CULTURE TO GO

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BdVHessen

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Wiesbaden

Episoden

Erinnern für die Freundschaft: Was deutsch-polnische Geschichte heute bedeutet
27.05.2026
54 Minuten
In dieser Folge von „Culture To Go“ spricht Moderatorin Anja Schöpe mit Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, über die deutsch-polnischen Beziehungen und ihre Bedeutung für Erinnerungskultur und europäische Verständigung. Die Episode beleuchtet, warum Polen trotz seiner geografischen Nähe und engen historischen Verbindungen für viele Menschen in Deutschland lange Zeit kaum auf der „inneren Landkarte“ präsent war. Prof. Dr. Peter Oliver Loew schildert dabei auch seinen persönlichen Zugang zum Thema: Eine Reise nach Polen im Jahr 1989 weckte sein Interesse an dem Land und prägte seinen weiteren beruflichen Weg. Im Gespräch geht es zudem um die Arbeit des Deutschen Polen-Instituts und Projekte wie „PolenMobil“, die jungen Menschen Zugänge zu Sprache, Geschichte und Kultur Polens eröffnen. „Europa funktioniert nur, wenn man einander kennt und wenn man die Nachbarn kennt, mit denen man einen Teil dieses Kontinents teilt“, sagt Prof. Dr. Peter Oliver Loew im Podcast. Die Folge thematisiert außerdem die deutsch-polnische Erinnerungskultur, unterschiedliche Perspektiven auf die gemeinsame Geschichte sowie die Frage, wie Erinnern und Verständigung heute gestaltet werden können.
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Wolfskinder und Waisenseelen: Kindheit im Schatten des Krieges
05.03.2026
49 Minuten
In dieser Folge von „Culture To Go“ spricht Moderatorin Anja Schöpe mit dem Historiker und Autor Dr. Christopher Spatz über das Schicksal der ostpreußischen Wolfskinder und sein Buch „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“. Die Episode rückt ein lange übersehenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte in den Fokus und zeigt, wie Hunger, Verlust und Entrechtung das Leben Tausender Kinder bestimmten. Dr. Christopher Spatz prägte ergänzend den Begriff der „Hungerkinder“ für jene jüngeren Kinder, die nach dem Zweiten Weltkrieg andere Leidenswege erlebten, etwa in sowjetischen Waisenhäusern. Für seine Forschung führte er rund 55 Interviews mit Betroffenen. Da kaum Fotografien existieren, stehen ihre Stimmen im Mittelpunkt – eingebettet in eine historische Einordnung. „Man kann diese Geschichte nicht allein in Zahlen erzählen“, sagt Dr. Christopher Spatz im Podcast. Die Folge thematisiert das Spannungsfeld zwischen Erinnern und Schweigen sowie Fragen von Identität und Heimat – und macht deutlich, warum diese Biografien bis heute von Bedeutung sind.
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Räume gegen das Vergessen: Erinnerungen gestalten - Ausstellung, Emotion und gesellschaftlicher Auftrag
18.12.2025
58 Minuten
Räume gegen das Vergessen – so lautet der Titel der aktuellen Folge des BdV-Podcasts Culture to Go. Moderatorin Anja Schöpe spricht mit dem Historiker und Dramaturgen Peter Wellach (Studio Beier + Wallach) über den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen. Die Folge zeigt, wie Geschichte dort räumlich erfahrbar wird – durch Originalarchitektur, ausgewählte Exponate und persönliche Zeitzeugenberichte – und warum Erinnerungskultur heute ein zentraler Baustein demokratischer Bildung ist.Peter Wellach ist Historiker und Dramaturg sowie Mitbegründer des Berliner Studios Beier & Wellach. Er gilt als ausgewiesener Experte für erinnerungskulturelle Vermittlung und verantwortete unter anderem die Konzeption der Dauerausstellung am Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, einem zentralen Ort deutscher Nachkriegsgeschichte.
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Nach Walter Lübcke: Wie Erinnerungskultur Rechtsextremismus entgegenwirken kann
08.08.2025
46 Minuten
In dieser Folge steht ein Thema im Mittelpunkt, das aktueller nicht sein könnte. Wir fragen uns gemeinsam mit Frau Annette Wetekam, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, demokratische Werte zu festigen und dem wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland entgegenzuwirken. Dreh- und Angelpunkt der Folge ist der Mord an Dr. Walter Lübcke im Jahr 2019, der als Zäsur im gesellschaftlichen Bewusstsein gegenüber erstarkendenrechtsextremistischen Strömungen gilt.


