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Episoden
20.11.2021
3 Minuten
von Kristin Jahn
Wo Wolf und Lamm beieinander liegen (Jes 65, 17-25)
Ohne die Ewigkeit gäbe es mich gar nicht. Ich bin geboren aus der Ewigkeit heraus, hinein in genau diese Zeit. Eine Zeit als Herodes König war und Quirinius Statthalter in Syrien. Genau hinein in diese Zeit, ins das Hier und Jetzt, das ist wichtig. Ich lebe nicht erst in 200 Jahren, auch nicht in der Vergangenheit. Ich bin jetzt und bin hier, habe ich mir gesagt. Geschaffen aus Ewigkeit. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt erschaffen wurden, hat Gott schon an mich gedacht. „Dich braucht es jetzt. Du bist mein geliebtes Kind. Genau jetzt sende ich dich heraus aus dem Nichts, um das Chaos der Welt zu ordnen. Hier und jetzt und nicht später, mein Kind.“ So hatte Gott sich das gedacht. So kam ich in die Welt. Abseits im Stall. Zwischen Ochs und Esel. Auf der Flucht vor Leuten wie Herodes. Es gibt ja Menschen, die glauben, sie könnten die ganze Welt retten. Würden alles erschaffen können, wenn es sein muss ein ganzes Königreich. Solche Leute sind nie frei und immer nur getrieben, wollen alles festhalten und verlieren dabei sich selbst, Gold und Glanz dieser Zeit. Vor denen graute es mir am meisten.
Wo Wolf und Lamm beieinander liegen (Jes 65, 17-25)
Ohne die Ewigkeit gäbe es mich gar nicht. Ich bin geboren aus der Ewigkeit heraus, hinein in genau diese Zeit. Eine Zeit als Herodes König war und Quirinius Statthalter in Syrien. Genau hinein in diese Zeit, ins das Hier und Jetzt, das ist wichtig. Ich lebe nicht erst in 200 Jahren, auch nicht in der Vergangenheit. Ich bin jetzt und bin hier, habe ich mir gesagt. Geschaffen aus Ewigkeit. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt erschaffen wurden, hat Gott schon an mich gedacht. „Dich braucht es jetzt. Du bist mein geliebtes Kind. Genau jetzt sende ich dich heraus aus dem Nichts, um das Chaos der Welt zu ordnen. Hier und jetzt und nicht später, mein Kind.“ So hatte Gott sich das gedacht. So kam ich in die Welt. Abseits im Stall. Zwischen Ochs und Esel. Auf der Flucht vor Leuten wie Herodes. Es gibt ja Menschen, die glauben, sie könnten die ganze Welt retten. Würden alles erschaffen können, wenn es sein muss ein ganzes Königreich. Solche Leute sind nie frei und immer nur getrieben, wollen alles festhalten und verlieren dabei sich selbst, Gold und Glanz dieser Zeit. Vor denen graute es mir am meisten.
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16.11.2021
3 Minuten
von Annett Demut
Weiß wie Schnee – was Gottes Liebe aus uns machen kann (Jes 1, 10-18)
ntonio streckt ein Bein unter dem Tisch nach vorn. Er drückt seinen Fuß an den Rücken seines Mitschülers, der vor ihm sitzt. Die Lehrerin sieht es und ruft ermahnend: „Antonio!“ Doch der fragt erstaunt: „Was mach ich denn?“ Antonio ist ein freundlicher Schüler. Und doch zeigt die harmlose Episode, wie wir Menschen ticken. Ich mach doch gar nichts falsch. Ich bin unschuldig. Die anderen sind das Problem. Der Buß- und Bettag im evangelischen Kirchenjahreskalender wird meist stiefmütterlich behandelt. Mit dem sperrigen Begriff Buße können viele Menschen kaum etwas anfangen. Die erste Ablassthese Luthers, wonach das ganze Leben der Glaubenden Buße sein soll, scheint aus einer anderen Welt zu sein. Für den modernen Menschen, der sich alles selbst verdanken möchte, gehören Sünde, Buße und Ehrfurcht vor Gott der Vergangenheit an.
Weiß wie Schnee – was Gottes Liebe aus uns machen kann (Jes 1, 10-18)
ntonio streckt ein Bein unter dem Tisch nach vorn. Er drückt seinen Fuß an den Rücken seines Mitschülers, der vor ihm sitzt. Die Lehrerin sieht es und ruft ermahnend: „Antonio!“ Doch der fragt erstaunt: „Was mach ich denn?“ Antonio ist ein freundlicher Schüler. Und doch zeigt die harmlose Episode, wie wir Menschen ticken. Ich mach doch gar nichts falsch. Ich bin unschuldig. Die anderen sind das Problem. Der Buß- und Bettag im evangelischen Kirchenjahreskalender wird meist stiefmütterlich behandelt. Mit dem sperrigen Begriff Buße können viele Menschen kaum etwas anfangen. Die erste Ablassthese Luthers, wonach das ganze Leben der Glaubenden Buße sein soll, scheint aus einer anderen Welt zu sein. Für den modernen Menschen, der sich alles selbst verdanken möchte, gehören Sünde, Buße und Ehrfurcht vor Gott der Vergangenheit an.
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13.11.2021
3 Minuten
von Dietmar Wiegand
Ein Haus, von Gott erbaut – gerettet in Zeit & Ewigkeit.
