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Frauenstimmen - Interviewpodcast mit Anita Pitsch Archiv

79 Episoden
56 Minuten
Veronika Bohrn Mena, 37 Jahre, Mutter von zwei Kindern, setzt sich intensiv für Frauen, Umwelt und Gesellschaft ein. Sie hat drei Bücher geschrieben, engagiert sich für das Lieferkettengesetz und hat die Gemeinwohlstiftung Común gegründet. Während ihres Studiums hat sie die „Plattform Generation Praktikum“ gegründet und erreicht, dass sich die ÖH, die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft für dieses Thema zuständig fühlen. „In den letzten zehn Jahren wurde ausverhandelt, dass es für ein Praktikum entweder ein Einstiegsgehalt gibt oder es zumindest an ein Lehrlingsgehalt angepasst ist“. Zu ihren Büchern gibt es, für das erste Buch, von mir einen Verweis auf die großartige Bea Frasl, die dazu eine Folge mit Veronika gemacht hat (Folge 22). Über die beiden anderen Bücher haben wir beide miteinander gesprochen. Im zweiten Buch geht es darum, wie sich die Verteilung von Zeit, Macht und Geld auf Frauen auswirkt. Im Jänner 2020 hat sie begonnen, für das Buch österreichweit, Frauen über die Verteilung von Hausarbeit zu befragen. Im März kam Corona und dadurch wurde das Buch massiv beeinflusst. Veronika: „Es hat dazu geführt, dass das Buch sozusagen eine Liveberichterstattung wurde.“ Es erhält allerdings viel zu wenig Aufmerksamkeit in den Medien. „Frauen haben nicht den Stellenwert in der Gesellschaft, den sie eigentlich haben sollten“. Das dritte Buch beinhaltet alles zum Thema Lieferkettengesetz und wir sprechen darüber, warum Konzerne „an die Kette gelegt“ werden sollen. Zum Abschluss sprechen wir über die Gemeinwohlstiftung Común, die Veronika gemeinsam mit ihrem Mann gegründet hat. Es geht bei der Stiftung um „soziales & ökonomisches Zusammendenken, meistens ist das getrennt und es fehlt an Geld“. Es geht darum, die Zivilgesellschaft für Projekte zu unterstützen, die sonst nicht zustande kommen können. Veronika Bohrn Mena ist eine unglaublich starke, engagierte Frau, die durch ihren Einsatz zeigt, dass Veränderung möglich ist.
1 Stunde 6 Minuten
Gertraud Klemm ist eine österreichische, feministische Autorin. Sie ist gelernte Biologin und hat sich mit 30 Jahren beruflich umorientiert. Demnächst erscheint ihr neuer Roman „Einzeller“, es ist ihr sechster Roman und wie sie sagt, „ist ein Abgesang auf den Feminismus“. Der Titel „Einzeller“ ist für Klemm, „eine Metapher dafür, wie wir auf die Feminismus Sache zugehen, nämlich vereinzelt. Vereinzelt als Personen, vereinzelt als Familiensysteme, vereinzelt als Klasse, oder vereinzelt als Feminismus Strömung“. Klemm zeichnet ein, wie sie sagt, „dünkleres Bild als es ist“. Es geht um das Nicht-Solidarisch sein von verschiedenen feministischen Gruppierungen. Das Gegeneinander sein von Alt- und Jungfeministinnen und das Mitsprechen bei Dingen, von denen man nicht wirklich was versteht, wie z.B. Sexarbeit. Ein sehr bereicherndes Gespräch über zwei ihrer Bücher, die ich allen, die sich mit dem Thema Gleichstellung auseinandersetzen wollen, sehr empfehlen kann. (unbezahlte Werbung)
