BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv
403 Episoden
7 Minuten
Für den Journalisten Claus Biegert braucht es Naturrechte für Land und Leute sowie als Hindernis und Hürde für das Plündern. Einen grünen Kapitalismus hält er für Augenauswischerei.
Die Delegationen der Ureinwohner-Völker reagierten enttäuscht auf die Ergebnisse der Welt-Klima-Konferenz in Schottland. Ihre Anliegen blieben eine zu vernachlässigende Fußnote. Dabei geht es für die indigenen Völker ums Überleben. Nicht von ungefähr wehren sich in Brasilien indigene Aktivistinnen und Aktivisten gerichtlich gegen den raubbaufördernden rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro. Seine Politik des wilden Westens ist eine Mischung aus Ökozid und Genozid, so der Vorwurf aus dem Amazonas. Ökozid und Genozid, zwei Seiten einer Medaille, sagt der Journalist und Autor Claus Biegert, der sich seit Jahren für die Anliegen der nordamerikanische Ureinwohner und der indigenen Völker engagiert.
Die Delegationen der Ureinwohner-Völker reagierten enttäuscht auf die Ergebnisse der Welt-Klima-Konferenz in Schottland. Ihre Anliegen blieben eine zu vernachlässigende Fußnote. Dabei geht es für die indigenen Völker ums Überleben. Nicht von ungefähr wehren sich in Brasilien indigene Aktivistinnen und Aktivisten gerichtlich gegen den raubbaufördernden rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro. Seine Politik des wilden Westens ist eine Mischung aus Ökozid und Genozid, so der Vorwurf aus dem Amazonas. Ökozid und Genozid, zwei Seiten einer Medaille, sagt der Journalist und Autor Claus Biegert, der sich seit Jahren für die Anliegen der nordamerikanische Ureinwohner und der indigenen Völker engagiert.
15 Minuten
Die Volksgruppen-Sendung des ORF-Burgenland beschrieb Nadine Papai als eine bewusste Romni. „Während meiner Studienzeit war ich oft im Burgenland bei meinen Verwandten. Dort führte ich viele Gespräche mit meinem Onkel, denn die bewegende Geschichte meiner Volksgruppe hat mich immer interessiert", erzählte im ORF Nadine Papai von der Menschenrechtsorganisation „Lebenszeichen-international“, einst die österreichische GfbV-Sektion. Papai beschäftigt sich seit ihrem Studium intensiv mit ihrer Volksgruppe. Deshalb war sie auch im Verein Romano Centro in Wien aktiv. „Wir müssen noch etliches tun, damit sich die Situation für die Volksgruppe der Roma verbessert,“ sagt Nadine Papai im folgenden Podcast.
6 Minuten
Obwohl die Sklaverei seit Jahrzehnten verboten ist, werden mehr als eine halbe Million Menschen im westafrikanischen Mauretanien versklavt.
„Die übergroße Mehrheit sind Kinder und Frauen, müssen unentgeltlich Hausarbeit leisten, Viehherden hüten oder auf Feldern schuften,“ schreibt die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker über die Sklaven und Sklavinnen in Mauretanien. Sie gehören Imazighen und arabischen Familien. „Wer als Kind einer Sklavin geboren wird, bleibt Sklave und gehört den ‘Herrem’ der Eltern,“ erklärt Abidine Ould-Merzough. In Mauretanien versucht die Anti-Sklaverei-Organisation IRA (Initiative pour la Résurgence du Mouvement Abolitionniste, Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffungsbewegung) Sklaven und Sklavinnen zu helfen. IRA-Präsident Biram Dah Abeid erhielt für sein gefährliches Engagement den Weimarer und den UN-Menschenrechtspreis. Der gebürtige Mauretanier Abidine Ould- Merzough, Vorstandsmitglied der GfbV, ist Gast in diesem Podcast.
„Die übergroße Mehrheit sind Kinder und Frauen, müssen unentgeltlich Hausarbeit leisten, Viehherden hüten oder auf Feldern schuften,“ schreibt die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker über die Sklaven und Sklavinnen in Mauretanien. Sie gehören Imazighen und arabischen Familien. „Wer als Kind einer Sklavin geboren wird, bleibt Sklave und gehört den ‘Herrem’ der Eltern,“ erklärt Abidine Ould-Merzough. In Mauretanien versucht die Anti-Sklaverei-Organisation IRA (Initiative pour la Résurgence du Mouvement Abolitionniste, Initiative zur Wiederbelebung der Abschaffungsbewegung) Sklaven und Sklavinnen zu helfen. IRA-Präsident Biram Dah Abeid erhielt für sein gefährliches Engagement den Weimarer und den UN-Menschenrechtspreis. Der gebürtige Mauretanier Abidine Ould- Merzough, Vorstandsmitglied der GfbV, ist Gast in diesem Podcast.
