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Episoden

50 Minuten
Mit aufgerissenen Augen unter der Schlafmaske von hundert rückwärts zählen, oder hunderte, zig-tausende male blinzeln am Tag, um sich zu vergewissern, vielleicht, um sich zu erinnern. Loszulassen. Auf der Verkehrsinsel stehenbleiben und lauschen, die Gesichter untersuchen: Wer schon, wer noch unterwegs ist. Nachtschicht oder Rausch, die umgekehrte Uhr in den Gliedern. Die erste Wache. Die Stunde zwischen vier und fünf. Dämmerung, oder die Räume, in denen die Lichtverhältnisse sich nie verändern. Ihr wagt nicht zu schlafen. Ihr wollt noch nicht. Und dann der Traum. In dieser Folge geht es ums Schlafen und Wachliegen. Um Nachtschicht, Schlaflosigkeit, überschüssige Energie oder den dauernden Mangel, Wachehalten und Wachsam-Bleiben, Träume und den nächsten Morgen.
23 Minuten
Hier hört ihr alle arabischsprachigen Texte aus unserer 13. Folge Das Verschwinden im Original, gelesen von den Autor*innen.
1 Stunde 4 Minuten
Du würdest ja ein Gedicht schreiben, das nicht — aber du hörst die Vögel nicht mehr. Du wolltest gerade etwas sagen, aber dann war der Strom abgestellt. Du weißt, dass da etwas war. Gerade eben noch. Dann nicht mehr. Du weißt, dass da etwas war, seit Generationen schon. Freizeichen am anderen Ende der Leitung, dann gleich die Automatenstimme. Wer ist am Ende noch da um die Toten zu zählen. Mit Abdalrahman Alqalaq, Sandra Hetzl, Maha El Hissy, Mahmoud Darwish, Haidar Ghazali, Asmaa Azaizeh, Marwa Younes Almokbel, Miriam Rainer und Ghayat Almadhoun. Übersetzungen von Günther Orth, Abdalrahman Alqalaq, Sandra Hetzlund Larissa Bender
1 Stunde 12 Minuten
Vor Millionen von Jahren begann das Leben auf der Erde im Wasser. Ich hab es in einem Meme gesehen: Started out as a fish, how did it end up like this, jetzt, auf dem Planeten im gleichen Blau verschwindet das Wasser, regnet es in Bächen oder trocknen Landstriche aus. Gilt das Mittelmeer als das größte Massengrab Europas, wird Wasser zur Waffe gemacht, privatisiert, verschluck dich nicht.
1 Stunde 3 Minuten
Ich habe einen Spruch aufgesagt, habe eine Hand gehoben, habe gemacht, dass du dich drehst. Ich habe einen Fluch ausgesprochen, dir meinen Segen gegeben, alle Spuren auf meinem Körper beseitigt und fortan geschwiegen. Ich habe mich für diese Nacht verwandelt, habe ein letztes mal hoch gesehen, als sich das Wasser schloss. In unserer neuen Folge, die wir im Sommer live auf dem Droste Festival am Center For Literature aufgenommen haben, geht es um die Verführung und den Zwang, geht es um den Körper, der immer da ist. Den Körper als Angriffsfläche, Produkt und Bedrohung. Um die verhexte Mehrheits-gesellschaft, die einzige mietfreie Fläche dieses Landes in ihrem Kopf. Es ist eine Folge über Arbeit, Obsession, Mythos und Widerstand. Gesprochen haben wir dafür mit der Autorin und Hörspielproduzentin Tia Morgen. Mit Texten und Musik zu hören sind Simoné Goldschmidt-Lechner, Logan February, Norwin Tharayil, Mira Mann und Aylin Çelik.
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Über diesen Podcast

Was sind Texte abseits der Schriftlichkeit? Wie sind sie gebaut, wie hält man sie fest, und was spricht? Stoff aus Luft ist ein Literaturmagazin für Texte die gehört werden wollen: Spoken Word, Slam Poetry, Hörstücke, Rap und alles, was gesprochen wird. Pro Folge gibt es ein wechelndes Thema, das von verschiedenen Autor*innenin ihren Texten interpretiert wird - auf ganz unterschiedliche Weise. Außerdem sprechen wir mit unserem "Featured Artist" im Interview über Arbeitsweisen, Inspirationen und ihre Erlebnisse auf und hinter der Bühne. Von Josefine Berkholz und Tanasgol Sabbagh. Sounddesign von Fabian Saul. Mixing von Lane Hots. Stoff aus Luft wird vom Deutschen Literaturfonds gefördert. www.stoffausluft.de
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„Stoff aus Luft“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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