Das Litrophon

Das Litrophon

der Micropodcast über Literatur in und aus Österreich
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Episoden

Das Schweigen zur Sprache bringen
23.02.2026
23 Minuten
Herkunft und Erinnerung prägen unser Leben oft auf eine Weise, die sich erst später zeigt. Familiengeschichten wirken weiter, auch dann, wenn sie brüchig bleiben, lückenhaft sind, oder von Schweigen durchzogen. Literatur kann ein Ort sein, an dem diesen verborgenen Linien nachgegangen wird. In ihrem Debütroman Heimholen setzt sich Katherina Braschel mit den eigenen Vorfahren auseinander und mit der Frage, wie Vergangenheit erzählt werden kann, wenn sie von Verlust, Vertreibung und Schuld geprägt ist. Der Roman greift die Geschichte der Donauschwaben auf, thematisiert ihre Vertreibung ebenso wie eine dunkle SS-Vergangenheit innerhalb der Familie. Im Podcast Gespräch erzählt die Autorin von der Schwierigkeit, sich dieser Geschichte zu stellen, Verantwortung anzuerkennen und einen eigenen Umgang mit dem Erbe der Vergangenheit zu finden. Auch der Literaturbetrieb kommt zur Sprache: Fragen von Sichtbarkeit, Erwartungen und Konkurrenz, und wie sie als Autorin damit umgeht. Zur Autorin: Katherina Braschel, geboren 1992 in Salzburg, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Sie lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Neben ihrer literarischen Arbeit ist sie als Kulturveranstalterin tätig, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2024 war sie Writer-in-Residence der Max Kade Foundation an der Bowling Green State University in Ohio (USA). Katherina Braschel erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Förderpreis der Rauriser Literaturtage (2019), den WORTMELDUNGEN-Förderpreis (2019) sowie den Limburg-Preis (2022). 2020 erschien ihr experimenteller Band es fehlt viel. Heim holen, 2026 im Residenz Verlag erschienen, ist ihr erster Roman.
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Verschwinden im Blätterwald
17.09.2025
20 Minuten
Mit „Hast dein Federkleid gelöscht“ hat Elke Steiner einen Lyrikkrimi vorgelegt, der spielerisch die Grenzen zwischen Genres sowie zwischen Realität und Traumraum auslotet. Das Buch entfaltet sich als lyrische Suche nach der Liebe und Identität, wobei das titelgebende Federkleid als Schmuck der makellosen Selbst-Performance dient. Im Interview sprechen wir über den Entstehungsprozess dieses ungewöhnlichen Buches, über Lyrik, den Buchmarkt und Elkes Arbeit beim burgenländischen Kleinverlag edition lex liszt 12.
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Frauen lieben lernen
14.05.2025
26 Minuten
In einem vielstimmigen Dialog nähern sich 15 Schriftstellerinnen – darunter Franziska Beyer-Lallauret, Patricia Falkenburg und Sofie Morin – den Texten von bedeutenden Frauen wie Sabina Spielrein, Annemarie Schwarzenbach und Ingeborg Bachmann. Die Autorinnen setzen sich mit den Lebensgeschichten und Werken dieser Frauen auseinander, reflektieren Parallelen zu ihrem eigenen Leben und eröffnen dabei neue Perspektiven auf Themen wie Liebe, Intellekt und das Schreiben selbst. Im Gespräch mit der Herausgeberin Sofie Morin sprechen wir über dieses besondere Projekt, das unter dem Titel "Frauen lieben lernen" in diesem Frühjahr in der edition Arthof erschienen ist.
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Ein Plädoyer für die Dunkelheit
21.01.2025
21 Minuten
Wer kennt es nicht? Man schaut in den Nachthimmel und sieht nur noch ein mattes Leuchten. Die Sterne scheinen zu verschwinden. Diese Lichtverschmutzung ist nicht nur ein Problem für Astronomen, sondern betrifft uns alle. Denn die Dunkelheit ist ein wichtiger Teil unseres Lebensrhythmus. Lisa Viktoria Niederberger hat sich diesem Thema intensiv gewidmet und in ihrem Kinderbuch "Helle Sterne Dunkle Nacht" und ihrem demnächst erscheinenden Essayband "Dunkelheit" sowohl Kinder als auch Erwachsene für die Bedeutung der Dunkelheit sensibilisiert. Im Gespräch mit ihr erfahren wir, warum sie sich so leidenschaftlich für dieses Thema einsetzt und warum es so wichtig wäre, die Nächte wieder dunkler zu machen.
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Vom Glänzen und Verschwinden
12.12.2024
17 Minuten
Es ist auf den ersten Blick vielleicht ein etwas ungewöhnliches Thema, das sich Caro Reichl für ihren Debütroman ausgewählt hat: In "Was glänzt verschwindet mit uns" geht es um Trauerbewältigung und das Sich-Auseinandersetzen mit den eigenen Gefühlen. Im Gespräch haben wir uns über ihre Erfahrungen während des Schreibprozesses unterhalten und auch darüber, warum es so wichtig ist, sich mit dem Thema Trauer auseinanderzusetzen.
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Über diesen Podcast

Das Litrophon stellt als Teil der Literaturplattform Litrobona innovative literarische Projekte in und aus Österreich vor. Mit Interviews, Kurzreportagen und Essays von maximal 20 Minuten bietet Das Litrophon einmal pro Monat kurzweiligen Hörstoff und informiert über aktuelle Themen aus dem literarischen Leben. Titelmusik: Back to the Thirties by Michael Buk
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