14 Minuten
Seit rund 50 Jahren kämpft Romani Rose für die Bürgerrechte der Sinti und Roma. Diskriminierung und Unterdrückung müssen aufhören, so Rose im Podcast von Wolfgang Mayr.
Den Kampf gegen „Zigeunerschnitzel“ und „Zigeunersauce“ zählt er nicht zu seinen politischen Prioritäten. Romani Rose vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma fordert stattdessen Maßnahmen gegen den grassierenden Antiziganismus. Die demokratische Gesellschaft und der liberale Rechtsstaat müssen Diskriminierung und Antiziganismus unterbinden. Der europaweite Populismus feuert neben dem Antisemitismus auch den „traditionellen“ Antiziganismus an. Rose verweist auf eine Aussage des ehemaligen italienischen Innenministers Matteo Salvini von der Lega Nord, die Angehörigen der Sinti und Roma zählen zu lassen. Das Zeil: sie auszuweisen. Sind die hart erkämpften Bürger*innenrechte in Gefahr? Antworten von Romani Rose.
Den Kampf gegen „Zigeunerschnitzel“ und „Zigeunersauce“ zählt er nicht zu seinen politischen Prioritäten. Romani Rose vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma fordert stattdessen Maßnahmen gegen den grassierenden Antiziganismus. Die demokratische Gesellschaft und der liberale Rechtsstaat müssen Diskriminierung und Antiziganismus unterbinden. Der europaweite Populismus feuert neben dem Antisemitismus auch den „traditionellen“ Antiziganismus an. Rose verweist auf eine Aussage des ehemaligen italienischen Innenministers Matteo Salvini von der Lega Nord, die Angehörigen der Sinti und Roma zählen zu lassen. Das Zeil: sie auszuweisen. Sind die hart erkämpften Bürger*innenrechte in Gefahr? Antworten von Romani Rose.
7 Minuten
Die kommunistischen Volksrepublik China bereitet sich auf Hochtouren auf die oylmpischen Winterspiele 2022 vor. Mit dem olympischen Segen des IOC und seines China-freundlichen Präsidenten Thomas Bach. Die Sport-Welt zu Gast in einer Diktatur. Das hindert das Regime aber keineswegs, die demokratische Republik Taiwan zu bedrohen. Die Insel soll mit der Volksrepublik „wiedervereint“ werden. Blaupausen dafür gibt es genügend. In Honkong zerschlugen die Kommunisten die demokratische Bewegung, Tibet wird wie eine Kolonie geplündert, in Xingjiang sperrte der totalitäre Staat eine Million Uigurinnen und Uiguren in „Umerziehungslager“ ein. China führt Krieg gegen die eigene Bevölkerung, berichtet Tahir Qahiri, er ist Exil-Uigure in Deutschland.
17 Minuten
Der französische Staatspräsident schwört darauf, die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen sieht im Atomstrom die Alternative zur Klimakatastrophe. Eine katastrophale Entwicklung, sagt dazu der Münchner Journalist Claus Biegert. Atomstrom ist teuer, die Lagerung des Atommülls ist nicht geklärt, eine Endlagerung nicht in Sicht. Das Problem beginnt aber am Beginn, am Abbau des Urans, in Regionen der Welt, in denen indigene Völker leben
15 Minuten
Seit zwei Jahrzehnten verwaltet Ethical Banking der Raiffeisenkasse Bozen jährlich 30 Millionen Euro. Es sind Sparguthaben, die in nachhaltige Wirtschaftsprojekte und in soziale Vorhaben fließen. Die Sparerinnen und Sparer stellen in Abstimmung mit Ethical Banking ihr Geld der „anderen Wirtschaft“ zur Verfügung: der Bio-Landwirtschaft, der genossenschaftlichen Stromproduktion, der energetischen Sanierung von Gebäuden, sozialen Genossenschaften, Menschen mit Beeinträchtigungen. Das Interesse an dieser Finanzwirtschaft steigt, auch weil die EU auf den ökosozialen Umbau der Wirtschaft setzt, auf den New Green Deal. Auch die Finanzwirtschaft soll auf Nachhaltigkeit getrimmt werden, derzeit aber nur auf freiwilliger Basis. Auch die großen Banken und Investmentgesellschaften ziehen öffentlichkeitswirksam nach. Nicht von ungefähr warnen Verbraucherschutz-Organisationen vor dem sogenannten „Green Washing“, Öko steht drauf, Kohle ist drinnen, um es plakativ zu formulieren.
6 Minuten
Die Igbo in Biafra werden vom nigerianischen Zentralstaat drangsaliert. Und auch die muslimische Mehrheit drängt die Igbo-Katholiken immer mehr ins Abseits. In Nigeria wiederholt sich die Geschichte der christlichen Bevölkerungsgruppen im Nahen Osten. Gezielt wurden Christen aus der Türkei zur „Abwanderung“ gezwungen, im Irak terrorisierte der Islamische Staat Aramäer und Assyrer.
