Podcaster
Episoden
08.01.2026
16 Minuten
In dieser Episode des Brettspiel News Podcasts ist Erik zu Gast,
der mit Wyrmgold im kommenden Jahr sein erstes Spiel
veröffentlichen will. Aufgenommen wurde das Gespräch auf der
SPIEL in Essen, am Stand des Spielezentrums Herne. Dort spricht
Erik über die Entstehung von Believe in me, please und den Weg
von der ersten Idee bis zur geplanten Veröffentlichung 2026.
Interviewer ist Daniel.
Entwickelt wurde der Titel von einem Trio aus Erik sowie Cornel
und Hennecke. Ausgangspunkt waren gemeinsame Gespräche über
Brettspiele und darüber, welche Art Erlebnis am Tisch entstehen
soll. Im Kern versetzt Believe in me, please die Spielenden in
die Rolle von Göttern, die um Gläubige ringen. Nach Eriks
Schilderung stand das Thema früh fest, bevor einzelne Mechaniken
konkret ausformuliert wurden. Die Gottheiten sind dabei für
Naturphänomene zuständig, die im Spielverlauf beansprucht und
genutzt werden können. Als Tonvorbilder nennt Erik humoristische
Einflüsse, unter anderem Terry Pratchett und Monty Python.
Auch die Verlagssuche ist Teil des Gesprächs. Erik beschreibt,
dass es zunächst sehr unterschiedliche Reaktionen gab, von
Zurückhaltung bis deutlichem Interesse. Am Ende habe sich mit
Wyrmgold ein Partner gefunden, der die Grundidee verstanden und
das Projekt begleiten wollte.
Beim Blick auf den Spielablauf geht es vor allem um Interaktion
und Entscheidungen unter Zeitdruck am Tisch. Nach Eriks Angaben
kombiniert Believe in me, please mehrere bekannte Bausteine wie
Tableau Building und Deck Building. Zusätzlich soll ein
verdeckter Stichmechanismus enthalten sein. Über ausgespielte
Karten werden Naturphänomene beansprucht, die eigene Gottheit
weiter ausgebaut und zugleich die Pläne der anderen im Blick
behalten. Ein zentraler Anspruch in der Entwicklung sei gewesen,
Downtime zu begrenzen, damit die Partien in Bewegung bleiben und
Reaktionen auf gegnerische Züge möglich sind.
Zur Gestaltung nennt Erik die Illustratorin Maren, die auch an
Pagan gearbeitet hat. Für 2026 ist die Veröffentlichung
angesetzt, bis dahin wird laut Erik weiter getestet und am
Feinschliff gearbeitet.
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05.01.2026
23 Minuten
In einer neuen Folge des Brettspiel News Podcasts ist Johannes zu
Gast, früher Teil des Teams und inzwischen hauptberuflich in der
Brettspielentwicklung tätig. Das Gespräch entsteht direkt vor Ort
auf der SPIEL in Essen, am Stand des Spielezentrums Herne, und
nutzt die Messekulisse als Ausgangspunkt, um über Neuheiten und
beobachtete Branchentrends zu sprechen. Interviewer ist
Daniel.
Naishi als Zwei Personen Spiel mit offener Auslage
Zum Einstieg stellt Johannes das Zwei Personen
Spiel Naishi vor. Thematisch ist es im feudalen Japan verortet
und setzt auf strategisches Hand Management sowie Set Collection.
Im Kern geht es darum, die eigene Provinz über Karten aufzubauen.
Dafür werden Karten aus einer offenen Auslage und aus der eigenen
Hand genutzt, wobei Entscheidungen nicht nur die eigene Wertung
beeinflussen, sondern auch mit Blick auf den Zugrhythmus der
Gegenseite getroffen werden müssen.
Johannes beschreibt dabei einen Spannungsbogen aus Punkteaufbau
und Schadensbegrenzung. Wer effizient sammelt, kann
Wertungsketten vorbereiten, gleichzeitig wird aber immer wieder
abgewogen, welche Optionen dem Gegenüber geöffnet werden und wie
sich Minuspunkte vermeiden lassen. Ergänzend kommen
Spezialaktionen ins Spiel, die einzelne Spielzüge gezielt
verschieben können und laut Johannes für zusätzliche Dynamik
sorgen.
