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Frauenstimmen - Interviewpodcast mit Anita Pitsch Archiv

79 Episoden
39 Minuten
"all about period" – Mehr als nur Periodenprodukte! Hast du dich jemals gefragt, warum Periodenprodukte so schwer zu finden sind, wenn man nachhaltige Alternativen sucht? Oder hast du vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht wie Melanie, die Gründerin von all about period? Melanie kommt aus der Videobranche und kämpfte lange mit starken Regelschmerzen, bis Endometriose diagnostiziert wurde. Als sie anfing, sich mit ihrem Zyklus auseinanderzusetzen, stellte sie fest: Beratung und nachhaltige Produkte sind schwer zu finden! So wurde die Idee zu "all about period" geboren. In ihrem Fachgeschäft findest du eine breite Auswahl: von Periodenunterwäsche, Menstruationstassen bis hin zu Wärmeschals und speziellen Geräten, die Regelschmerzen lindern. Aber das ist noch längst nicht alles – viel geht es auch um Wohlbefinden, Aufklärung und den offenen Umgang mit dem weiblichen Zyklus. In unserem Interview erfährst du: Warum Periodenunterwäsche und Menstruationstassen immer beliebter werden Wie Yoni Steaming bei Regelschmerzen helfen kann Warum Aufklärung und offene Gespräche mit der nächsten Generation so wichtig sind Melanies persönliche Tipps für einen bewussteren Umgang mit dem Zyklus. Hör rein und lass dich inspirieren!
1 Stunde
Vor kurzem hatte ich die große Freude, meine Freundin Dr. Renée Gadsden nach vielen Jahren wiederzusehen! Unsere Begegnung war unglaublich inspirierend. Im Podcast gibt sie uns spannende Einblicke in ihre beeindruckende Karriere. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte an der Brown University, für das sie mit einem Preis ausgezeichnet wurde, zog es Renée nach Europa. Geplant waren ursprünglich nur wenige Tage in Österreich, doch das Leben brachte sie dazu, sich in Wien niederzulassen. Dort setzte sie ihren akademischen Weg in den Bereichen Kunstgeschichte und Frauenforschung fort. Besonders spannend war unser Austausch über ihre Arbeit als Kuratorin und die von ihr konzipierte Ausstellung „FEAR – KI, der Freund, Feind und Fakt“. Wir sprachen darüber, wie Künstliche Intelligenz die Kunst beeinflusst und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben. Eine zentrale Frage, die uns beide beschäftigte, war, ob KI kreative Prozesse bereichern oder ersetzen wird. Renée berichtete auch von den Herausforderungen, denen Frauen in der Kunst- und Bildungswelt nach wie vor gegenüberstehen. Diskriminierung, Vorurteile und strukturelle Hindernisse sind weiterhin präsent. Sie betonte, wie wichtig es ist, dass Frauen sich vernetzen und gegenseitig unterstützen, um weiter voranzukommen. Bildung sieht sie als eine der stärksten Kräfte, um Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken. Darüber hinaus widmet sich Renée mit großer Leidenschaft dem Schreiben. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, das kreative Schreiben als Studienfach in Österreich zu etablieren, obwohl ihr Name und die Namen von Frauen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, oft unsichtbar bleiben. In unserer Unterhaltung spielte auch die Politik eine Rolle. Renée teilte ihre Einschätzungen zur politischen Lage in Österreich und den USA. Ihre Ansichten sind kritisch, aber auch von Hoffnung geprägt. Es war eine große Freude, mit Renée über Kunst, Bildung und gesellschaftliche Themen zu sprechen. Ihr Engagement und ihre Perspektiven sind eine wahre Inspiration.
