AiB Audio - Podcast für erfolgreiche Betriebsratsarbeit Archiv
112 Episoden
29 Minuten
Wie können Betriebsräte die Nachhaltigkeit in ihren Unternehmen fördern? Was bedeutet Corporate Responsibility für die Beschäftigten und die Gesellschaft? Und welche Rolle spielen die verschiedenen Stakeholder dabei? Diese und weitere spannende Fragen diskutieren wir in der neuen Folge von AiB-Audio, dem Podcast für erfolgreiche Betriebsratsarbeit. Unsere heutige Gastgeberin ist Eva-Maria Stoppkotte, die verantwortliche Redakteurin der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“. Sie hat zwei Experten eingeladen, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und dazu auch ein Buch herausgegeben haben. Erfahre mehr über die Herausforderungen und Chancen von Corporate Responsibility in unserer aktuellen Folge von AiB-Audio.
25 Minuten
In dieser Folge beschäftigen wir uns mit einer der größten Herausforderungen für den Betriebsratsvorsitzenden: Wie kann er seine Rolle als Vorsitzender von seiner Rolle als Betriebsratsmitglied abgrenzen? Wie kann er diese Rolle ausfüllen, ohne sich mit den anderen zu überwerfen oder sich selbst zu überfordern? Wie kann er für eine gute Zusammenarbeit im Betriebsrat sorgen, die auf Vertrauen, Respekt und Kommunikation basiert? Um diese Fragen zu beantworten, hat Eva-Maria Stoppkotte, verantwortliche Redakteurin der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“ einen besonderen Gast eingeladen: Frank Baschab ist Freiberuflicher Berater und Trainer, Referent am IG-Metall Bildungszentrum Lohr-Bad Orb.
19 Minuten
Tarifverträge sind ein hohes Gut, denn sie sichern für die Beschäftigten verlässlich Entgelt, Urlaub- und Weihnachtsgeld und vieles mehr. Beim rheinland-pfälzischen Mineralwasserproduzenten Gerolsteiner waren immer mehr Mitarbeitende aus den geltenden Tarifverträgen herausgelöst worden. Aus Sicht des Betriebsrats hatten die wenigsten ATler jedoch etwas davon. Wie es dem Betriebsrat gelang, die ATler zurück in den Tarifvertrag zu führen, erfahrt ihr in diesem Podcast.
10 Minuten
Schichtarbeit ist für viele Beschäftigte mit hohen Belastungen verbunden. Das wirkt sich auf die Krankenstände aus und darauf, für diese Tätigkeiten qualifizierte Fachkräfte zu finden. Auch bei Essity Operations am Standort Neuss, wo Taschentücher und Toilettenpapier produziert werden, kennt man diese Problematik sehr gut. Hier stellte der Arbeitgeber den Antrag auf Durchfahrbetrieb – Arbeit in 5 Schichten in einer 7 Tage Woche. Der Betriebsrat nahm das zum Anlass, ein neues 5-Schichtmodell zu initiieren, das für beide Seiten eine Win-Win-Lösung ermöglicht.
21 Minuten
Für viele von uns scheint die Flutkatastrophe vom Juli 2021 bereits weit zurück zu liegen. Doch das gilt mit Sicherheit nicht für die Beschäftigten des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen AG, deren Werk in Ahrweiler innerhalb weniger Stunden fast drei Meter unter Wasser stand. Wie kann man den Wiederaufbau einer Produktion vor Ort anschieben, während viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum Teil dramatisch von der Flut betroffen sind? Und am Abend – nach der Arbeit – zum Wiederaufbau in das nasse, überflutete, verwüste Nachhause kommen, was vorher die eigenen vier Wände waren? Eva-Maria Stoppkotte spricht dazu mit zwei Betriebsräten von ZF, die hautnah und ganz persönlich von dieser Katastrophe und deren Auswirkungen berichten.
