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  3. Fabrik der Zukunft | Inspirationen für die Produktion und Logistik von morgen Podcast

Episoden

34 Minuten
Warum reicht es in der modernen Fertigung nicht mehr, Qualität am Ende zu prüfen, und was hat Messtechnik mit der digitalen Fabrik zu tun? 

Stefan Wamsler, Head of Metrology Application Software bei ZEISS Research & Quality Solutions, spricht mit Host Tobias Herwig darüber, wie Qualitätssicherung vom separaten Messraum zum festen Bestandteil der Wertschöpfung wird: 

Warum Qualität im Produktionsprozess entsteht und nicht erst bei der Prüfung am Ende, und warum der Messraum zunehmend in die Produktion wandert. 

Wie in der Batteriefertigung jede einzelne Zelle zerstörungsfrei per Röntgen geprüft wird und wie aus einem manuellen Prozess von annähernd zwei Stunden unter zehn Sekunden pro Batteriezelle wurden. 

Weshalb Messen in der Taktzeit Pflicht ist, damit die Messtechnik kein Bottleneck wird, und warum ein zu spät erkannter Defekt im Rückruf schnell mehrere hundert Millionen kostet. 

Wie KI-Modelle lokal in der Linie laufen, warum ihr Training immer anwendungs- und oft kundenspezifisch ist und wie Unternehmen Algorithmen auf ihre eigenen Bilddaten nachtrainieren. 

Warum es ohne Messtechnik keinen digitalen Zwilling gibt und wie Messdaten zur Brücke zwischen physischer und digitaler Fabrik werden. 

Welche Rolle Konstruktion, Produktion und Messraum gemeinsam spielen, wie Messergebnisse direkt an die CNC-Maschine zurückfließen und was bestehende Werke vom Greenfield der Batteriefertigung lernen können. 

Vernetze dich mit Stefan Wamsler auf LinkedIn:

https://www.linkedin.com/in/stefan-wamsler-47ab0076/

Hier mehr Infos ZEISS Innovation Summit 2026 vom 4. bis 6. November in Berlin: 

https://zeiss.ly/iitj 

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41 Minuten
Wie kann ein kleiner Textilbetrieb mit digitalen Werkzeugen nicht nur effizienter, sondern auch attraktiver für Kunden und Mitarbeitende werden? 

In dieser Episode spricht Judith Behmer, Gründerin und Geschäftsführerin der Schlei Schneiderei, mit Host Tobias Herwig. Sie zeigen am Beispiel einer Konfektion in Norddeutschland, wie aus einem Handwerksbetrieb eine digital gesteuerte Smart Manufaktur wird:

 

Warum 6 bis 9 Monate Vorlauf und Mindestmengen ab rund 1.000 Stück pro Modell in Fernost zu Überbeständen führen und wie regionale Fertigung Nachbestellungen und Speed-to-Market ermöglicht. 

Wie der Weg vom Entwurf über Muster und die zeitkritische Musterverdopplung in die Serie verläuft und wo Kapazitätsplanung und Materialverfügbarkeit zum Engpass werden. 

Wie digitale Laufzettel, Materialtracking und vernetzte Nähplätze mit Maschinenvoreinstellungen und Warnhinweisen den arbeitsintensivsten Prozessschritt absichern sollen. 

Warum digitale Assistenz das Handwerk nicht entwertet und wie Einarbeitungsvideos direkt am Nähplatz ein internationales Team qualifizieren. 

Wie ein Echtzeit-Dashboard Kunden Fertigungsstatus, Versandzeitpunkt, Energieverbrauch und Ausschuss zeigen soll und damit die Datenbasis für den Digitalen Produktpass schafft. 

Wie ein kleiner Betrieb mit einer Ein-Personen-IT, Schnittstellen und eigener Dashboard-Entwicklung digitalisiert und welche Rolle Produktionshubs und Made to Order künftig spielen können. 

Folge gerne Judith Behmer auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/judith-behmer 

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44 Minuten
Wie gelingt es, Materialfluss und Datenfluss im Werk so zu verbinden, dass Variantenvielfalt, Automatisierung und Transparenz wirklich Hand in Hand gehen? 

Christoph Scheufler, Head of Industrial Engineering, Quality und IT bei Magna Exteriors, ist zu Gast bei Tobias Herwig. Christoph verantwortet u.a. die Logistikplanung am Standort Meerane und hat das Werk seit der ersten Stunde mit aufgebaut, inklusive der Einführung von RFID als digitalem Rückgrat. 

