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Episoden

1 Stunde 32 Minuten
Seit der Wahl in Sachsen-Anhalt dreht sich die Berichterstattung um die Frage: Was ist mit der sogenannten Mitte los? Gibt es sie noch? Warum erstarken die Ränder? Um diese Fragen zu besprechen, hat sich Jagoda Marinic den renommierten Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte eingeladen. Er ist bekannt als Experte, der nach Wahlsonntagen die Zahlen deutet und der sich über Wahlverhalten der Deutschen in klugen Büchern, Talkshows und als Politikberater Gedanken macht. Bei FREIHEIT DELUXE spricht Karl-Rudolf Korte mit Jagoda Marinić trotz der Verunsicherungen vor allem über Zuversicht. Demokratie muss in die Offensive kommen, wenn sie autoritären Kräften etwas entgegensetzen will. Wie das gelingen kann? Mit der besseren Party, oder wie Korte sagt: „mehr Wurst wagen! Zusammen mit Jagoda Marinić denkt Korte über die neue Mittelalterlichkeit nach, die Herausforderung ständig digital und analog zu leben. Zuletzt kritisiert er den Berlin Hauptstadtjournalismus, für den es aktuell eher um einen Strandkorb geht als um die großen Fragen. Probleme lösen und Partys feiern, so würde Korte es angehen und in der neuen Folge erfahrt ihr, ob er dabei auch selbst tanzen würde. Hier hört ihr… welches Freiheitszitat Karl-Rudolf Korte mitgebracht hat (03:11) was Gewissheitsschwund mit Bahnfahren zu tun hat (14:58) warum die Demokratie die bessere Party braucht (26:36) warum man in Demokratien besser entspannen kann (37:21) warum Verlässlichkeit in der Politik so wichtig ist (46:56) was „Stimmung über die Stimmung“ bedeutet (01:04:37) warum Karl-Rudolf Korte zuversichtlich in die Zukunft geht (01:22:00) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Juliane Orth und Marit Tesar Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören? Hier unser Podcast-Tipp: https://1.ard.de/rote-roben-podcast
37 Minuten
In dieser Folge nehme ich euch mit auf die Frankfurter Buchmesse und in die Welt der Bücher, weil hier Büchermenschen aus der ganzen Welt aufkreuzen und angesichts der Enge unserer sonstigen Diskussionen sind die Tage hier ein Fenster zur Welt. Überhaupt bewegt sich einiges, und zwar auch mal zum Guten. Nicht nur, dass Bücher und das Lesen wieder trendet, ich beobachte auch, wie sich Autorinnen verändern, wie sie diesen Betrieb öffnen und sich das Licht erobern: Auf der diesjährigen Shortlist für den Deutschen Buchpreis waren von sechs Nominierten fünf Frauen und mit Shida Bazyar für „Die Lücken“ hat auch eine großartige Autorin gewonnen. Das Besondere ist aber nicht nur die Präsenz der Autorinnen, sondern auch, wie sie von ihren Verlagen betreut werden, wie sie mit ihren KonkurrentInnen umgehen und wie bewusst sie sich sind, was da insgesamt geschieht. Ich will euch erzählen von dieser inspirierenden Bewegung in dem einst hart umkämpften Literaturbetrieb. Ich frage mich, verändert sie sich wirklich, diese Branche, die so lange Zeit von Männern und auch einem krassen Konkurrenzkampf dominiert wurde? Ich habe mir auch von Shida Bazyar und Dana Vowinckel ihre Eindrücke per Sprachnachricht schildern lassen und angesichts des Trubels um ihre Bücher, riesen Shoutout und Danke, dass ihr euch noch die Zeit für Marinićs Freiheit und meine Hörerinnen genommen habt. Ich nehme Euch in dieser Folge auch mit in meine Vergangenheit: 2001 habe ich, noch als Studentin, mein Debüt als Schriftstellerin vorgelegt und wurde so auch Teil eines Literaturbetriebs, der durchaus sexistischer und von allerlei Schubladendenken geprägt war. Aber umso erfreulicher und inspirierender, und darüber will ich vor allem mit Euch reden, dass sich hier jetzt ein Bewusstseinswandel beobachten lässt, von dem alle Generationen etwas haben, denn die Freiheit der Autorinnen von heute hat viel damit zu tun, dass es mehr Lektorinnen, Verlegerinnen, Kritikerinnen und überhaupt Profis gibt, die an anders ticken als früher. Und das ist gut so. Shownotes: Texte, Reden, Interviews, die ich erwähne: Dankesrede von Shida