17 Minuten
Bei der Commerzbank war die Ausgangslage dramatisch. Der Vorstand der Bank wollte einmal mehr notwendige Kostensenkungen vor allem durch Beschäftigtenabbau realisieren. Zur Diskussion standen 10.000 Stellen. Darüber hinaus sollten fast alle Arbeitsplätze aufgrund geänderter Anforderungen neu besetzt werden. Betriebsräte, Belegschaft und Gewerkschaft waren alarmiert. Doch die Schockstarre hielt zum Glück nur kurz an. In einer konzertierten Aktion konnte die betriebliche Interessenvertretung eine Kaskade von Maßnahmen aufsetzen, um diese gewaltige Restrukturierung im Sinne der Beschäftigten mitzugestalten. Eva-Maria Stoppkotte im Gespräch mit dem Gesamt- und Konzernbetriebsvorsitzenden der Commerzbank, Uwe Tschäge.
33 Minuten
Im K+S Werk Werra werden untertägig Kalirohsalze gewonnen, die über Tage verarbeitet werden. 4.500 Menschen sind hier rund um die Uhr im Einsatz. Wenn im Bergbau das Wort Transformation fällt, dann sind Schließungsszenarien häufig der erste Gedanke. Nach verschiedenen Restrukturierungsmaßnahmen und vor dem Hintergrund des zunehmenden Drucks durch sich verschärfende ökologische Rahmenbedingungen nahm der Betriebsrat das Projekt „Zukunftssicherung“ proaktiv in Angriff. Welche Hebel die Betriebsräte in Bewegung gesetzt haben und wie sie schließlich ein Transformationsprojekt unter dem Namen „Werra 2060“ zutage förderten, darum dreht sich unsere heutige Folge von „AiB Audio – dem Podcast für erfolgreiche Betriebsratsarbeit“.
19 Minuten
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Kein Tag, an dem einen dieses Mega-Thema nicht auf irgendeinem Newsletter, in einer Seminar-Ankündigung oder einer allgemeinen Nachrichtenseite quasi anschreit. Doch was konkret ist KI überhaupt und was unterscheidet sie von klassischen, gelernten IT-Anwendungen? Spätestens dann, wenn Artifical Intelligence oder auf Deutsch KI in Betrieben zum Einsatz kommt, stellen sich unmittelbar viele drängende Fragen: Was sind die Auswirkungen auf Produktion und Betriebsabläufe, welche Risiken für die Mitbestimmung sind damit ggf. verbunden und welche Folgen hat das alles für die Beschäftigten? Auch für den Gesamtbetriebsrat von Siemens in München, wahrlich kein Technikfernes Gremium, gab es hier eine Menge Fragezeichen. Denn der KI-Begriff ist auch dort nicht eindeutig definiert und verbindliche Ansätze, dieses z.B. auf EU-Ebene einzufangen, fehlen immer noch. Doch das Gremium ließ sich davon nicht abhalten und ging seinen eigenen Weg, um KI für sich, die Mitarbeiter und die Mitbestimmung greifbarer zu machen.
20 Minuten
In Heilbronn stand die Belegschaft des traditionsreichen Knorr-Werkes mit dem Rücken zur Wand. Das Management des weltweit tätigen Unilever-Konzerns hatte entschieden, den Standort zu schließen. 650 Arbeitsplätze sollten ersatzlos gestrichen werden. Zu Beginn herrschte erwartungsgemäß Schockstarre. Doch Betriebsrat und Belegschaft kamen hier ganz schnell ans Machen. Was dazu alles nötig war und wie das Gremium hier konkret vorgegangen ist, erfahrt ihr von Eva-Maria Stoppkotte, verantwortliche Redakteurin der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“ und Thilo Fischer, Betriebsvorsitzender von Unilever in Heilbronn.
29 Minuten
Überlastung, Unterbesetzung, Mangel – richtig geraten: Es geht um die seit langem bestehenden Problem im Pflegebereich. Rückgehende Bewerberzahlen, geschlossene Fachabteilungen, ein Hamsterrad, aus dem scheinbar kaum ein Ausscheren möglich ist. Doch der Blick auf das für den Deutschen Betriebsräte-Preis 2023 nominierte Projekt aus dem Klinikum Aschaffenburg-Alzenau sorgt für mehr als nur einen Aha-Effekt. Der dortige Betriebsrat hat eine Pilotvereinbarung abgeschlossen, die einerseits neue Formen der Zusammenarbeit im Krankenhaus definiert. – Stichwort „New Work“ - Gleichzeitig achtete er aber sorgfältig darauf, dass bestehende Betriebsvereinbarungen und Tarifvereinbarungen nicht unterlaufen werden.
