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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
8 Minuten
Reels begleiten unseren Alltag – doch wie stark prägen sie unseren Blick auf die Welt und auf uns selbst? In ihrem Podcast für den Schüler:innenpreis CLAUS 2026 gehen Hellen Großrubatscher und Annika Rainalter der Frage nach, ob wir digitales und reales Leben noch voneinander trennen können – und was passiert, wenn wir unser Leben zunehmend durch einen Filter betrachten.
22 Minuten
„Stadt Natur Rechte“ oder „Was Bienen und Bäume dürfenmüssen“ – das glatte Gegenstück zum verheerenden „Macht Euch die Erde untertan“. Über eine weltweite Diskussion, ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Ein Gespenst geht um, die Bewegung für die Rechte der Natur. Mehr als 500 Initiativen weltweit drängen auf eine andere Umwelt, besser Mit-Welt-Politik. Indigene Organisationen drängen darauf, aber auch Rechtswissenschaftler:innen hantieren inzwischen mit diesem Instrumentarium, Staaten,das Europaparlament. Spannend dabei, es geht nicht nur um abgelegene Regionen, sondern um die Metropolen, um die Stadtlandschaften. Thema des Buches „Stadt Natur Rechte – Was Bienen und Bäumen dürfen müssen“ von Katja Schechtner, Alex Putzer und Wojciech Czaja.

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Siehe auch:

Hat die Loisach Recht?

Vom Whanganui zur Loisach

Die Maori und ihr bayerisches Bündnis

Flüsse vor Gericht

Wenn Flüsse sprechen

Hat die Natur Rechte?

Vom Kipp-Punkt zum Kollaps
11 Minuten
Entkolonialisiert die Minderheiten, empfiehlt der britische Rechtswissenschaftler Mohammad Shahab. Der Jurist betrachtet Minderheiten aus einer postkolonialen und dekolonialen Perspektive.

 

Minderheiten werden belagert, sagt Professor Shahab von der Universität von Birmingham. Sie müssen deshalb befreit und entkolonialisiert werden, die zweite Botschaft. Denn, die gängige Definition von Minderheiten und der Begriff des Minderheitenschutzes basiert auf kolonialen Grundlagen. Professor Shahab plädiert dafür, die Disziplin Minderheitenforschung gründlich zu „dekolonisieren“.

 

Professor Mohammad Shahab stellte seine Thesen an der Europäischen Akademie in Bozen vor. “Minoritiesunder siege: postcolonial and decolonial perspectives“, Teil der der internationalen Konferenz „Minoritiesunder siege? Plural Societies Facing Plural Challenges“.

Mohammad Shahabuddin, Professor für Internationales Recht und Menschenrechte, stellt klar, der Diskurs über Minderheitenrechte ist eng mit Machtverhältnissen und eingeschränkten Handlungsfähigkeiten verbunden. Eine etwas andere Art der Beschreibung von Kolonialismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Siehe auch:

Minorities and the Making of Postcolonial States in International Law

ShahabuddinM2023Decolonising.pdf

(PDF) Diskurs über die Dekolonisierung von Minderheitenrechten

Minderheitenrechte und ethnokulturelle Gerechtigkeit

'Internationales Recht ist mehr als nur ein Werkzeug zurProblemlösung' |
10 Minuten
Christoph Perathoner über die Lage der rätoromanischen Sprachminderheiten. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Christoph Perathoner, ehemaliger SVP-Funktionär und Anwalt,hat sich gründlich mit den völker-, europa- und verfassungsrechtlichen Grundlage des Minderheitenschutzesauseinandergesetzt. Seine Habilitationsschrift ist ein fundiertesNachschlagewerk, besonders für Aktivist:innen. Einen Teil seiner Schrift widmet Perathoner den rätoromanischen Ureinwohner:innen der Alpen.