Bazyar, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2026 t=433s TV-Interview mit der Literaturkritikerin Sandra Kegel bei Kulturzeit, 3Sat, vom 05.10.2026: https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/deutscher-buchpreis-2026-100.html Volker Hage, Ganz schön abgedreht; Spiegel-Artikel über die literarischen Fräuleinwunder vom 21.03.1999: https://www.spiegel.de/kultur/ganz-schoen-abgedreht-a-bf9d1ff9-0002-0001-0000-000010246374 MARINIĆs FREIHEIT mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Maria Hecht, Jagoda Marinić und Lukas Fleischmann Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de
1 Stunde 5 Minuten
Wer Visionen hat, sollte nicht zum Arzt gehen, sondern ins Kaffeehaus! Vielleicht der ideale Ort, um gemeinsam an einer liebevolleren Welt zu arbeiten. Der Schauspieler und Musiker Robert Stadlober ist begeistert von den Kaffeehäusern und Salons der 20er Jahre und tourt mit Texten des Schriftstellers Kurt Tucholsky, die er in Musik übersetzt hat. Sein Gefühl: Gedanken, die schon mal verboten wurden, helfen auch gegen aktuelle Bedrohungen. Tucholsky zu lesen war sein Weg, sich die Rolle von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels auszutreiben, den er für den Film „Führer und Verführer“ darstellte. Robert Stadlober und Jagoda Marinic lassen den Spirit der Kaffeehäuser wach werden, wo die Kraft der Wörter und der Begegnung wirkt und man „mit Ideen eine Welt bauen kann“. Sie sprechen über Räume, die viele Menschen einbeziehen, über Plattformen, die echten Austausch ermöglichen und wo nicht Profit die Inhalte bestimmt. Erst gegen Ende, als Jagoda ihn auf die Darstellung von Goebbels anspricht, erzählt Robert von der verstörenden Faszination, die diese Rolle auf ihn ausübte und weshalb sie ihn in den Schlaf verfolgte. Robert Stadlober schwärmt von der Magie des Moments auf der Bühne, sucht nach der Glorie des „normalen Lebens“ und erzählt Jagoda von seiner Hoffnung, am Kaffeetisch doch noch die Kraft der Gemeinsamkeit zu erwecken. Hier hört ihr warum er sich für Kaffeehäuser begeistert (6:20) wie sich Kaffeehaus-Utopie anfühlt (11:28) warum er mit Lederhose in die Schule gegangen ist (18:55) wie er mit Kurt Tucholsky Exorzismus betrieb (22:05) warum er in Wien der „Bauernschädel“ ist (28:48) wie Räume für Träume entstehen (38:02) warum Goebbels ihn fasziniert hat (42:39) warum wir das normale Leben glorifizieren sollten (48:26) warum wir uns jetzt vernetzen müssen (58:40) was die schönst-mögliche Lebensvorstellung ist (1:02:55) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Juliane Orth und Marit Tesar Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören? Hier unser Podcast-Tipp: https://1.ard.de/innenwelt
39 Minuten
In der ersten Folge nach der Sommerpause will ich mit euch darüber reden, woran keiner so recht vorbeikommt: Über die Landtagswahlen und was die mit uns und unserer Öffentlichkeit gemacht haben. Also klar - auch über die AfD, was vom Wahlsieg wie dem der Linken in Berlin grad medial übrigbleibt und auch über unsere demokratische Zukunft. Aber die Folge heute wird eher eine Grundsatzkritik: Ich frage mich nämlich, warum es derzeit in Sachen Politik medial und in Social Media gefühlt nur zwei bis drei Themen oder auch politische Personen zu geben scheint. Es ist, als würden sich alle auf eine politische Agenda einschießen, diese dann tage-, manchmal wochenlang in meist alarmistischem Ton verhandeln, bis alle das subjektive Gefühl haben, wir stehen ganz nah am Weltuntergang. Alle anderen möglichen Themen werden so wegdominiert. Die AfD dankte entsprechend nach den Wahlen jedes Mal: Es ging ja nur um uns. Soll das so weitergehen, obwohl man sieht, wo es hinführt? Mehr Empörung, mehr Erregung, mehr Lagerdenken. Was ist mit den „echten“ Problemen wie Mietpreise, Renten oder Kita-Plätze passiert? Probleme, die viele täglich betreffen und die Auswirkungen auf den Alltag haben? Wo sind die hin, wieso redet da kaum einer drüber oder zumindest so lange, bis eine politische Handlung möglich wird? Dazu habe ich mir