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Episoden

57 Minuten
Obwohl sie auf einem Weingut aufgewachsen ist, konnte sie anfänglich wenig mit dem Geschäft ihrer Eltern anfangen. Ein Aufenthalt auf einem Weingut in Neuseeland brachte die Wende. Heute führt die 48-Jährige zusammen mit ihrem Mann Andreas das elterliche Weingut in Ligerz weiter. Ihre Eltern helfen noch gelegentlich mit. Auch dann, wenn «Läset» ist, also drei Wochen im September, wenn die Trauben geerntet, gepresst und in Fässer abgefüllt werden. Die Arbeit mit Wein erfordere viel Liebe und Durchhaltewillen, so die Winzerin gegenüber SRF. Am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn wusste die junge Frau noch nicht, in welche Richtung es gehen sollte. Also studierte sie Kommunikation und arbeitete anschliessend für verschiedene Medienhäuser und Kommunikationsagenturen. Das habe ihr viel Freude gemacht, aber wirklich erfüllt habe sie das nicht. Mit 26 Jahren wurde sie von Freunden der Eltern nach Neuseeland eingeladen und entdeckte auf einem riesigen Weingut ihre Leidenschaft für die Winzerarbeit. Zurück in der Schweiz lernte sie den jungen Winzer Andreas Krebs kennen, der gerade das Weingut seiner Eltern übernommen hatte. Zunächst führten die jungen Eheleute die Weingüter getrennt weiter, bis sie sie zusammenschlossen. Der sinkende Weinkonsum in der Schweiz bereitet Sabine Steiner keine Sorgen. Man verkaufe vor allem direkt vom Gut an Restaurants und Privatleute. Die Verkäufe seien stabil. Dies liege auch daran, dass der Weinverkauf heute ein ganzheitliches Geschäft sei. Das Verkostungserlebnis auf dem Weingut und die Beziehung zu den Kunden sind heute wichtiger denn je. Der Weinjahrgang 2026 sei gut ausgefallen, so Steiner. Die heissen Temperaturen und die Trockenheit haben den eigenen Weinreben nicht geschadet, im Gegenteil. Da die Weinreben mit Wasser aus dem Bielersee gegossen werden konnten, ist ein sehr starker und gehaltvoller Wein herangereift.
57 Minuten
Während 25 Jahren brachte Heinz Lüthi gemeinsam mit dem legendären Cabaret Rotstift die Schweiz zum Lachen. Mit viel Witz, Spielfreude und feinem Humor prägte er eine der bekanntesten Kabarettgruppen des Landes und stand mit Kollegen auf der Bühne, die heute nicht mehr unter uns weilen. Während dem Brunch auf der SRF Musikwelle zeigt sich jedoch auch die andere Seite des beliebten Kabarettisten: Heinz Lüthi spricht offen über seinen Hirnschlag im April 2026, die Herausforderungen im Alltag und seinen ungebrochenen Lebensmut. Eines hat er dabei nicht verloren – sein ansteckendes Lachen. Die Geschichte des Cabaret Rotstift begann 1954 in Schlieren. Mit einer Benefizveranstaltung sollte damals Geld gesammelt werden, damit Kinder aus finanziell bescheidenen Verhältnissen an einem Skilager teilnehmen konnten. Aus diesem Engagement entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte. Bereits bei der Gründung mit dabei war Werner von Aesch. Zusammen mit Jürg Randegger und Heinz Lüthi stand er auch 2002 bei der Dernière auf der Bühne. In den 1970er-Jahren stiess Heinz Lüthi zum Ensemble. Dabei trat er die Nachfolge seines ehemaligen Lehrers Max Bürgi an. Schnell wurde er zu einer festen Grösse im Rotstift-Team und begeisterte Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern. Am 19. Oktober feiert Heinz Lüthi seinen 85. Geburtstag. Seit einem Hirnschlag im April 2026 hat sich sein Leben allerdings stark verändert. Im Brunch auf der SRF Musikwelle sprach er offen über die Folgen des Schlaganfalls: «Ich bin behindert, was das Gehen betrifft. Ich bin sprachlich behindert, weil die rechte Seite meines Mundes herunterhängt. Nur wenn ich lache, ist alles in Ordnung.» Für den beliebten Kabarettisten wurde damit schmerzhaft deutlich, wie schnell sich das Leben von einem Tag auf den anderen verändern kann. Dennoch blickt Heinz Lüthi nach vorne. Sein grosses Ziel ist es, wieder Fahrrad fahren zu können. Dafür steht er jeden Morgen bereits um sechs Uhr auf, trainiert konsequent, geht schwimmen und singt im Wasser seine Lieblingslieder. Seinen Humor jedenfalls hat Heinz Lüthi nicht verloren. Und genau dieser Humor hat während Jahrzehnten unzähligen Menschen ein Lachen ins Gesicht gezaubert. Heute hilft es ihm selbst, die Herausforderungen des Alltags zu meistern.