Vom Kunststoffgranulat bis zum sequenzierten Stoßfänger: Wie Magna Exteriors als Vollwerk Wertschöpfungstiefe und Variantenvielfalt beherrscht

Automatisierung in der Logistik: Hochregallager, AMRs und die Herausforderungen bei Behältervielfalt und Palettenmanagement 

RFID als digitales Rückgrat: Rückverfolgbarkeit auf Einzelbauteilebene und nahtlose Integration in Produktion und Logistik 

Eigenentwicklungen statt Standardsoftware: Warum Magna Exteriors ein eigenes WMS und MES betreibt und wie das Team agile Anpassungen ermöglicht

Daten nutzen statt nur sammeln: Wie Qualitätssicherung, Industrial Engineering und Logistikplanung von Echtzeitdaten profitieren 

Ausblick: Wo die Grenzen aktueller Automatisierung liegen, welche Potenziale KI und Machine Learning für Planung und Steuerung bieten und warum die enge Verzahnung von IT, IE und QM im Werk entscheidend ist 

Folge gerne Christoph Scheufler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christoph-scheufler-33b676114/

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46 Minuten
Über eine Schicht hinweg verliert eine Montagelinie schnell 30 bis 60 Minuten, ohne dass es im Werk jemand sieht. 

In dieser Episode spricht Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO des Berliner KI-Startups Almetra, mit Host Tobias Herwig darüber, wie KI und Kameras endlich Transparenz in manuelle Prozesse bringen und wie du damit echte Wertschöpfung sicherst.

- Warum Zeitstudien und reine Output-Zahlen häufig nicht zeigen, wo in manuellen Prozessen tatsächlich Zeit verloren geht.

- Wie Du mit einem klaren Engpass startest, eine belastbare Ausgangslage schaffst und zunächst einfache Potenziale in der Linie identifizierst.

- Wie KI-gestützte Videoanalyse Arbeitsanteile, Unterbrechungen, Materialwege und Zykluszeiten über mehrere Schichten hinweg sichtbar macht.

- Warum eine getrennte technische Integration und ein klarer Umgang mit Datenschutz entscheidend für die Akzeptanz auf dem Shopfloor sind.

- Wie Du aus den Daten neue Standards ableitest, Verbesserungen im Shopfloor-Management stabil hältst und Linienverantwortliche mit konkreten Hinweisen unterstützt.

- Wie visuelle Daten Störungsursachen an automatisierten Anlagen erklären und die Grundlage für Ressourcenplanung sowie weitere Automatisierung schaffen.

Diese Folge liefert dir konkrete Einblicke, wie du mit KI und Daten aus der Blackbox Montage einen echten Hebel für die Wettbewerbsfähigkeit deines Werks machst.

Vernetze dich gerne mit Max Fischer auf LinkedIn:

https://www.linkedin.com/in/maximilianpfischer/

-- Wichtige Infos aus der Episode --

Die Folge ist für Werkleiter, Produktionsleiter und Lean-Verantwortliche, die manuelle Montage im Standortwettbewerb mit Polen und Tschechien halten müssen. Zum Datenschutz sagt Fischer: Rohvideos werden lokal ausgewertet und gelöscht, Werte über mindestens eine Stunde gemittelt, und das System identifiziert keine Person.

Die wichtigsten Aussagen aus dem Video:

- Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO von Almetra, sagt, dass über eine Schicht hinweg schnell 30 bis 60 Minuten an einer Montagelinie verloren gehen.

- Die ersten rund 10 Prozent Produktivität holt Maximilian Fischer über organisatorische Themen und nicht über die Analyse einzelner Arbeitsschritte nach MTM.

- Almetra sieht bei seinen Kunden typischerweise 10 bis 20 Prozent mehr Produktivität durch KI-gestützte Transparenz in der manuellen Montage.

- Maximilian Fischer hält den Eins-zu-eins-Ersatz eines Montagearbeitsplatzes durch humanoide Roboter für unrealistisch und rechnet mit 30 bis 40 Prozent automatisierbarer Tätigkeiten je Arbeitsplatz.

Fragen, die dieses Video beantwortet:

Frage: Wie viel Produktivität lässt sich in der manuellen Montage mit KI-Bildverarbeitung heben?

Antwort: Maximilian Fischer, Co-Founder und CEO von Almetra, nennt im Fabrik der Zukunft Podcast 10 bis 20 Prozent. Die ersten rund 10 Prozent kommen aus organisatorischen Themen, nicht aus der Optimierung einzelner Handgriffe.

