Podcaster
Episoden
05.03.2026
49 Minuten
In dieser Folge von „Culture To Go“ spricht Moderatorin Anja Schöpe mit dem Historiker und Autor Dr. Christopher Spatz über das Schicksal der ostpreußischen Wolfskinder und sein Buch „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“. Die Episode rückt ein lange übersehenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte in den Fokus und zeigt, wie Hunger, Verlust und Entrechtung das Leben Tausender Kinder bestimmten. Dr. Christopher Spatz prägte ergänzend den Begriff der „Hungerkinder“ für jene jüngeren Kinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg andere Leidenswege erlebten, etwa in sowjetischen Waisenhäusern. Für seine Forschung führte er rund 55 Interviews mit Betroffenen. Da kaum Fotografien existieren, stehen ihre Stimmen im Mittelpunkt – eingebettet in eine historische Einordnung. „Man kann diese Geschichte nicht allein in Zahlen erzählen“, sagt Dr. Christopher Spatz im Podcast. Die Folge thematisiert das Spannungsfeld zwischen Erinnern und Schweigen sowie Fragen von Identität und Heimat – und macht deutlich, warum diese Biografien bis heute von Bedeutung sind.
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18.12.2025
58 Minuten
Räume gegen das Vergessen – so lautet der Titel der aktuellen Folge des BdV-Podcasts Culture to Go. Moderatorin Anja Schöpe spricht mit dem Historiker und Dramaturgen Peter Wellach (Studio Beier + Wallach) über den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen. Die Folge zeigt, wie Geschichte dort räumlich erfahrbar wird – durch Originalarchitektur, ausgewählte Exponate und persönliche Zeitzeugenberichte – und warum Erinnerungskultur heute ein zentraler Baustein demokratischer Bildung ist.Peter Wellach ist Historiker und Dramaturg sowie Mitbegründer des Berliner Studios Beier & Wellach. Er gilt als ausgewiesener Experte für erinnerungskulturelle Vermittlung und verantwortete unter anderem die Konzeption der Dauerausstellung am Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, einem zentralen Ort deutscher Nachkriegsgeschichte.
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08.08.2025
46 Minuten
In dieser Folge steht ein Thema im Mittelpunkt, das aktueller nicht sein könnte. Wir fragen uns gemeinsam mit Frau Annette Wetekam, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, demokratische Werte zu festigen und dem wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland entgegenzuwirken. Dreh- und Angelpunkt der Folge ist der Mord an Dr. Walter Lübcke im Jahr 2019, der als Zäsur im gesellschaftlichen Bewusstsein gegenüber erstarkendenrechtsextremistischen Strömungen gilt.
Moderatorin Anja Schöppe spricht mit Annette Wetekam (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, über ihren politischen Werdegang, ihre aktuellen Aufgaben und über die Rolle, die Erinnerungskultur für eine offene, widerstandsfähige Demokratie spielt.
Annette Wetekam betont, dass der politisch motivierteMord an Walter Lübcke ein Schock und ein Wendepunkt gewesen sei. Er habe deutlich gemacht, wie verletzlich die demokratische Ordnung sei. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, aufzustehen, Haltung zu zeigen und die Werte der Verfassung entschlossen zu verteidigen.
Die Folge beleuchtet dabei die Arbeit des einzigartigen Unterausschusses im Hessischen Landtag, der sich mit der Aufarbeitung und Würdigung der Schicksale von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern befasst. Dabei wird deutlich, wie die Erfahrungen von Flucht, Verlust und Neuanfang bis heute wertvolle Impulse für Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Bildung liefern.
Die Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung sieht darin einen Schlüssel für die Zukunft:„Erinnerungskultur ist kein Rückblick – sie ist Wegweiser. Sie hilft, Brücken zu schlagen, Vertrauen zu stärken und Ausgrenzung vorzubeugen.“ Konkrete Formate, die als Wegweiser für die Zukunft dienen, sind zum Beispiel Onlineportale und Schulprojekte mit Zeitzeugen und digitalen Lehrangeboten, der 2022 etablierte Fachbereich 04 – „Historische Erinnerung und kulturelles Erbe, Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen seit 1945“ – an der Justus-Liebig-Universität in Gießen oder die Förderung von Museen und Ausstellungen, wie etwa einer neuen Ausstellung des Freilichtmuseums Hessenparkin Neu-Anspach.
Moderatorin Anja Schöppe spricht mit Annette Wetekam (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, über ihren politischen Werdegang, ihre aktuellen Aufgaben und über die Rolle, die Erinnerungskultur für eine offene, widerstandsfähige Demokratie spielt.
