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  3. Weltwach – Abenteuer. Reisen. Leben. | Expeditionen, Natur & Wissenschaft Podcast

Episoden

1 Stunde 23 Minuten
Die Luft ist heiß und feucht, Mücken schwirren umher, ringsum erstreckt sich dichter tropischer Regenwald. Mitten durch diese Landschaft schlängelt sich der Sepik, der längste Fluss Papua-Neuguineas. An einem seiner Nebenarme liegt Kandinge – ein abgelegenes Dorf, das nur mit dem Boot erreichbar ist. Die Häuser stehen auf Holzpfählen, das Leben der Menschen ist eng mit dem Fluss verbunden.

Hier hat der Schweizer Dokumentar- und Reportagefotograf Florian Spring über mehrere Reisen hinweg viele Wochen verbracht. Er lebte bei einer Familie, lernte den Alltag der Dorfgemeinschaft kennen und wurde schließlich sogar von ihr adoptiert. Durch dieses besondere Vertrauensverhältnis erhielt er Zugang zu einem jahrhundertealten Initiationsritual, das Außenstehenden normalerweise verborgen bleibt und heute nur noch in wenigen Dörfern der Region praktiziert wird.

Es ist eine Zeremonie, die nur alle paar Jahre stattfindet und für die jungen Männer der Gemeinschaft einen entscheidenden Übergang in ihrem Leben markiert. Im Mittelpunkt steht dabei ein Tier, das in den Mythen und im Glauben der hier lebenden Nyaura eine ganz besondere Rolle spielt: das Krokodil. Was es mit diesem Tier auf sich hat und welche Bedeutung das Ritual für die Menschen besitzt, erfahren wir in dieser Folge.

Wir lernen aber auch das Leben in Kandinge kennen: Wie sieht der Alltag in dieser abgelegenen Gemeinschaft am Sepik aus? Wie ist Florian überhaupt an diesem Ort gelandet? Wie kam es dazu, dass er eine derart persönliche und geschützte Zeremonie begleiten und dokumentieren durfte? Und was hat er selbst aus diesen intensiven Begegnungen mitgenommen?

Florians eindrucksvolle Fotografien aus Papua-Neuguinea wurden unter anderem im Magazin GEO veröffentlicht – als Teil einer umfangreichen Reportage über das Land, seine Menschen und kulturellen Traditionen. 2017 erhielt er den Globetrotter World Photo Förderpreis und gewann 2023 mit seinem Vortrag „Das Krokodilsnest“ den dritten Preis beim Schweizer Vortragsfestival Discovery Days. Seine Arbeiten wurden auch international ausgestellt. Heute arbeitet Florian für Magazine und Ausstellungen sowie als Art Director und Fotoeditor beim investigativen Rechercheteam REFLEKT.

Hinweis: In dieser Folge sprechen wir auch über körperliche Verletzungen, die Teil des Initiationsrituals sind. Es kommen Worte wie “Schnitte” und “Verletzungen” vor. Die Passage, in der die Verletzungen während des Rituals konkreter besprochen werden, erstreckt sich von Minute 48.40 bis 58.53.

Florians Website: https://springflorian.ch/

Florians Insta: @florian.spring

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Redaktion und Postproduktion: Janna Olson

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1 Stunde 32 Minuten
In der fünften Folge von „Köstliches Österreich“ reisen Lydia Möcklinghoff und Erik Lorenz durch Niederösterreich – von den Weinbergen der Wachau über das Waldviertel bis ins Mostviertel. Dabei begegnen sie Menschen, die mit viel Leidenschaft, Handarbeit und ungewöhnlichen Ideen daran arbeiten, Landschaft und Genuss miteinander zu verbinden.

Es geht um steile Weingärten und lebendige Böden, um alte Klostermauern und bewussten Verzicht – und um eine seltene Frucht, die Lydia und Erik bislang nicht einmal dem Namen nach kannten. Unterwegs wird probiert, gewandert und gefastet - und mitunter auch gesucht, wenn die beiden sich heillos verirren. 

