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Die Erzählung “Kleider machen Leute” erschien 1874 im zweiten Band
des Novellenzyklus “Die Leute von Seldwyla”.
Ein arbeitsloser Schneidergeselle darf unterwegs in einer vornehmen
Kutsche Platz nehmen. Der im kleinen Orte Goldach dem
herrschaftlichen Wagen entsteigende Schneider wird vom Kutscher als
Herr aristokratischer Herkunft ausgegeben. Der Schneider, der durch
sein melancholisches Aussehen, vor allem aber durch seinen kostbar
wirkenden Mantel und seine Pelzmütze Aufsehen erregt, gilt bald als
ein polnischer Graf, den die Goldacher Bürgerschaft bewirtet und
feiert. Er fördert das Mißverständnis nicht von sich aus, findet
aber auch nicht den Mut, es aufzuklären. Umsoweniger, als sich die
Tochter des Amtsrates in ihn verliebt… (Zusammenfassung von Stefan
Schmelz)
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