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Siehe auch:

"Purté inant la scunanza dla mendranzes ie n'ublianza morala"

Ein profundes Nachschlagewerk

Informationen über die ladinische Realität

Moviment Friul

Rätoromanisch – ein Erbe der Räter und Römer

 
11 Minuten
Sie sind nicht teilbar, sagt der Sozialwissenschaftler Christoph Pan (Pan 3) im Podcast von Wolfgang Mayr.

Damit kennt sich Pan aus. Der ehemalige Vorsitzende desDachverbandes der europäischen Minderheiten Fuen warb konsequent und beharrlich für die Anerkennung von Minderheitenrechten. Nur zögerlich gaben Institutionenwie die KSZE und der Europarat ihren Widerstand gegen Minderheitenrechte auf. Pan bedauert, dass das demokratische Europa die Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee in Gaza und im Westjordanland kaum kritisiert hat. UmMissverständnissen vorzubeugen: Pan unterstreicht das Recht Israels auf Verteidigung, diese dürfe aber zur massiven Verletzung von Menschenrechten führen.  

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Siehe auch:

Internationale Liga für Menschenrechte

Human Rights Watch

Deutsches Institut für Menschenrechte

Forum für Menschenrechte

Die Hamas und die islamistische Maske des Faschismus

Mena-watch zum 7. Oktober 2023

 
7 Minuten
Der Sozialwissenschaftler Christoph Pan und sein Wirken im Europarat. Ein Podcast (Pan 2) von Wolfgang Mayr.

In den 1960er-Jahren „sammelte“ Pan mit dem Wirtschafts-und Sozialinstitut Zahlen und Daten über die missliche Lage inSüdtirol. Das Institut arbeitete in der Folge wirtschaftspolitische Empfehlungen für die Landesregierung aus, um die Abwanderung aus dem Land zu stoppen. Das Institut begleitete die Landesregierung bei der Umsetzung der Autonomie ab 1972. Mit dem Ausbau der Selbstverwaltung übernahmen Landesbehörden die Aufgaben des Wirtschafts- und Sozialinstituts, das sich auf die Minderheitenpolitik konzentrierte. Das neu entstandene Südtiroler Volksgruppen-Institut organisierte Informationsbesuche von Minderheiten-Delegationen in Südtirol und stellte seine Forschungstätigkeit Minderheitenorganisationen zur Verfügung.

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Siehe auch:

Kopenhagener KSZE-Konferenz

Charta von Paris für ein neues Europa

KSZE und Minderheiten

Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten

Charta der Regional- und Minderheitensprachen

Wenig Substanz

5 Minuten
Der Rechtswissennschaftler Peter Hilpold und seine Kritik an der Reform der Südtirol-Autonomie.

Der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold zitiertals Gegenstück die Territorial-Autonomie der Aland-Inseln. Das dortige Parlament sucht im Dialog mit der schwedischsprachigen Bevölkerung dieser zu Finnland gehörenden Inseln nach Autonomie-Perspektiven. Als eines der Ziele gilt die Finanzautonomie. Eine Expertenkommission, Hilpold gehört dazu, begleitet die Politik der Aland-Inseln. Eine völlig andere Herangehensweise an eine Reform derbestehenden Autonomie. Die Südtiroler Volkspartei verhandelte hinter verschlossenen Türen mit Spitzenvertretern der italienischen Regierung über dieReform. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

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Höre auch:

Nachder Reform ist vor der Reform

Gelungen,aber mit Abstrichen

BesorgniserregendeSignale

„FürMeloni war das Ganze ein großer Wurf“
5 Minuten
Der Rechtswissenschaftler Peter Hilpold geht davon aus,dass Minderheitenrechte in der EU „justiziabel“ sind. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Hilpold verweist auf den EU-Vertrag, genauer auf den Artikel2 des Vertrages über die Europäische Union. Die Rechte von Personen sind zu wahren, die Minderheiten angehörigen, heißt es auch in diesem Artikel. Diese unmissverständliche Vorgabe zählt Christoph Perathoner in seiner Habilitationsschrift „Grundlagen des völker-, europa- und verfassungsrechtlichenMinderheitenschutzes“ auf. Darin bündelt Perathoner den Stand des Minderheitenschutzes – der auch für andere minoritäre Bevölkerungsgruppen gilt – detailliert auf. Der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold analysiert im folgenden Podcast die europarechtlichen Grundlagen des Minderheitenschutzes.