56 Minuten
"Der Mental Load Award ist ein Symbol, der das sichtbar machen soll was so oft unsichtbar bleibt nämlich Sorgearbeit und Mental Load nochmal speziell. Er ist ein Symbol der Wertschätzung, weil wir diese Arbeit unglaublich wertvoll und wichtig finden aber auch ein Appell dafür hinzuschauen und die Verantwortung neu zu verteilen". Zwei der drei Initiatorinnen des Mental Load Award haben Fragen zum Thema Mental Load beantwortet. Barbara Schrammel ist Beraterin, Pädagogin und Psychotherapeutinnen, Lena Neuber Psychotherapeutin und Psychosoziale Beraterin beim Verein „Frauen beraten Frauen“. Die Medienkampagne „Mental Load Award“ ist ein Teil eines größeren Projekts nämlich „Mental Load und gleichberechtigte Elternschaft“ als Gewaltpräventions-Projekts. Das Projekt umfasst Workshops für Beraterinnen und Multiplikatoren sowie Paare, Vorträge und Onlinevorträge, die Kampagne soll das Thema verbreiten. Es gibt Studien die den Zusammenhang herstellen, dass wenn Eltern eine gleichberechtigte Elternschaft leben, die Gewaltbereitschaft bis zu 2/3 gesenkt werden kann. Wie das möglich werden kann darüber sprechen wir in dieser Folge.
38 Minuten
Yoko hat Architektur studiert, kommt aus Deutschland und wie sie selber sagt: „Ich kam für das Studium hierher und bin hängen geblieben“. An Wien liebt sie „den grindigen Glanz und Gloria und dass man die Monarchie noch riechen kann“. Im Architektur-Studium ist sie in den Journalismus hineingewachsen. Grund dafür sind auch ihre Erfahrungen im Berufsfeld Architektur: „Die Architektur ist eine männerdominierte Branche, ich habe gemerkt, es ermüdet mich und ich bin nicht ich selbst“. In ihrer Onlineserie „Frauen im Handwerk“ spricht sie mit Frauen unterschiedlichen Alters, um die Rolle der Frau in dieser auch männerdominierten Branche, zu beleuchten. Frauen sind eher im Tischlerhandwerk vertreten. Yoko: „Da ist auch noch sehr viel Luft nach oben“. Laut WKO-Studie sind nur 19,2 % der Frauen im Handwerk berufstätig. Auf meine Frage an Yoko, wieso das so ist, meint sie: „Ich denke, dass da immer noch alte Klischees greifen. Viele, wenn sie an einen Tischler denken, dann sehen sie einen gestandenen Mann und nicht eine junge Frau, die alleine eine Küche baut“. Ich spreche mit Yoko auch über ihre persönliche Einstellung zum Feminismus und zur Rolle der Frau in der Gesellschaft. In Bezug auf Feminismus hat sie eine ganz klare Aussage: „Was ich auf jeden Fall unterstütze, dass sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam einen Weg gehen dürfen, wie sie sich beide gleichermaßen, in dieser Welt ebenbürtig wiederfinden. Es gibt noch viel interessantes in dieser Podcast-Folge zu hören.