57 Minuten
Marcello Alexander ist Alleinunterhalter. Das war er schon immer. Als Sänger, Gitarrist, Moderator und Fernsehdirektor von «Musig 24 TV» ist der Aargauer voll ausgelastet und viel unterwegs. Sein Künstlername ist nicht zufällig gewählt. Er ist ein grosser Fan von Peter Alexander. Leider habe er sein grosses Idol nie getroffen, so Marcello Alexander im Gespräch mit der SRF Musikwelle. Im Sommer ist Marcello Alexander 70 Jahre alt geworden. Wir blicken mit dem Künstler auf sein reich befrachtetes Leben zurück und sprechen mit ihm darüber, was noch kommen soll.
58 Minuten
Akkordeonist, Komponist, Begleiter, Pädagoge und Rektor: Kurz vor seinem 60. Geburtstag ist Dani Bösch zu Gast im «SRF Musikwelle Brunch». Er erzählt von seiner besonderen Beziehung zum Akkordeon, vom Führen und Begleiten – und davon, warum es ihn bald ans andere Ende der Welt zieht. Seit er sieben Jahre alt ist, spielt Dani Bösch Akkordeon. Die musikalischen Spuren waren früh gelegt: Seine Mutter spielte ebenfalls Akkordeon, zuvor versuchte sich der kleine Dani auf der Melodica. Und wenn zuhause oder im Wirtshaus die Musik von Heirassa, Fritz Dünner oder Carlo Brunner lief, hörte er aufmerksam hinter dem Vorhang zu. Als die Familie nach Wattwil zog, ergab sich für den Zehnjährigen eine besondere Gelegenheit: Er konnte bei Willi Valotti Unterricht nehmen. Ein Musiker, der ihn nachhaltig prägen sollte. Bis heute ist Bösch seinem Instrument bemerkenswert treu geblieben. Seit seinem 18. Lebensjahr spielt er dasselbe Hohner-Akkordeon. Es ist älter als er selbst, wiegt rund 15 Kilogramm und wird regelmässig revidiert. Ein anderes Instrument? Darauf fühlt er sich nicht gleich wohl. Sein Akkordeon sei ein Teil von ihm, sagt Bösch – seine «Freundin». Dabei fasziniert ihn besonders, wie nahe das Akkordeon der menschlichen Stimme kommt. Die Stimmzungen erzeugen den Ton, der Balg liefert gewissermassen die Lunge dazu. Bösch selbst sagt, er könne nicht besonders gut singen. Mit dem Akkordeon habe er dafür seine eigene Form des Singens gefunden. Wenn alles zusammenpasst, kann er sich im Musizieren völlig verlieren. Musik darf bei Dani Bösch durchaus auch einmal anders gewürzt sein. Er vergleicht sie gerne mit dem Kochen: ausprobieren, anders abschmecken, auch einmal etwas rassiger. Gerade darin liegt für ihn die Möglichkeit, Gefühle auszudrücken. Diese Fähigkeit zum Zuhören und Reagieren braucht Bösch auch als Begleiter von Jodlerinnen und Jodlern. Und sie führt zu einem roten Faden in seinem Leben: führen und begleiten. Beruflich trägt er als Rektor des Bildungszentrums Arbon Verantwortung für eine Schule mit rund 900 Lernenden. Privat ist er Ehemann, Vater von drei erwachsenen Kindern und zweifacher Grossvater. Musik gehört auch dort dazu: Seine Kinder spielen Instrumente, und für jedes hat Bösch ein eigenes Stück komponiert – ebenso für seine beiden Enkelinnen. Am 10. Oktober feiert Dani Bösch seinen 60. Geburtstag. Ein grosses Fest steht vorerst nicht im Zentrum: Den Geburtstag verbringt er während der traditionellen Familienferien. Und schon bald folgt ein noch grösserer Aufbruch. Gemeinsam mit seiner Frau Cornelia nimmt er sich eine längere Auszeit und reist nach Neuseeland und Australien.
57 Minuten
Sie waren fast von Anfang an dabei und haben die SRF Musikwelle über viele Jahre mitgeprägt: Christine Gertschen und Christian Klemm. Nun blicken sie gemeinsam mit Riccarda Trepp zurück auf die Anfänge in kleinem Team und die Entwicklung zu einem der meistgehörten Radioprogrammen der Schweiz. Dabei kommen Geschichten zum Vorschein, die man nicht so schnell vergisst: Christine Gertschen erinnert sich etwa an das legendäre «Hossamobil», mit dem die Musikwelle an der Schlagerparade in Chur für Aufsehen sorgte. Christian Klemm erzählt von seiner Begegnung mit Udo Jürgens bei ihm zu Hause. Es gibt viel zu erzählen, einiges zu lachen und natürlich viel Musik, mit der die beiden ganz persönliche Erinnerungen an diese 30 Jahre verbinden. Ein munterer Jubiläums-Brunch voller Geschichten, Begegnungen und Musik aus drei Jahrzehnten SRF Musikwelle.
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Über diesen Podcast

SRF Musikwelle lädt jeden Sonntag einen Gast zum «SRF Musikwelle Brunch» ein und präsentiert eine Stunde lang variantenreiche Musik. Die Gäste erzählen Geschichten aus ihrem Leben, was sie persönlich und aktuell beschäftigt und stellen ihre Lieblingsmusik vor.
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„SRF Musikwelle Brunch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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