Ein halbes Jahrhundert ist seit dem Völkermord in Biafra vergangen. 50 Jahre, die Kritik der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker, in denen Nigeria es versäumte, das Unrecht aufzuarbeiten und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.
Ein halbes Jahrhundert ist seit dem Völkermord in Biafra vergangen. 50 Jahre, die Kritik der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker, in denen Nigeria es versäumte, das Unrecht aufzuarbeiten und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.
17 Minuten
Österreich ist säumig bei der Umsetzung von Minderheitenrechten. In ihrer Stellungnahme zum neuen österreichischen Staatenbericht zum Rahmenabkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates kritisieren slowenische Kärntner Juristinnen und Juristen die dürftige Förderung der slowenischen Minderheit in Kärnten wie auch in der Steiermark. 2020 feierte Kärnten erstmals gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der slowenischen Sprachgruppe 100 Jahre Volksabstimmung. Mit einer mobilen Landesausstellung wurde an dieses Jubiläum erinnert, mehr als 100 Projekte befassten sich mit der konfliktreichen Kärntner Geschichte. Am 10. Oktober 2020 entschuldigte sich Präsident Alexander van der Bellen bei der großen Feier in Klagenfurt/Celovec bei den slowenischsprachigen KärntnerInnen für die wenig minderheitenfreundliche Politik. Der Podcast beschäftigt sich mit der Volksabstimmung von 1920 – Wolfgang Mayr hat mit Karl Hren vom Bildungsverein Hermagoras/Mohorjeva über die Kärntner Geschichte aus slowenischer Sicht gesprochen.
16 Minuten
Virologen und Immunologen warnen vor der vierten Corona- Welle, vor der Delta-Variante. Nach den Menschen-Aufläufen während der Fußball-EM und in der aktuellen Urlaubssaison ziehen die Infektionszahlen – wenn auch langsam – wieder an. Weil nur knapp die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger geimpft ist? Weil die Sicherheitsregeln kaum mehr eingehalten werden? In einem Gespräch noch vor dem Sommer warnte Siegfried Brugger vor dieser Entwicklung. Diese Pandemie ist gefährlich, ist Brugger überzeugt. Auch deshalb hielt und hält er von einem Corona-Sonderweg wenig. Solche Sonderwege in der Pandemie führen laut Brugger in eine gefährliche Sackgasse. Auch als überzeugter Autonomist lehnt der ehemalige SVP-Obmann und langjährige Parlamentarier staatliche und EU-Vorgaben in der Bekämpfung der Pandemie nicht ab. Im Gegenteil, er empfiehlt eine bessere Abstimmung zwischen Zentrale und Regionen.
16 Minuten
Die Universitätsprofessorin der Uni Bozen und Volkswirtin Susanne Elsen forscht zu Arbeitsbedingungen in der italienischen Landwirtschaft und ist dabei Teil eines universitären Netzwerkes, die seit einem Jahr diesen Bereich genau unter die Lupe nimmt. Wie werden Saisonarbeiter behandelt? Verdienen sie genug? Welche Rechte können sie beanspruchen? Es geht dabei nicht nur um den Süden, in dem Menschen regelrecht versklavt werden, sondern sie forschen zu Italiens Norden. Im Veneto, im Trentino und in der Lombardei sollen Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter meist aus Osteuropa schlecht bezahlt und schlecht behandelt werden. Und wie schaut es in Südtirol aus? Wie korrekt und regulär sind die Arbeitsverhältnisse der Erntehelferinnen und Erntehelfern? Und wie sozial verträglich ist Südtirols Landwirtschaft? Susanne Elsen berichtet über die ersten Ergebnisse.
17 Minuten
Der Pfarrer von Mühlbach, Hugo Senoner, ist aufrecht, höflich und doch kämpferisch. Der Pfarrer, das mag nach Widerspruch klingen, steht auf der Seite der Aufklärung. In dieser Pandemie-Zeit widersprach er öffentlich den Verharmlosern und Leugnern, denn Mühlbach ist eine der Leugner-Hochburgen. In seiner langen Zeit des christlichen Wirkens legte sich Pfarrer Senoner mit den Mächtigen an. Der 80-jährige Mühlbacher Pfarrer kann auf eine bewegte Geschichte zurückschauen. Weil er die christliche Nächstenliebe ernst nimmt, eckte er bei der Kirchen-Bürokratie immer wieder an.
17 Minuten
Die Pandemie und deren Bekämpfung hat in der Gesellschaft breite Risse hinterlassen. "Die Folgen des Coronismus", sagt Arno Teutsch. Der ehemalige Gewerkschafter und Grünen-Aktivist kritisiert die staatliche Politik, die rigiden Vorgaben von oben. Teutsch grenzt sich aber von den Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern strikt ab.