45 Minuten
Meine heutige Interviewpartnerin setzt sich seit 2017 als Aktivistin für Alleinerzieherinnen ein. 2019 hat sie den feministischen Verein FEMA gegründet. Sie will mit dem Verein ihre eigenen Erfahrungen, mit einem Unterhaltsverfahren das 6 Jahre gedauert hat, anderen Müttern zugänglich machen. Sie unterstützt Alleinerzieherinnen bei deren rechtlichen Angelegenheiten. Andrea Czak: „Der Fokus liegt auf Unterhaltsverfahren, parallel haben sich dazu auch die Themen Obsorge und Pflegschaftsverfahren aufgetan“. Außerdem ist der Verein auch eine Lobbyorganisation die an die Politik Forderungen stellt. Wie z.B. beim neuen Kindschaftsrecht, das geplant ist. Czak: „Wir wollen keine geteilte elterliche Verantwortung. Wir fordern das Richter_innen Fortbildung für psychische Gewalt bekommen und sich mehr mit der Bindungstheorie auseinandersetzen. Die Kraft für ihr Tun schöpft Andrea nach eigenen Worten, aus dem Kampf gegen das Patriarchat, dem Austausch mit anderen Frauen und dass sie andere Mütter beraten kann, damit diese erfolgreich auftreten können und damit sie empowert sind.“
53 Minuten
„Eine gute Schulbildung sollte nicht von Glück abhängen“. Mireille Ngosso ist Afro-österreicherin und weiß genau wovon sie spricht, wenn sie diesen Satz sagt. Ihre Volksschulzeit war sehr schön, im Gymnasium sah es ganz anders aus. Eine Lehrerin sagt ihr: „Aus dir wird eh nichts“. Doch die Lehrerin hat sich getäuscht. Trotz Schulabbruch mit 16 konnte Mireille, mit Unterstützung ihrer ehemaligen Schulfreundinnen und mit großem Willen, die Matura am Abend nachholen. Heute ist sie Autorin, Aktivistin, Ärztin und als erste Afro-österreicherin Gemeinderätin in Wien. Sie setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein. Ihre Buchempfehlung zu diesem Thema: „Generation Haram“ von Melisa Erkurt. Mireille hat ebenfalls ein Buch geschrieben: „Für alle die hier sind“ gemeinsam mit Faika El-Nagashi, ebenso österreichische Politikerin. Beide erzählen ihren Weg in die Politik. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen. (Unbezahlte Werbung) „Gerade wenn man Diskriminierung und Rassismus selbst erlebt hat, ist es umso wichtiger, dass man es auch anspricht.“ Mireille kann in ihrer Position als Politikerin und als Aktivistin Veränderung bewirken und sie tut es. Sie sagt was das Wichtigste Ziel dabei ist: „Wir leben hier alle gemeinsam als eine Gesellschaft, schwarze Menschen, People of Colour und weiße Menschen. Es ist wichtig, dass man das anerkennt, zuhört und jeder für sich schaut, was er/sie tun kann, dass wir gemeinsam als Gesellschaft gut leben. 50.000 Menschen aus ganz Österreich waren bei der Black-Lives-Matter Demo anwesend waren. Als Aktivistin sagt sie „Es ist Hoffnung da, dass wir was verändern können. Was ihr beitragen könnt um Veränderung zu bewirken? Unterschreibt in der Zeit von 19. – 26. September das „Black Voices Volksbegehren“ Infos unter: https://blackvoices.at
34 Minuten
"Wir evaluieren aus dem Blickwinkel einer Frau für Frauen, aber generell wird dadurch die Veranstaltung für alle sicherer" sagt Karin Tonsern. In der heutigen Folge spreche ich mit meiner Interviewpartnerin über den Beruf der Veranstaltungstechnikerin. Was es bedeutet als Frau in einer männerdominierten Branche zu arbeiten. Was die Gründe waren das Frauennetzwerk "Sisters of Music" für die Veranstaltungsbranche zu gründen. Und was es mit dem Projekt "Sisters on Site" auf sich hat.