Annette Wetekam betont, dass der politisch motivierteMord an Walter Lübcke ein Schock und ein Wendepunkt gewesen sei. Er habe deutlich gemacht, wie verletzlich die demokratische Ordnung sei. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, aufzustehen, Haltung zu zeigen und die Werte der Verfassung entschlossen zu verteidigen.
Die Folge beleuchtet dabei die Arbeit des einzigartigen Unterausschusses im Hessischen Landtag, der sich mit der Aufarbeitung und Würdigung der Schicksale von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern befasst. Dabei wird deutlich, wie die Erfahrungen von Flucht, Verlust und Neuanfang bis heute wertvolle Impulse für Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Bildung liefern.
Die Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung sieht darin einen Schlüssel für die Zukunft:„Erinnerungskultur ist kein Rückblick – sie ist Wegweiser. Sie hilft, Brücken zu schlagen, Vertrauen zu stärken und Ausgrenzung vorzubeugen.“ Konkrete Formate, die als Wegweiser für die Zukunft dienen, sind zum Beispiel Onlineportale und Schulprojekte mit Zeitzeugen und digitalen Lehrangeboten, der 2022 etablierte Fachbereich 04 – „Historische Erinnerung und kulturelles Erbe, Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen seit 1945“ – an der Justus-Liebig-Universität in Gießen oder die Förderung von Museen und Ausstellungen, wie etwa einer neuen Ausstellung des Freilichtmuseums Hessenparkin Neu-Anspach.
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30.06.2025
40 Minuten
Im Juni 2025 wurde in Gießen der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager (NAL) Gießen eröffnet. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer Dr. Florian Greiner, über die Bedeutung und Geschichte des NAL Gießen für unsere heutige Gesellschaft. Das NAL Gießen stellt einen einzigartigen und neuen Ort für politische Bildung und gelebte Erinnerungskultur dar. Gießen war von 1945 – 1990 für ca. 900.000, bis über eine Million Menschen die erste Anlaufstelle nach ihrem Aufbruch in die freie Welt. Der Ort diente bis 2018 als Erstaufnahmeeinrichtung für weitere Menschen aus aller Welt. Gießen galt als „Tor zur Freiheit“ und musste sich über die Jahre immensen politischen Aufgaben und Druck stellen. Während in den ersten Jahren der Nachkriegszeit zuerst noch Heimatvertriebene und Flüchtlinge – überwiegend aus dem Sudetenland – aufgenommen und vermittelt wurden, kamen ab 1947 zunehmend „illegale“ Flüchtlinge aus der Sowjetischen Besatzungszone und später auch der DDR durch Gießen. Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen stellt die Probleme der Geflüchteten im umfassenden gesellschaftlichen Kontext dar. Wie wichtig der Ort für Demokratiebildung und Erinnerungskultur ist, zeigen wir euch hier: https://www.youtube.com/watch?v=Px67JAb4VGc oder hier: https://open.spotify.com/episode/3EUy08fCKBsnWoNiTs2p8R?si=d3a543b1236246ac
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05.05.2025
32 Minuten
In dieser ersten Folge CULTURE TO GO im Jahr 2025, stellt der BdV Landesverband Hessen sich selbst, dem hessischen Minister des Innern, Prof. Dr. Roman Poseck und dem hessischen Beauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Andreas Hofmeister eine Reihe von Fragen. Ausgangspunkt der Fragestellungen, sind die Leitworte "Erinnern - Bewahren - Gestalten" vor dem Hintergrund der Bundestagswahl im Februar 2025. Welche Möglichkeiten,Wünsche und Aufgaben das Land Hessen und den BdV Landesverband in Zukunft erwarten und was wir aus der Vergangenheit lernen können, kann hier angehört werden.
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Über diesen Podcast
CULTURE TO GO ist der Interview-Podcast des BdV-Landesverbands
Hessen zu Zeitgeschichte und Politik. Es geht um Themen wie Flucht,
Vertreibung und Aussiedlung, aber auch um das deutsche Kulturerbe
im östlichen Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei Gespräche mit
Zeitzeugen, deren Enkeln oder Experten auf dem Gebiet. Das
Ergebnis? Spannende Dialoge, bewegende Geschichten und neue
Erkenntnisse zum heutigen Europa. Gefördert vom Hessischen
Ministerium des Innern und für Sport und vom Hessischen Ministerium
des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.
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Wiesbaden
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