Ann-Katrin Müller eingeladen. Sie ist Journalistin beim Spiegel und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der AfD, das Thema also, das alles überlagert. Ich will mit ihr besprechen, wie man über die AfD reden kann, ohne sie noch größer zu machen. Was können wir für eine diverse politische Agenda tun und wie eine Streitkultur wiederbeleben, der es nicht darum geht, das Gegenüber zu vernichten, sondern Lösungen zu suchen? Ihr könnt gerne Kommentare hinterlassen und mir eure Gedanken schreiben. Einige der Texte, die ich für diese Folge gelesen habe und die euch auch interessieren könnten, findet ihr hier: Jan Rau, Christoph Richter, Daniel Wehrend: „Flood the Zone with Shit« - Elon Musk, die AfD und das Agenda-Setting der radikalen Rechten im Bundestagswahlkampf 2025“,https://fgzrisc.hypotheses.org/5485 Studie zum Info-Rauschen am Leibniz-Institut für Wissensmedien, https://iwm-tuebingen.de/de/forschung/projekte/Info-Rauschen Analyse Frank Brettschneider, Demokratie-Monitor 2026, cHash=8c63785bee146f183094ba75d7fc8a52 Astrid Geisler, Fabian Hillebrand und Peter Maxwill: AfD-Spitzenpolitiker Ulrich Siegmund. Der gefährlichste Mann Deutschlands, https://www.spiegel.de/politik/ulrich-siegmund-und-die-afd-in-sachsen-anhalt-der-gefaehrlichste-mann-deutschlands-a-266e764d-1785-4f3a-85da-24d939148dc3 (Paywall, Spiegel+) MARINIĆs FREIHEIT mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Maria Hecht, Jagoda Marinić und Lukas Fleischmann Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de
1 Stunde 24 Minuten
Nach brütender Hitze und Wahlen, die das ganze Land durchgerüttelt haben, ist Freiheit Deluxe aus der Sommerpause zurück. Für diese erste Folge nach der Pause hat sich Jagoda Marinić einen Gast eingeladen, mit dem sie über Hoffnung und Erzählungen sprechen kann und möchte: Ingo Schulze. Er ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart, hat die DDR, die Wende und die Veränderungen im wiedervereinigten Deutschland aus nächster Nähe erlebt. Für sein literarisches Werk ist er vielfach ausgezeichnet worden. Zuletzt mit dem Uwe-Johnson-Preis für seinen Roman „Das Wasser im August“. Über Ingo Schulzes Bücher hinaus, geht es bei Freiheit Deluxe dieses mal um Erzählungen: Wie kann man die Geschichten von Menschen erzählen, die hinter Wahlstatistiken, Zahlen und Balken stehen? Wie ist die AfD auf absurde Weise zur Hoffnungspartei geworden und wie kann man die eigene Hoffnung wieder zu einer glaubhaften Erzählung machen? Warum kann man mit kaputten Rolltreppen so gut den Frust der Gegenwart beschreiben? Über diese Fragen spricht Jagoda Marinić in dieser Folge mit Ingo Schulze, der im Podcast sagt: Jetzt ist die Zeit für Literatur. Hier hört ihr… … welches Freiheitszitat Ingo Schulze dabei hat (02:30) … wie man Freiheit durch Einschränkung schaffen kann (08:58) … warum es kein Wahlziel sein sollte, den Status Quo zu verteidigen (29:34) … dass man der AfD nicht die Hoffnung überlassen darf (31:26) … wie Ingo Schulze eine Zeitung gegründet hat (48:00) … warum kaputte Rolltreppen so frustrierend sind (01:09:56) … warum jetzt die Zeit für Literatur ist (01:19:20) FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinić ist ein Podcast von hr, Radio Bremen, SWR und WDR. Redaktionsteam: Juliane Orth und Marit Tesar Ihr erreicht uns per Mail: freiheitdeluxe@hr.de Wollt Ihr noch mehr hören? Hier unser Podcast-Tipp: Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher | WDR · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
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Über diesen Podcast

Zwei Formate, ein Kanal, auf dem im wöchentlichen Wechsel Freiräume entstehen: In "Freiheit Deluxe" trifft Jagoda Marinić Menschen, die Diskurse prägen. In "Marinićs Freiheit" analysiert sie Debatten jenseits der Empörung und für mehr Dialog.
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„FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marinic“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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