delta Force to capture Maduro
Six Minutes in Caracas: How U.S. Special Forces grabbed Nicolás
Maduro
Visual reconstruction of the Maduro capture operation
Live updates: U.S. military strikes in Venezuela and Maduro
capture
Explosions heard across Caracas during U.S. operation
USS Iwo Jima: The assault ship that transferred Maduro to New
York
Medwedews Entführungsfantasien: Friedrich Merz im Visier
Grönland: So könnte sich Europa gegen Trumps Machtfantasien
wehren
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19.12.2025
21 Minuten
Moderne strategische Machtverhältnisse und das daraus
resultierende Gewicht auf der Weltbühne werden nicht nur an
Frontlinien entschieden, sondern in Fabriken, Kraftwerken und
Lieferketten. Wer industrielle Kapazität, Energieversorgung und
Rohstoffzugang kontrolliert, verfügt über strategische Tiefe. Wer
das nicht tut, verliert Handlungsspielraum, noch bevor
militärische Optionen real werden.
Die Ablehnung von Krieg wird mit der Annahme verwechselt, sie sei
auch durchsetzbar. Der Wunsch nach Frieden wird zur Strategie
erklärt. Doch Frieden entsteht nicht durch Absicht, sondern durch
Kalkül. Wer glaubt, dass die eigene Friedfertigkeit den Gegner
bindet, projiziert die eigenen Maßstäbe auf Akteure, die nach
anderen Regeln handeln.
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Putin nennt europäische Staats- und Regierungschefs „Schweine“
(BILD, Dezember 2025)
Durchführungsverordnung (EU) 2025/1560 – Gesundheitsbezogene
Angabe zu grünen Kiwis
White House – Briefing Room (Strategiedokumente, Reden, Releases)
U.S. Department of War – News
Rat der Europäischen Union – Sicherheit und Verteidigung
Strategischer Kompass der EU für Sicherheit und Verteidigung
Europäische Verteidigungsagentur – Capability Development Plan
IISS – The Military Balance
Europäische Kommission – Pressecorner
NATO – Nuclear Deterrence
NATO – Deterrence and Defence
Europäischer Auswärtiger Dienst – Gemeinsame Sicherheits- und
Verteidigungspolitik (GSVP/CSDP)
RAND Corporation – European Defense Analysis
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05.12.2025
20 Minuten
Europa erkennt zwar das Risiko, dass Russland nach einem
Zusammenbruch der Ukraine eine direkte militärische
Ausgangsposition an der EU- und NATO-Grenze erhielte, eine Lage,
in der Europa unter Druck geraten und sicherheitspolitisch
erpressbar werden könnte , doch die politischen Entscheidungen
laufen dem sicherheitspolitischen Bedarf hinterher, wenn nicht
sogar entgegen. Die EU hat weder ein gemeinsames
Verteidigungsbudget noch ein verbindliches Aufrüstungsziel für
alle Mitgliedstaaten, und ihre Produktionskapazitäten reichen
nachweislich nicht aus, um einen hochintensiven Konflikt zu
kompensieren. Die NATO wiederum ist zwar militärisch
einheitlicher, aber politisch gespalten, weil einige Staaten den
amerikanischen Kurs mittragen, während andere versuchen,
europäische Autonomie aufzubauen oder überhaupt quer treiben.
Diese strategische Divergenz schwächt das Abschreckungsbild.
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Nato considers being ‘more aggressive’ against Russia’s hybrid
warfare
Russia says NATO remarks on pre-emptive strike are irresponsible
and escalatory
NATO eyes tougher pre-emptive measures against Russia's hybrid
threats
Allies are ready, willing, and able to tackle security challenges
today and into the future
Press Conference by NATO Secretary General Mark Rutte following
the meetings of NATO Ministers of Foreign Affairs
Foreign Affairs Council (Defence), 1 December 2025 Council of the
EU / Consilium
Kaja Kallas: ‘We should stop pretending that Russia is
negotiating peace and force it to do so’
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21.11.2025
20 Minuten
Nicht Ideologie entscheidet, ob ein Land eine Wehrpflicht
braucht, sondern die nüchterne Frage, welche Kräfte ein Staat
real zur Verteidigung aufbringen muss. In Mitteleuropa lässt sich
Raum nur mit Masse schützen: Grenzen, Infrastruktur, operative
Kräfte und territoriale Sicherung erfordern eine Personalbreite,
die allein mit Berufs- und Zeitsoldaten nicht erreichbar ist.