37 Minuten
Nach der Sommerpause freue ich mich, euch die neueste Folge meines Podcasts präsentieren zu können. In dieser Episode habe ich Helena Gabriel-Oiwoh zu Gast, die seit Juni dieses Jahres die Position der Obfrau des NPO-Frauennetzwerks übernommen hat. Helena gibt spannende Einblicke in ihre neue Rolle und die Vision, die sie für das Netzwerk hat. Das NPO-Frauennetzwerk ist eine bedeutende Plattform für Frauen im Gemeinwohlsektor, sowohl in angestellten als auch in ehrenamtlichen Positionen. Es bietet seinen Mitgliedern umfassende Unterstützung durch regelmäßige Networking-Events, Weiterbildungsangebote und die Möglichkeit, eigene Projekte vorzustellen. Das Netzwerk fördert den Austausch von Erfahrungen und Wissen und unterstützt Frauen, ihre beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen. Unter der Leitung von Helena Gabriel-Oiwoh plant das Netzwerk, seine Aktivitäten weiter auszubauen. Besonders im Fokus steht die Erweiterung der Angebote in die verschiedenen Bundesländer, um noch mehr Frauen zu erreichen und zu unterstützen. Helena teilt in dieser Folge ihre Vision für die Zukunft des Netzwerks und welche Projekte geplant sind. Neben ihrer Arbeit als Obfrau spricht Helena auch über persönliche Projekte, wie „Unsichtbar“, ein Kunstprojekt zur Sensibilisierung für Gewalt gegen Frauen. Dieses Projekt verdeutlicht Helenas Engagement für gesellschaftliche Themen und zeigt, wie vielseitig ihre Aktivitäten sind. Helena erzählt, wie das Netzwerk nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Bereicherungen mit sich bringt – für sie bedeutet es Inspiration, Spaß, die Umsetzung von Ideen und das gemeinsame Verfolgen von Visionen. In dieser Folge erfahrt ihr, wie ihr Teil dieses Netzwerks werden könnt, das Frauen zusammenbringt und stärkt. Lasst euch von Helenas Begeisterung und den Möglichkeiten, die das NPO-Frauennetzwerk bietet, inspirieren!
56 Minuten
Selbstbewusst durchs Leben zu gehen, wünschen sich viele, aber nicht immer ist das so einfach umzusetzen. Jeanne hat schwere Zeiten durchlebt: Essstörungen, finanzielle Schwierigkeiten, wenig Platz und eine toxische Beziehung. Der Tiefpunkt kam während der Pandemie, und sagt sich: „Ich hol mich da jetzt raus!“ und startete neu. Durch Rituale wie: „Ich schaff das“ und ein tägliches, ehrliches Anlächeln im Spiegel – stärkte sie ihr Selbstbewusstsein. Ihre berufliche Karriere begann mit einem Bakib-Abschluss und der Arbeit als Kindergärtnerin, gefolgt von einer Schauspielausbildung und einem Studium in Webdesign. Sie arbeitete in einer Agentur für Grafikerin-Design,und gestaltete Beiträge für Sony und Erste Bank. Ihre Persönlichkeit, die nach Abwechslung strebt, führte sie schließlich in die Selbstständigkeit, dann kam die Pandemie. Jeanne nutzte die oben genannten Herausforderungen, um sich weiterzuentwickeln. Sie machte eine Ausbildung zum Mental Coach und zur Lebens- und Sozialberaterin. Jeanne erkannte, dass vieles, was sie sich selbst beigebracht hatte, Teil ihrer Ausbildung war. Ihre erlernten Fähigkeiten in Pädagogik, Grafikdesign und Schauspiel fließen in ihr Coaching mit ein. Jeanne's Coaching basiert auf drei Säulen: 1. Selbstbewusstsein: Wer bist du? 2. Selbstvertrauen: Vertrauen in deine Fähigkeiten. 3. Selbstwert/Selbstrespekt: Dich selbst respektieren. In ihrem Deep Talk Café, das sie ins Leben gerufen hat, werden in entspannter Atmosphäre tiefgründige Themen diskutiert, wie zum Beispiel, was das Setzen von Grenzen bedeuten kann. Es kann bedeuten, dass man sich entscheidet, jemanden aus seinem Leben zu entfernen, aber auch, dass man Grenzen setzt, weil man die Person in seinem Leben behalten will. Ihr Hund Bandit, ihr empathischer Assistent, begleitet sie bei ihren Coachings und tröstet ihre Klient*innen. Jeanne besucht mit ihm auch Altersheime, um den Bewohnern Freude zu bringen. Zum Abschluss sagt Jeanne: „Ihr seid wertvoll und selbstbewusst. Lasst euch von niemandem einreden, dass ihr etwas nicht könnt. Glaubt an euch und scheißt auf die Meinung anderer!“ Meine heutige Interviewpartnerin sagt: „Selbstbewusstsein kann man lernen“. Wie das geht, könnt ihr in dieser Podcastfolge nachhören.
