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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
16 Minuten
Das Volksgruppenzentrum in Wien als Sprachrohr der „nichtdeutschen“ Österreicher:innen. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Seit mehr als 40 Jahren agiert und engagiert sich das Österreichische Volksgruppenzentrum für die sogenannten autochthonen Minderheiten. Gemeint sind damit die Roma, dieUngar:innen und Kroat:innen in Burgenland, die Slowen:innen in Kärnten und die Tschech:innen und Slowak:innen in Wien. Draußen vor sind die steirischen Slowenen:innen und die Jenischen. Es gibt noch viel zu tun, der Grundtenorauf der Geburtstagsparty des Zentrums. Zu groß sind die Mängel der Minderheitenpolitik.
12 Minuten
Dominik Mungenast hat sich auf die Spurensuche seiner jenischen Vorfahren gemacht. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Dominik ist der Sohn des – verstorbenen - jenischen Aktivisten, Schriftstellers und Ehrendoktors Romed Mungenast. Lange wollte Dominik Mungenast von seiner Herkunft nichts wissen, er „flüchtete“ deshalb 2005 aus Tirol nach Wien, in die multinationale und multikulturelle Metropole. Inzwischen will er wissen, wer er ist, wer seine jenischen Vorfahren waren. Statt verdrängen, recherchiert Dominik Mungenast.

Siehe auch:

Initiative Minderheiten Tirol

Jenisches Archiv

Jenische in Österreich

In Erinnerung an Romed Mungenast

Ein Schritt vom Rand zur Mitte

„Wir sind in der Mitte“
20 Minuten
„Das Lager Lackenbach“ des Historikers Herbert Brettl istein Denkmal in Buchform. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

Herbert Brettl widmet dieses Buch den Insass:innen des ehemaligen NS-„Durchgangslagers“ Lackenbach im österreichischen Burgenland. Ein Buch in Erinnerung an die Opfer, ein Buch gegen das Vergessen und gegen den wieder aufkeimenden Antizaganismus. Brettl erinnert daran, dass trotz der Niederlage des Nationalsozialismus die Diskriminierung der Romnja undRoma sowie der Angehörigen der Sinti anhielt. Miriam Karoly vomVolksgruppenbeirat der Roma würdigte das Buch als „ein kleines StückGerechtigkeit“.

…

Siehe auch:

Erinnernhat nicht nur mit Vergangenheit zu tun

Nationalfondsder Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus

NS-Opferin Tirol

ÖsterreichischerRoma-Gedenktag

ÖsterreichischerEiertanz

DasBerliner Roma-Denkmal

In derMitte angekommen

Kulturverein österreichischer Roma - "Das LagerLackenbach"

Ein Ort der Erinnerung: Buchpräsentation zum Lager Lackenbach –RADIO MORA

 

 
12 Minuten
Die Wienerin Ancilla Umubyeyi wirbt für das Erinnern an Ruanda. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

Die aus Ruanda stammende Tutsi Ancilla Umubyeyi engagiertsich für die Opfer des Genozids. Vor mehr als 30 Jahren metzelten Hutu-Milizen und Extremisten ihre Tusti-Nachbarn ab. In wenigen Wochen fast eine Million Menschen. Ein Verbrechen, das kein Thema zu sein scheint. Die Weltöffentlichkeit hat den Genozid an den Tusti erfolgreich verdrängt, archiviert. Dagegen wehrt sich Ancilla Umubyeyi in Wien. Sie wirbt dafür, dassin Wien ein Gedenkstein daran erinnern sollte.