Frage: Wie lange dauert es, bis Kameras und KI in einer Montagelinie erste Daten liefern?

Antwort: Die Hardware ist laut Maximilian Fischer in ein bis zwei Tagen installiert. Danach vergehen zwei bis drei Wochen, bis die Modelle je Station trainiert sind und die Linie belastbare Daten liefert.

Frage: Wie löst man Datenschutz und Betriebsrat bei Kameras am Arbeitsplatz?

Antwort: Technisch werden Rohvideos lokal ausgewertet und gelöscht und Werte über mindestens eine Stunde gemittelt. Organisatorisch gehört der Betriebsrat laut Fischer ins Projektteam, und die Mitarbeiter bekommen selbst Zugang zu den Auswertungen.

Frage: Wer ist Maximilian Fischer?

Antwort: Maximilian Fischer ist Co-Founder und CEO von Almetra, dem Berliner Startup für KI-Bildverarbeitung in Produktion und Montage, das bis Juni 2026 Deltia hiess. Vorher hat er ein Startup für Produktionsleitsysteme aufgebaut und war damit vor über fünf Jahren in Episode 22 von "Fabrik der Zukunft" zu Gast.

-- Links zum Host und Podcst --

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46 Minuten
Wie automatisierst du Büro- und Managementprozesse rund um deine Produktion, ohne in einer Schatten-IT 2.0 zu landen? Entscheidend ist nicht das neueste KI-Tool, sondern die Frage, welcher Prozess zuverlässig standardisiert werden muss, wo Flexibilität gefragt ist und welche Lösung tatsächlich schnell Wert schafft. 

Christoph Pacher, Host des Podcasts „State of Process Automation“, ordnet gemeinsam mit Host Tobias Herwig ein, wie Produktionsverantwortliche Agentic AI, Low-Code, Vibe Coding, klassische Automatisierung und Standardsoftware sinnvoll einsetzen können: 

- Warum gerade indirekte Prozesse in Qualitätsmanagement, Instandhaltung, Planung, Steuerung und Management großes Automatisierungspotenzial bieten, 

- wie KI-Agenten Prozesse durch laufende Lernschleifen weiterentwickeln und sich von klassischen Assistenten unterscheiden, 

- nach welchen Kriterien du zwischen Standardsoftware, Low-Code, Eigenentwicklung und Agentic AI entscheidest, 

- wie Vibe Coding schnelle Prototypen ermöglicht und die Zeit bis zum ersten nutzbaren Ergebnis verkürzt, 

- wie Projektagenten Margen schützen und Wissensagenten Erfahrungswissen ausscheidender Mitarbeitender sichern können, 

- welche Rolle Daten, Werkzeuge, Fähigkeiten, Systemanweisungen, Governance sowie das Zusammenspiel von Fachbereich und IT spielen. 

Vernetze dich gerne mit Christoph Pacher auf LinkedIn: 

https://www.linkedin.com/in/pacherchristoph/ 

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Über diesen Podcast

Inspirationen für die Produktion und Logistik von morgen!  Die Fabriken von heute sind im massiven Wandel. Mein Anliegen ist es den produzierenden Unternehmen und Führungskräften in der Produktion dabei zu helfen Vorreiter zu sein. Damit das klappt, biete ich eine Plattform für mutige Ideen, clevere Konzepte und smarte Technologien. Mein Name ist Tobias Herwig und ich bin in der Fabriken der Welt unterwegs. Ich unterhalte mich mit spannenden Persönlichkeiten, Verantwortlichen in der Fabrik, Pionieren und Technologie-Experten über die Fabrik von morgen.  Wir reden über Best Practices, über Zukunftsvisionen, aber auch über Stolpersteine und den kürzesten Weg zur digitalen Produktion. In tiefgehenden Gesprächen schauen wir hinter die Buzzwörter "Industrie 4.0", "Smart Manufacturing", "IIoT", "Green Factory" oder "Digitale Fabrik". Dabei diskutieren wir über digitale Werkzeuge, innovative Technologien und Software, smarte Konzepte, konkrete Anwendungsfälle und den nötigen Mut, um das alles voranzubringen.  Alle COOs, Werkleiter, Produktionsmanager, Fabrikplaner, Lean-Manager oder Innovatoren und jeder der Verantwortung für die Fabrik der Zukunft übernehmen will, ist herzlich Willkommen! 
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