1 Stunde 2 Minuten
Susanne Salomon begleitet Frauen durch Burnout-Krisen, unterstützt Unternehmen bei der Wiedereingliederung betroffener Mitarbeiter*innen und hat selbst ein Burnout erlebt. „Ich persönlich verwende gerne den Begriff „ausgebrannt sein“, weil es sich für mich so anfühlte. Burnout bedeutet, dass alle Ressourcen aufgebraucht sind und Körper und Geist nicht mehr mitmachen. Es betrifft beruflich stark Belastete und Menschen mit Mehrfachbelastungen, z.B. pflegende Angehörige. Auch Frauen erleben oft Burnout durch den Spagat zwischen Beruf und Familie. Gesellschaftliche Erwartungen und hohe Ansprüche verstärken den Druck. „Burnout ist sehr vielschichtig. Vereinfacht ausgedrückt ist es eine Ansammlung verschiedene Symptome, die auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können“. Unterstützen kann man, indem man reflektieren hilft, z.B. Veränderungen ansprechen die auffallen. „Hey, mir fällt auf, dass du oft müde und erschöpft wirkst. Wie geht es dir wirklich“? Hilfsangebote konkret benennen. Auf Selbsthilfegruppen, Beraterinnen oder Therapeutinnen hinweisen. Im Umgang mit Betroffenen hilft es Geduld zu haben: „Betroffene kämpfen oft innerlich gegen ihre Erschöpfung an“. Die Selbstwirksamkeit der Betroffenen fördern. Wichtig: Die eigene Selbstfürsorge nicht vergessen. Eigene Grenzen klar kommunizieren: „Ich helfe, wo ich kann, aber ohne über meine eigenen Grenzen zu gehen“. Susannes Ansatz für Betroffene: 1. Innere Orientierung: Was sind deine Werte? Ein klarer Kompass hilft, nicht in alte Muster zu verfallen. 2. Langfristige Begleitung: Burnout-Erholung ist ein langer Prozess mit Rückschlägen. Susanne unterstützt dabei, Resilienz zu stärken und Fortschritte zu erkennen. 3. Praxisnah und persönlich: Susanne teilt ihre eigenen Erfahrungen und gibt praktische Tipps, um den Alltag besser zu meistern. Ein Tipp zur Prävention: Energie statt Zeitmanagement. Analysiere deinen Alltag. Was gibt dir Energie und was raubt sie dir? „Ein Anruf bei einer Freundin kann Energie geben, ein Gespräch mit der Schwiegermutter kann Energie rauben – auch wenn beide dasselbe Zeitfenster beanspruchen.“
58 Minuten
Schon im Alter von 3 Jahren träumte Virginia davon, Eishockeyspielerin zu werden. Doch als Mädchen war der Weg alles andere als einfach. Mit 9 Jahren erfüllte sich jedoch ihr Traum, als sie in einer Knabenmannschaft spielte und später in eine Damenmannschaft wechselte. Über 13 Jahre lang sammelte sie Erfolge für Österreich, wurde Weltmeisterin und sogar Torschützenkönigin. Mit 21 Jahren musste Virginia erkennen, dass der Weg als Frau im Eishockey schwierig war. Es gab wenig Anerkennung und kaum finanzielle Unterstützung. Gutes Einkommen gab es nur bei den Männern. Sie entschloss sich ihre Sportkarriere zu beenden. An ihrem 21. Geburtstag erhielt sie eine Gitarre und begann, sich selbst das Spielen beizubringen. Ein Workshop in England brachte ihr die erste Bestätigung für ihre Talente. Sie schlug eine neue Richtung ein und begann, ihre eigenen Songs zu schreiben. Mit ihren authentischen Texten eroberte sie die Charts und wurde zu einer der meistgespielten Künstlerinnen im Radio. Ihre Songs, von Hand geschrieben, sind für sie nicht nur eine Tradition, sondern auch eine Methode, die ihr hilft, schneller zu arbeiten. Durch die Musik hat sie ihre wahre Leidenschaft entdeckt. Im Mai wird sie die Single "So wie du willst" veröffentlichen, die ihre Lebensreise erzählt und anderen Menschen zeigt, was im Leben alles möglich ist. Doch Virginia ist nicht nur eine erfolgreiche Künstlerin, sondern auch eine starke Stimme für Frauen. Als verheiratete Frau mit zwei Kindern teilt sie offen ihren Alltag auf Social Media und in ihrem Podcast mit ihrer Frau Dorothea. Sie spricht über ihre Erfahrungen mit Unfruchtbarkeit und möchte damit Tabus brechen und Aufklärung schaffen. Zudem hat Virginia im Jahr 2018 anlässlich des Weltfrauentags die Veranstaltung #WeAre Starke Stimmen – Starke Frauen ins Leben gerufen. Diese Veranstaltung ermutigt Frauen dazu, auf ihre innere Stimme zu hören und sich selbst zu verwirklichen. Virginia's Mut, sich neu zu erfinden, und ihre Fähigkeit, Hindernisse als Sprungbrett zu nutzen, sind inspirierend. Sie zeigt uns, dass es immer möglich ist, den eigenen Weg zu finden und für seine Überzeugungen einzustehen.