35 Minuten
Mit Jana Mack spreche ich über „das LOT“. Das LOT ist ein großer Raum am Areal der ehemaligen Anker-Brotfabrik. Die hohen Räume und die Ziegelmauer erinnern sehr an ein Filmstudio, man spürt das hier die Kunst Platz findet. Gegründet wurde das LOT von sechs Künstler:innen aus verschiedenen Disziplinen, Literatur, Theater, Fotografie, Tanz Musik und mehr. Jana ist ein Teil des sechsköpfigen Leitungsteams. Das Team hat schon vor der Gründung in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. Jana erzählt: „Wir hatten nie einen Raum, wo wir unsere Projekte zeigen konnten. Da ist die Idee entstanden, weil wir von vielen Künstler:innen wissen, dass Raum benötigt wird, dass wir einen Raum suchen, wo wir nicht nur uns die Möglichkeit geben Projekte umsetzen zu können, sondern auch vor allem jungen Künstler:innen oder denen die noch nicht in irgendwelchen Institutionen angekommen sind“. Zu Beginn führt Jana durch das LOT und erzählt über die Entstehung des Hotspots. „Man braucht ein starkes Team, das viel Motivation und viel Vision hat für so einen Raum“. Wir sind in den Raum gekommen und es war weder der Boden da, noch eine Toilette, noch die Decke schwarz. Das heißt, wir haben sehr viel Eigenarbeit und Zeit reingesteckt. Wir haben alles so gut es ging selber renoviert, so wie es jetzt ist“. Jana reflektiert. „Man hat vieles nicht im Hinterkopf und das ist gut sonst würde man es nicht anfangen. Es kommen immer wieder Kosten die wir nicht am Schirm hatten, aber die Vision ist so stark und wir nehmen die Herausforderungen an“. Das LOT eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um den weiteren Ausbau zu finanzieren. Der Einsatz und das Engagement der jungen Menschen sind sehr bewundernswert, schon ein kleiner Betrag hilft, dass „Das LOT“ weiter ausgebaut werden kann. Das LOT soll die zentrale Anlaufstelle für transdisziplinäre Kunst & Artistic Research werden - Arbeiten, Probieren und Scheitern einen Raum geben, und Besucher: innen echte Mitsprache, Teilhabe und neue Kunst ermöglichen. (Quelle: Das LOT)
22 Minuten
Die auffallend vielen Werbeplakate und E-Mails mit Prozenten zum Muttertag haben mich dazu inspiriert eine Podcastfolge zu diesem Thema zu machen. Ist der Tag nur mehr ein Werbefaktor? Was verbinden wir mit diesem Tag? Was bedeutet dieser Tag für Frauen, für Mütter, für Kinder, für Männer und für die Gesellschaft? Ich habe für diese Podcastfolge Stimmen eingeholt, von verschiedenen Menschen an unterschiedlichen Orten. Die Hintergrundgeräusche sind leider manchmal etwas laut zu hören, aber mir war wichtig alle diese Stimmen zu veröffentlichen. Auch einige meiner bisherigen Interviewpartnerinnen haben ein Statement zu dieser Folge gegeben. Bea Frasl spricht über den feministischen Aspekt zum Muttertag, Katharina Reich über die Selbsthilfegruppe „MüGeAnTo“ (Müttergewalt an der Tocher) und von Romana Greiner, Frauensprecherin der SJ (Sozialistischen Jugend Österreich) hören wir ein politisches Statement. Das Besondere an dieser Folge ist, dass ich diesmal auch Männer befragt habe.
58 Minuten
„Menschen, die diskriminiert und marginalisiert werden, stoßen immer an Mauern und brauchen doppelte und dreifache Energie, um sie wieder los zu werden“, sagt Elisabeth Lechner im Interview. Um hier Veränderung zu bewirken, meint sie: „Das Umdenken muss bei der Mehrheit beginnen, damit sich da endlich was ändert. Elisabeth Lechner erforschte in ihrer Dissertation die Sichtbarkeit und Popularität von „ekeligen“ weiblichen Körpern in der Popkultur und der „Body Positivity Bewegung“ in sozialen Medien. In ihrem Buch „Riot don’t diet, Aufstand der Widerständigen Körper“ widmet sie sich in unterschiedlichen Kapiteln den Diskriminierungsformen von dicken Körpern, von schwarzen Körpern, von Körpern mit Behinderungen, von Körperbehaarung, von queeren und älteren Menschen. „Das sind die großen Diskriminierungslinien, die ich ausmachen konnte.“ In dieser Folge spreche ich mit Eli Lechner über die verschiedenen Kapitel in ihrem Buch. Ich verknüpfe sie mit realen Beispielen z.B. zum Thema dicke Körper. Da geht es um die Erfahrung einer jungen Frau, sie wurde von einem Unternehmen abgewiesen mit der Begründung, dass sie vermutlich zu langsam sei aufgrund ihres Körpers. Eli stellt dar, wieso es dazu kommt, z.B. weil dicke Menschen in Medien als „langsam“ und „unbeholfen“ dargestellt werden. Wie geht die Gesellschaft mit Menschen um, die nicht der Norm entsprechen? Wie ist es möglich, dass unrasierte Beine zu Morddrohungen führen können? Was bedeutet es, privilegiert zu sein, und was, es nicht zu sein? Was können wir tun, wo müssen wir anfangen, um Veränderung zu bewirken? All das und noch viel mehr ist in dieser Folge zu hören.