Auch die Gestaltung ist Thema. Johannes verweist auf die
Illustrationen von Marine Los Co., die dem Titel eine klare
Atmosphäre geben und den japanischen Rahmen visuell tragen.
Mythwind erhält eine Erweiterung mit mehr
Miteinander
Nach Naishi richtet sich der Blick auf Mythwind und eine neue
Erweiterung. Johannes ordnet Mythwind als Sandbox Spiel ein, das
bislang eher solitär geprägt war, nun aber zusätzliche
Interaktionsmöglichkeiten zwischen Spielenden und Figuren
erhalten soll. Im Gespräch stehen vor allem Elemente, die
Beziehungen im Dorf stärker betonen, etwa das Aufbauen von
Verbindungen zwischen Dorfbewohnern und das gemeinsame Erleben
von Ereignissen, die Freundschaften im Spielkontext
abbilden.
Die Erweiterung wird dabei als Schritt beschrieben, der das
bisherige Spielgefühl um eine deutlichere soziale Ebene ergänzt,
ohne den offenen, freien Charakter des Grundspiels
aufzugeben.
Neuheiten von Board Game Circus und beobachtete
Trends
Im weiteren Verlauf geht es auch um Neuheiten aus dem Umfeld von
Board Game Circus und um Tendenzen, die Johannes auf der Messe
wahrnimmt. Genannt wird unter anderem eine wachsende Präsenz von
Zwei Personen Spielen, die nicht nur als reines Duell gedacht
sind, sondern unterschiedliche Genres abdecken.
Als Beispiel kommt Deep Regrets zur Sprache, das Horror Elemente
mit einer humorvoll inszenierten Darstellung kombiniert. Johannes
hebt dabei vor allem Designentscheidungen hervor, die thematische
Reibung bewusst einsetzen, und ordnet dies in eine breitere
Entwicklung ein, in der Tonalität und Illustration stärker als
eigener Teil des Spielerlebnisses verstanden werden.
Einblicke in Arbeit und
Zusammenarbeit
Neben den Spielen selbst öffnet das Gespräch auch den Blick
hinter die Kulissen. Johannes beschreibt seine Erfahrungen im
Umfeld von Board Game Circus, spricht über Zusammenarbeit mit
Autorinnen und Autoren sowie Illustratoren und ordnet ein, welche
Rolle Abstimmung, Entwicklungsschritte und Teamarbeit in der
Entstehung neuer Projekte spielen. Entlang dieser Stationen
entsteht ein Messegespräch, das sowohl Neuheiten streift als auch
zeigt, wie stark Trends, Produktion und kreative Entscheidungen
in der Praxis miteinander verzahnt sind.
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02.01.2026
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge von Brettspiel News Talk steht „Jurassic Crisis“
im Mittelpunkt. Das Survival Brettspiel von Sperling Games setzt
auf eine Dinosaurier Insel als Schauplatz und greift laut
Gespräch mehrere Motive auf, die viele aus digitalen Survival
Spielen kennen, darunter Sammeln und Verwalten von Ressourcen,
Crafting sowie das Zähmen von Dinosauriern. Zu Gast ist Andi von
Sperling Games, der das Projekt entwickelt hat und gemeinsam mit
Thomas und Stephan über Idee, Mechaniken und den Weg zur
Veröffentlichung spricht. Zur Gamefound
Kampagne.
Im Kern starten die Personen am Tisch ohne nennenswerte
Ausstattung und bauen ihre Überlebensgrundlage Schritt für
Schritt auf. Dafür werden Rohstoffe beschafft, Aufträge
abgearbeitet und Ausrüstung hergestellt. Ein zentrales Element
ist dabei das Crafting, das sich als roter Faden durch die
Partien zieht und Entscheidungen über Prioritäten, Risiko und
Timing verlangt. Ergänzt wird das durch Begegnungen mit
Dinosauriern, die nicht nur als Gefahr auftreten, sondern auch
gezähmt werden können und damit neue Optionen eröffnen.
Interessant ist zudem die Ausrichtung als Teamspiel mit eigenen
Zielen. Im Spielverlauf arbeiten die Beteiligten zusammen, sind
aber zugleich in Konkurrenz, weil jede Person eigene Vorgaben
verfolgt. Diese Konstruktion soll dafür sorgen, dass Absprachen
wichtig bleiben, ohne dass alle Entscheidungen vollständig
gemeinsam getroffen werden. Für zusätzliche Bewegung im Ablauf
sorgen Ereigniskarten und wechselnde Situationen auf der Insel,
die laut Gespräch immer wieder neue Aufgaben und
Herausforderungen setzen.
