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  3. Listen. Restructure. Restructum. Podcast

Episoden

34 Minuten
Der letzte Satz der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens hat das Hauptthema „Ode an die Freude“. Die Instrumentalfassung dieses Hauptthemas ist die offizielle Hymne der Europäischen Union. Inwieweit die EU-weite Anwendbarkeit des StaRUG, die seit dem 17. Juli möglich ist, bei deutschen Unternehmen auch eine „Ode der Freude“ auslöst, erläutert Dr. Annerose Tashiro, die Leiterin der Internationalen Abteilung von Schultze & Braun, in diesem Podcast. Sie spricht aber auch darüber, was Berater und Unternehmen beachten müssen, wenn sie die EU-weite Anwendbarkeit nutzen wollen und warum Vorbereitung dabei das A und O ist. „Ich war noch niemals in New York“ – in diesem Hit singt Udo Jürgens von der Sehnsucht nach der großen weiten Welt. Davon kann auch die schwedische Fluggesellschaft SAS ein Liedchen singen – allerdings war und ist das Unternehmen, das seinen Sitz eigentlich in Stockholm hat, bereits in New York und hat beim dortigen Gericht für 14 Gruppengesellschaften einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Damit nutzt SAS die Möglichkeiten des US-Insolvenzrechts für sich, die wohl attraktiver erscheinen als die des schwedischen Rechts: ein transatlantisches Forumshopping. Dr. Tashiro spricht im zweiten Teil des Podcasts darüber, warum das transatlantische Forumshopping für deutsche Unternehmen keine generelle Option ist und warum Deutschland als Sanierungsstandort international wettbewerbsfähig ist.
31 Minuten
„Wind of Change“ von den Scorpions, „The Times They Are a-Changin’“ von Bob Dylan oder „Changes“ von David Bowie – das Thema Change – Veränderung – wurde von zahlreichen Musikern aufgegriffen und unterschiedlich interpretiert und verarbeitet. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Change im wirtschaftlichen Zusammenhang – auch hier gibt es zahlreiche unterschiedliche Herangehensweisen und Auslegungsarten. Aber Fakt ist: Noch nie mussten sich Unternehmen so schnell und so regelmäßig an interne als auch externe Veränderungen anpassen wie heute. Und jede Veränderung wirkt sich auch auf seine Mitarbeitenden aus. Gerade in Sondersituationen wie einer Restrukturierung oder Sanierung – in denen es mitunter zu extremen Veränderungen kommt – kommt daher dem Change Management daher eine große Bedeutung zu. Denn ohne eine Belegschaft und eine Führungsmannschaft, die bereit ist, die Veränderung mitzugehen, sind die beste Restrukturierungs- oder Sanierungsbemühungen aussichtslos. Nick Piepenburg von Turnaround Management Partners und Dr. Jürgen Erbe von Schultze & Braun, die schon viele Unternehmen durch Krisen geleitet haben, sprechen über die Bedeutung von Change Management in Sondersituationen und darüber, was eine gute Mischung aus Change und Prozess Management ausmacht.
28 Minuten
Beim StaRUG denken viele zunächst an die Möglichkeiten, die das neue Gesetz bietet, um in einer Unternehmenskrise durch eine geeignete Restrukturierung eine Insolvenz zu vermeiden. Tatsächlich war und ist es jedoch die Intension des Gesetzgebers, dass Unternehmen durch das StaRUG – idealerweise weit vor der Krise, wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich gut geht – vorsorgen und ein System zur Krisenfrüherkennung etablieren. So können Unternehmen zwei Verteidigungslinien aufbauen, um ihre Überlebensfähigkeit sichern und eine Insolvenz vermeiden. Prof. Dr. Werner Gleißner von der FutureValue Group und Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun erläutern, wie das funktioniert, welche Besonderheiten Unternehmen dabei im Blick haben sollten, wo die Verteidigungslinien verlaufen und warum eine Krisenampel mehr als drei Farben und Phasen hat.
21 Minuten
Seit dem 1. Januar 2021 können mit dem StaRUG Restrukturierungen schneller und gezielter umgesetzt werden – mit großen Gestaltungs- und Eingriffsmöglichkeiten und ohne Insolvenzverfahren. Die Unternehmen bestimmen selbst, mit welchen ihrer Gläubiger sie sich restrukturieren möchten. Sein volles Potential hat das StaRUG damit aber noch nicht ausgespielt. Aller Voraussicht nach ab dem Sommer des kommenden Jahres können StaRUG-Restrukturierungen unter dem Dach der Europäischen Insolvenzverordnung auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten durchgesetzt werden. In dieser Episode geht es darum, was dabei zu beachten ist, welche wichtige Rolle die Veröffentlichung einer StaRUG-Restrukturierung spielt und welche strategischen Fragen sich Unternehmen in diesem Zusammenhang stellen sollten. Zudem schauen wir auf die Besonderheiten der präventiven Restrukturierungsverfahren in Frankreich und den Niederlanden.
17 Minuten
Äpfel mit Birnen vergleichen soll man eigentlich nicht. Aber muss man nicht bei der Vergleichsrechnung im Restrukturierungsplan genau das tun – nämlich zwei unterschiedliche Szenarien nach denselben Maßstäben bewerten? In der Praxis hat sich dies als gar nicht so einfach erwiesen. Das Vergleichsszenario muss so berechnet und dargestellt werden, dass es die zweitbeste Lösung für die Gläubiger ist. Mit der Expertin Dr. Elske Fehl-Weileder sprechen wir über die Herausforderungen und Besonderheiten, die es bei einer Vergleichsrechnung gibt, und wir diskutieren über die Auslegung der Punkte, die im StaRUG offen geblieben sind. Ein Gespräch, in dem keine Äpfel und Birnen vorkommen, das aber die enorme Bedeutung der Vergleichsrechnung für die Restrukturierung eines Unternehmens und die Abstimmung mit den Gläubigern zeigt.
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast beschäftigen wir uns mit Change Management und dem neuen Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz, kurz StaRUG. Es geht um die Anwendung, Erfahrungen und Lehren, die man daraus ziehen kann, und um Führung in der Krise. Denn in jeder Krise liegt auch eine große Chance, mit neuem Schwung in die Zukunft zu starten.
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„Listen. Restructure. Restructum.“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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