1 Stunde 32 Minuten
Ich hatte das unglaubliche Privileg, die talentierte Opernsängerin Katia zu interviewen, die sich selbst als schwarze Queer Feministin beschreibt und zutiefst glücklich über ihr Leben ist. Ihre Geschichte beginnt mit einem Geschenk - einer VHS - und dem kindlichen Wunsch, Opernsängerin zu werden, inspiriert von der faszinierenden Figur der Carmen. Dieser Traum hat sich nicht nur manifestiert, sondern ist zu einem stolzen Lebensweg geworden. Vom Schlosstheater Schönbrunn bis zur International Vocal Competition in Hertogenbosch - Katia hat sich durch ihre herausragende Stimme und ihr Talent einen Platz in der Opernwelt erkämpft. Eine bemerkenswerte Leistung zeigte sie, als gleichzeitig zwei Rollen in "Orpheus in der Unterwelt" verkörpert, es unterstreicht ihre beeindruckende Vielseitigkeit und Beharrlichkeit in einer Branche, in der Männer oft bevorzugt werden. Aber Katia spricht nicht nur über ihre eigenen Erfolge - sie erhebt auch ihre Stimme, um die politische Dimension der Oper zu betonen. In Werken wie Mozarts "Die Fledermaus" werden Themen wie Sexismus, Misogynie und Rassismus dargestellt, das findet Katia schwierig. Doch trotz dieser Herausforderungen glaubt Katia an die transformative Kraft der Oper und diskutiert leidenschaftlich über mögliche Neugestaltung und Interpretation. Und natürlich teilt sie ihre Liebe zur Traumrolle der Carmen und ihre Mission, die Oper einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Katia ist nicht nur eine beeindruckende Künstlerin, sondern auch eine inspirierende Persönlichkeit, die die Welt der Oper mit Leidenschaft und Engagement bereichert. Mit Katia lernt ihr eine Frau kennen, die mit viel Herz und Hingabe für ihren Beruf und ihre Geschichte lebt. Sie setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit und positive Veränderung in der Gesellschaft ein, und das auf eine sehr wertschätzende Art.
43 Minuten
Interview mit der großartigen Kabarettistin Nadja Maleh! Nadja wollte unbedingt Schauspielerin werden und startete im Graumanntheater, dort spielte sie Kabarett und Komödie. Aber es ist nicht einfach: „Das Leben einer Künstlerin ist ein großes Auf und Ab.“ Was ihr geholfen hat, dran zu bleiben? Ihre Entschlossenheit: „Weil ich es wollte, nur dafür wollte ich leiden.“ Nach der Gründung des Comedy Duos Bolzano & Maleh, mit 24 Jahren, erkannte sie, dass sie selbst Dinge auf die Beine stellen kann. „Das war ein tolles Gefühl der Selbstermächtigung.“ Die Inspiration für ihre Programme kommt aus dem Leben selbst. Mit einem künstlerischen Filter verarbeitet sie, was sie bewegt. Mit Nadja reflektiere ich die Herausforderungen für Frauen in der Unterhaltungsbranche und die unbewussten Strukturen, die Veränderungen erschweren. Wir sprachen auch über das Gendern in der Sprache. Nadja ist überzeugt, dass Frauen mehr Wahlmöglichkeiten haben sollten, wie sie ihr Leben gestalten. Mit 51 Jahren denkt Nadja auch über die Zukunft nach, ob sie, wie ihre männlichen Kollegen Lukas Resetarits (76) und Andreas Vitasek (67), noch auf der Bühne stehen wird, weiß sie noch nicht. „Ich sehe mich nicht auf der Bühne, aber eine Stimme sagt, Nadja, das wirst du nicht überleben, du willst auf die Bühne.“ Wir sprechen außerdem über ihr Buch zum Thema Selbstliebe – eine Sammlung positiver Lebensaspekte. Zum Abschluss gibt uns Nadja Einblicke in ihre positive Lebenseinstellung, ihre Theaterprojekte und ihr eigenes Gewürz, das sie kreiert hat – eine Mischung aus Orientalisch und Tirolerisch. Ein inspirierendes Gespräch mit einer humorvollen und weisen Künstlerin!