 

Siehe auch:

30 Jahre Gedenken an den Genozid an den Tutsi in Ruanda

Artificialmusem

Lesung mit Dimitrie Sissi Mukanyiligira – Bele Marx & Gilles Mussard

 

 
11 Minuten
Ancilla Umubyeyi, Bele Marx und Gilles Mussard über ihr virtuelles Gedenkprojekt für die Genozid-Opferin Ruanda. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Ancilla Umubyeyi lebt seit 1991 in Wien, ist eine Tutsi aus Ruanda und arbeitet als diplomierte Sozialbetreuerin. Sie wandte sich an das Wiener Künstler-Ehepaar Bele Marx und Gilles Mussard mit der Bitte, gemeinsam mit der Gedenkstätte für den Völkermord in Kigali in Ruanda eine digitale Namenssäule zu errichten. Das Zentrum des Kunstwerks ist eine große virtuelle Säule, die Namenssäule (Artefakt), die in der digitalen Welt sichtbar ist. Sie zeigt die Namen der Opfer, die von der Rwanda Diaspora in Österreich genannt wurden. Die Namen werdenauch vorgelesen und können über Kopfhörer gehört werden. Ein Erinnerungsprojekt ohne festen Standort.

Siehe auch:

Ruanda, 30 Jahre danach

Ruanda, zwischen Traum und Trauma

Ruanda, ein uralter „Stammeskrieg“?

Projekt „Wenn die Säulen Trauer tragen“

Podiumsgespräch „Wenn die Säulen Trauer tragen“

Lesung mit Dimitrie Sissi Mukanyiligira – Bele Marx & Gilles Mussard

 
7 Minuten
Friedlich, geordnet, zuvorkommend, keine Randalierer, keine Krawallmacher, keine Gewalttäter. So präsentierten sich die Demonstrant:innen in Bozen. Die Stimmungsmache gegen demonstrierende Schülerinnen und Schülern diente offensichtlich der Panikmache, der Miesmacherei. Landeshauptmann Arno Kompatscher ließ die Protestierenden wissen, dass er sie ernst nimmt. Der Bozner Protest soll eine Zeichen der Solidarität sein, richtete sich nicht an die Landesregierung, sondern an die Regierung Meloni. Zwei deutschsprachige Stimmen aus dem Chor der Demonstant:innen.


18 Minuten
Oberwart, Felsöör, Erba Romani und Borta, ein Modell fürBurgenland und Österreich? Ein Podcast (3) von Wolfgang Mayr.

Es ist zwar geschrumpft, das mehrsprachige Burgenland. Trotzdem, sie wird noch in weiten Teilen gelebt. Unter den Menschen, nicht in der Politik und auch nicht in der öffentlichen Verwaltung. Wenn, dann nur ansatzweise. Der ehemalige Journalist und „Minderheitenrechtler“ Petar Tyran forderte die Verantwortlichen auf, ein mehrsprachiges Bildungssystem zuzulassen. Oberwart als Beispiel. Und, dieMinderheitensprachen benötigen Hör- und Sichtbarkeit.

 

Siehe auch:

Romanes, immatrielles Kulturerbe

Sprache der Burgenland-Roma

Die Verschriftlichung des Burgenland-Romani

Burgenland-Roma

Info Susanne Weitlaner

Pavlova Hisa, Pavelhaus in Laafeld

Mehrsprachiges Burgenland
8 Minuten
Der österreichische Komponist Christian Kolonovits und seine steile Karriere. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Wolfgang Ambros oder STS zählten zu seinen „Kunden“, Kolonovits war einer der „Väter“ des Austro-Pops. Aber auch Placido Domingo und Luciano Pavarotti. Kolonovits schrieb zahlreiche Kompositionen für das Wiener Burgtheater oder die Wiener Volksoper genauso für die „Linzer Klangwolke“. Die Liste ist noch bedeutend länger. Spannend, Kolonovits stammt aus dem überschaubaren burgenländischen Rechnitz und mischte in der globalen Komponistenszene mit. Viele Auszeichnungenerhielt er bereits, die jüngste – den Eurostar für besondere Verdienste um die Unterhaltungsmusik – erst kürzlich im burgenländischen Oberwart.