19 Minuten
Klimaschutz und Nachhaltigkeit enden nicht vor dem Werkstor, sondern betreffen nahezu alle Prozesse und damit mittel- und unmittelbar die Beschäftigten in Betrieben und Unternehmen. Der Handlungsbedarf ist immens – doch zu den drängenden Fragen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes gibt es immer noch keine betrieblichen Mitbestimmungs- und Initiativrechte. Für den Betriebsrat des Bildungs- und Betreuungsanbieters KBF im schwäbischen Mössingen, unweit von Tübingen gelegen, längst kein Grund, das Thema nicht auf die Agenda zu setzen. Wie sie geschickt über Bande gespielt haben und am Ende eine Betriebsvereinbarung zum betrieblichen Umweltschutz auf die Beine gestellt haben, erfahrt ihr in diesem AiB Audio - dem Podacst für erfolgreiche Betriebsratsarbeit.
17 Minuten
Arbeitsverdichtung und Überlastung sind nicht nur im Krankenhaus und in der Pflege regelmäßig Thema. Hier hat sich die Gefährdungsanzeige als probates Mittel erwiesen, um als Pflegender mögliche Haftungen im Falle der Überbelastung zu verhindern. Ein ganz anderes Ziel - nämlich die Beschäftigten vor Gesundheitsgefahren wegen Überlastung zu schützen – verfolgt der Betriebsrat der ArianeGroup (Raketenbauer). Ich bin heute im Gespräch mit BR-Vorsitzenden Andreas Juhls und Ralf Stege, Sprecher des Ausschusses für Arbeits- und Gesundheitsschutz und Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit über eine Betriebsvereinbarung, die Beschäftigte tatsächlich vor Überbelastung schützt.
27 Minuten
Teilzeit, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten – in Büroberufen ist das spätestens seit der Coronapandemie gang und gäbe. Nicht so in Unternehmen in denen rund um die Uhr gearbeitet werden muss – wie im Vollkontinuierlichen Schichtbetrieb. Hier werden Beschäftigte in Früh, Spät- und Nachschichten eingesetzt. Wie Schichtarbeit flexibler werden und hier sogar in Teilzeit gelingen kann und warum das für die Beschäftigten und das Unternehmen eine attraktive Lösung ist, bespreche ich heute mit Siegfried Hahn. Er ist BR-Vorsitzender bei INEOS Solvents Germany GmbH in Herne und mit seinem Projekt für den DBRP 2023 nominiert.
25 Minuten
Schon Loriot stellte fest: »Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos«. Doch gilt das auch für den Bürohund? Nach der Pandemie und der Rückkehr in Präsenz stellt sich für viele Beschäftigte die Frage, ob sie ihren Hund mit zur Arbeit nehmen dürfen. Dass Bürohunde einen Mehrwert zum Wohle von Menschen, Unternehmen und auch den vierbeinigen Freunden haben können, wird heute nicht mehr nur vom Bundesverband Bürohunde vertreten, sondern ist eine weit verbreitete arbeitswissenschaftliche Erkenntnis. Aber wie gehen Beschäftigte und Betriebsräte hier konkret vor? Eva-Maria Stoppkotte im Gespräch mit Thomas Berger, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin und Hundebesitzer.
25 Minuten
Die jüngste Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts hat die Zeiterfassung für Firmen und Betriebe als verpflichtend definiert. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten zu erfassen. Doch was gehört alles zur Arbeitszeit? Müssen auch Pausen erfasst werden? Mit welchen Systemen hat das zu erfolgen? Und wer überprüft das alles? Fragen rund um das Thema Arbeitszeit interessieren Beschäftigte wie Arbeitgeber brennend – deswegen muss der Betriebsrat hier umfassend informiert sein. Eva-Maria Stoppkotte, verantwortliche Redakteurin der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“, hat die ausgewiesene Expertin und Fachanwältin für Arbeitsrecht, Regina Steiner ans Mikrofon gebeten. Sie redet Klartext zum Thema Arbeitszeit.