42 Minuten
Uschi Pöttler Fellner sagt vom ganzen Herzen: „Ich bin beflügelt, durch die Arbeit in den Magazinen mit meinen Teams. Ich bin bereichert und ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich das machen darf, was ich kann und was ich bin. In diesem Interview sprechen wir über ihre Anfänge als junge Journalistin bis zu ihrem aktuellen TUN. Wir sprechen über Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Warum sie den Begriff „Frauenmagazin“ für antiquiert hält. Was Schönheit für sie bedeutet. Warum sie findet, dass wir Frauen uns nicht für unser Alter schämen sollen, Stichwort „Altersshaming“, und warum es Zeit wird hinzuschauen, wie wir mit unseren Alten umgehen.
29 Minuten
Wenn ihr an Wissenschaftler*innen denkt, was für Bilder kommen euch da in den Kopf? Vermutlich so wie bei mir, alte, weiße Männer. Darum dachte ich mir, ich stelle euch heute eine ganz taffe, coole Wissenschaftlerin vor, Yvonne Prinzellner. Auf die Frage, welche Forschungsthemen ihr besonders am Herzen liegen, meint Yvonne: „Vor allem im Bereich Gesundheit, im Bereich Gender und Diversity, Inklusion, das sind Themenfelder, die mir sehr wichtig sind." Der Weg zur Forschung bzw. Wissenschaftlerin war ein klassischer, erzählt Yvonne. „Am Anfang als E-Tutorin, Fachtutorin, dann als Studienassistentin relativ klassisch, dann als PreDoc an der Universität Wien, bis ich mich entschlossen habe, meinen Ph.D in Deutschland im Bereich Medienpsychologie und Gesundheitskommunikation zu machen.“ Die Aufteilung Mann/Frau im wissenschaftlichen Bereich ist sehr unausgewogen. An öffentlichen Universitäten beträgt der Frauenanteil insgesamt 42,2%, der Anteil an Professorinnen 27,9%. An den Fachhochschulen ist der Frauenanteil sogar nur 37,6%. Es fehlt auch an weiblichen Vorbildern. Yvonne möchte auf jeden Fall eine Mentorin für junge Studierende sein. „Mir ist es wichtig, junges Potential zu fördern“, sagt sie im Gespräch. Das Interview mit Yvonne war sehr bereichernd, es zeigt ein anschauliches Bild über das Berufsfeld Forscherin und gibt spannende Einblicke in das Thema, z. B. wie ein Forschungsalltag aussieht.