 

Siehe auch:

Allan wie a Stan

Es lebe der Zentralfriedhof

Ba-Ba-Banküberfall

Linzer Klangwolke

Skorpions & The Berliner Philharmonic-Orchestra

 

 

Währenddessen

18 Minuten
Laut Eva-Maria Resch, die Berlinerin aus Pfalzen, wird sich vieles schmerzhaft verändern. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Die Politikwissenschaftlerin Eva-Maria Resch positioniert sich unmissverständlich, pro-palästinensisch, pro-arabisch,antikapitalistisch, eindeutig links. Resch lebt im Berliner „Problembezirk“ Neu-Kölln, eine arabische Hochburg mit Clan-Strukturen, in der die Partei „Die Linke“ weitaus stärkste Kraft ist. Eva-Maria Resch war in der Entwicklungshilfe tätig und seit ihrem Ausstieg schreibt sie. Mit ihrem Roman „Währenddessen“gewann sie den Wettbewerb ZOOM-ED 2026 für Neuautor:innen des Raetia-Verlages und der Autoreninnen- undAutorenvereinigung SAAV. Das Debüt einer Autorin, Zitat Raetiaund SAAV, die gegen das Schweigen anschreibt. Eva-Maria Resch:

 

Siehe auch:

Israelkritik?Ja! Antisemitismus? Nein!

„Projekt zur Auslöschung der palästinensischen Gemeinschaft“

Für ein demokratisches Israel/Palästina

Tom Segev – Es war einmal ein Palästina

Tom Segev – Die ersten Israelis

Historisch völlig falsch abgebogene Linke

Berliner Verhältnisse
9 Minuten
Felsőőrség, Gradišće und Burgenland, drei Bezeichnungen für das mehrsprachige österreichische Bundesland.

Multinational, mehrsprachig, multikulturell und multireligiösist die österreichische Hauptstadt Wien. Auch die übrigen Städte im Land, Linz, St. Pölten, Graz, Klagenfurt/Celovec, Salzburg oder Innsbruck sind diverser geworden. Immer schon divers war und ist das Burgenland. Eine gewachseneVielfalt, die jetzt sogar der Landeshauptmann Doskozil beschwört. Immerhin, spät aber doch, sagt Petar Tyran, ein Pionier und Veteran der österreichischen Minderheiten-Politik. Eine Vielfalt in der Einheit, heißt die Landeslosung. DieEröffnung des Volksgruppenhauses in mittelburgenländischen Oberwart stand im Zeichen dieser Vielfalt. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr:

 

Siehe auch:

Hrvatski Centar-Kroatisches Zentrum

Skolsko drusto Bec-Kroatischer Schulverein Wien

Hrvatski Akademski Klub-Kroatischer Akademikerclub HAK

Hrvatsko kulturno društvo u Gradišću-KroatischerKulturverein Burgenland

Minderheitenschulwesen – BildungsdirektionBurgenland

Zweisprachiges Gymnasium Oberwart

Hrvatsce novine

Hrvati - Visti
25 Minuten
Marinka Brecelj ist in Bozen aufgewachsen, wurde zur Barock-Spezialistin und lebt heute in einem historischen Hof bei Wien. Im Podcast erzählt sie von Musik, Herkunft und einem Lebensweg, der fast wie ein Märchen klingt.

Marinka Brecelj wuchs im italienischen Arbeiterviertel inBozen auf, heute lebt sie im historischen Katharinenhof imniederösterreichischen Kritzendorf. Nördlich von Wien. Sie hat sich dort musikalisch eingerichtet, mit ihren beiden Ensembles, Fiori Musicali und Baroque Arabesque. Die Ensembles sind bunt,divers. Musikalisch ausgebildet wurden Marinka Brecelj in Wien,Mailand und Bologna. Die Pianistin und Cembalistin ist eine anerkannte Barock-Spezialistin, die recht kreativ historische Werke aufführt. Die Geschichte von Marinka Brecelj, fast ein Märchen.

