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Führerschein für Einkaufswagen Archiv

57 Episoden
17 Minuten
Halboffene Weidelandschaften sind ein Hotspot der Biodiversität. Wenn wir die Rinder wieder in manche Wälder lassen und mit ihrer Hilfe die Landschaft drumherum offen halten, schaffen wir Lebensräume für die Tiere und Pflanzen, die wir anderswo auf die Rote Liste der Aussterbenden verdrängt haben. Und wir produzieren Fleisch mit artgerechter Tierhaltung. Ein Weg, die Biodiversitätskrise zu bekämpfen.
23 Minuten
Die Idee, dass für Lebensmittel realistische, vielleicht sogar faire Preise bezahlt werden müssen, wenn die Bauern im Land überleben sollen, scheint ein Kriegsopfer geworden zu sein. Müsste sie aber nicht gerade jetzt neu aufleben, wo es uns dämmert, dass der Welthandel nicht wirklich funktioniert und Versorgungssicherheit bei der Ernährung auch eine Frage der regionalen Produktion ist? Wie würde das also aussehen, wenn wir Lebensmittelpreise zahlen, die die Höfe überleben lassen?
18 Minuten
Der Krieg in der Ukraine brachte „eine Zeitenwende“, sagt Kanzler Scholz. Noch eine Wende. Neben all den anderen nicht durchgeführten Wenden, die all die anderen Krisen bewältigen sollen, die wir uns bereitet haben: Klimakrise, Biodiversitätskrise, Agrarkrise zum Beispiel. Um die gleich alle auf einmal zu bewältigen braucht es eigentlich nur eine Wende: die Ernährungswende ...
20 Minuten
Der russische Krieg macht alles teurer und er macht die Lebensmittel knapp. Letzteres nicht bei uns, aber in den ärmeren und von Importen abhängigen Ländern. Sollen wir deshalb weniger Tiere halten, um mehr Getreide exportieren zu können? Wo reduzieren, was ausbauen? Auch das ist Thema beim Gespräch über Hühner. Dabei geht die gute Nachricht fast unter, dass genau jetzt endlich das Zweinutzungshuhn aus der Ökologischen Tierzucht da ist, das wir immer haben wollten. Das wir uns jetzt aber auch leisten müssen ...
21 Minuten
Nicht auf die Politik warten, die Agrarwende selbst in die Hand nehmen! Nach diesem Motto handelt die Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof. Milchviehbetriebe in Norddeutschland, die ihre eigene Molkerei betreiben, haben sich aufgemacht, mehr als die Bioverbände vorschreiben für ihre Tiere und die Umwelt zu tun. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen einen 20 Cent höheren Milchpreis. Die Höfe investieren ins Tierwohl und die  Zukunft der Landwirtschaft.
20 Minuten
Wer Fleisch isst, schädigt das Klima. Weil die Tiere Treibhausgas produzieren, weil für die Produktion von Fleisch gewaltige Mengen Wasser verbraucht werden, weil auf den Äckern statt Futter auch Lebensmittel angebaut werden könnten, die die Menschen direkt ernähren. Das stimmt alles – so nicht!
18 Minuten
"Es ist riskant. Wir wagen es trotzdem: Wir erhöhen unseren Milchpreis um 20 Cent.“ So steht es seit ein paar Wochen auf den Milchtüten der Bauerngemeinschaft Hamfelder Hof, die im Norden Deutschlands Biomilch anbietet. Mit der Preiserhöhung will die Gemeinschaft von fast vierzig Betrieben einen Umbau der Tierhaltung und der Landbewirtschaftung finanzieren. Hier wird das gemacht, wovon alle reden: Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität und faire, zukunftsfähige Arbeitsbedingungen auf dem Land - einmal alles und das sofort. Ohne weiteres Warten auf die Politik.
23 Minuten
Die Ökolandwirtschaft erkauft wenig Umweltschutz mit sehr viel Ertragsverlust. Deshalb braucht der Biolandbau viel mehr Fläche, wenn er die gleiche Menge Lebensmittel erzeugen soll wie die konventionelle Landwirtschaft.

Das ist „der Narrativ des Agrarindustriellen Komplexes“, wie es der Agrarwissenschaftler Friedhelm Taube nennt. Vor zehn Jahren hat er sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen von der Universität Kiel aufgemacht, um dieser Erzählung etwas entgegenzusetzen und den dritten Weg zu suchen – den Weg zu einer effizienten Ökolandwirtschaft, die gleichzeitig Klima- und Naturschutz ist. Dieser Weg führt auf die Weide. Und er könnte ein Vorbild für die Agrarwende sein, die die Ampel ja wollen soll.
17 Minuten
Jede landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Europäischen Union ist subventioniert. Jede? Nein, nicht ganz.

Es gibt Bäuerinnen und Bauern, die bewusst auf das Geld aus Brüssel verzichten, damit sie als „freie Bauern“ auf ihren Äckern und Wiesen machen können, was sie für sinnvoll halten. Auch wenn das durch das Subventionsraster fällt. Wie geht das? Und was bedeutet das für die Lebensmittelpreise?
26 Minuten
Weltweit wird inzwischen so viel Fleisch produziert, dass die Biomasse der Nutztiere die aller auf dieser Erde lebenden Wildtiere bei weitem übersteigt. Es ist zu viel für diesen Planeten, sein Klima, seine Böden, sein Wasser, die Biodiversität und die Gesundheit. Die des Planeten und unsere. Ohne die Tiere geht es aber auch nicht. Im Gegenteil: Weidetiere könnten uns helfen, den Planeten zu retten.
16 Minuten
WAS MACHT EIN SCHWEINEHALTER, der seinen Tieren ein besseres Leben verschaffen will? Er lässt die Sau raus! Was aber, wenn er von den Eltern einen Hof mit zweitausend Mastplätzen in Ställen mit Spaltenböden übernommen hat. Kann er es sich auf dieser Basis überhaupt leisten, auf Freilandhaltung umzusteigen? Wie lässt sich mehr Tierwohl schaffen, so wie das angeblich alle wollen?

Im Südwesten Schleswig-Holsteins versucht genau das der Schweinemäster Thies Mohr. Das besondere an seinem Hohenfelder Hof: Hier gibt es beide Haltungsformen, hier lassen sie sich direkt vergleichen. In den Ställen wird weiter gemästet wie gehabt, während andere Schweine bereits im Freiland wühlen und sich suhlen dürfen. Was ist besser für die Tiere, was ist besser für das Budget des Landwirts?
2 Minuten
Unser Konsumverhalten ist klimawirksam. Jeden Tag stimmen wir mit darüber ab, wie gewirtschaftet, wie produziert, verarbeitet und geliefert wird. Der Führerschein für Einkaufswagen nimmt sich einzelne unserer Entscheidungen vor, holt einen Alltagsgegenstand, den wir achtlos in unseren Einkaufswagen legen, ins Rampenlicht und betrachtet das Vorleben dieses Produkts.
Führerschein für Einkaufswagen

Führerschein für Einkaufswagen

Der Podcast zur Buchkomplizen-Kolumne von Florian Schwinn