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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
20 Minuten
Sinti und Roma erinnern an den Porajmos und Kali Trasch. Ein Podcast von Wolfgang Mayr

 

Ende Juli fand auf einem kleinen Teil des jüdischen Friedhofs im burgenländischen Lackenbach (ungarisch Lakompak, kroatisch Lakimpuh) eine Gedenkfeier statt. In Erinnerung an die von den Nazis ermordeten Angehörigen der Sinti und Roma. 1940 errichteten die Nazis in Lackenbach das „Zigeuner-Anhaltelager“, in dem burgenländische Roma Zwangsarbeit verrichteten mussten. Viele wurden in das KZAuschwitz deportiert und dort ermordet. Aber auch im Lager selbst wurden Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizzeermordet.  Die Gedenkveranstaltung stand unter derSchirmherrschaft des Landes Burgenlandes und des österreichischen Innenministeriums.

 

Siehe auch:

Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Völkermord an den Roma: So gedenken Mittel- und Südosteuropa

Nationaler Roma-Gedenktag in Österreich eingeführt

Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus

Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma - Hintergrund

Demokratiezentrum Wien
17 Minuten
Der ehemalige Landeshauptmann Luis Durnwalder begrüßt die Autonomie-Reform, sie ist aber kein Anlass fürTriumphgefühle.

Luis Durnwalder beginnt das Gespräch mit einer Frage: Wiebewerten Sie die von Alessandro Urzi´ von den Fratelli d´ Italia angestrebte Neueinteilung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland? Die Antwort lieferte er gleich mit, „ich stehe auf der Seite der Unterlandler“. Genauso skeptisch bis kritisch steht Durnwalder der Autonomie-Reform gegenüber, die seit mehr als einen Monat in Kraft ist. Er begrüßt zwar die Reform, betont Durnwalder, sie ist aber kein Grund für Siegesfeiern, sagt er im Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Nach der Reform ist vor der Reform

Eine vertane Chance

Keine Zukunftsperspektive

Gelungen, aber mit Abstrichen
15 Minuten
Es gibt keine europäische Minderheitenpolitik, sagt Paul Videsott vom „Südtiroler Volksgruppen-Institut“ im Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Die EU kauft russisches Flüssiggas und finanziert damit auch den russischen Krieg in der Ukraine. Die EU scharwenzelt um das islamistische Regime in Syrien herum, genauso um Serbien und die Türkei. Die EU geht vor der MAGA-USA in die Knie. Intern cancelt die EU die eigenen Öko-Programme, der Europäische Gerichtshof favorisiert den „freien Warenverkehr“ auf Kosten der Gesundheit der Bürger:innen. Der EuGH und die Kommission verwarfen die „Minority Safepack“. Dagegen wehren Abgeordnete aus Minderheitenregionen, für sie arbeite der Wissenschaftler Paul Videsott ein Memorandum aus. Inder EU herrscht Stillstand in der dürftigen Minderheiten-Politik.

 

Siehe auch:

Studie Sprachenvielfalt und kulturelle Vielfalt

Fuen

ELEN

European Free Alliance

EP-InterfraktionMinderheiten
14 Minuten
Kurdistan im Irak steckt in einer Sackgasse fest. Eine Analyse von Thomas Schmidinger, Professor an der kurdischen Universität in Erbil.

Mehr als 30 Jahre lang war die kurdische Autonomieregion imNord-Irak ein gelungenes Modell. Für die Lösung eines Konflikts, für die Selbstverwaltung und auch für einen stabilen Wohlstand. Die USA erzwangen nach dem zweiten Golfkrieg 1991 die regionale Autonomie, die inzwischen gefährdet ist. Auch und wegen der Unversöhnlichkeit der beiden regierendenParteien und deren Vetternwirtschaft. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Siehe auch:

Die Kurden haben den Pfad der Demokratie verlassen

Abwarten in Erbil

Die Autonomie wankt
15 Minuten
Süd-Kurdistan steckt in einer tiefen Krise. Die Autonomie-Region im Irak scheint gefährdet zu sein. Ein Podcast vonWolfgang Mayr.