50 Minuten
In der aktuellen Podcast-Folge dreht sich alles um die wichtige Arbeit der Beratungsstelle DIVAN der Caritas in Graz anlässlich der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. Hannah, die Teamkoordinatorin, und Elif, Mitbegründerin des Projekts, teilen ihre Erfahrungen. DIVAN ist eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund, die mit Themen wie "Gewalt im Namen der Ehre", "Zwangsheirat" und "Verschleppung" konfrontiert sind. Ursprünglich gab es nur eine Anlaufstelle in Österreich, den Orient-Express in Wien, jetzt sind es drei, darunter DIVAN und eine Beratungsstelle in Tirol. Die Frauen, die zu DIVAN kommen, sind von Zwangsehe bedroht oder werden in ihre Herkunftsländer verschleppt. Die Gründe sind vielfältig, Elif betont: „Es geht um Kontrolle der Sexualität der Frauen.“ Hannah ergänzt: „meinst ist es eine Disziplinierungsmaßnahme“. „Die Frauen leben rechtmäßig in Österreich, sind teilweise hier geboren, alle haben ihren Lebensmittelpunkt in Österreich“ sagen Elif und Hannah. Elif berichtet davon: „In den letzten zwei Jahren haben Verschleppungsfälle dramatisch zugenommen“. DIVAN unterstützt die Frauen bei der Rückkehr und bringt Frauen, die von Zwangsehe bedroht sind, an sichere Orte. Elif erzählt auch von den Herausforderungen, im Umgang mit familiärem Druck. Das Projekt wird von öffentlichen Stellen unterstützt, dem Bundesministerium für Frauen und Integration, der Stadt Graz und dem Land Steiermark. Zusätzliche Spenden helfen sehr. Die Kosten für eine Rückholung belaufen sich auf 500 - 800 Euro. Elif stellt dar: „Für die Frauen bedeutet dieses Geld die Lebensrettung“.
1 Stunde 6 Minuten
Inspirierendes Interview mit der Pastorin Mira Ungewitter, das sich mit wichtigen Themen des Glaubens, des Feminismus und Freikirchen befasst. Wir erkundeten die Herausforderungen und Möglichkeiten in modernen religiösen Gemeinschaften, diskutierten die Rolle von Frauen in der Kirche und betrachteten den Glauben aus verschiedenen Blickwinkeln. Unser Gespräch reichte von der Renovierung der Projektgemeinde im Donauhof, bis hin zu einem Blick auf die Bedeutung von Freiheit und Gleichberechtigung in der Glaubensgemeinschaft. Mira teilte mit uns ihre Gedanken über biblische Interpretationen, und wir betrachteten die Rolle der Frau in verschiedenen religiösen Kontexten. Das Gespräch war sehr bereichernd und hat meinen Horizont in Bezug auf Glauben und Feminismus erweitert. Es war sehr interessant, mehr über Miras Gedanken und Perspektiven zu diesen Themen zu erfahren. Diese Podcast-Folge wird sicher auch dich inspirieren, deine Gedanken herausfordern und vielleicht auch neue Perspektiven auf Glauben und Feminismus bei dir eröffnen.