Andi beschreibt außerdem den Hintergrund der Figuren. Zu Beginn
wählt jede Person einen eigenen Charakter mit individueller
Geschichte und besonderen Fähigkeiten. Die Charaktere stammen aus
unterschiedlichen Zeitepochen und sind auf der mysteriösen Insel
gestrandet. Über die Partien hinweg sollen so nach und nach mehr
Informationen über die Insel, ihre Gefahren und ihre
Besonderheiten sichtbar werden.
Auch die Entwicklung von „Jurassic Crisis“ ist Thema. Erste Ideen
reichen laut Andi bis 2017 zurück. Seitdem wurde der Entwurf
wiederholt angepasst, um ein Gleichgewicht zwischen Komplexität
und einem gut steuerbaren Spielfluss zu finden. Dabei spielten
Testpartien und Rückmeldungen aus der Community eine wichtige
Rolle, die im Gespräch als kontinuierliche Begleitung des
Projekts beschrieben werden.
Mit Blick auf die Veröffentlichung ist eine Crowdfunding Kampagne
geplant, die im Gespräch für Juni 2024 genannt wird. Dabei wird
betont, dass ein vollständig ausgearbeitetes Grundspiel im Fokus
stehen soll und nicht ein Konzept, das erst über nachträgliche
Inhalte fertiggestellt wird. Das Grundspiel ist laut Angaben für
1 bis 2 Personen vorgesehen, mit Erweiterungsoptionen bis zu 4
Personen.
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30.12.2025
1 Stunde 40 Minuten
In dieser Folge der Brettspiel-News Quiz-Show
geht es um den Titel „Quizmeister 2025“. Peter,
Tobi, Nils und Stefan treten in einem klar strukturierten Format
gegeneinander an: Sieben Runden, wechselnde Kategorien und pro
Frage mehrere Antwortmöglichkeiten. Für zusätzliche Spannung
sorgt, dass alle Kandidaten zwei Joker zur Verfügung haben, die
sie gezielt einsetzen können, wenn eine Frage zum Risiko wird.
Moderation: Daniel.
Den Auftakt macht eine Runde rund um „Catan“.
Hier werden sowohl historische Details als auch Regeln und
spielmechanische Aspekte abgefragt. Schnell zeigt sich: Es reicht
nicht, eine Antwort nur zu erahnen – wer sicher punkten will,
muss Wissen abrufen und im Zweifel auch begründen können, warum
eine Jahreszahl oder Regelvariante plausibel ist.
Mit „Klecks für Klecks“ verschiebt sich der
Fokus stärker auf Brettspiel-Allgemeinwissen: etwa dazu, wie
viele Spiele ein bestimmter Illustrator gestaltet hat oder welche
Titel auf Plattformen wie BoardGameGeek besonders viele
Bewertungen gesammelt haben. Neben Faktenwissen spielt hier auch
ein Gefühl für die Szene mit hinein, weil sich manche Antworten
eher über Einordnung als über reines Auswendiglernen
nähern.
Dazwischen liegen Schätzfragen, die das Feld
regelmäßig neu sortieren: Verkaufszahlen, Größenordnungen und
Einschätzungen zu bekannten und weniger bekannten Titeln fordern
nicht nur Wissen, sondern auch ein gutes Maß für Zahlen und
Trends. Immer wieder entstehen dabei kurze Diskussionen am Tisch
– mal als Abgleich, mal als humorvoller Schlagabtausch, wenn sich
Begründungen widersprechen oder ein Joker plötzlich zum
entscheidenden Werkzeug wird.
Zum Abschluss wartet mit „Pixel-Brei“ eine
visuelle Runde: verpixelte Cover, schnelle Reaktionen und der
Vorteil für die Person, die zuerst den richtigen Titel erkennt.
Damit wird das Finale weniger zur Rechenaufgabe als zum direkten
Duell um Aufmerksamkeit und Wiedererkennung.
Am Ende entscheidet die Punktzahl über den Titel – und weil das
Feld eng beieinanderliegt, bleibt der Ausgang bis in die letzte
Runde offen. Die Episode verbindet Quiz-Struktur mit lockerer
Dynamik: Wissen steht im Mittelpunkt, getragen von Wortgefechten,
spontanen Allianzen und dem typischen Druck, wenn jede richtige
Antwort plötzlich doppelt zählt.