Eine kulinarische Reise zwischen alten Traditionen und neuen Ideen, überraschenden Geschmackserlebnissen – und der Erkenntnis, dass der beste Weg zum Genuss nicht immer ausgeschildert ist.

Links: 

https://www.vondervogelwaide.at/

https://gut-oberstockstall.at/gaestezimmer.html 

https://www.weinhaus-kirchberg.at/ 

https://www.klosterpernegg.at/ 

https://www.elsbeere.at/ 

Diese Folge – wie das gesamte Format “Köstliches Österreich” – entstand in Partnerschaft und mit freundlicher Unterstützung von “Österreich Werbung”. Die Aussagen in dieser Folge sind persönliche Einschätzungen der Sprechenden.

=== Über “Köstliches Österreich” ===

Frisches Brot aus dem Holzofen im Lesachtal. Würzige Kräuter auf einer Almwiese. Handgemachte, knackige Schokolade. Und dampfende Töpfe in alten Bauernküchen irgendwo zwischen Bergen und Seen. 

Für unsere Reihe “Köstliches Österreich” folgen wir Düften und Geschmäckern wie diesen quer durchs Land: vom Salzburger Land bis nach Vorarlberg, durch Kärnten, die Steiermark und Ober- und Niederösterreich. Immer auf der Suche nach den Geschichten hinter den Zutaten, Gerichten und Menschen, die Österreichs Küche prägen. 

Wir begleiten Fischer am Bodensee, besuchen Schokoladenmanufakturen, kleine Höfe, alte Mühlen und Menschen, die mit Pilzen oder Safran neue Wege in der Landwirtschaft gehen. Wir erzählen von Landschaften und Lebensweisen und davon, wie eng Essen, Natur und Kultur in Österreich miteinander verbunden sind.

“Köstliches Österreich” erscheint mittwochs im Weltwach-Feed – im Wechsel mit “Reiseflops”, “Weltwach Extrem” und “NY im Gespräch”. 

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1 Stunde 4 Minuten
Gamander López ist 24 Jahre alt und hat einen erstaunlichen Teil seines bisherigen Lebens mit Warten verbracht. Auf Füchse. Auf Mäuse. Auf Vögel. Auf das richtige Licht. Und manchmal tagelang auf einen Moment, der dann zwei oder drei Sekunden dauert.

Schon als Kind beginnt Gamander, Tiere zu beobachten und seine Entdeckungen in einem Naturtagebuch festzuhalten. Mit zehn bekommt er seine erste Kamera – heute ist er einer der spannendsten jungen Tierfilmer Deutschlands, erreicht mit seinen Aufnahmen Millionen Menschen und dreht Filme, für die er über Wochen und Monate immer wieder an dieselben Orte zurückkehrt. Je länger er bleibt, desto besser lernt er die Tiere kennen – und desto mehr entdeckt er Geschichten, die einem flüchtigen Blick verborgen bleiben.

Dabei braucht Gamander für große Naturerlebnisse nicht unbedingt Bären in finnischen Wäldern. Manchmal reichen ein Mauseloch oder ein Stadtpark voller Stockenten, Sittiche und Eichhörnchen. Für seinen neuen Film „Home to Many“ hat er einen solchen Park über lange Zeit erkundet – und dabei selbst eine Art Zuhause darin gefunden.

Mit Erik spricht er über die Kunst des Wartens und die Freude am genauen Hinsehen, über Füchse, Mäuse und ziemlich zögerliche Sittichjunge – aber auch darüber, wie es ist, schon so jung ein Millionenpublikum zu erreichen und die eigene Leidenschaft zum Beruf zu machen. Und über einen interessanten Widerspruch: Wie bewahrt man die Ruhe und Geduld guter Tierbeobachtung in einer Social-Media-Welt, die ständig nach etwas Neuem verlangt?