Ein Grabstein für den Vater „Endlich gibt es einen Grabstein für meinen Vater.“ Fern der Heimat ist er gefallen, in fremder Erde bestattet. Nun steht der Name des Vaters hier. Sie hat ihn nie kennenler- nen können. Ein Foto hat sie. Ihr Sohn hat viel recherchiert, eine kleine Ausstellung gestaltet zu allen Gefallenen des Dorfes, damit auch die Gesichter und die Geschichten in Erinnerung bleiben. Auch das Schicksal der Witwen und der Kinder, die vaterlos aufwuchsen. Durchkreuztes Leben. Hier und da sind sie in den letzten Jahren noch aufgestellt worden: Gedenktafeln für die Opfer des Zweiten Weltkrie- ges. Zuvor wurde diskutiert, auch leidenschaftlich: Was soll da in Stein gemeißelt werden? Wer sollte nicht vergessen werden? So lesen wir auf den Gedenksteinen Sätze wie etwa auf der Tafel, die 2018 an der Weißbacher Kirche an- gebracht worden ist: Wir gedenken aller Opfer von Krieg und Terror, von Verfolgung und Vertreibung.
Ein Haus, von Gott erbaut – gerettet in Zeit & Ewigkeit.
Ein Grabstein für den Vater „Endlich gibt es einen Grabstein für meinen Vater.“ Fern der Heimat ist er gefallen, in fremder Erde bestattet. Nun steht der Name des Vaters hier. Sie hat ihn nie kennenler- nen können. Ein Foto hat sie. Ihr Sohn hat viel recherchiert, eine kleine Ausstellung gestaltet zu allen Gefallenen des Dorfes, damit auch die Gesichter und die Geschichten in Erinnerung bleiben. Auch das Schicksal der Witwen und der Kinder, die vaterlos aufwuchsen. Durchkreuztes Leben. Hier und da sind sie in den letzten Jahren noch aufgestellt worden: Gedenktafeln für die Opfer des Zweiten Weltkrie- ges. Zuvor wurde diskutiert, auch leidenschaftlich: Was soll da in Stein gemeißelt werden? Wer sollte nicht vergessen werden? So lesen wir auf den Gedenksteinen Sätze wie etwa auf der Tafel, die 2018 an der Weißbacher Kirche an- gebracht worden ist: Wir gedenken aller Opfer von Krieg und Terror, von Verfolgung und Vertreibung.
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11.11.2021
2 Minuten
Martinstag - 11. November 2021
von Jörg Bachmann
Durch Jesu Armut reich werden (2 Kor 8,7-9)
Sie kennen vielleicht aus dem Musical Anatevka das Lied des Milchmanns Tevje „Wenn ich einmal reich wär“. Am bekanntesten ist die Interpretation mit Ivan Rebroff. Sie ist auf YouTube zu finden. Tevje, der zu den armen Leuten gehört, kann sich mit diesem Lied über seine Armut hin- weg träumen. Doch träumen hilft nicht weiter.
von Jörg Bachmann
Durch Jesu Armut reich werden (2 Kor 8,7-9)
Sie kennen vielleicht aus dem Musical Anatevka das Lied des Milchmanns Tevje „Wenn ich einmal reich wär“. Am bekanntesten ist die Interpretation mit Ivan Rebroff. Sie ist auf YouTube zu finden. Tevje, der zu den armen Leuten gehört, kann sich mit diesem Lied über seine Armut hin- weg träumen. Doch träumen hilft nicht weiter.
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06.11.2021
3 Minuten
von Uwe Krause
Alles hat seine Zeit und auch sein Gericht – von machtlo- sen Machthabern und gottlosem Treiben, das keine Ret- tung verspricht (Prediger Salomo 8,6-9) Der Mensch hat keine Macht, den Wind aufzuhalten, und hat keine Macht über den Tag des Todes, und keiner bleibt verschont im Krieg, und das gottlose Treiben rettet den Gottlosen nicht. (Prediger Kohelet 8,8)
Wer sich den Bibelworten des Buches Kohelet aus den alt- testamentarischen Büchern der Weisheit das erste Mal an- nähert, findet zunächst wenig Optimistisches darin. Wir Menschen werden eines Tages für unsere Verfehlungen zu Lebzeiten büßen und generell: in unserer Hand liegt doch überhaupt nichts. Das ist eigentlich völlig gegen unsere Na- tur, die wir doch immer alles im Griff haben wollen.
Alles hat seine Zeit und auch sein Gericht – von machtlo- sen Machthabern und gottlosem Treiben, das keine Ret- tung verspricht (Prediger Salomo 8,6-9) Der Mensch hat keine Macht, den Wind aufzuhalten, und hat keine Macht über den Tag des Todes, und keiner bleibt verschont im Krieg, und das gottlose Treiben rettet den Gottlosen nicht. (Prediger Kohelet 8,8)
Wer sich den Bibelworten des Buches Kohelet aus den alt- testamentarischen Büchern der Weisheit das erste Mal an- nähert, findet zunächst wenig Optimistisches darin. Wir Menschen werden eines Tages für unsere Verfehlungen zu Lebzeiten büßen und generell: in unserer Hand liegt doch überhaupt nichts. Das ist eigentlich völlig gegen unsere Na- tur, die wir doch immer alles im Griff haben wollen.
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Über diesen Podcast
Von Erntedank bis Ewigkeitssonntag - Das Andachtsheft des
Kirchenkreis Altenburger Land - www.suptur-abg.de/gerettet
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