Nach dem zweiten Golfkrieg 1991 entstand im Schatten der US-Luftwaffe die autonome Region Kurdistan im Irak. Die USA und ihre arabischen Verbündeten vertrieben die irakische Armeeaus Kuweit, Saddam Hussein ließ im Gegenzug hunderttausende Kurden vertreiben.Die US-Armee stoppte die ethnische Säuberung, unter dem US-Schutzschirm riefen die kurdischen Parteien ihre autonome Region aus. Mehr als zwei Jahrzehnte später ist diese Autonomie keine Alternative mehr. Was ist passiert, eine Analyse von Thomas Schmidinger.

 

Siehe auch:

Irakisch-Kurdistan, ein Vorbild?

Institutionelle Angriffe auf Irakisch-Kurdistan

Erdöl aus Irakisch-Kurdistan

Rojava, das Ende der Autonomie

Ist Rojava am Ende?
7 Minuten
Die schwedischen Roma und ihr legaler Aktionismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Seit Jahren engagiert sich Lars Lindgren für die kulturellen undsprachlichen Rechte der schwedischen Roma. Laut Lindgren reicht die rechtliche Anerkennung einer Minderheit nicht aus, deren Ausgrenzung und Diskriminierung zu verhindern. Für Lindgren schließen Minderheitenrechte auch soziale Rechte ein. Es geht um Anerkennung und Menschenwürde, auch im liberalen Schweden.

 

Siehe auch:

Roma-Monitoring

Roma Civil Rights

Roma in Schweden

Lars Lindgren im Volksgruppenhaus im Burgenland

National Minorities in Sweden

Minderheiten und ihre Sprachen in Schweden

 
10 Minuten
Gute Nacht Kroat:innen, im Burgenland schrumpft die kroatische Minderheit. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mitKonstantin Vlasich.

Mit ihrem Sketch „Laku noc´ hravati“ machen KonstantinVlasich und Freund:innen auf die missliche Lage ihrer Minderheit aufmerksam. Trotz eines zweisprachigenBildungssystems und eines angeblich zweisprachigenöffentlichen Dienstes in 30 Gemeinden nimmt die Zahl derkroatischsprechenden Burgenländer:innen ab. Der böse Sketch, eine Art Hilferuf.

 

Siehe auch:

Minderheitenschulwesen

Schule mehrsprachig

Nervender Ethnostress

Wegkommen vom Ethno-Stress

Eingeklemmt im Stillstand

Erac/Herz wird beim Schnapsen verspielt
7 Minuten
Nahtoderfahrungen zählen zu den rätselhaftesten Erlebnissen überhaupt – und doch sprechen nur wenige Menschen darüber. Deborah Hopfgartner und Leo Obergasteiger widmen sich im Rahmen des Schüler:innenpreises CLAUS 2026 einem Thema, das bis heute viele Fragen aufwirft.
13 Minuten
Die derzeitige Autonomiepolitik ist nicht nur eine Gratwanderung, findet Professor Hilpold (2), sie ist nicht zukunftsfit.

Der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold kritisiert die Autonomiereform als dürftig. Es fehlt der Tiefgang und die Substanz. Und ihn verwundert nicht, dass der langjährige SVP- Parlamentarier Karl Zeller empfiehlt, autonomiepolitisch vorsichtig zu sein. Konkret, das Verfassungsgericht dürfe nicht provoziert werden. Also leisetreten? Professor Hilpold zweifelt an der Zukunftstauglichkeit der Autonomiereform. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
12 Minuten
Robert Treuer trotzte den Nazis und dem US-Bureau of Indian Affairs. Eine Lebensgeschichte zwischen Wien und Minnesota.

Der jüdische Sozialdemokrat Robert Treuer flüchtete in den1930er Jahren vor den Nazis aus Wien und fand eine neue Heimat bei den Anishinaabe im US-Bundesstaat Minnesota. Der Wiener Kulturanthropologe Thomas Schmidinger veröffentlichte seine Biografie „und ich lernte kämpfen“. Eine Geschichte wie ein Krimi, aber keine Fiktion. In Wien kämpfte Treuer für soziale Gerechtigkeit und gegen die Nazis, in Minnesota für die Rechte der Anishinaabe. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Tribal Nations in Minnesota

American Indian Movement

TheHeartbeat of Wounded Knee
26 Minuten
Die Autonomie-Reform ist beschlossen – doch wie weit reicht sie tatsächlich? Im Podcast spricht der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold über verpasste Chancen,politische Machtspiele und warum er der Reform in zentralen Punkten die Substanz abspricht.