Siehe auch:

Articolo 6 costituzione repubblicana

Minoranze linguistiche storiche

Warum Minderheitenschutz so stark triggert

LGBTI: Bedeutung, Rechte und Herausforderungen weltweit
11 Minuten
Mit ihrem Film erinnert Ana Grilc an die slowenischenDeportierten in der NS-Zeit.

Es ist kein Zufall, dass Ana Grilc ihren Film „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“ in der Fraktion Zahomc-Achomitz vorstellte. Teil der Gemeinde Hohenthurn im Kärntner Gailtail, in dem noch slowenisch gesprochen wird. Aber nur mehr wenige Bewohner:innen das Gailtals sindslowenischsprachig, Grilc stammt aus diesem Gebiet. Ein Kulturverein stemmt sich gegen das Verschwinden. Das kleine Dorf ist im Sport eine Großmacht. Aus Zahomc-Achomitz kommen Olympiasieger, die Skispringer Karl Schnabel oder Europacupsieger Franz Wiegele und noch viele mehr. Zahomc war als Ort der Premiere des Films „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“. Die Erinnerung an die Deportierten.

Nachtrag: Der Film „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“ wurde vom Bundeskanzleramt Österreich, vom Nationalfond der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, vom Zukunftsfond der Republik Österreich, vom österreichischen Bildungsministerium und vom Land Kärnten gefördert.

Siehe auch:

Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift

Andrej Kokot

Achomitz-Zahomc: Ein Dorf mit Sprungkraft - Daheim - das Volksgruppenmagazin - ORF ON

Minet - Die slowenische Minderheit in Kärnten: zu Gast in Achomitz-Zachomc

UNTERWEGS_DURCHS_GAILTAL-ZILJA_Leseprobe.pdf

Hermagor/Šmohor – Orte des (Nicht-) Erinnerns? – 2. Teil – Heim ins Reich – Deportation der slowenischsprachigen Bevölkerung | Rote Spuren
9 Minuten
Christoph Pan, ein Diplomat in Minderheitenfragen.

Der ehemalige Universitätsprofessor und seine Mitstreitenden zählten zu den Mit-Autor:innen der Minderheiten-Dokumente des Europarates. Sie sind immer noch ein großer Wurf.

Der Nachfolger von Christoph Pan an der Spitze des SüdtirolerVolksgruppen-Instituts, Paul Videsott, agiert ähnlich leise effizient auf dem Brüsseler Parket. Im Auftrag des Europaparlaments arbeitete der Romanist-Professorein Memorandum zur Lage der sprachlichen und nationalen Minderheiten aus. Videosott führt die Arbeit von Pan weiter. Pan mischte in den 1990er Jahren über sein Institut in der Europapolitik mit, als Vorsitzender der Föderalistische UnionEuropäischer Nationalitäten Fuen war er an der Ausarbeitung der Minderheiten-Dokumente des Europarates beteiligt. Der Ursprung dieser „Minderheiten-Diplomatie“ reicht zurück in diefrühen 1960er Jahre. Ein Podcast (Pan 1) von Wolfgang Mayr.
11 Minuten
Ein Film über die Deportation slowenischer Kärntner:innen in der NS-Zeit und die hinterlassenen tiefen Spuren.

Die in Österreich nur zu gern verdrängte Deportation vonmehr als 1.000 Slowen:innen aus Süd-Kärnten wirkt immer noch nach. Ein Rückzug aus der Erinnerung an die damalige Katastrophe ist nie möglich gewesen, schreibt AutorinAna Grilc. 80 Jahre danach versuchen kärntner-slowenischeKünstler:innen mit dieser Erinnerung zurechtzukommen. Die dritte Generation, die Enkel:innen der Opfer, der Partisanen und Überlebenden, wehrt sich mit diesem Film gegen die Auslöschung der eigenen Geschichte. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Siehe auch:

Germanisierung und Verfolgung – Kärntner Slowen:innen imNationalsozialismus

Verfolgung und Vertreibung der Kärntner Slowen:innen1938-1945

Denk Mal Deportation

Slowen:innen-Aussiedlung und Wiedergutmachung

Erinnern Villach  

Verfolgt, ausgesiedelt, zu Tode gequält

 
6 Minuten
Macht und Ungleichheit fördern Gewalt und Missbrauch, ist Franz Kössler überzeugt.

Der langjährige ORF-Journalist Franz Kössler würdigte in seiner Rolle als Juror des Claus Gatterer-Preises die Falter-Journalisten Matthias Winterer und Jürgen Klatzer. Mit ihrer Recherche deckten sie in österreichischen Kinderdörfern menschenverachtende Praktiken auf. Sie legten offen, wieMachtstrukturen wirken. Ein überzeugendes Beispiel für den traditionellen Journalismus, der Fakten recherchiert, abwägt, aber auch aufzeigt, was schiefläuft. Für Kössler sind Klatzer und Winterer würdige Nachfolger des ehemaligen ORF-Journalisten Claus Gatterer und seines Aufdecker-Journalismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

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Siehe auch:

Pavel, was ist los?

Viel mehr wäre möglich gewesen

Konsequenzen sind gute Nachricht in erster Linie für die Kinder

Über den Journalisten Claus Gatterer

Kärnten untersagt Aufnahme weiterer Kinder
13 Minuten
Zwei Falter-Journalisten recherchierten über jahrlangen Missbrauch in österreichischen Kinderdörfern. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Unfassbar, aber wahr. In österreichischen Kinderdörfernwurden Kinder geschlagen und vergewaltigt. In den SOS-Kinderfördern herrschte eine Gewaltmuster. DieseKinderdörfer sollten den Schwächsten Schutz bieten, dasGegenteil war aber der Fall. 2021 wurde ein Verdacht auf Missbrauch zur Anzeige gebracht. Nichts ist passiert. Opfersuchten Schutz und fanden Gewalt. Erst die Recherchen der beiden Falter-Journalisten, die Gatterer-Preis-Träger JürgenKlatzer und Matthias Winterer, deckten Gewalt und Missbrauch auf. Seitdem wackeln die Grundmauern der Kinderdörfer.

Siehe auch:

Die tiefen Abgründe der SOS-Kinderdörfer

Neues vom Endlos-Skandal

War der erste SOS-Kinderdorf-Vater der Welt ein Missbrauchstäter?

SOS Kinderdorf – Aktuelles zum Thema

Neue Vorwürfe um Mitwissen der Führung

Bisher wurden 179 Personen entschädigt

 

 
9 Minuten
Jurorin Teresa Indjein vom Forum Austriaco di Cultura in Rom über die Claus-Teilnehmenden.

Die Wienerin Teresa Indjein begleitet den Claus-Wettbewerb als Jury-Sprecherin. Die Direktorin des österreichischen Kulturforums in Rom sagt es bei der Preisverleihung in Sexten immer wieder: Sie ist begeistert von den mitmachenden Schülerinnen und Schülern. Indjein würdigte in ihrer Preis-Rede auch Südtirols Schule, die Lehrpersonen und den Macher des Claus-Preises, Hermann Rogger sowie sein Team Mareike Sölch und Jiri Gasperi, die den Wettbewerb erst ermöglichten. Lorbeeren, verpackt in einem Podcast von Wolfgang Mayr.

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Siehe auch:

Ö 1 gehört, Teresa Indjein

Who the hell is Claus?

Die Diversity-Show der Claus-Tandems

Auf den Spuren von Claus Gatterer
4 Minuten
Maria Erhard aus La Pli hat mit ihrem klugen Video-Feature über die ladinische Sprache den Claus-Preis gewonnen.

Der Clip von Maria Erhard ist ein beherztes Statement für die kleinste Sprachgruppe im Land. Nicht rückwärtsgewandt, ganz im Gegenteil. Maria Erhard geht es nicht um Tradition und Trachten, nicht um das Gestern, sondern um einenladinisch geprägten Alltag. Der Clip ein Appell, mit dem die Landesregierung eine Ladinisch-Kampagne starten könnte. Maria Erhard erhielt damit den Claus-Preis 2026 in Gedenken an den Sexntner ORF-Journalisten Claus Gatterer. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.