 


Moderatorin Anja Schöppe spricht mit Annette Wetekam (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags und Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, über ihren politischen Werdegang, ihre aktuellen Aufgaben und über die Rolle, die Erinnerungskultur für eine offene, widerstandsfähige Demokratie spielt.


 


Annette Wetekam betont, dass der politisch motivierteMord an Walter Lübcke ein Schock und ein Wendepunkt gewesen sei. Er habe deutlich gemacht, wie verletzlich die demokratische Ordnung sei. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, aufzustehen, Haltung zu zeigen und die Werte der Verfassung entschlossen zu verteidigen.


Die Folge beleuchtet dabei die Arbeit des einzigartigen Unterausschusses im Hessischen Landtag, der sich mit der Aufarbeitung und Würdigung der Schicksale von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern befasst. Dabei wird deutlich, wie die Erfahrungen von Flucht, Verlust und Neuanfang bis heute wertvolle Impulse für Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Bildung liefern.  


Die Vorsitzende des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung sieht darin einen Schlüssel für die Zukunft:„Erinnerungskultur ist kein Rückblick – sie ist Wegweiser. Sie hilft, Brücken zu schlagen, Vertrauen zu stärken und Ausgrenzung vorzubeugen.“ Konkrete Formate, die als Wegweiser für die Zukunft dienen, sind zum Beispiel Onlineportale und Schulprojekte mit Zeitzeugen und digitalen Lehrangeboten, der 2022 etablierte Fachbereich 04 – „Historische Erinnerung und kulturelles Erbe, Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen seit 1945“ – an der Justus-Liebig-Universität in Gießen oder die Förderung von Museen und Ausstellungen, wie etwa einer neuen Ausstellung des Freilichtmuseums Hessenparkin Neu-Anspach.
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Gießens "Tor zur Freiheit" - Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager (NAL) Gießen
30.06.2025
40 Minuten
Im Juni 2025 wurde in Gießen der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager (NAL) Gießen eröffnet. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer Dr. Florian Greiner, über die Bedeutung und Geschichte des NAL Gießen für unsere heutige Gesellschaft. Das NAL Gießen stellt einen einzigartigen und neuen Ort für politische Bildung und gelebte Erinnerungskultur dar. Gießen war von 1945 – 1990 für ca. 900.000, bis über eine Million Menschen die erste Anlaufstelle nach ihrem Aufbruch in die freie Welt. Der Ort diente bis 2018 als Erstaufnahmeeinrichtung für weitere Menschen aus aller Welt. Gießen galt als „Tor zur Freiheit“ und musste sich über die Jahre immensen politischen Aufgaben und Druck stellen. Während in den ersten Jahren der Nachkriegszeit zuerst noch Heimatvertriebene und Flüchtlinge – überwiegend aus dem Sudetenland – aufgenommen und vermittelt wurden, kamen ab 1947 zunehmend „illegale“ Flüchtlinge aus der Sowjetischen Besatzungszone und später auch der DDR durch Gießen. Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen stellt die Probleme der Geflüchteten im umfassenden gesellschaftlichen Kontext dar. Wie wichtig der Ort für Demokratiebildung und Erinnerungskultur ist, zeigen wir euch hier: https://www.youtube.com/watch?v=Px67JAb4VGc oder hier: https://open.spotify.com/episode/3EUy08fCKBsnWoNiTs2p8R?si=d3a543b1236246ac
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Über diesen Podcast

CULTURE TO GO ist der Interview-Podcast des BdV-Landesverbands Hessen zu Zeitgeschichte und Politik. Es geht um Themen wie Flucht, Vertreibung und Aussiedlung, aber auch um das deutsche Kulturerbe im östlichen Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei Gespräche mit Zeitzeugen, deren Enkeln oder Experten auf dem Gebiet. Das Ergebnis? Spannende Dialoge, bewegende Geschichten und neue Erkenntnisse zum heutigen Europa. Gefördert vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und vom Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.
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