Ein Gespräch über wilde Tiere direkt vor unserer Haustür, die Magie flüchtiger Momente – und darüber, was wir entdecken können, wenn wir einfach einmal sitzen bleiben und lange genug hinschauen.

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Redaktion: Janna Olson

Postproduktion: Miriam Menz

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2 Stunden 13 Minuten
Was passiert, wenn ein Buch nicht nur gelesen wird, sondern sich beinahe wie ein Film vor unseren Augen entfaltet?

Brian Selznick ist Autor und Illustrator – und hat eine ganz eigene Form des Geschichtenerzählens entwickelt. In seinen Büchern wechseln sich Text und oft seitenlange Bildsequenzen ab, die die Handlung selbst weitererzählen. Sein bekanntestes Werk „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ wurde von Martin Scorsese als “Hugo” verfilmt. Für „Big Tree“ wiederum arbeitete Selznick mit Steven Spielberg zusammen – aus einer Filmidee entstand schließlich ein außergewöhnliches Buch über die Geschichte des Lebens auf der Erde.

Erik trifft Brian Selznick in Brooklyn und spricht mit ihm über die Entstehung seiner Geschichten, über das Zusammenspiel von Bildern und Worten und darüber, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Figuren plötzlich in den Händen einiger der größten Namen Hollywoods landen. Aber das Gespräch führt auch zu persönlicheren Fragen: Warum handeln so viele seiner Geschichten von jungen Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen? Welche Spuren hat seine eigene queere Identität darin hinterlassen? Und was bedeutet es, Geschichten hinaus in die Welt zu schicken, die von Leserinnen und Lesern ganz anders verstanden werden können, als ihr Autor es ursprünglich erwartet hat?

Und natürlich geht es um New York. Selznick erzählt, warum ihn die Stadt als jungen Künstler anzog, weshalb Gemeinschaft für sein Leben hier so wichtig wurde und warum „Wonderstruck“ für ihn eine Liebeserklärung an New York ist – ausgerechnet an das New York des Jahres 1977, in einer seiner schwierigsten Phasen.

Ein Gespräch über Fantasie und Handwerk, Bücher und Filme, Zugehörigkeit und die besondere kreative Energie einer Stadt, die Brian Selznicks Geschichten seit Jahrzehnten begleitet.

(Wer die etwas längere Einleitung überspringen möchte: Das Gespräch beginnt bei min. 5:30.)

=== Über das Format „New York im Gespräch“ ===

Ein Blick auf New York, eine Stadt, die fasziniert wie kaum eine andere – und auf Menschen, die sie prägen und von ihr geprägt sind.

Seit einigen Jahren lebt unser Host Erik Lorenz in jener Metropole, die niemals schläft und ihn immer wieder ins Staunen versetzt. In „New York im Gespräch“ trifft er auf Menschen und Themen aus seiner Wahlheimat, die ihn begeistern – und hoffentlich auch euch.

Der Titel ist bewusst doppeldeutig: Es geht um Gespräche über New York – aber vor allem um Gespräche in New York. Mit Menschen, die hier leben, arbeiten, wirken – und die uns zeigen, wie sie ihre Welt in dieser einzigartigen Stadt gestalten.

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1 Stunde 21 Minuten
Vor fünf Jahren traf Jasmin Böhm eine Entscheidung, die ihr Leben verändern sollte: Die alleinerziehende Mutter, Doktorandin und Dozentin kündigte ihre festen Jobs und brach mit ihrem damals zweijährigen Sohn Emil zu einer langen Fahrradreise auf. Seitdem sind die beiden immer wieder gemeinsam unterwegs gewesen – durch Europa, bis nach Istanbul und schließlich hinauf ans Nordkap. Über diese Reisen, über Neuanfänge, Ängste und darüber, was das Unterwegssein mit der Beziehung zwischen Mutter und Sohn gemacht hat, haben wir mit Jasmin bereits in den Weltwach-Folgen 453 und 466 gesprochen.