Gleichzeitig bestimmt die Fähigkeit, Verluste auszugleichen und
Kräfte über Monate zu rotieren, den Ausgang eines Konflikts. Ohne
ausreichend ausgebildete Reserven bricht jede Struktur rasch
zusammen. Und schließlich entsteht glaubwürdige Abschreckung nur
dann, wenn ein möglicher Gegner erkennt, dass ein Angriff hohe
Kosten verursachen würde. Das gelingt nur durch die Kombination
aus professionellem Kern und schnell aktivierbaren Reserven.
Diese drei Faktoren machen Wehrpflicht nicht zu einer Frage des
Wollens, sondern zu einer Frage der Verteidigungsfähigkeit und
damit des Überlebens.
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Germany’s Military Readiness Gap and the Pitfalls of a … -
Carnegie Endowment
The return of conscription? EU countries debate bringing back
military service - European Newsroom
Explainer: Why Europe is bringing back conscription -
swissinfo.ch
Conscription as an element in EU preparedness - EPRS
Improving Recruitment, Retention and Mass - IISS
Will European countries reintroduce compulsory conscription? - Al
Estiklal
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31.10.2025
20 Minuten
Wenn man einen bewusst inszenierten Krieg ausschließt, bleiben
zwei denkbare Entwicklungen: ein fragiles Gleichgewicht zwischen
amerikanischer Präsenz und eurasischer Einflussnahme als eine
kontrollierte Konkurrenz, in der Rivalität kalkulierbar bleibt
und keine offene Konfrontation erfolgt. Oder aber eine
strategische Verfestigung, bei der Russland und China sich
dauerhaft in Venezuelas Strukturen militärisch, digital und
wirtschaftlich verankern. Die Karibik würde damit zur neuen
Nahtstelle globaler Blockbildung, diesmal nicht durch Ideologien,
sondern durch Daten, Schulden und Energieflüsse. Beide Szenarien
zeigen, dass die Machtkämpfe um Venezuela weniger eine Frage der
Waffen sind als der Deutungshoheit. Wer Systeme,
Informationsräume und Narrative kontrolliert, definiert künftig,
was Stabilität bedeutet. Venezuela wird so zum Prüfstein der
multipolaren Weltordnung – nicht, weil hier ein Krieg droht,
sondern weil sich an diesem Ort entscheidet, ob globale Macht in
Zukunft geteilt, verhandelt oder erneut zentralisiert wird.
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China’s Growing Influence in Latin America
Russia’s strategy for Latin America
AntiWestern Influence Campaigns in Latin America: Understanding
RussiaVenezuelaIran Triangle
China and Latin America’s Joint Construction of the Belt and
Road: Progress, Challenges and Prospects
China’s relationship with Latin America: Unequal and SelfServing
Spannungen zwischen USA und Venezuela verschärfen sich
Russia und China verurteilen USMilitäreinsatz in der Karibik
Nach Entsendung weiterer USSchiffe: Spannungen mit Venezuela
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Über diesen Podcast
„Stets bereit“ ist ein militär- und sicherheitspolitischer Podcast
von und mit Generalmajor i. R. Herbert Bauer. Ziel des Podcasts ist
es, wehr- und sicherheitspolitische Themen allgemein verständlich
zu erläutern und einer interessierten Zuhörerschaft wehrpolitisches
Hintergrund- und Basiswissen bereitzustellen.
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