Dem Präsidenten der Sechser-Kommission, Alessandro Urzi´ vonFratelli d´ Italia, gelang bei der Autonomie-Reform der größteWurf. So wurde die Ansässigkeitsklausel von vier auf zwei Jahre gekappt, die italienische Vertretung in den Gemeindeausschüssen festgeschrieben. Urzi´ drängt jetzt erfolgreich darauf, den gemischtsprachigen Bozner Senatswahlkreis ethnisch zu „säubern“. Urzi´ schaffte es, viel Substanz in die Reform der Autonomie hineinzupacken, Substanz, die der restlichen Autonomiereform fehlt, sagt Professor Hilpold im Podcast mit Wolfgang Mayr.

Siehe auch:

Österreich sind nicht die Hände gebunden

Nicht besonders weitreichend

„In einer Sackgasse

Die Trumpisierung der SVP

 
6 Minuten
Sexualisierte Gewalt beginnt oft mit einem Wegsehen der Gesellschaft. Im Rahmen des Schüler:innenpreises CLAUS 2026 setzen sich Anna Totmoser und Elsa Kirchler mit dem Thema auseinander und zeigen, warum Schweigen nicht die Betroffenen schützt, sondern die Täter.

Resist

13 Minuten
Ein Leben zwischen Flucht, Widerstand und den Kulturen zweier Kontinente: Im Podcast spricht Kulturanthropologe Thomas Schmidinger über Robert Treuer, der vom jüdischen Wien zu den indigenen Anishinaabe in Nordamerika fand – und zeitlebens für Gerechtigkeit kämpfte.

Anton Treuer erinnerte in einer Diskussion auf „NativeNews Online“ über die dunkeln Schattenseiten des 250. Geburtstages der USA. Die MAGA-USA zelebrierten das Jubiläum der weißen Eroberung, da war kein Platz für indigene Geschichte, keiner für das Verbrechen der Sklaverei, weil woke und unamerikanisch. Anton Treuer widersprach, ganz imSinne seines Vaters Robert Treuer. Ein Widerständiger. ThomasSchmidinger veröffentlichte die Biografie von Robert Treuer, „und ich lernte zu kämpfen“: Für die Sozialdemokratie in Wien und für die Anishinaabe im Bundesstaat Minnesota. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

250 Jahre USA, Reflektionen aus dem Indian Country

USA 250 Jahre, Happy Birthday?

US-Geburtstag, ein Grund zum Feiern?
17 Minuten
Paul Gulda vom Verein „Refigius“über Erinnerungsarbeit und über die Rückkehr des Faschismus.

Paul Gulda steht einem Verein vor, der im südlichenösterreichischen Burgenland eine Gedenkstätte betreut. Dort sollte 1945 ein Wall gegen die sowjetische Rote Armee entstehen, gebaut von jüdischen Zwangsarbeiter:innen. Die Erkrankten wurden erschossen, wie in Rechnitz, aufdem Gelände eines Großgrundbesitzers, im Kreuzstadl. „Refigius“ sucht nach den Überresten der mehr als 180 Ermordeten und pflegt das Erinnern gegen das Vergessen. In Zeiten wie diesen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit Paul Gulda.

 
21 Minuten
Der Wiener Lutz Elija Popper und sein Engagement für die Vergessenen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Schnell werden Menschen vergessen. Besonders ermordeteMenschen. Wie im ukrainischen Butscha, in Süd-Israel, in Gaza, im Westjordanland, im Iran. Angehörige der Ermordeten im bosnischen Srebrenica suchen drei Jahrzehnte später noch immer nach den Überresten ihrer Lieben. Oder wie im österreichischen Burgenland, genauer in Rechnitz. Dorterschossenen 1945, kurz vor Kriegsende, die Nazis mehr als 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter. Sie wurden irgendwo verscharrt. Der Verein Refugius bemüht sich, nicht nur, die Massengräber ausfindig zu machen. Mit dabei der bald 89-jährige ehemalige Arzt Lutz Elija Popper:

 

Siehe auch:

Horst Horvarth und sein roter Schal

„Tausendsassa“ der Kulturszene

30 Jahre anerkannt, na und?