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25.12.2025
1 Stunde 32 Minuten
In dieser Episode des BSN-Teams-Podcasts sprechen wir über die
persönlichen Highlights und die Erlebnisse des Jahres 2025. Ich,
Sven, sitze zusammen mit Tobi, Philipp und Johanna, um unsere
eigenen Erfahrungen zu reflektieren und uns über unsere
Leidenschaft für Spiele auszutauschen.
Philipp erzählt von seinem Highlight, der Gründung eines lokalen
Spielevereins, Würfeljagd e.V., wo Brett- und Rollenspiele im
Mittelpunkt stehen. Für ihn war es eine wertvolle Erfahrung, die
Organisation eines Vereins kennenzulernen, ohne selbst in eine
der Ämterrollen schlüpfen zu müssen. Die Gespräche über die
Vorzüge des Vereinslebens und wie es den Austausch und die
Spielgemeinschaft stärkt, zeigen, wie wichtig solche sozialen
Strukturen für uns Spielbegeisterte sind. Auch die
Spielewochenenden mit der BSN-Redaktion waren für uns alle ein
großes Highlight.
Philipp hat besonders gute Erfahrungen mit dem Spiel „Deception:
Murder in Hong Kong“ gemacht, das sich als ideales Spiel für
größere Gruppen erwiesen hat. Johanna hat in diesem Jahr
zahlreiche Spieleabende organisiert, die sich um bestimmte Spiele
gruppiert haben, was einen deutlich besseren Spielfluss und eine
tiefere Einarbeitung in die Spiele ermöglicht hat. Besonders
hervorhebt sie ihre Abende zu „Terraforming Mars“, die sehr
erfolgreich waren. Sie bringt auch die Bedeutung hervor,
thematisches Essen zu den Spieleabenden zu servieren, um das
Spielerlebnis zu verbessern. Ihre Überlegungen zu musikalischer
Untermalung während der Spiele zeigen weiterhin, wie Genuss und
Atmosphäre beim Spielen wichtig sind.
Tobi enthüllt sein Highlight, den Stand der BSN-Redaktion auf der
Messe in Essen, wo er Neues entdeckt und Spielerfahrungen
austauschen konnte. Er berichtet auch von seinen
Crowdfunding-Kampagnen, die er in diesem Jahr gespielt hat, und
thematisiert die Herausforderungen, die sich beim Unterstützen
von Projekten ergeben können. Besonders das Spiel „Alice is
Missing“ hat ihm gefallen, wobei er die Verzögerungen bei der
Crowdfunding-Kampagne als frustrierend empfand. Er hebt auch
„Fromage“ hervor, ein Worker-Placement-Spiel, das schnell und
unterhaltsam ist, und seine erste Partie mit „The Old King's
Crown“, ein Spiel voller strategischer Tiefe und einzigartiger
Illustrationen.
Nicht zuletzt teilen wir die Vorfreude auf Spiele, die 2026
herauskommen könnten. Philipp ist gespannt auf „Old King's Crown“
und die Erweiterung von „Slay the Spire“. Johanna hat ein Auge
auf die „Downfall“-Erweiterung von "Slay the Spire" geworfen,
während ich mich auf die Erweiterung von „Feed the Kraken“ freue,
inklusive der zahlreichen neuen Module, die das Spiel spannender
und dynamischer machen sollen. Insgesamt spiegelt diese Episode
die Vielfalt unserer Spielerlebnisse, die Neugier auf neue Titel
und die große Freude am gemeinsamen Spielen wider, die uns alle
verbindet. Wir blicken erwartungsvoll auf das nächste Jahr und
die neuen Möglichkeiten, die es mit sich bringen wird.
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Über diesen Podcast
Brettspiel-News.de ist ein Online-Magazin rund um das Thema analoge
Spiele. Hier werden Brettspiele, Kartenspiele und digitale
Umsetzungen vorgestellt. In unserem Podcast führen wir Interviews
mit Verlagen, Autor:innen und anderen Personen aus der
Brettspiel-Branche, besprechen einzelne Spiele und diskutieren im
Team, zu zweit oder allein über alles rund um analoge Spiele.
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