1 Stunde 17 Minuten
Nicole Hobiger-Klimes ist Karriere-Coach, Expertin für Mastermind-Gruppen, Leiterin von Silent Retreats und Speakerin. Das Gespräch mit ihr ist äußerst inspirierend! Nicole hat sich sieben Monate Auszeit mit ihrer Familie genommen. Ihr großes gemeinsames Ziel war es, „als Familie 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zusammen sein“, und sich gleichzeitig mutig ihren Ängsten zu stellen – sei es die Angst vor Haien oder vor dem Betreten unbekannter Gebiete. Dieses Abenteuer führte nicht nur zur Verwirklichung des familiären Ziels, sondern auch zur Überwindung persönlicher Grenzen." Soziale Medien und digitale Kommunikation wurden bewusst ausgeschaltet – für mehr Freiheit und Fokus auf das Wesentliche. "Wenn ich reise, dann mit vollster Hingabe." Die sorgfältige Planung über zwei Jahre hinweg hat sich zweifellos ausgezahlt. Eine bedeutende Erkenntnis bezüglich Ressourcen und Potenzialen - "Oftmals sind finanzielle Möglichkeiten größer, als wir annehmen!". Der Wunsch, einen Wal in seiner natürlichen Umgebung zu erleben, führte Nicole und ihre Familie nach Irland und brachte ein unvergessliches Abenteuer in einem Campervan. Drei Monate verbrachte sie auf einer Insel, sie überwand dabei ihre Angst vor Haien. In Afrika erlebte sie ein wahres Abenteuer im Kruger Nationalpark und machte die einzigartige Erfahrung einer Rangerausbildung. Auch ihr fünfjähriger Sohn tauchte mutig in Abenteuer ein und profitierte von der Auszeit durch neue Erfahrungen, Freundschaften und erweiterte Englischkenntnisse. Beruflich gewährt Nicole in dieser Episode Einblicke in ihr Mastermind-Programm und ihre Silent Retreats.
54 Minuten
Monika Romaniewicz, eine starke Frau und Juristin, hat die Initiative "Mut zeigen" ins Leben gerufen. Als Sternchenmama weiß sie, wie wichtig es ist, über das Tabuthema Schwangerschaftsverlust, zu sprechen und betroffene Eltern zu unterstützen. Durch ihre eigenen Erfahrung erkannte sie Lücken im System und kämpft nun dafür, dass betroffene Mütter und Väter angemessene Betreuung und Unterstützung erhalten. Moni war mit ihrem Sohn Alex schwanger, als sie in der 16. Woche einen Schwangerschaftsverlust erlitt. Sie erzählt uns von den Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert war, und wie schwierig es war in dieser schweren Zeit Unterstützung zu finden. "In Österreich besteht kein Anspruch auf Mutterschutz, Hebammenunterstützung oder Kündigungsschutz für Frauen, wenn das Kind unter 500 Gramm wiegt und keine Lebenszeichen aufweist." Das Thema ist auch ein Tabuthema, erzählt Moni. "Darüber möchte niemand sprechen - über das Leben schon, über den Tod jedoch nicht. Was unbewusst bleibt, ist, dass diese Kinder immer ein Teil des Lebens bleiben." Aus diesem Grund ist es wichtig, darüber zu sprechen, da andernfalls ernsthafte Erkrankungen entstehen können. "Rechte für Sternchenmamas" setzt sich aktiv dafür ein, dass Gesetze und Richtlinien aktualisiert werden, um Frauen in ähnlichen Situationen zu schützen und ihnen die nötige Unterstützung zu geben. "Mut zeigen" ist eine überparteiliche Bürgerinitiative, die bereits im Parlament diskutiert wird. Die Initiative fordert Verbesserungen im Mutterschutz, psychologische Betreuung und faire Kündigungsschutzregelungen für Frauen, die unter 500 Gramm entbinden.
25 Minuten
In Teil 2 meines Beitrags mit Tina Landreau dreht sich alles um Frauen in der IT-Branche, welche Positionen sie dort einnehmen können, die Sichtbarkeit von Frauen in der TECH-Branche und Tinas Zukunftsvisionen in Bezug auf Führungspositionen. Tina setzt sich leidenschaftlich dafür ein, mehr Frauen in die IT-Branche zu bringen, und betont dabei die vielfältigen Möglichkeiten und Kompetenzen, die Frauen in diesem Bereich einbringen können. "Softwareentwicklung, Design, Analytics, IT-Sicherheit - es gibt so viele Positionen, die Frauen übernehmen können. Frauen bringen Kompetenzen wie Empathie und Kommunikation mit, die in der IT-Branche von unschätzbarem Wert sind." Zudem spricht Tina über die Bedeutung von Sichtbarkeit und Vorbildern sowie die bereits stattfindenden Veränderungen, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. "Dank zahlreicher Initiativen, die Frauen in den Vordergrund stellen, befinden wir uns bereits im Wandel." Ihre Vision ist klar: "Eine Welt, in der Führungspositionen gleichmäßig zwischen Männern und Frauen aufgeteilt sind. Gemeinsam können wir Veränderungen bewirken und eine bessere Zukunft schaffen." Lasst uns gemeinsam diese Zukunft gestalten, in der Frauen in der IT-Branche die gleichen Chancen haben und ihre Fähigkeiten voll entfalten können.