30 Minuten
„Die Kombination aus mangelndem Bewusstsein, selbst auch bei Ärzt*innen und viel verbreiteten Annahmen, die wir als Gesellschaft so akzeptieren. Wie, die Regel tut weh, das gehört zum Frau sein dazu. Diese Kombination gibt dem Ganzen viel Raum einfach unsichtbar zu bleiben“ sagt Saskia. Endometriose Ist eine chronische gynäkologische Erkrankung. Es ist ein Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe, welches außerhalb der Gebärmutter vorkommt und unkontrolliert wächst. Es ist schwierig eine Diagnose zu erhalten. Saskia hat sich als Betroffene das Ziel gesetzt, mit einer Aufklärungskampagne Bewusstsein für das Thema Endometriose zu schaffen. Sie möchte, dass möglichst viele Betroffenen den Dokumentarfilm „Nicht die Regel“ sehen und auf ihrer neuen Instagram Seite @endo.job_n_money, informiert sie über die Auswirkungen. "Da noch wenig bekannt ist wie sich Endometriose im beruflichen Alltag auswirkt oder wieviel Geld die Krankheit kostet" so Saskia. Auch der März steht im Zeichen der Endometriose. Der „Endo March“ ist eine weltweite Kampagne. Es geht um Awareness, um Austausch und gegenseitiges Kennenlernen. „Es ist ein superwichtiges Signal an alle Frauen die Schmerzen haben um zu sagen, du bist nicht alleine“. Der Kongress findet am 12.3. statt. Alle Infos unter www.eva-info.at In dieser Folge ist zu hören was Endometriose ist. Warum es so schwierig ist eine Diagnose zu erhalten. Was Saskia als Betroffene erlebt hat. Warum die Öffentlichkeit und auch Gynäkolog*innen so wenig über diese Erkrankung wissen. Und: Was das alles für Betroffene bedeutet.
39 Minuten
Susana Gomez, denkt an ihrem vierzigsten Geburtstag über das Leben nach. Sie sitzt auf dem Fahrrad, es ist Jänner, es ist kalt und es regnet. „Ich dachte, es war unfassbar toll, wie meine Mutter es geschafft hat mich loszulassen, so mit 15/16, wo man halt so loszieht.“ Gleichzeitig denkt sie: „Wie schaffe ich das bei meinen Töchtern“? Susana Gomez möchte ihren Töchtern auch diese Freiheit lassen. „Und dann war die IDEE plötzlich da. Sie hat anderen ihre Idee vorgestellt. Sie hat sich ein Team an tollen Frauen gesucht. Gemeinsam haben sie Susanas Idee umgesetzt. „Wir haben ein Schmuckstück mit integrierter Technik entwickelt, zur gewaltfreien Selbstverteidigung“. Mit diesem Schmuckstück, ein Armreif, kann man direkt am Handgelenk, entweder einen lauten, oder einen stillen Alarm auslösen. Ein SMS geht an ausgewählte Notfallkontakte. Wie gründet man ein Unternehmen, wenn man eine Idee hat? Wie finanziert man diese Idee? Wie findet man sein Team? Was ist feministisch an diesem Produkt? Was kostet es? All diese Frage beantwortet Susana.
46 Minuten
„Frauen waren die ersten Pantomime“ erzählt Nina. Sie ist aktuell die Einzige weibliche Solo-Interpretin der klassischen Pantomime weltweit. „Einzigartig im Sinn von SOLO. In der Tradition von Marcel Marceau und Samy Molcho und den Prager Pantomimen" sagt Nina und zum besseren Verständnis fügt sie hinzu "Ich fülle als Solo-Interpretin einen ganzen Abend mit Programm.“ Ihre Geschichte ist ein bisschen wie eine Reise in die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft. Wie im Weihnachtsmärchen von Charles Dickens. Daher fand ich den 4. Adventssonntag so passend für die Veröffentlichung. Warum ist Nina die einzige weibliche SOLO-Interpretin der klassischen Pantomime? Wie kam es, dass die gebürtige Waldviertlerin Pantomimin wurde? Wie wichtig sind Kleidung und Schminke als Pantomimin? Welche Kritikpunkte hat Nina an der modernen Kunst? Was hat es mit dem Weltrekordversuch auf der „Mahü“ (Mariahilferstraße) auf sich? Welche Visionen hat die Philosophin und Pantomime für ihre Heimatstadt Heidenreichstein? All diese Fragen beantwortet Nina Hlava in dieser Folge.