Nun steht ein neuer Lebensabschnitt bevor: Emil soll eingeschult werden. Bevor künftig Schulferien den Takt vorgeben, wollen die beiden deshalb noch einmal zu einer richtig großen Reise aufbrechen. Ihr Ziel: Australien – von Deutschland aus, möglichst ohne Flugzeug. Was folgt, ist eine mehr als anderthalbjährige, rund 40.000 Kilometer lange Reise über Europa und Zentralasien bis nach Südostasien und schließlich über den Ozean nach Australien.

Jasmin und Emil schlafen in Jurten in Kirgisistan, stranden auf einer griechischen Hippie-Insel, reisen durch Gegenden, in denen sie sich sprachlich kaum verständigen können, suchen monatelang nach einem Weg über das Meer und landen schließlich auf einem Segelboot Richtung Australien. Und als sie ihr Ziel erreicht haben, steigen sie noch einmal aufs Fahrrad, wie schon bei früheren Reisen.

Doch während die beiden immer weiter reisen, wird eine andere Frage zunehmend wichtiger: Wo wollen sie eigentlich ankommen? Wo soll Emil zur Schule gehen? Was macht einen Ort zum Zuhause? Und lässt sich das, was Jasmin am Unterwegssein liebt – Natur, Freiheit, Spontaneität und kleine Abenteuer – überhaupt mit einem geregelten Alltag verbinden?

Von dieser Suche erzählt Jasmin in ihrem neuen Buch „Vom Abenteuer des Ankommens. 40.000 Kilometer ohne Flugzeug über Wüsten, Berge und Ozeane – zu uns selbst“ – und in diesem Gespräch. Es geht um außergewöhnliche Reiseerlebnisse, Zweifel und Planänderungen, ums Loslassen selbst gesetzter Ziele und um die vielleicht schwierigste Herausforderung nach Jahren des Unterwegsseins: irgendwo zu bleiben.

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Redaktion & Postproduktion: Miriam Menz

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KW 42/2026

Tipp der Redaktion

Im Frühling bricht das Fernweh aus. Der Podcast "Weltwach - Abenteuer. Reisen. Leben" führt in die Natur. Berühmte Menschen, die die Natur durch ihren Sport, ihr Wissen oder ihre Kunst erschließen, geben berührende Interviews. Zu Gast waren unter anderem schon Joey Kelly, Dr. Eckart von Hirschhausen und Dr. Jane Goodall.
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Über diesen Podcast

Weltwach ist ein Podcast über Reisen, Abenteuer, Expeditionen, Natur, Wissenschaft und Kultur. Im Weltwach Podcast spricht Erik Lorenz jede Woche mit Abenteurern, Reisenden, Forschenden und Kulturschaffenden über außergewöhnliche Erfahrungen: Expeditionen in entlegene Regionen, Begegnungen mit Wildnis und Wissenschaft, kulturelle Perspektiven, ökologische Herausforderungen und persönliche Wendepunkte unterwegs. Gäste wie Reinhold Messner, Jane Goodall oder Bear Grylls erzählen vom Ringen mit der Natur, vom Forschen in extremen Umgebungen, von kulturellen Grenzerfahrungen – und von dem, was das Unterwegssein mit uns macht. Weltwach verbindet Reportagen von unterwegs mit tiefgehenden Interviews und stellt Fragen nach Verantwortung, Nachhaltigkeit, Neugier und dem richtigen Maß an Abenteuer in einer komplexen Welt. Neben den wöchentlichen Hauptfolgen (samstags) erscheinen mittwochs zusätzliche Formate wie „Weltwach Reiseflops“, „Weltwach Extrem“ und „New York im Gespräch“. Mitglieder des Weltwach Supporters Clubs erhalten außerdem Zugang zu exklusiven Formaten wie „Weltwach Plus“ und „Weltwach Backstage“. Mehr Infos unter www.weltwach.de. WERBEPARTNER https://linktr.ee/weltwach Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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„Weltwach – Abenteuer. Reisen. Leben. | Expeditionen, Natur & Wissenschaft“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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