31 Minuten
Heute möchte ich euch eine äußerst inspirierende Geschichte vorstellen. Tina Landreau ist ein wahres Vorbild für berufstätige Frauen und Mütter. Im Podcast-Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen und wie sie ihr eigenes Vorbild als berufstätige Mutter entwickelt hat. "Wir stehen ständig unter Beobachtung und viele Mütter fühlen sich durch diese Erwartungen belastet", offenbart Tina. Als Tina von Wien nach Niederösterreich umzog, spürte sie den Druck dieser Erwartungen stärker denn je. Daraufhin entschied sie sich aktiv dazu, etwas zu verändern. Sie definierte ihre eigene Vorstellung davon, wie man als Mutter in der heutigen Gesellschaft sein kann. Tina ist fest davon überzeugt, ihrer eigenen Identität treu zu bleiben und ihren eigenen Weg als Mutter zu gehen. Warum? Weil sie ihren Kindern ein positives Vorbild sein möchte. "Ich bin eine liebevolle Mutter und liebe meine Kinder. Gleichzeitig habe ich aber auch meine eigenen Ziele und Träume im Leben. Es ist wichtig, ihnen zu zeigen, dass ich eigene Wünsche und Leidenschaften habe und gleichzeitig immer für sie da bin." Tinas Geschichte erinnert uns daran, dass wir großartige Mütter sein können und gleichzeitig unsere eigenen Träume verfolgen dürfen.
33 Minuten
„What the Fem“ ist die erste feministische Talksendung in Österreich und in der Sendung geht es darum, Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen“, erzählt mir Juliane Ahrer. Sie ist das erste Mal Gästin in einem Podcast und, ja, in meinem Podcast. Wer Juliane noch nicht kennt - sie hat für den Stadtsender: W24, ein neues TV-Talkformat entworfen. „What the Fem“, eine Sendung, die ihr euch auf jeden Fall ansehen sollt. In Österreich gab es bisher keine feministische TV-Sendung. Juliane hatte die Idee dazu schon sehr lange. Letztes Jahr hat Juliane ihre Bildungskarenz im Ausland verbracht und einen Ausbildungslehrgang bei Fjum – Forum für Journalismus gemacht, in dieser Zeit ist ihr Projekt entstanden. Juliane holt den Feminismus in den Mainstream. „Wir stecken einfach immer noch in einem patriarchalen System, das vor allem Frauen unterdrückt ,und alte weiße Männer profitieren von diesem System.“ „Mir ist wichtig, dass diese Themen, die eben nicht so oft vorkommen, auch eine große Masse an Menschen versteht. Und wenn dann nur eine Person für sich etwas mitnehmen kann oder daraus lernt oder sich denkt, ja, das könnte man anders machen oder besser machen, dann freu ich mich ehrlich gesagt. „Das Reisen hat mir gezeigt, was wichtig im Leben für mich ist. Das Reisen ist meine große Leidenschaft“, sagt Juliane. Sie hat in der Bildungskarenz ihr Konzept entwickelt und ganz tolle Erfahrungen gemacht an den vielen verschiedensten Orten, über die sie uns ebenfalls berichtet. Wo sie überall war, wie sicher sie sich gefühlt hat als Frau alleine zu reisen, warum sie jeder jungen Frau empfiehlt, dies zu tun, und wieso ihre Reisen dazu beigetragen, dass es nun dieses tolle TV-Format gibt, hört ihr in dieser Folge. Hört euch an, wie ihr Projekt entstanden ist, welche Themen in der Sendung vorkommen, wer an der Produktion beteiligt ist, welche Rolle Männer dabei spielen, wer die Frauen auf dem Titelbild sind und noch vieles mehr.