 
16 Minuten
Im österreichischen Burgenland überlebte eine diverse Sprachenlandschaft.

 

Geschätzte 15 Prozent der burgenländischen Bevölkerungsprechen neben Deutsch Romanes, Ungarisch oder Kroatisch. Vermutlich sind es auch mehr. Genaue Zahlen gibt es nicht. Von Zweisprachigkeit „betroffen“ sind mehr als 20 Prozent, heißt es im Buch „Mehrsprachigkeit im Burgenland“. Ob diese Annahmen noch stimmen? Das Buch ist vor 30 Jahren erschienen. Inzwischen bekennt sich die sozialdemokratische Regierungspartei – der grüne Koalitionspartner sowieso - offensiv zur sprachlichen Vielfalt, nennen sie ein Element der burgenländischen Identität. Ernstgemeint? Sonntagsreden?Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Offene Haus in Oberwart/Felsöör

Mehrsprachigkeit, die Vielfalt im Burgenland

Das Radio spricht deine Sprache

Die Volksgruppen des Burgenlandes

Kinder lernen Minderheitensprachen spielerisch

 
12 Minuten
Romed Mungenast hat die Jenischen aus dem Abseits geholt. Drei jenische Stimmen im Podcast (3) von Wolfgang Mayr.

 

Seit den Publikationen „Österreichische Lyrik und kein Wort Deutsch“, „Jenische Reminiszenzen“, „Jenische Fragmente“ und „Zigeuner“ haben jenischen Autor:innen ihren Platz gefunden. Romed Mungenast, Harald Swoboda, Simone Schönett oder Isabella Huser, Sprecher:innen des und der Jenischen. In der Schweiz sind die Jenischen als nationale Minderheit anerkannt, in Österreich scheiterte kürzlich die Anerkennung. Der Zentralrat der Jenischen in Deutschland kämpft mit Gutachten um die Anerkennung. Gutachten, um die eigene Existenz zu bestätigen, um zum Recht zu kommen:

 

Siehe auch:

Jenische Fragmente

Jenisches Archiv und Harald Swoboda

Werist die unbekannte Volksgruppe, die um ihre Recht kämpft?
14 Minuten
Der Aktivist Romed Mungenast initiierte die leise jenischeEmanzipationsbewegung.

 

Der Eisenbahner Romed Mungenast ist so etwas wie der Martin Luther King der Jenischen. Mit seinen literarischen Arbeiten und seinen Recherchen holte er die abgedrängtenJenischen ins öffentliche Licht. Bundespräsident Thomas Klestil verlieh Mungenast wegen seiner Forschungen den Titel „Professor“. Damit rückte er vom gesellschaftlichen Rand weg hin in die Mitte, schreibt Sohn Dominik Mungenast. Seitdemtrauen sich die Versteckten, wenn auch zögerlich, an die Öffentlichkeit. Mit den „jenischen Kulturtagen“ in Innsbruck bot die Initiative Minderheiten eine weitere öffentliche jenische Plattform an. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Zentralrat der Jenischen in Deutschland

Radgenossenschaft der Landstraße

Von den Fahrenden

Isabell Huser: „MeinVater sagte stolz, wir sind Zigeuner“.
15 Minuten
Die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck als das imaginäre Zentrum der Jenischen

Vor einigen Monaten lehnte das österreichische Parlament die Anerkennung der Jenischen als autochthone Volksgruppe ab. Mit ihren 10. jenischen Kulturtagen hielt die InitiativeMinderheiten Tirol dagegen. Gegen den Frust, gegen eine weitere Niederlage und in Erinnerung an den Tiroler jenischen Aktivisten und Schriftsteller Romed Mungenast. Die Hommage als Aufforderung, weiterzumachen. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

 

Siehe auch:

Romed Mungenast

Österreichische Lyrik und kein Wort Deutsch

Jenische Reminiszenzen

Jenische Reminiszenzen im ORF